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Darmstadt Aktuell

Europäischer Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung am 5. Mai

(Lea) – Mittwoch, 05.05.2021

Sozialdezernentin Akdeniz tauscht sich mit Menschen mit Behinderung zum Thema Inklusion aus / Akdeniz: „Alle Menschen müssen die Möglichkeit zur gesellschaftlichen Teilhabe haben“

© Pixabay

„Eine Stadt der Inklusion – und das für immer!“ das sagt Patric Hofmann bei einem digitalen Treffen mit Stadträtin Barbara Akdeniz. Patric Hofmann lebt wie viele Menschen in einer Einrichtung der sogenannten Behindertenhilfe und erfährt dort Assistenz in Bereichen, in denen er Unterstützung braucht. Bei seiner Haltung zum Protesttag braucht er keine Unterstützung, hier hat er eine klare Meinung: „Inklusion ist mir sehr wichtig, wir brauchen mehr Barrierefreiheit!“

Da der ursprünglich geplante Sternmarsch zum Europäischen Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung pandemiebedingt abgesagt werden musste, hat sich Sozialdezernentin Barbara Akdeniz mit Menschen mit Behinderungserfahrungen digital ausgetauscht, um Möglichkeiten zur Verbesserung der Teilhabe in Darmstadt zu erörtern. Die Veranstaltung ist auch Teil des Festivals „Alles inklusive?!.“

Sozialdezernentin Barbara Akdeniz sagte nach dem Gespräch: „Der Protesttag zeigt uns als Gesellschaft auf, in welchen Bereichen wir die Bedingungen für Menschen mit Behinderungen noch optimieren müssen, denn wir wollen eine Stadt der Inklusion sein und allen Menschen die Möglichkeit geben, am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben. Dafür müssen wir – das hat auch unser Gespräch noch einmal ganz deutlich gezeigt – die Barrierefreiheit in allen Bereichen weiterhin deutlich ausbauen. Daran arbeiten wir weiter.“

Was genau es für mehr Inklusion in einer Stadt braucht, wussten die Teilnehmenden sehr gut. Sie sind Experten bzw. Expertinnen in eigener Sache und so entwickelten sich im Gespräch mit der Sozialdezernentin immer neue Themen. Mehr inklusive Spielplätze, so dass Kinder mit und ohne Behinderungen gemeinsam spielen können oder die Übersetzung von Veröffentlichungen in Leichte Sprache, damit Menschen mit kognitiven Einschränkung sie verstehen können, sind weitere Ideen, die in der Bearbeitung schon aufgegriffen werden aber noch flächendeckender umgesetzt werden sollen.

Teilhabechancen für Menschen mit Behinderung jeden Alters spürbar zu verbessern ist Ziel des Aktionsplans der Wissenschaftsstadt Darmstadt. Der Aktionsplan trägt den Titel „Auf dem Weg zur inklusiven Stadt“ und basiert auf der Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention.
„Mit der Umsetzung des Aktionsplanes sollen Rahmenbedingungen und Voraussetzungen verbessert und geschaffen werden, dass für alle Menschen eine uneingeschränkte Teilhabe möglich ist“, so Akdeniz.

Viele der Maßnahmen des Aktionsplans sind bereits umgesetzt und werden zurzeit durch die Philipps-Universität Marburg evaluiert.

Gerade in der aktuellen Krise zeigt sich, wie wichtig Inklusion ist. Inklusion lebt von Kontakt und Begegnung. In diesen außergewöhnlichen Zeiten muss dieser nun meist digital stattfinden.

Aber auch im digitalen Raum muss man sich erst einmal zurechtfinden. Hier knüpft das Projekt ,Digital für Alle‘ der Wissenschaftsstadt und Digitalstadt Darmstadt an, das auch aufgrund einer Maßnahme des Aktionsplans ins Leben gerufen wurde und dazu beiträgt, die UN Behindertenrechtskonvention auch im digitalen Raum umzusetzen und Barrieren abzubauen.

Der Aktionstag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung wurde 1992 von den Interessenvertretungen Selbstbestimmt Leben Deutschland (ISL) ins Leben gerufen und wird jährlich begangen.

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