Wissenschaftsstadt Darmstadt https://www.darmstadt.de RSS-Feed der Wissenschaftsstadt Darmstadt de-de Wissenschaftsstadt Darmstadt Fri, 30 Sep 2022 18:01:59 +0200 Fri, 30 Sep 2022 18:01:59 +0200 TYPO3 EXT:news news-15781 Fri, 30 Sep 2022 14:18:15 +0200 Ergebnisse der Wahl für die Interessenvertretung für ältere Menschen in der Wissenschaftsstadt Darmstadt https://www.darmstadt.de/nachrichten/rss/news/oberbuergermeister-jochen-partsch-und-buergermeisterin-barbara-akdeniz-geben-ergebnisse-der-wahl-fuer-die-interessenvertretung-fuer-aeltere-menschen-in-der-wissenschaftsstadt-darmstadt-bekannt Partsch und Akdeniz: „Berücksichtigung der Interessen und Bedürfnisse älterer Menschen in Darmstadt sind von großer Bedeutung für eine funktionierende Stadtgesellschaft“ Die Seniorinnen und Senioren in der Wissenschaftsstadt Darmstadt haben ihre neue Interessenvertretung gewählt. Die 19 gewählten Mitglieder verteilen sich wie folgt: VdK 6 Sitze, CDU Deutschlands / Senioren Union, SPD Seniorinnen und Senioren, Grüne 60+ jeweils 3 Sitze, Akademie 55plus / Aka55plus 2 Sitze, Seniorinnen und Senioren im Deutschen Gewerkschaftsbund – Gemeinsame Liste sowie FDP jeweils 1 Sitz. Das amtliche Endergebnis der Wahl ist online über https://bit.ly/3CorXuZ einsehbar.   Die konstituierende Sitzung der Interessensvertretung wird nun zeitnah einberufen, um den Vorsitz des Gremiums zu wählen und anschließend mit der inhaltlichen Arbeit zu starten. Die Amtszeit der neuen Interessenvertretung beginnt am 1. November 2022. Am heutigen Freitag, 30. September, stellten Oberbürgermeister Jochen Partsch und Bürgermeisterin Barbara Akdeniz das Ergebnis in feierlichem Rahmen in Eberstadt vor. Sie dankten den Mitgliedern der bisherigen Interessensvertretung und würdigten die engagierte Arbeit des Gremiums in den vergangenen Jahren. „Die Berücksichtigung der Interessen und Bedürfnisse älterer Menschen in Darmstadt ist von großer Bedeutung für eine funktionierende Stadtgesellschaft. Daher sollen und müssen diese angemessen berücksichtigt werden. Dafür haben wir die Interessenvertretung für ältere Menschen konzipiert und in den letzten Jahren etabliert“, erklärten Partsch und Akdeniz. „Vor diesem Hintergrund freuen wir uns, dass Darmstädter Seniorinnen und Senioren nun bereits zum zweiten Mal zur Wahl der Interessensvertretung für ältere Menschen in der Wissenschaftsstadt Darmstadt aufgerufen waren. Bis zum 23. September konnte per Briefwahl abgestimmt werden und 35,2 Prozent der insgesamt 37.576 Wahlberechtigten beteiligten sich daran.“ Im Jahr 2015 hatte sich die erste Interessenvertretung für eine fünfjährige Amtszeit aufgestellt: „Zum damaligen Zeitpunkt war nicht abzusehen, dass sich die Legislatur infolge der Pandemie auf sieben Jahre verlängert“, erklärte Partsch die eben beendete Wahl. „Dennoch sind viele gewählte Mitglieder bis heute aktiv in der Interessenvertretung geblieben, um ihre Aufgabe, die ihnen durch die Seniorinnen und Senioren übertragen wurde, engagiert weiterzuführen.“ Bürgermeisterin Akdeniz ergänzt: „Dies ist besonders zu würdigen, da Seniorinnen und Senioren in der Pandemie höchst gefährdet waren. Ein Rückzug ins Private wäre vor diesem Hintergrund verständlich gewesen. Die Interessenvertretung hat aber unermüdlich an den wichtigen Themen gearbeitet und ist auch in der Pandemie Ansprechpartnerin für ihre Generation geblieben.