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Mayors for Peace

(DK) – Donnerstag, 02.07.2020

Oberbürgermeister Jochen Partsch hisst am 8. Juli Flagge gegen Atomwaffen auf dem Luisenplatz / OB Partsch: „Fordern Atommächte dazu auf, Verhandlungen zur Abschaffung der Nuklearwaffen zu führen“

© Oberbürgermeister Jochen Partsch / Wissenschaftsstadt Darmstadt

Am Mittwoch, 8. Juli, um 17 Uhr wird Oberbürgermeister Jochen Partsch zusammen mit Regina Hagen vom Darmstädter Friedensforum auf dem Luisenplatz vor der Sparkasse die Flagge des weltweiten Bündnisses „Mayors for Peace“ und die „No-Nein-Njet“-Flagge gegen nukleare Aufrüstung hissen. Im Anschluss daran begeben sie sich mit weiteren Beteiligten vom Luisenplatz zum Kleinschmidt-Steg. Dort hängen sie ein Banner auf, mit der Aufschrift: „Hiroshima und Nagasaki mahnen – Beitritt zu UN-Atomwaffenverbot jetzt!“ 

Oberbürgermeister Partsch erklärt: „75 Jahre nach den Abwürfen der Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki hat sich die Hoffnung der Überlebenden, der Hibakusha, nach einer Welt ohne Kernwaffen, immer noch nicht erfüllt. Wir, die Bürgermeister für den Frieden, erinnern mit dem Hissen unserer gemeinsamen Flagge an diesen Wunsch. Wir fordern die Atommächte eindringlich dazu auf, ernsthafte Verhandlungen zur Abschaffung der Nuklearwaffen zu führen und dem 2017 von den Vereinten Nationen verabschiedeten Atomwaffenverbotsvertrag endlich beizutreten.“

Die Organisation „Mayors for Peace“ wurde 1982 durch den Bürgermeister von Hiroshima gegründet. Das weltweite Netzwerk von mehr als 7.900 Städten, darunter 680 Städte in Deutschland, setzt sich vor allem für die Abschaffung von Atomwaffen ein, greift aber auch aktuelle Themen auf, um Wege für ein friedvolles Miteinander zu diskutieren.

Kazumi Matsui, Präsident von „Mayors for Peace“ und Bürgermeister von Hiroshima, appellierte am 27. April 2020 mit einem „Gemeinsamen Appell in Bezug auf den Vertrag über die Nichtverbreitung von Kernwaffen (NVV)“ an die Weltgemeinschaft: „In unseren Augen kann aus der Erfahrung des kollektiven Handelns gegen die Bedrohung durch COVID-19 eine neue Art der Zusammenarbeit entstehen, wenn es darum geht, viele andere globale Herausforderungen wie den Einsatz von Kernwaffen anzugehen. So müssen wir überall eine stabile globale Koalition der Bürger bilden, um uns diesen wachsenden Herausforderungen zu unser aller Sicherheit zu stellen und sie erfolgreich zu meistern.“

Die Flagge „Mayors for Peace“ symbolisiert den Einsatz des Netzwerkes für eine friedliche Welt ohne Atomwaffen. Mit der Aktion setzen sich die Bürgermeister für den Frieden in diesem Jahr für die Verlängerung des New-Start-Vertrages ein. Das von den USA und Russland unterzeichnete Abkommen trat 2011 in Kraft. Es ist die letzte noch gültige Vereinbarung zur Begrenzung von Atomwaffen. Der Vertrag läuft im Februar 2021 aus. Neben der Forderung nach einer Verlängerung des New-Start-Vertrages appellieren die Mayors for Peace am Flaggentag an die Atommächte, den Atomwaffenverbotsvertrag von 2017 zu unterzeichnen. Mittlerweile nehmen mehr als 300 Städte an der deutschlandweiten Aktion der Bürgermeister für den Frieden teil.

Für die Aktion am Luisenplatz lässt die Wissenschaftsstadt Darmstadt weiße Regenschirme mit der klaren Botschaft „Nein! No! Njet! Abrüstung schafft Sicherheit“ bedrucken und lädt Darmstädterinnen und Darmstädter ein, die Schirme beim Hissen der Flagge aufzuspannen. Eine Kameradrohne der Firma Gropper Filmproduktion aus Darmstadt wird die Ereignisse auf dem Luisenplatz festhalten. Das Video wird über die städtische Website, die sozialen Medien und das Internetportal der deutschen „Mayors for Peace“ verbreitet.

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