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Heinrich Felsing

Heinrich Felsing (1800-1875)
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Johann Heinrich Felsing wurde am 18. September 1800 als Sohn des Hofkupferstechers Johann Conrad Felsing und dessen Frau Dorothea in Darmstadt geboren.

Heinrich Felsing besuchte das Gymnasium in Darmstadt. Felsing war von Naturwissenschaften begeistert, doch bestimmte ihn der Vater zur Kunst des Kupferstechens und Kupferdruckens. Ersten künstlerischen Unterricht erhielten Heinrich und sein  jüngerer Bruder Georg Jakob von Georg Moller. Nach dem frühen Tod des Vaters begab sich Heinrich Felsing zur weiteren Ausbildung nach Paris, bevor er 1821 den väterlichen Betrieb übernahm.

Besonderes Interesse brachte Felsing der Vervollkommnung der Druckproduktion entgegen. Mit dem Chemiker Justus Liebig führte Heinrich Felsing intensive Korrespondenz über die Zusammensetzung von Druckfarben. Felsing betrieb zudem eigene Papierstudien und setzte sich früh mit der neuen Galvanotechnik auseinander.

Renommierte Kupferstecher und Kunsthandlungen aus dem In- und Ausland beauftragten Felsings Kupferdruckerei, ebenso namhafte Kunstvereine. Wichtige Kupferstecher vertrauten ihr ihre Platten an. Neben den Original-Druckgrafiken erweiterte Felsing das Geschäft um Reproduktionsgrafiken.

Über sein Handwerk hinaus machte sich Heinrich Felsing in Darmstadt als Vereinsgründer und engagierter Bürger einen Namen 1837 gründete er den Lokalgewerbevereins und 1846 den  TSG Darmstadt, da seine zweite Passion das Turnen war.  

Auch die Gründung einer ersten Lösch- und Wehrmannschaft aus dem Kreise der Turner heraus wird Felsing zugeschrieben. In Anerkennung seiner Verdienste um das Turnen erhielt er den Beinamen „Hessischer Turnvater“.

Für die Darmstädter Turner entwickelte er das Turnerkreuz, ein Kreuz in den hessischen Landesfarben, dass die Anfangsbuchstaben des Turnerspruchs „Frisch, fromm, fröhlich, frei“ aufgreift.

Heinrich Felsing, seit 1871 Ehrenmitglied der Turngemeinde Darmstadt, wurde 1868 mit dem Ritterkreuz II. Klasse des Ludwigsordens ausgezeichnet.

Am 29. März 1875 starb Heinrich Felsing nach langer Krankheit in Darmstadt.

Seit Beginn des 20. Jahrhunderts erinnert zudem die Felsingstraße in Darmstadt an den Kupferdrucker und „Hessischen Turnvater“, und die Felsing-Halle der TSG Darmstadt 1846 wurde 1967 eingeweiht.

 

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