“ Der ausdrückliche Dank des Oberbürgermeisters und der Bürgermeisterin galt neben den gewählten auch den delegierten Mitgliedern des Gremiums, die ihre Erfahrungen mit Erkrankungen wie beispielsweise Demenz, mit Pflege, die vielleicht selbst von einem körperlichen oder geistigen Handicap betroffen sind, eingebracht haben. news-15782 Fri, 30 Sep 2022 14:17:00 +0200 Rechtskreiswechsel für Geflüchtete aus der Ukraine in Darmstadt erfolgreich abgeschlossen https://www.darmstadt.de/nachrichten/rss/news/rechtskreiswechsel-fuer-gefluechtete-aus-der-ukraine-in-darmstadt-erfolgreich-abgeschlossen-buergermeisterin-barbara-akdeniz-und-geschaeftsfuehrer-des-jobcenters-andreas-hoffmann-ziehen-positive-bilanz Bürgermeisterin Barbara Akdeniz und Geschäftsführer des Jobcenters, Andreas Hoffmann, ziehen positive Bilanz Nachdem zunächst das Amt für Soziales und Prävention der Wissenschaftsstadt Darmstadt für die leistungsrechtliche und arbeitsmarktliche Betreuung der geflüchteten Menschen aus der Ukraine zuständig war, vollzog sich im Sommer ein Zuständigkeitswechsel zum Jobcenter Darmstadt, der nun erfolgreich abgeschlossen wurde. „Nachdem die Hilfeleistungen für rund die 1.500 geflüchtete Ukrainerinnen und Ukrainer in den ersten drei Monaten nach Beginn des Angriffskrieges vom Amt für Soziales und Prävention, trotz hoher Belastung unbürokratisch, professionell und zielgerichtet im Sinne der Menschen umgesetzt wurden, freue ich mich, dass wir in einem nächsten Schritt die Menschen aus der Ukraine, die in der Wissenschaftsstadt Darmstadt Zuflucht gefunden haben, durch die gute Kooperation mit dem Jobcenter Darmstadt auf dem Weg zum Rechtskreiswechsel gemeinsam unterstützen konnten“, erläutert Bürgermeisterin Barbara Akdeniz. Im Mai dieses Jahres wurde entschieden, dass die Zuständigkeit für die Erbringung von Sozialleistungen an geflüchtete Menschen aus der Ukraine und deren Integration in den Arbeitsmarkt von den Kommunen und den Agenturen für Arbeit ab 1. Juni 2022 einheitlich auf die Jobcenter übergeht. Für Geflüchtete, die nicht erwerbsfähig sind, besteht die Zuständigkeit des kommunalen Sozialhilfeträgers. Durch das Amt für Soziales und Prävention wurden alle vom Rechtskreiswechsel betroffenen Geflüchteten in das Jobcenter oder den Sozialhilfebezug überführt und gemeinsam mit allen Beteiligten für eine transparente Information der Betroffenen gesorgt, um eine fortlaufende Unterstützung zu gewährleisten. „Mit der kurzfristigen Umstellung der Zuständigkeit und der Erbringung von Sozialleistungen an weit über 1.000 geflüchtete Menschen aus der Ukraine hat das Jobcenter Darmstadt erneut seine Leistungsfähigkeit und seine Bedeutung als wichtiger Teil der sozialen Sicherungssysteme in der Wissenschaftsstadt unter Beweis gestellt. Jetzt gilt es, die betroffenen Menschen durch gezielte Förderung und Qualifizierung bestmöglich bei der Integration in den hiesigen Arbeitsmarkt zu unterstützen“, sagt Andreas Hoffmann, Geschäftsführer des Jobcenters. „Die gute Zusammenarbeit des städtischen Amtes für Soziales und Prävention, der städtischen Ausländerbehörde und des Jobcenters hat einen weitestgehend reibungslosen Vollzug der Umstellung in der leistungsrechtlichen und arbeitsmarktlichen Betreuung der geflüchteten Menschen ermöglicht. Auch die Unterstützung durch externe Partnerinnen und Partner und das gute Netzwerk ehrenamtlich wirkendender Organisationen und Personen haben die erfolgreiche Übernahme in die Betreuung des Jobcenters erleichtert“, so Akdeniz abschließend. news-15780 Fri, 30 Sep 2022 12:01:00 +0200 Wissenschaftsstadt Darmstadt legt Grundstein für Neubau des Hauptgebäudes der Bertolt-Brecht-Schule https://www.darmstadt.de/nachrichten/rss/news/wissenschaftsstadt-darmstadt-legt-grundstein-fuer-neubau-des-hauptgebaeudes-der-bertolt-brecht-schule OB Partsch und Schuldezernent