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Mithilfe bei geeigneten Nistplätzen für Schwalbe und Mauersegler

(DK) – Freitag, 18.09.2020

Umweltdezernentin Akdeniz: „Wichtiger Bestandteil des ökologischen Gleichgewichts“

Schwalben © Joachim Marian Winkler / Pixabay

Das Umweltamt der Wissenschaftsstadt Darmstadt versendet demnächst informative Anschreiben an die Eigentümer und Eigentümerinnen von Gebäuden mit Niststätten etwa von Schwalben und Mauerseglern. In der Hoffnung, dass diese erhalten und vielleicht sogar durch künstliche Nisthilfen ergänzt werden. Das ist dringend nötig, denn die meisten Gebäudebrüter sind gefährdet und stehen bereits auf der Roten Liste der gefährdeten Arten. Aus diesem Grund sind auch alle Gebäudebrüter (mit Ausnahme verwilderter Haustauben) nach Paragraph 44 Bundesnaturschutzgesetz besonders geschützt.

„Gebäudebrüter sind von großem Nutzen. Als Bestandteil des ökologischen Gleichgewichts vertilgen sie Schnaken und Schadinsekten und tragen über Samen im Kot zur Pflanzenverbreitung bei.  Spatzen sind zudem geschickte Futterfinder, die unsere Stadt sauber halten und der Ansiedlung von Ratten vorbeugen“, erläutert Umweltdezernentin Barbara Akdeniz.

Eine jüngst erfolgte Ortsbegehung von Umweltamt und NABU im früher von vielen Mehlschwalben besiedelten Martinsviertel ergab ein trauriges Bild: „Viele Niststätten werden aus Sorge vor Schmutz oder im Rahmen von Bautätigkeiten entfernt. Hinzu kommt, dass den Schwalben zunehmend Nestbaumaterialien wie Lehm und Wasser fehlen“, so Gerhard Schweigert vom NABU Darmstadt. Damit geht es den Schwalben ebenso wie bspw. dem Spatz, der kaum noch für ihn wichtige „Sandbadeplätze“ findet und der ebenso wie Mauersegler, Hausrotschwanz und viele Fledermausarten auf Nistmöglichkeiten an Häusern angewiesen ist. Denn die Arten zählen zu den „Gebäudebrütern“, sie sind Kulturfolger oder haben in den Spalten und Winkeln der Gebäude Ersatzquartiere gefunden, die in freier Natur nicht mehr ausreichend zur Verfügung stehen.

Ein wichtiger Hinweis: Das Entfernen ihrer Nester ist ohne Erlaubnis des Umweltamts verboten. Dabei ist ein Miteinander von menschlichen und tierischen Bewohnern leicht möglich: Schmutz am Gebäude lässt sich durch das Anbringen von Kotbrettern abfangen und die meisten Nistkästen können sogar passgenau in Wärmedämmungen eingesetzt werden. Nistkästen für Gebäudebrüter sind wartungsfrei und können mit atmungsaktiver Farbe an die Gebäudefarbe angepasst werden. Sorgt man zudem für unversiegelte Stellen im Boden, blütenreiche Pflanzen als Insektennahrung und Sträucher als Versteck für noch nicht flügge Jungvögel, so sichert man auch im nächsten Jahr das Überleben der eleganten Flugkünstler, die unsere Stadtteile beleben.

Für weitere Informationen kann das Umweltamt der Wissenschaftsstadt Darmstadt kontaktiert werden: umweltamt@1sp4mdarmstadt.abde.

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