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Johann Friedrich Knapp

Johann Friedrich Knapp (1776-1848)
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Johann Friedrich Knapp wurde am 20. September 1776 als Sohn des Kammerrats Theodor Friedrich Knapp und Juliane Katharina in Erbach geboren. Knapp wuchs im Umfeld des Grafen Franz I. von Erbach-Erbach auf. Von 1792 an besuchte er das Pädagog in Darmstadt.

Nach dreijährigem Jurastudium trat Knapp in die Dienste der Grafschaft Erbach. Befördert zum Regierungsassessor entwickelte er sich bald zum persönlichen Referenten des Grafen Franz I. von Erbach-Erbach.

Neben seiner beruflichen Verwaltungstätigkeit beschäftigte sich Knapp mit historischer Forschung. Ergebnisse seiner Arbeit veröffentlichte er 1813 unter dem Titel „Römische Denkmale des Odenwaldes“.

1816 wechselte Knapp an das Oberappellationsgericht nach Darmstadt. Auf politischer Ebene vertrat er zwischen 1820 und 1824 als Abgeordneter den Wahlbezirk Heppenheim/Fürth. Er war aktiv an den Verfassungsdebatten beteiligt. 1823 wurde er Mitglied des neu eingerichteten Staatsrats. Von 1825 an wirkte er im Ministerium des Innern und der Justiz. Knapp unterstützte die Politik des Dirigierenden Staatsministers Carl du Bos du Thil, womit er den Unmut der liberalen Opposition auf sich zog.

Nach einer Kontroverse zwischen Knapp und Heinrich von Gagern, dem Führer der Liberalen, wurde 1834 der Landtag aufgelöst.

1830 war Knapp in Verhandlungen um die Linienführung der Eisenbahn involviert. Er setzte sich für eine Verbindung zwischen Frankfurt und Mainz auf der rechten Mainseite ein. Er führte als Begründung sachliche Argumente ins Feld, nahm aber später eine Schenkung an, was ihm von Teilen der Öffentlichkeit als Bestechung ausgelegt wurde. Unter starkem öffentlichem Druck bot er 1838 seine Pensionierung an, sein Angebot wurde angenommen, ein Verfahren jedoch nicht eingeleitet. 1840 wurde er zum ständigen Mitglied des Staatsrats ernannt.

Nach seiner Pensionierung widmete sich Knapp verstärkt seinem historiografischen Wirken. Seit 1839 Präsident des Historischen Vereins für das Großherzogtum Hessen, veröffentlichte er zahlreiche Beiträge. 1840 erschien sein Buch „Vierzehn Abhandlungen über Gegenstände der Nationalökonomie und Staatswirtschaft“, in dem er seine persönliche Sicht auf die Innenpolitik des Großherzogtums darlegte.

Johann Friedrich Knapp wurden hohe Auszeichnungen verliehen.

Am 22. Mai 1848 starb Johann Friedrich Knapp in Darmstadt.

 

 

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