Klötzner: „Weitere konsequente und nachhaltige Investition in die Bildungsinfrastruktur unserer Stadt bei Berücksichtigung der neuesten Standards in Sachen Klimaschutz“ Die Wissenschaftsstadt Darmstadt hat in Person von Oberbürgermeister Jochen Partsch und Schuldezernent Holger Klötzner am 29. September 2022 den Grundstein für den Neubau des Hauptgebäudes der Bertolt-Brecht-Schule in der Kranichsteiner Straße gelegt. Für 17,2 Millionen Euro entsteht dort der jetzt dreigeschossige Bau (UG, EG, 1. OG, 2. OG) mit den Grundrissabmessungen von ungefähr 50 mal 43 Metern. Das augenblicklich noch genutzte Nebengebäude wird zugunsten eines offenen Schulhofes an dieser Stelle nicht ersetzt. Die hier entfallenen Räumlichkeiten werden durch das zweite Obergeschoss des Neubaus kompensiert. Die Bauzeit der Gesamtmaßnahme soll sich bis Dezember 2024 erstrecken. „Mit dem Neubau der Bertolt-Brecht-Schule investieren wir weiter konsequent und nachhaltig in die Bildungsinfrastruktur unserer Stadt“, erklären dazu Oberbürgermeister Partsch und Schuldezernent Klötzner. „Dabei sorgen wir dafür, dass das neue Gebäude unter anderem durch Photovoltaik auf dem Neubau und dem Bestand der Schule, Dachbegrünung und dem Prinzip ‚Cradle to Cradle‘ die aktuellen Standards in Sachen Klimaschutz berücksichtigt. Darüber hinaus gibt der Neubau Raum für einen Schwerpunkt des Schulprogramms, die Fachrichtung ‚Darstellendes Spiel‘. Die mehrfach teilbare Bühne macht hier das gesamte pädagogische Programm für die Bertolt-Brecht-Schule möglich.“ Die Bertolt-Brecht-Schule ist Darmstadts einzige gymnasiale Oberstufenschule am Rande des Bürgerparks Nord im Martinsviertel. Ursprünglich bestehend aus einem Haupt-, einem Nebengebäude und einer Sporthalle, wurde sie vom Darmstädter Architekturbüro Dieter Loewer + Partner in den 70er Jahren entworfen. Die Gesamtsanierung hat mit der Errichtung des Fachklassentrakts im Westen des Hauptgebäudes begonnen, der im Rahmen des Konjunkturprogramms des Landes Hessen 2011 fertiggestellt wurde. 2017 erweiterte sich der Komplex um ein Interimsgebäude in Modulbauweise am Berufsschulzentrum Nord. Das ursprüngliche Hauptgebäude stand zuletzt nach einem Brandschaden leer. Nach eingehenden Untersuchungen wurde die Sanierung aufgrund der hohen Schadstoffbelastungen als wirtschaftlich nicht tragbar eingestuft und das Gebäude 2021 zurückgebaut. Der geplante Neubau wird als Ersatzbau für das Haupt- und das Nebengebäude an derselben Stelle errichtet und über den schon bestehenden zweigeschossigen Verbindungsflur mit dem Fachklassentrakt im Westen wieder verbunden. Die geplante, über alle Geschosse offene Aula, stellt zukünftig den Mittelpunkt der Schulgemeinde dar. Der Neubau wird in konventioneller Bauweise mit einem Flachdach errichtet. Die Außenwände, Stützen und Flurwände werden überwiegend in Stahlbeton hergestellt. Die Fassade kennzeichnet sich durch einen zweigeschossigen umlaufenden Fluchtbalkon aus. Die „eigentliche“ Fassade besteht aus großzügigen Fensterelementen, die von unregelmäßig angeordneten Lüftungselementen unterbrochen werden. In Abstimmung mit dem Amt für Denkmalpflege sollte auf eine Fassadenbegrünung verzichtet werden, um die Kommunikation mit der unter Denkmalschutz stehenden benachbarten Bernhard-Adelung-Schule zu unterstützen. Auch die Konzeption des Farbkonzeptes wurde unter diesem Gesichtspunkt ausgewählt. In Sachen Energieeffizienz gibt der Stadtverordnetenbeschluss zur Klimaneutralität der Wissenschaftsstadt Darmstadt bis 2035 die energetischen Eckpunkte vor. Das Gebäude ist bereits mit einem hohen energetischen Standard