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Arnold Mendelssohn

Arnold Mendelssohn (1855-1933)
Mauer 33

Arnold Mendelssohn wurde am 26. Dezember 1855 als ältestes von fünf Kindern des Wilhelm Mendelssohn,  und dessen Gattin Louise in Ratibor geboren. Sein Urgroßvater war Moses Mendelssohn, einer der bedeutenden Philosophen des 18. Jahrhunderts.

Schon im Alter von acht Jahren besuchte Arnold Mendelssohn das Gymnasium und erhielt ersten Klavierunterricht. Nach dem Tod des Vaters zog die Familie nach Berlin

Arnold Mendelssohn erhielt Klavierunterricht, zunächst von August Haupt, dem späteren Direktor des Königlichen Instituts für Kirchenmusik, sowie Eduard Wilsing  am Institut für Kirchenmusik.

1880 wurde er als Organist und als Universitätslehrer nach Bonn berufen. Von 1883 an arbeitete Mendelssohn als Organist und als Dirigent des Musikvereins sowie des Männerchors in Bielefeld. 1886 zog es ihn als Kompositions- und Orgellehrer an das Kölner Konservatorium.

1891 übernahm Arnold Mendelssohn das neu eingerichtete Amt eines Kirchenmusikmeisters in Darmstadt. Gleichzeitig trat er die Stelle eines „Gesangslehrers an den Darmstädter Gymnasien“ an. Zudem lehrte er am Hoch‘schen Konservatorium in Frankfurt am Main, wo Paul Hindemith zu seinen Schülern zählte. Als Kirchenmusikmeister hielt Mendelssohn Orgelkurse für Organisten und Kantoren ab, er wirkte als Orgelbausachverständiger und Leiter des Chores der Stadtkirche Darmstadt sowie als musikalischer Leiter der Jahresfeste des hessischen Kirchengesangsvereins. Im Auftrag des hessischen sowie des deutschen KGV war er federführend an der Herausgabe von Choral-Sammlungen beteiligt.

Besonders tat sich Arnold Mendelssohn als Komponist hervor. Als zentrale Werke ließen sich die „Deutsche Messe“ und die „Seligpreisungen“ bezeichnen.

Für sein musikalisches Wirken wurden Arnold Mendelssohn hohe Auszeichnungen zuteil. 1899 wurde er für seine Verdienste zum Professor ernannt. Er war Träger der Ehrendoktorwürden der Universitäten Gießen  und Tübingen. 1923 erhielt er den damals erstmals verliehenen Georg-Büchner-Preis des Volksstaats Hessen und  den Beethoven-Preis der Preußischen Staatsakademie. Außerdem war Mendelssohn Ehrenbürger der Städte Leipzig und Darmstadt

Arnold Mendelssohn starb am 19. Februar 1933 in Darmstadt.

 

 

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