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Friedrich von Flotow


Friedrich von Flotow (1812-1883)
3 E 1-3 [3 E 42-44]

Friedrich von Flotow wurde am 27. April 1812 als Sohn des Gutsbesitzers Wilhelm von Flotow und dessen Gattin Caroline Sophie Rahel  in Teutendorf geboren.

Ersten musikalischen Unterricht erhielt Friedrich von Flotow im mecklenburgischen Elternhaus, wo er bis zu seinem zehnten Lebensjahr auch in anderen Fächern unterrichtet wurde. Anschließend durchlief er Bildungseinrichtungen in der näheren Umgebung. Sein musikalisches Talent war unverkennbar.

Am Pariser Konservatorium erhielt Flotow Unterricht bei Anton Reicha  sowie bei Johann Peter Pixis, einem der erfolgreichsten Pianisten seiner Zeit. Mit Jacques Offenbach verband ihn eine Freundschaft; zusammen komponierten sie Stücke für Violoncello und Klavier, die sie erfolgreich gemeinsam aufführten.

Ein größeres Bühnenstück des jungen Komponisten Flotow wurde erstmals 1834/35 in Ludwigslust inszeniert. Der Durchbruch als Komponist gelang Flotow in 1844 mit seiner Oper „Alessandro Strandella“ , die im Hamburger Stadttheater uraufgeführt wurde. Weitere Opern folgten, und mit dem Erfolg von „Martha“, 1847 im Wiener Kärntnertortheater uraufgeführt und auf zahlreichen europäischen Bühnen gespielt, war Friedrich von Flotow zu einem bekannten Opernkomponisten gereift.

1855 wurde Flotow zum Intendanten des Schweriner Hoftheaters berufen und zum Kammerherrn ernannt. Durch die Reorganisation des Schweriner Orchesters gelang es ihm, dessen künstlerische Qualität zu erhöhen. Nach sieben-jähriger Tätigkeit legte er sein Amt 1863 nieder.

Die nächsten Jahre verbrachte Flotow teils in Paris, teils in Wien. Ende 1880 zog er in das Haus seiner Schwester nach Darmstadt. In den musikalischen Kreisen der Stadt genoss der greise Komponist hohe Anerkennung. Es entstanden letzte Kompositionen, darunter 1882 eine dem Darmstädter Männergesangverein gewidmete Messe.

Friedrich von Flotow wurde Zeit seines Lebens mit hochrangigen Auszeichnungen bedacht.

Beinahe erblindet starb Friedrich von Flotow am 24. Januar 1883 in Darmstadt. Sein Grab auf dem Alten Friedhof ziert ein vom Bildhauer Benedikt König geschaffenes Denkmal. Die Flotowstraße im Darmstädter Komponistenviertel wurde nach ihm benannt.

 

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