projektiert und mit mechanischer Be- und Entlüftung geplant. Bei der weiteren Ausführungsplanung wurden wesentliche Möglichkeiten zur CO2-Einsparung abgestimmt: Dies betrifft mechanische Be- und Entlüftung mit Wärmerückgewinnung, die Nutzung von Grauwasser, Photovoltaik auf dem Neubau und dem Bestand der Schule, Dachbegrünung, eine gedämmte, dichte Gebäudehülle und die Reduzierung der Wärmebrücken. Zudem wird bei der Auswahl der Baustoffe das Prinzip ‚Cradle to Cradle‘ zu Grunde gelegt und nach Möglichkeit auf Verbundbaustoffe verzichtet. Die Höhe der Fensterflächen wurde in allen Geschossen zugunsten einer etwa 40 Zentimeter hohen massiven Brüstung verkleinert und trägt dazu bei, den Transmissionswärmeverlust durch das Glas erheblich zu reduzieren. Bei der Planung der Außenanlagen wurde das Konzept zugrunde gelegt, dass alle 22 bestehenden Bäume erhalten bleiben sollten. Dies ist vor allem bei den Platanenreihen, die ortstypisch für den Bürgerpark sind, gelungen. Es müssen nur zwei jüngere Bäume weichen, da sie unmittelbar am abzureißenden Nebengebäude stehen. Das Niederschlagswasser als wertvolle Ressource wird in einer Zisterne gesammelt und als Grauwasser wieder genutzt. Im Außenbereich versickert das Regenwasser über die wassergebundenen Flächen, Mulden und die Rigole. Die Barrierefreiheit wird im Freigelände u. a. noch durch ein taktiles Blindenleitsystem unterstützt. In enger Absprache mit der Schulleitung ist der Abriss des Nebengebäudes ab den Osterferien 2023 möglich. Die Räume des Nebengebäudes werden dann durch eine vier Räume umfassende Containeranlage unmittelbar neben dem Interimsgebäude an der Arheilger Straße kompensiert. Der Abriss wird ein halbes Jahr dauern. Der vorgezogene Abriss hat den Vorteil, dass der Neubau sich noch im Rohbau befindet. Dadurch müssen keine Schutzmaßnahmen am Neubau (Staubeinwirkungen oder Erschütterungen auf Fensterelemente bzw. Lüftungsgeräte) vorgenommen werden. Diese Maßnahme spart zudem mindestens ein weiteres Jahr Bauzeit. Zum 50-jährigen Bestehen der Bertolt-Brecht-Schule im Sommer 2024 soll das Gebäude, einschließlich der Außenanlagen, fertiggestellt sein. news-15778 Fri, 30 Sep 2022 12:00:00 +0200 Hohe Auszeichnung: Oberbürgermeister Jochen Partsch überreicht Klaus O. Pönitzsch den Ehrenbrief des Landes Hessen https://www.darmstadt.de/nachrichten/rss/news/hohe-auszeichnung-oberbuergermeister-jochen-partsch-ueberreicht-klaus-o-poenitzsch-den-ehrenbrief-des-landes-hessen OB Partsch: „Ehrenamtliches Engagement ist für die kulturellen Einrichtungen, die Vereine und viele andere Organisationen unserer Gesellschaft unentbehrlich“ In Anerkennung seines ehrenamtliches Engagements beim „Kreisverband Darmstadt zur Förderung des Obstbaus, der Garten- und Landschaftspflege e. V.“ (KOGL) wurde Klaus O. Pönitzsch am heutigen Freitag (30.) von Oberbürgermeister Jochen Partsch der Ehrenbrief des Landes Hessen überreicht. „Ehrenamtliches Engagement ist für die kulturellen Einrichtungen, die Vereine und viele andere Organisationen unserer Gesellschaft unentbehrlich. Mit dem Ehrenbrief des Landes Hessen wird der außergewöhnliche ehrenamtliche Einsatz eines Menschen gewürdigt. Daher ist es mir eine große Ehre, Klaus O. Pönitzsch heute für sein uneigennütziges Engagement zu danken und ihm diese hohe Auszeichnung zu überreichen“, so Partsch. Von 2000 bis 2012 war Pönitzsch zweiter und von 2012 bis 2022 erster Vorsitzender des KOGL. Während dieser Zeit hat er maßgeblich die Geschicke des Vereins mitgestaltet und dazu beigetragen, dass sich der Verein ein solides finanzielles Fundament geschaffen hat. In seinem Heimatverein „Obst- und Gartenbau Verein Arheilgen e. V.