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August Lucas

August Lucas (1803-1863)
1 C 122

August Lucas wurde am 4. Mai 1803 als Sohn des Damenschneiders Georg Friedrich August Lucas und dessen Gattin Anna Maria in Darmstadt geboren.

Von 1813 bis 1817 besuchte er das Gymnasium. 1825 besuchte er die Kunstakademie in München.

Er verkehrte in einem Kreis von Darmstädter und Frankfurter Künstlern, die sich gegenseitig unterstützten. Seine Skizzenbücher aus der Zeit sind gefüllt mit Landschaftsimpressionen aus dem Odenwald und von der Bergstraße. Von einem Freund, dem Naturwissenschaftler Johann Jakob Kaup, erhielt er den Auftrag für Zeichnungen zu dessen „Galerie der Amphibien“, und 1828 nahm er am Fest anlässlich des 300. Todestags von Albrecht Dürer in Nürnberg teil. Von Dürer übernahm Lucas auch die typografische Anordnung seines Monogramms.

1829 reiste Lucas  nach Italien. 1834 nach Darmstadt zurückgekehrt entstanden auf der Grundlage seiner Studien Gemälde, die sowohl italienische Motive verarbeiteten als auch den Odenwald und die Bergstraße.

Seit 1841 wirkte Lucas als Lehrer im Freihand- und Figurenzeichnen an der Realschule sowie an der Höheren Gewerbeschule, der späteren Technischen Hochschule Darmstadt. Neben der Landschaftsmalerei erledigte er Auftragsarbeiten. Auch Figuren- und Kostümzeichnungen für die geplante Statue des Großherzogs Ludewig I. auf dem Ludwigsmonument entstammen seiner Hand.

August Lucas wird allgemein den „Romantikern“ zugeordnet. Sein Werk war aber zunehmend geprägt von einem zeittypischen Realismus. Neben Johann Heinrich Schilbach gilt Lucas als einer der Wegbereiter dieser Art der Landschaftsmalerei zwischen Romantik und frühem Realismus in Darmstadt.

Am 28. September 1863 starb August Lucas nach kurzer Krankheit in Darmstadt. Heute erinnert der Lucasweg auf der Mathildenhöhe an den Maler und Zeichner.

 

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