Wissenschaftsstadt Darmstadt

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Historie

Lebensstandard und Bevölkerungszuwachs führen dazu, dass immer schnelle und immer größer werdende Mengen der natürlichen Ressourcen in Anspruch genommen werden. Ein großer Flächenverbrauch, die Veränderungen in der Landbewirtschaftung, die Zerschneidung von Lebensräumen sowie der Eintrag von Schadstoffen wurden als Hauptursachen für den drastischen Artenrückgang weltweit in den letzten Jahrzehnten und heute erkannt. Nicht nur direkte Auswirkungen auf Ökosysteme mit ihren Tieren und Pflanzen sind die Folge, sondern auch erhebliche ökonomische Auswirkungen.

Bereits 1992 hat diese Erkenntnis die Vereinten Nationen dazu bewogen, ein Übereinkommen zum Erhalt der biologischen Vielfalt (Biodiversität) abzuschließen. Auch die Europäische Union hat mit einem Aktionsplan zum Erhalt und zur Eindämmung des Verlusts der Biodiversität bis zum Jahr 2010 beigetragen. Die Erfolge im Anschluss waren weder weltweit noch in Europa befriedigend, so dass die internationale Staatengemeinschaft 2010 in Nagoya einen strategischen Plan zur Rettung der Biodiversität beschloss (Nagoya-Protokoll). Die darin formulierten Ziele sollen bis 2020 umgesetzt sein und stellen gleichzeitig die Grundlage für die Hessische Biodiversitätsstrategie dar.

Die Wissenschaftsstadt Darmstadt hat bereits im Jahr 2010 die Deklaration zum Erhalt der biologischen Vielfalt in Kommunen unterzeichnet. Maßnahmen zum Erhalt der Biodiversität wurden angeregt durch das Umweltamt der Stadt Darmstadt in Folge federführend durch den Naturschutzbeirat der Stadt Darmstadt erarbeitet und mündeten in das Programm „25 Schritte zur Erhalt der Biologischen Vielfalt. Die Veranstaltung „Stadt.Natur.Lebensqualität-Biologische Vielfalt" für Darmstadt am 16. Juni 2015 war der Auftakt zur öffentlichen Beteiligung von allen an diesem wichtigen Thema interessierten Personen. Im Mai 2017 folgten eine Ausstellung zum Thema Wildbienen und biologischer Vielfalt in Gärten, die von Vorträgen zu diesen Themen ergänzt wurde. Seit Juni 2017 ist Darmstadt auch Mitglied der "Kommunen für biologische Vielfalt".

Im gesamten Zeitraum haben viele Ideen in den Alltag der Verwaltung aber auch bei Privatpersonen und Betrieben Eingang gefunden. Der Bedarf an weiteren Umsetzungen ist jedoch sehr hoch. Die Wissenschaftsstadt Darmstadt hat ein großes Interesse, diesen Prozess aktiv und nachhaltig unter Einbindung der Bürgerschaft auf den Weg zu bringen.