“, dem er seit 1989 als Mitglied angehört, war er bis zur Übernahme des Kreisvorsitzes als Schriftführer und Vorsitzender aktiv. Bis zu seinem Ruhestand war Pönitzsch beruflich als Vermessungstechniker an der TU Darmstadt tätig. Er ist seit dem 29. Oktober 1971 mit Rosel Pönitzsch verheiratet. Sie haben zwei Söhne und zwei Enkelkinder. Unmittelbar nach dem Umzug nach Darmstadt 1971 trat der in Wellaune geborene Pönitzsch dem Bessunger Münz- und Heraldik Verein bei, wo er gleich Aufgaben übernahm. Während seines Berufslebens war er zudem in drei Amtsperioden als ehrenamtlicher Schöffe am Land- und am Amtsgericht Darmstadt tätig. Des Weiteren ist Pönitzsch als ehrenamtlicher Fischereiaufseher für die Gewässer im Verwaltungsgebiet der Unteren Fischereibehörde beim Magistrat der Wissenschaftsstadt Darmstadt aktiv. Zu seinen Hobbys gehören – über die Gartenarbeit hinaus – Angeln sowie die Hege und Pflege des Wildbestandes in der Gemarkung Darmstadt. Darüber hinaus ist Pönitzsch seit über 25 Jahren aktives Mitglied im Merck-Chor Darmstadt. Vom KOGL wurde Pönitzsch für außergewöhnliche Verdienste die Goldene Ehrennadel, vom Hessischen Jagdverband, für den er sich ebenfalls ehrenamtlich engagiert, die Ehrennadel verliehen. news-15775 Thu, 29 Sep 2022 11:38:15 +0200 Neubau der Rheinstraßenbrücke über die Hauptbahnhofgleise: Wissenschaftsstadt Darmstadt stellt Hauptmaßnahmen mit Abriss und Neubau sowie Straßen- und Gleisbau vor https://www.darmstadt.de/nachrichten/rss/news/neubau-der-rheinstrassenbruecke-ueber-die-hauptbahnhofgleise-wissenschaftsstadt-darmstadt-stellt-hauptmassnahmen-mit-abriss-und-neubau-sowie-strassen-und-gleisbau-vor Mobilitätsdezernent Kolmer: „Mit der Rheinstraßenbrücke gehen wir die größte Infrastrukturmaßnahme der letzten Jahrzehnte kraftvoll an. Mit der Brücke machen wir Mobilitätsplanung für alle“ Der Mobilitätsdezernent der Wissenschaftsstadt Darmstadt, Michael Kolmer, und die Leiterin des Darmstädter Mobilitätsamtes, Katharina Metzker, haben am heutigen Donnerstag, 29. September, in einer digitalen Pressekonferenz über die Hauptmaßnahmen im Rahmen des Neubaus der Rheinstraßenbrücke über die Hauptbahnhofgleise berichtet. So soll der Abriss nach dem derzeitigen Zeitplan Ende 2023 / Anfang 2024 beginnen und rund drei Jahre dauern. Etwa bis März laufen noch die Vorabmaßnahmen für den Einbahnstraßenring, die sukzessive nacheinander ausgeführt werden. Im Anschluss daran erfolgen Kanalbauarbeiten und der Beginn für den Bau einer Behelfsbrücke. Die Gesamtbaumaßnahme hat eine Länge von rund 270 Meter.   Nachdem im Frühjahr, im Zuge der letztes Jahr beschlossenen notwendigen Vorabmaßnahmen, auf der Nord- und der Südseite der Brücke, Arbeiten am Berührschutz und am Brückengeländer durchgeführt wurden sowie Kampfmittelsondierungen im Bereich der Gleise erfolgten, hatte das Mobilitätsamt der Wissenschaftsstadt Darmstadt Anfang September mit den ersten baulichen Vorabmaßnahmen für den notwendigen Einbahnstraßenring begonnen. In seiner letzten Sitzung hat der Magistrat nun den Abriss und den Neubau mit Straßen- und Gleisbau endgültig beschlossen.  