Wissenschaftsstadt Darmstadt

Telefon: +49 (0)6151-115

E-Mail: info@1sp4mdarmstadt.abde

ImpressumDatenschutz und Nutzungsbedingungen

1

Denkmalschutz

Das Weltkulturerbe aus der Vogelperspektive

Das Welterbekomitee der UNESCO hat die Mathildenhöhe Darmstadt in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes mit aufgenommen. Zu diesem Anlass hat die Deutsche Welle ein Drohnenflug-Video veröffentlicht, welches das neue Weltkulturerbe aus der Vogelperspektive vorstellt.

Instagramenglisch
Facebook deutsch, englisch
You Tube Kompilation der fünf neu gekürten Stätten (englisch)

Denkmalschutz und Denkmalpflege

„Es ist die Aufgabe (…) Kulturdenkmäler als Quellen und Zeugnisse menschlicher Geschichte und Entwicklung (…) zu schützen und zu erhalten.“ § 1 (1)

Eigentümerinnen und Eigentümer, Besitzerinnen und Besitzer sowie Unterhaltspflichtige von Kulturdenkmälern sind verpflichtet, diese im Rahmen des Zumutbaren zu erhalten und pfleglich zu behandeln (§13 Hessisches Denkmalschutzgesetz).

Grundlage ist das Hessische Denkmalschutzgesetz in der am 6.12.2016 novellierten Form. Das Gesetz definiert, was ein Kulturdenkmal ist, wie es geschützt und wie mit ihm umgegangen wird. Es regelt die Zuständigkeiten der Behörden sowie die Rechte und Pflichten von Denkmaleigentümer/innen.

 

Aufgabe der Denkmalschutzbehörde

Die Denkmalschutzbehörde trifft die erforderlichen Maßnahmen, um Kulturdenkmäler zu schützen, zu erhalten und zu bergen sowie Gefahren von ihnen abzuwenden. Dabei trägt sie den berechtigten Interessen der Eigentümer/innen und Besitzer/innen Rechnung.

Die Denkmalschutzbehörde ist Anlaufstelle für Eigentümer/innen und Besitzer/innen, die Veränderungen an beziehungsweise in einem Kulturdenkmal sowie in dessen Umgebung planen oder das äußere Erscheinungsbild von Gebäuden betreffen, die Teil einer Gesamtanlage sind.

Beispiele für genehmigungspflichtige Vorhaben sind:

  • Abriss und Entkernung
  • Einbau und Anbau von Treppen oder Aufzügen
  • neuer Putz und Neuanstrich
  • Reparatur und Erneuerung von Fenstern, Türen, Wandverkleidungen und Dacheindeckungen
  • Einbau von Schaufenstern und Werbeanlagen
  • energetische Ertüchtigung
  • sowie statische Eingriffe wie Dachgeschossausbau und Fachwerkreparatur

Auch Neubauten in der Umgebung des Denkmals sind genehmigungspflichtig. Das gilt nicht nur für Eingriffe, die das Denkmal negativ beeinflussen könnten, sondern auch für Baumaßnahmen, die dem Denkmal zuträglich sind.

Im Zweifel kontaktieren Sie die Denkmalschutzbehörde.

Es besteht die Pflicht, vor Beginn einer Veränderung eine denkmalschutzrechtliche Genehmigung einzuholen. Es ist zu beachten, dass eine denkmalschutzrechtliche Genehmigung erforderlich sein kann, obwohl das Vorhaben nach der Hessischen Bauordnung (HBO) baugenehmigungsfrei ist. Das betrifft zum Beispiel Außenanstriche, Fenstererneuerung, Innensanierung oder (Teil)-Abbrüche. Verstöße gegen denkmalrechtliche Bestimmungen können mit Bußgeldern geahndet werden. Das Formular, mit dem Sie eine denkmalschutzrechtliche Genehmigung beantragen können, erhalten Sie hier (pdf, 240 KB) .

Was ist ein Denkmal?

Im Hessischen Denkmalschutzgesetz wird zwischen Kulturdenkmalen, Gesamtanlagen und Bodendenkmalen unterschieden.
 
Ein Kulturdenkmal (§ 2 (1)) kann eine Sache, eine Sachgesamtheit oder ein Sachteil sein. Es muss aus künstlerischen, wissenschaftlichen, technischen, geschichtlichen oder städtebaulichen Gründen ein öffentliches Interesse an der Erhaltung bestehen. Für die Ausweisung zum Denkmal ist einer der Gründe ausreichend.

Eine Gesamtanlage (§ 2 (3)) ist ein Straßen-, Platz- oder Ortsbild einschließlich der mit ihnen verbundenen Pflanzen, Frei- und Wasserflächen. An der Erhaltung im Ganzen besteht aus künstlerischen oder geschichtlichen Gründen ein öffentliches Interesse bestehen. Es ist nicht erforderlich, dass jeder Teil der Gesamtanlage ein Kulturdenkmal ist.

