Wissenschaftsstadt Darmstadt

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Verkehrsversuche

Zeitraum

seit August 2020

Allgemeines zum Projekt

In der Wissenschaftsstadt Darmstadt werden aktuell insgesamt fünf Verkehrsversuche durchgeführt. In der Nieder-Ramstädter Straße, der Bleichstraße West, der Zeughausstraße, der Neckarstraße/Heidelberger Straße und der Eschollbrücker Straße wird der Verkehrsraum – zugunsten des Radverkehrs – neu aufgeteilt.

Eine zentrale Voraussetzung, damit das Fahrrad eine attraktive Alternative zu anderen Verkehrsmitteln darstellt, ist eine gut ausgebaute Radverkehrsinfrastruktur. Teilweise entsprechen innerstädtische Radverkehrsanlagen jedoch nicht den angestrebten Standards, da bei der Aufteilung des Straßenraums nicht alle Verkehrsarten gleichermaßen berücksichtigt wurden. Eine Möglichkeit, zu prüfen, wie sich eine Neuaufteilung des Verkehrsraumes auswirkt, ist die Durchführung von Verkehrsversuchen. Dieses Instrument kommt aktuell auch in Darmstadt zum Einsatz.

Seit August werden schrittweise an insgesamt fünf Stellen Verkehrsversuche durchgeführt: In der Nieder-Ramstädter Straße, der Bleichstraße West, der Zeughausstraße, der Neckarstraße/Heidelberger Straße sowie der Eschollbrücker Straße wurde bzw. wird der Verkehrsraum – zugunsten des Radverkehrs – neu aufgeteilt. Ausführliche Informationen zu den einzelnen Verkehrsversuchen finden Sie hier:

Nieder-Ramstädter Straße/Roßdörfer Platz

Im Rahmen des ersten Verkehrsversuchs in der Nieder-Ramstädter Straße am Roßdörfer Platz wurde ein Radfahrstreifen über eine Länge von ca. 90 Meter stadtauswärts markiert. Der bestehende Radfahrstreifen in Fahrtrichtung Süden wird somit über den Knoten hinaus weitergeführt. In der Knotenpunktzufahrt zum Roßdörfer Platz wurden die Fahrstreifen neu aufgeteilt. Die Linksabbieger erhielten einen eigenen Fahrstreifen, während der Geradeausverkehr gemeinsam mit den Rechtsabbiegern nur noch über den rechten Fahrstreifen abgewickelt wird.

In der Nieder-Ramstädter Straße wurde der rechte Kfz-Streifen durch einen Radfahrstreifen ersetzt.. Für den Kfz-Verkehr verbleibt der linke Fahrstreifen, der verbreitert und dadurch besser befahrbar wird. Mit der Neuaufteilung des Straßenraums wird eine eindeutige Führung für alle Verkehrsteilnehmenden geschaffen. Durch die Verbesserung des Verflechtungsbereichs soll eine bestehende Konfliktstelle beseitigt werden.

Bleichstraße West/Steubenplatz

Mit dem Verkehrsversuch Bleichstraße West/Steubenplatz wird die bestehende Lücke der Radführung im Bereich des Steubenplatzes geschlossen und ein durchgängiges Angebot für den Radverkehr eingerichtet. Im Zulauf zur Kreuzung wird der Radverkehr nun weiter auf der Fahrbahn geführt, um bestehende Konflikte auf dem Gehweg mit zu Fuß Gehenden zu beseitigen. Dafür ist der rechte Kfz-Fahrstreifen im Bereich des Steubenplatzes entfallen. Um Konflikte mit dem Kfz-Verkehr zu minimieren, darf nur noch nach links abgebogen werden, in Richtung Rheinstraße und Autobahn. Ergänzend dazu wird der bestehende Radfahrstreifen zwischen Kasinostraße und Steubenplatz durch Roteinfärbung deutlicher gekennzeichnet und durch einen Trennstreifen klarer vom Kfz-Verkehr separiert. Der Radverkehr musste zuvor häufig auf die Kfz-Fahrbahn ausweichen, weil der Radfahrstreifen durch haltende Fahrzeuge blockiert war. Die Abschnittslänge des Verkehrsversuchs beträgt rund 200 Meter.

Neckarstraße/Heidelberger Straße

Beim Verkehrsversuch Neckarstraße/Heidelberger Straße wird zwischen Heinrichstraße und Rheinstraße eine breite Radverkehrsanlage in beide Fahrtrichtungen angeboten. Dafür ist der jeweils rechte Kfz-Fahrstreifen entfallen, der Fußverkehr kann nun auch die Flächen der ehemaligen schmalen Radwege benutzen. Anknüpfend an die Radprojekte der letzten Jahre in der Heidelberger Straße und Heidelberger Landstraße entsteht durch diesen Versuch ein durchgängiges Rad-Angebot bis zur Rheinstraße.

Zeughausstraße

Im Dezember ist der Verkehrsversuch in der Zeughausstraße gestartet. Zwischen Alexanderstraße und Grafenstraße wurde ein in gelb markierter breiter Radfahrstreifen am rechten Fahrbahnrand angelegt. Die neue Führung ersetzt den bislang in einem Teilabschnitt bestehenden schmalen Radstreifen, der nicht mehr dem aktuellen Stand der Technik entspricht und von vielen Radfahrenden aufgrund des hohen Kfz-Verkehrs als unsicher und unattraktiv empfunden wird. Im Abschnitt Mathildenplatz bis Grafenstraße war bisher kein Radstreifen vorhanden, sodass mit dieser Maßnahme ein durchgängiges Angebot entsteht. Der Kfz-Verkehr wird nun auf zwei statt drei Kfz-Fahrstreifen geführt. Eine Führung mit zwei Kfz-Fahrstreifen war bereits während der Baustelle am Friedensplatz für mehrere Monate notwendig, ohne dass erhebliche Leistungseinbußen beobachtet werden konnten.

Eschollbrücker Straße

Die Maßnahme in der Eschollbrücker Straße steht noch aus.

Geplant ist eine Laufzeit der Verkehrsversuche von mindestens sechs Monaten. Um die Auswirkungen für alle Verkehrsarten zu erfassen, werden diese wissenschaftlich begleitet und ausgewertet. Voraussichtlich im Sommer 2021 wird die Politik entscheiden, wie mit den laufenden Verkehrsversuchen dauerhaft umgegangen werden soll.

Aktueller Bearbeitungsstand (März 2021)

laufend

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