Mit Blick auf jüngste Schadensbilder aus der letzten Sonderprüfung sowie Vorkommnisse im aktuellen Kalenderjahr 2022, die Anzeichen zeigen, dass sich die Bausubstanz der Brücke immer weiter verschlechtert, ist es dringend notwendig, dass mit dieser umfangreichen Sanierungsmaßnahme gestartet wird. Unter Umständen drohen in naher Zukunft aus Standsicherheits- und Verkehrssicherheitsaspekten sonst starke Beschränkungen wie etwa eine mögliche Vollsperrung der Rheinstraßenbrücke. Dies hätte nicht nur massive Auswirkungen auf die schon jetzt überlasteten Knotenpunkte zwischen der Brücke, sondern auch auf die hochfrequentierte Main-Neckar-Bahnstecke „Mit der Maßnahme tätigen wir also eine unerlässliche Investition in die Leistungs- und Zukunftsfähigkeit der Verkehrsinfrastruktur in Darmstadt und darüber hinaus“, stellt Mobilitätsdezernent Michael Kolmer fest. „Die Brücke Rheinstraße wird durch einen Neubau ersetzt, während der Knotenpunkt Rheinstraße / Zweifalltorweg / Am Kavalleriesand und die Rheinstraße bis zum Anschluss an den Knotenpunkt Rheinstraße / Goebelstraße / Berliner Allee umgebaut und grundhaft erneuert werden. Die Straßenbahn wird – anders als heute – komplett auf einem eigenen erhöhten Gleiskörper in der Fahrbahnmitte fahren. Deswegen und auch weil der Fuß- und Radverkehr mehr Platz erhalten soll, wird die Brücke von heute 26,5 Meter auf 43,5 Meter in Zukunft gebracht“, erläutert die Leiterin des Mobilitätsamtes, Katharina Metzker. „Wir machen die Brücke breiter, damit alle darauf Platz haben“, fast Michael Kolmer es zusammen. Die Hauptmaßnahme besteht aus folgenden Teilprojekten: Bauwerk Rheinstraßenbrücke Der Ersatzneubau wird sich in vier Bauphasen gliedern. In Phase eins wird ein Teil des Bestandsbauwerkes abgebrochen. In Phase zwei wird der Neubau des ersten Teilbauwerks hergestellt. Nach Fertigstellung des ersten Teilbauwerks erfolgt analog zu Phase eins und zwei der Abbruch und Neubau des zweiten noch vorhandenen Teils des Brückenbauwerks.  Um den Fuß- und Radverkehr sicher und mit geringstmöglichem Umweg führen zu können, wird im Zuge der Vorabmaßnahmen eine Behelfsbrücke gebaut, die als gemeinsamer Fuß- und Radweg in beide Richtungen mit einer Breite von 2,50 Meter und barrierefrei ausgeführt wird. Sie ist an alle Knotenpunkte bis zur Baufeldgrenze angeschlossen und stellt somit die Durchgängigkeit in Ost-West-Richtung sicher. Zudem dient die Behelfsbrücke als Träger von erforderlichen Leitungen. Die Rheinstraßenbrücke steht aus technischen, baukünstlerischen und städtebaulichen Gründen unter Denkmalschutz. Die aus der Entstehungszeit erhaltenen und denkmalgeschützten Bauteile der heutigen Brücke sind die Brückenköpfe aus Lavatuff, die darunter befindlichen originalen Teile der Widerlager und Böschungsmauern und die zwei Pfeilerreihen unterhalb der Brücke zwischen den Gleisen, die jeweils mit Buntsandsteinquadern verkleidet sind. Die Brückenköpfe und das Mauerwerk werden nach Möglichkeit in den Ersatzneubau integriert. Das Mauerwerk ist als Wandbekleidung für die Flügelwände und die sich anschließenden Stützwände vorgesehen.   DB-Strecken und Oberleitungsmaßnahmen Der Brückenneubau bedingt den Neubau der Oberleitungsanlage. Die vorhandenen Anlagen werden zurückgebaut. Im Zuge des Brückenneubaus werden neue Maste neben und unter der Rheinstraßenbrücke sowie Ankerschienen am Überbau zur Befestigung von Hängesäulen vorgesehen. Die lichte Höhe über den DB-Gleisen soll auf 5,70 Meter erhöht werden, da die derzeitige lichte Höhe nicht mehr dem DB-Regelwerk für unterführte elektrifizierte Gleisanlagen entsprechen. Zur Aufrechterhaltung des Bahnbetriebes erfolgt während des Abriss und Neubaus eine Verlegung des Güterverkehrs auf andere Strecken.  Straßenbaumaßnahme Rheinstraße Die neue Brücke wird mit 43,5 Meter erheblich breiter sein als die alte mit 26,5 Meter. Die Straßenbahn wird – anders als heute – komplett auf einem eigenen erhöhten Gleiskörper in der Fahrbahnmitte fahren.  