Bodendenkmale (§2 (2)) sind Zeugnisse, Überreste oder Spuren menschlichen, tierischen oder pflanzlichen Lebens, die aus Epochen und Kulturen stammen, für die Ausgrabungen und Funde eine der Hauptquellen wissenschaftlicher Erkenntnisse sind. Bodendenkmäler werden nur veröffentlicht, wenn sie oberirdisch sichtbar sind (§11 (2)).  Entdecken Sie ein Bodendenkmal, müssen Sie dieses unverzüglich der Denkmalfachbehörde und / oder der Denkmalschutzbehörde zu melden. Denkmalbehörden sind berechtigt, den Fund zu bergen, auszuwerten und zur wissenschaftlichen Bearbeitung mitzunehmen.

Denkmäler in Darmstadt

Die Darmstädter Denkmale sind in der Denkmaltopographie Darmstadt erfasst, beschrieben und veröffentlicht. Das Standardwerk erschien 1994. Das Buch ist inzwischen vergriffen, eine CD kann bei der Denkmalschutzbehörde erworben werden.

Alle Kulturdenkmäler sind im Denkmalverzeichnis des Landes Hessens eingetragen, in das grundsätzlich jede/r Einsicht erhalten kann zum Beispiel über  DenkXweb

Die Darmstädter Denkmäler sind derzeit noch nicht online zugänglich.

Veröffentlichungen

Zu zahlreichen Darmstädter Denkmälern gibt es kostenfreie Informationsblätter zum downloaden und Veröffentlichungen, die Sie direkt beim Denkmalschutz erwerben können.
 

Denkmalschutzrechtliche Genehmigung

Bevor Sie mit einer Baumaßnahme an Ihrem Denkmal beginnen, müssen Sie sich mit der Denkmalschutzbehörde in Verbindung setzen. Erst nachdem die Maßnahme denkmalschutzrechtlich genehmigt ist, können Sie mit den Arbeiten beginnen. Den Antrag für eine Denkmalschutzrechtliche Genehmigung finden Sie hier:
Antrag auf eine denkmalschutzrechtliche Genehmigung

Welche Hilfen gibt es?

Sie erhalten bei der Denkmalschutzbehörde eine kostenlose Bauberatung für die Denkmalpflege. Außerdem können Kosten für Renovierung und Restaurierung über mehrere Jahre hinweg verteilt und abgesetzt werden. Die Informationen dazu erhalten Sie hier. Zusätzlich können je nach Haushaltslage bei denkmalpflegerisch bedingten Mehrkosten Zuschüsse von der Stadt Darmstadt und auch vom Land Hessen gewährt werden.

Weltkulturerbe Mathildenhöhe

Wissenswertes und Informatives über das Weltkulturerbe Mathildenhöhe finden Sie  hier

Tag des offenen Denkmals

Der Tag des offenen Denkmals fand 2020 das erste Mal ausschließlich online statt. Thema waren die beiden Spitzbunker auf der Knell. Sehen und hören Sie hier den Darmstädter Beitrag.

Der Tag des offenen Denkmals war 2021 dem Weltkulturerbe Mathildenhöhe gewidmet. Unter dem Motto "Sein und Schein" fanden Führungen in Haus Olbrich und Haus Deiters statt.

Hessischer Denkmalschutzpreis

2020 ging der Hessische Denkmalschutzpreis an die Wohnanlage Rhönring - Spessartring. Nominiert war außerdem die vorbildlich sanierte Doppelvilla in der Hindenburgstraße. Beide Objekte sind in einer Broschüre ausführlich dokumentiert.

2021 wurde der denkmalgeschützte Kiosk in der Moltkestraße mit dem Ehrenamtspreis ausgezeichnet. Lesen Sie mehr.Zur Auszeichnung gratulierte auch Stadtrat Michael Kolmer

Kontakt

Stadtplanungsamt
Abteilung 61.3
Denkmalschutz und Denkmalpflege

Stadthaus West
Mina-Rees-Straße 12
64295 Darmstadt

Telefon 06151 - 13 2937
denkmalschutz@1sp4mdarmstadt.abde

Denkmal?

Ob ein Gebäude unter Denkmalschutz steht, können Sie beim Hessischen Landesamt für Denkmalpflege erfragen unter denkmalverzeichnis.wi@1sp4mlfd-hessen.abde oder telefonisch unter 0611-6906161.

Denkmalschutzpreis 2021

Der denkmalgeschützte Nostalgie-Kiosk in der Postsiedlung hat den Ehrenamtspreis des Hessischen Denkmalschutzpreises 2021 erhalten. Lesen Sie mehr

Broschüre zur Mathildenhöhe

Die Darmstädter Mathildenhöhe. Architektur im Aufbruch zur Moderne. Zwei Spaziergänge zu den Bauten der Jahrhundertwende. Heft 8 der Reihe Denkmalschutz in Darmstadt, erhältlich bei der Denkmalschutzbehörde. Weitere Veröffentlichungen

Nach oben

Genehmigung

Den Antrag auf eine Denkmalschutzrechtliche Genehmigung finden Sie hier

Wichtige Mitteilung
×