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Luftreinhaltung

Schädliche Umwelteinwirkungen durch Luftverunreinigungen entstammen im Wesentlichen drei großen Bereichen: Dem gewerblichen Bereich, dem häuslichen Bereich sowie dem Verkehr. Gegen jeden Verursacher (Emittenten), der zu einer Überschreitung von Luftimmissionsgrenzwerten beiträgt, sind entsprechend seinem Anteil Maßnahmen zu richten, um die Luftqualität zu verbessern. Die Festlegung dieser Maßnahmen erfolgt im Rahmen von Luftreinhalteplänen und Plänen für kurzfristige Maßnahmen (ehemals Aktionplänen). In Darmstadt konnte aufgrund der Maßnahmen in der Vergangenheit die Belastung durch Feinstaub deutlich reduziert werden, so dass heute gültige gesetzliche Grenzwerte eingehalten werden. Weiterhin sind Maßnahmen zur Reduktion der Belastung mit Stickstoffdioxiden notwendig. 

Der Luftreinhalteplan für den Ballungsraum Rhein-Main, Teilplan Darmstadt ist fertiggestellt und am 29.09.2015 in Kraft getreten. Die Fortschreibung erfolgt kontinuierlich.

Umweltzone

Seit November 2015 hat Darmstadt eine große Umweltzone, in der nur noch Fahrzeuge mit grüner Plakette verkehren dürfen. Weiterhin besteht ein Durchfahrt- und Nachtfahrverbot für LKW.

Die Maßnahmen sind in einem Flyer dargestellt.

Ausnahmegenehmigungen sind möglich: Wenn Ihr Auto keine grüne Plakette erhält, besteht die Möglichkeit eine Ausnahmegenehmigung zu erhalten. Hierfür müssen sowohl allgemeine als auch besondere Voraussetzungen von Fahrzeug und Fahrzeughalter erfüllt werden.

Wenn Sie einen Ausnahmgenehmigung beantragen möchten, können Sie entweder einen formlosen schriftlichen Antrag stellen oder dieses Formular benutzen.

Weitere Informationen zum Thema

Diesel-Fahrzeuge

Aufgrund der Grenzwertüberschreitungen für Stickoxide (NOx) an der Messstelle in der Hügelstraße (City-Tunnel) gehört Darmstadt mit zu den am stärksten belasteten Städten in Deutschland und ist damit auch eine der Städte, welche Diesel-Fahrverbote drohen. Deswegen wurde in Darmstadt bereits im Vorfeld die Minderungswirkung streckenbezogener Dieselfahrverbote in Zusammenarbeit mit dem Hess. Umwelt- (HMUKLV) und Wirtschaftsministerium (HMWEVL) geprüft. Dabei stehen nicht nur die damit erzielbare Minderungswirkung im Vordergrund, sondern auch die Auswirkungen einer innerstädtischen Verlagerung des Verkehrs, die durch die streckenbezogenen Fahrverbote verursacht würden. Dazu erfolgen zurzeit Untersuchungen im Zusammenhang mit der Fortschreibung des Luftreinhalteplans. Die Prüfungen sind weit vorangeschritten und belastbar. Im Gegensatz zu anderen sehr hoch belasteten Städten kommt es derzeit in Darmstadt nicht flächendeckend sondern punktuell lediglich in drei Bereichen zu einer Überschreitung des Immissionsgrenzwertes:

  • In der Heinrichstraße zwischen Heidelberger Straße und Wilhelminenstraße;
  • In der Hügelstraße zwischen Tunnelausgang und Karlsstraße sowie in der
  • Zeughausstraße zwischen Luisenstr und Schleiermacherstraße. 

Auch nach dem Urteil des Bundesverwaltungsgerichtes in Leipzig, dass festgestellt hat, dass Kommunen als letzte Möglichkeit und unter Berücksichtiung der Verhältnismäßigkeit Fahrverbote aussprechen können, würde definitiv nicht die gesamte Innenstadt gesperrt werden! Auch eine Sperrung der o.g. Straßenabschnitte ist nicht geplant. Sperrungen oder  Bereiche für Fahrverbote können  nur erfolgen, wenn dies durch das Hessische Umweltministerium angeordnet wird, weil andere Maßnahmen nicht ausreichend sind. Welche Abschnitte das sein würden, ist deswegen zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht vorhersagbar, aber Fahrverbote sollen vermieden werden.

Zur Vorgehensweise der Stadt nach dem Urteil des Bundesverwaltungsgerichtes Leipzig am 29.2. 2018 äußerte sich Oberbürgermeister Jochen Partsch umgehend: link

Zu den häufigsten Fragen finden Sie ausführliche Antworten z.B. beim UBA.

 

Die Wissenschaftsstadt Darmstadt beschreitet seit längerem neue Wege um die Luftverunreinigungen, die durch den Verkehr verusacht werden, zu minimieren. Ein Weg ist die Ausnutzung von Daten zur Verkehrsdichte, die mittels eines Netzes von mehr als 200 Sensoren in der Stadt erfasst werden.

Eine App könnte zukünftig den Verkehrsteilnehmenden den Weg und die Geschwindigkeit weisen, welche zu den wenigsten Halten und der kürzesten Reisezeit führen. Die Zeit, die ein Fahrzeug am Verkehrsgeschehen teilnimmt, verringert sich dadurch. Weitere Informationen

Ein ähnlicher Effekt soll mit einer Park-App erzielt werden, die ab 2018 entwickelt wird. Sie soll es den Verkehrsteilnehmenden ermöglichen, ohne Umwege einen Parkplatz zu finden. Studien zeigten, das für die Parkplatzsuche bis zu 15 Minuten in Anspruch genommen werden müssen. Diese werden eingespart, wenn der freie Parkraum direkt angefahren werden kann.

KONTAKT


Luftreinhaltung

Umweltamt
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Ausnahmegenehmigungen
Umweltzone (Ag)

Straßenverkehrsbehörde
Frau Bär
(8:30 - 12:00 Uhr)
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Aktuelles

Sofortprogramm Saubere Luft 2017-2020 der Bundesregierung: alle Förderrichtlinien finden Sie hier

Heizen mit Holz

Aktuelle Schadstoffwerte

Berichte aus dem Hessischen Luftmessnetz finden Sie hier

Vorläufige Daten zu 2017 hat das Umweltbundesamt veröffentlicht.

Digitale Stadt und Luftreinhaltung

Entwicklungen zu Smart City auf der Cebit 2017: Hörbeitrag zum Beispiel Darmstadt finden Sie hier.

Darmstadt stellt Verkehrsleitapp vor 

Echtzeitdaten der Verkehrsbelastungssituation finden Sie hier