Die Straßenbaumaßnahme beinhaltet die Oberflächengestaltung des Brückenneubaus und die grundhafte Sanierung des Knotenpunktes Rheinstraße / Zweifalltorweg / Am Kavalleriesand sowie den Abschnitt der Rheinstraße bis zum Knotenpunkt Rheinstraße / Goebelstraße / Am Hauptbahnhof / Berliner Allee.  Der Knotenpunkt Rheinstraße / Zweifalltorweg / Am Kavalleriesand wird mit neuen Lichtsignalanlagen ausgestattet und barrierefrei ausgebildet. Die Aufstellflächen für Zufußgehende und Radfahrende werden aufgrund der Anzahl der zu erwartenden Zufußgehenden und Radfahrenden vergrößert.   Neben den beidseitig angelegten Gehwegen für die Zufußgehenden wird für die Radfahrenden beidseitig ein Zweirichtungsradweg vorgesehen. Lediglich im nördlichen Seitenraum im Abschnitt der Goebelstraße bis zur Schachtstraße wird es aus Platzgründen für die Zufußgehenden und die Radfahrenden einen gemeinsamen Geh- und Radweg geben. Dieser wird für Radfahrende in beiden Richtungen befahrbar sein. Durch die Verlegung der Hotelvorfahrt Maritim östlich des Gebäudes kann im nördlichen Seitenraum ein durchgehender Grünstreifen anstelle der heutigen Baumscheiben ausgebildet werden. Die große Eiche bleibt erhalten. Für den Kfz-Verkehr wird es südlich des besonderen Bahnkörpers zwei Fahrstreifen stadteinwärts und nördlich davon drei Fahrstreifen stadtauswärts geben. Für Reisebusse und Taxis wird eine neue Vorfahrt östlich des Gebäudes im Seitenbereich der Straße "Am Hauptbahnhof" eingerichtet. An der Rheinstraße Ecke Am Hauptbahnhof wird zusätzlich eine Vorfahrt für zwei Kurzzeitparker eingerichtet. Die Entwässerung der Fahrbahn erfolgt über Entwässerungsrinnen, Straßenabläufe / Brückenabläufe und Rohrleitungen, die das Niederschlagswasser in den Mischwasserkanal leiten. Der Seitenraum entwässert größtenteils in die geplanten Grünstreifen und kann dort versickern. Um die Aufnahme des Regenwassers zu gewährleisten wird der südliche Mischwasserkanal in der östlichen Rheinstraße durch einen größer dimensionierten Kanal ersetzt. Kabel und Leitungen Die vorhandene Trinkwasserleitung wird über das nördliche Brückenteilbauwerk geführt. Die vorhandene Gasleitung entfällt im Zuge eines Netzumbaus. Für die Sparten Strom und Telekommunikation werden 26 Schutzrohre in die Außenkappen des nördlichen Brückenteilbauwerks und 18 Schutzrohre in die Außenkappen des südlichen Brückenteilbauwerks integriert. Zudem bedarf die grundhafte Erneuerung der Rheinstraße und die Verbreiterung der Fahrbahn nach Norden außerhalb des Brückenbauwerks und am Knotenpunkt Rheinstraße / Zweifalltorweg / Am Kavalleriesand zahlreiche Umverlegungen von Bestandsleitungen. Grünflächen, Baumbestand, Artenschutz, Ausgleichsmaßnahmen Für die Brückenbaumaßnahme wurde ein landschaftspflegerischer Begleitplan mit artenschutzrechtlichem Fachbeitrag erstellt. Aufgrund der Verbreiterung der Rheinstraße und begleitenden Maßnahmen kommt es leider zur Fällung von 14 Straßenbäumen im Umfeld des Bauvorhabens und einer zehnstämmigen Baumgruppe, zur Rodung eines Feldgehölzes nördlich des Best-Western-Hotels, zur Versiegelung von Rasenflächen und Überbauung von Böschungsbereichen der Bahntrasse. Zudem sind am Knotenpunkt Rheinstraße / Am Kavalleriesand / Zweifalltorweg zwei weitere Bäume als voraussichtlich gefährdet anzusehen.  