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Entgeltgleichheit

"EQUAL PAY DAY"

Internationaler Aktionstag für gleiche Bezahlung von Frauen und Männern

Warum dieser Tag?
Der Equal Pay Day markiert symbolisch den Entgeltunterschied zwischen Frauen und Männern, der aktuell (2017) 21 Prozent in Deutschland beträgt. Umgerechnet ergeben sich daraus 77 Tage,  an denen Frauen umsonst arbeiten.

Je älter, desto größer die Lücke:
Besonders groß ist der Rückstand unter den älteren Beschäftigten. Bei den 61 bis 65-Jährigen beträgt sie 28 Prozent, bei jüngeren Frauen zwischen 25 und 30 Jahren rund 13 Prozent.
Noch erheblicher ist die Einkommenslücke zwischen Frauen und Männern
auf dem Land, hier beträgt sie 33 Prozent.

Wie kommt das zustande?
Frauen steigen oft schon mit einem Verdienstnachteil ein. Berufe, in denen viele Frauen arbeiten, werden häufig schlechter bezahlt. Wenn Frauen den Großteil der Familienarbeit übernehmen, fallen sie noch weiter zurück und gelangen dadurch seltener in gut bezahlte Führungspositionen.

Was bedeutet das konkret?
Der Einkommensrückstand von Frauen lässt sich über eine große Zahl der Berufe beobachten: Er reicht von minus 21 Prozent bei der Köchin (im Vergleich zum Koch), minus 19 Prozent bei der Bankkauffrau zu minus 8 Prozent bei der Wirtschaftsingenieurin. (Quelle: www.frauenlohnspiegel.de)

Was bedeutet das im Lebensverlauf?
Fast 60 Prozent weniger Rente erhalten Frauen als Männer durch eigenständig erworbene Ansprüche. Auch wenn alle Rentenansprüche eingerechnet werden, liegt die Rentenlücke bei durchschnittlich 42 Prozent! (Quelle: Gender Pension Gap, BMFSFJ, 2011)

Alles kein Problem?
Auch wenn Paare sich einvernehmlich dafür entscheiden, dass sie zugunsten der Familie beruflich zurücksteckt, liegen die langfristigen Risiken weiter einseitig bei Müttern und wirken sich negativ auf deren Alterssicherung aus. Hohe Scheidungszahlen, Minijobs, Teilzeitarbeit mit geringer Stundenzahl und der zunehmende Abbau von existenzsichernden Arbeitsverhältnissen sind derzeit kennzeichnend.

Was soll sich ändern?
Wir brauchen Arbeitsgerechtigkeit. Frauen müssen die Chance bekommen, mehr Stunden im Beruf zu arbeiten, Männer im Gegenzug weniger. Haus- und Familienarbeit müssen fair geteilt, Betreuungsplätze angeboten werden. (Quelle: Equal Pay Day , Extrablatt 3, Jutta Allmendinger WZB)

Spiel mit offenen Karten: Was verdienen Frauen und Männer? Wir brauchen Transparenz!
Wenn wir wissen, was Kolleginnen und Kollegen in vergleichbarer Position verdienen, müssen Arbeitgeber die Gehaltsunterschiede begründen. Und nur dann können Frauen und Männer gleichermaßen die eigenen Gehaltsforderungen überzeugend vertreten und ihren Rechtsanspruch auf eine gerechte Entlohnung durchsetzen.



Info über den Arbeitsmarkt in Darmstadt

Beratung zum Wiedereinstieg in den Beruf und zur Berufsorientierung, Tipps für Bewerbung und erfolgreiche Gehaltsverhandlungen:

  • Sefo_femkom Frauenkompetenzzentrum
  • BIZ & Donna, Vortragsreihe für Frauen, Agentur für Arbeit Darmstadt



Entgeltgleichheit in Europa

Die nationalen Gleichstellungsstellen haben ein Netzwerk "Equinet" für den fachlichen Austausch und die gegenseitige Unterstützung geschaffen. Eine Sammlung guter Praxis und hilfreicher Instrumente zur Umsetzung der Entgeltgleichheit zwischen Frauen und Männern steht zur Verfügung.
Mehr: http://www.equineteurope.org/

Lohnlücke von 21 Prozent!

Wie die Lohnlücke zwischen Frauen und Männern zustande kommt, zeigt dieser Film des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

Was verdient die Frau? Wirtschaftliche Unabhängigkeit!

Kooperationsprojekt von DGB Bundesvorstand und BMFSFJ  für wirtschaftliche Unabhängigkeit von Frauen, für geschlechtergerechte Entgeltpraxis und faire (Arbeits-)Bedingungen, die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen am Erwerbsleben ermöglichen
www.was-verdient-die-frau.de/