Während der Bauphase wird eine weisungsbefugte ökologische Baubegleitung zum Schutz der zu erhaltenden Bäume, Gehölze und Grünflächen im Baustellenbereich eingerichtet. Vorgesehen sind Ersatzpflanzungen im unmittelbaren Umfeld der Baumaßnahme von 16 Einzelbäumen sowie eines Feldgehölzes und die Wiederherstellung temporär beanspruchter Flächen. Die Artenschutzuntersuchung ergab, dass der parkartige Alteichenbestand im Bereich der Straßenbahnhaltestelle „Mozartturm“ Lebensraum für verschiedene Tierarten bietet. Hier sind mehrere Bäume vom streng geschützten Heldbock besiedelt und es finden sich vielfältige Baumhöhlen sowie ein hoher Totholzanteil. Des Weiteren ist innerhalb der Gleisanlagen sowie deren Böschung ein Vorkommen von Mauereidechsen festgestellt worden. Das vorhandene Brückenbauwerk bietet Nischen, die als Fledermausquartier geeignet sind. „Durch geeignete Vermeidungs- und Ausgleichsmaßnahmen bearbeiten wir auch die Naturschutzthemen gut. Alle im Landschaftspflegerischen Begleitplan festgelegten artenschutzrechtlichen Maßnahmen wie die Wiederherstellung von Eidechsenhabitaten, Schutzmaßnahmen für Höhlenbäume und Anbringen von künstlichen Quartierkästen für Fledermäuse werden umgesetzt. Zum Schutz des Baumbestandes und für die Arten- und Naturschutzmaßnahmen wird eine weisungsbefugte dendrologische und ökologische Baubegleitung eingesetzt, die das Bauvorhaben, die festgelegten Schutz- und Vermeidungsmaßnahmen und die Herstellung der Ausgleichsmaßnahmen fortlaufend überwacht und dokumentiert“, erläutert Stadtrat Michael Kolmer. Umleitungsführung Im Zuge der Vorabmaßnahmen wird über die Dauer der Baumaßnahme für den Fuß- und Fahrradverkehr eine Behelfsbrücke errichtet. Zur Aufrechterhaltung und zum Schutz des Eisenbahnbetriebes erfolgt die Herstellung der Rheinstraßenbrücke unter Teilsperrung von wechselnden Streckengleisen. Der Bahnverkehr wird wechselnd auf die Nachbargleise umgeleitet. Eine Totalsperrung erfolgt nur für den Aushub des Überbausegments und das Einheben der Fertigteilträger.  Der Individual- und Busverkehr wird im sogenannten Einbahnstraßenring über die Brücke Stirnweg und Hilpertstraßenbrücke geführt. In der Hilpertstraße wird für den Radverkehr und Busverkehr ein separater Fahrstreifen zur Verfügung gestellt. Der Airliner-Bus wird über die Brücke Dornheimer Weg geführt. Nach der derzeitigen Planung wird ein Teileinbahnstraßenring etwa von April 2023 bis November 2023 gelten. Der finale Einbahnstraßenring gilt etwa ab Dezember 2023 für etwa 30 Monate. Anschließend wird für weitere sechs Monate erneut ein Teileinbahnstraßenring eingerichtet Die Straßenbahn verläuft während der verschiedenen Bauphasen über die Rheinstraßenbrücke immer zweigleisig auf dem bestehenden und neuen Bauwerk. Es gibt temporäre Bauphasen für die Umlegung der Gleise, in denen ein Schienenersatzverkehr für die Straßenbahn eingerichtet wird. Dem ÖPNV (Straßenbahn auf dem Brückenbauwerk und Busse im Umleitungsring) werden an den betroffenen Lichtsignalanlagen grundsätzlich eine Bevorrechtigung sowie erforderliche Ersatzhaltestellen eingerichtet.  „Bei dem Neubau der Rheinstraßenbrücke handelt es sich um die größte Infrastrukturmaßnahme der letzten Jahrzehnte in unserer Stadt. Als Autobahnzubringer in der Verlängerung der A 672 ist die Rheinstraße die wichtigste Stadteinfahrt bzw. -ausfahrt Darmstadts. Sie ist Teil der Bundesstraße B 26 von Riedstadt über Aschaffenburg nach Bamberg und stellt auch für den Radverkehr und den ÖPNV eine wichtige Hauptachse nach Westen und nach Osten dar. Pro Tag befahren diese Brücke rund 50.000 Kraftfahrzeuge, rund 250 Straßenbahnen und sie wird von etwa 250 Zügen unterquert. Hinzu kommen hunderte Fußgänger und Radfahrende. Mit dem Ersatzneubau werden einerseits die Defizite des Bauwerkes unter Berücksichtigung der erhöhten Tragfähigkeitsanforderungen entsprechend der aktuellen Normung beseitigt“, so Katharina Metzker. „Uns ist klar, dass durch die im Rahmen des Neubaus durchzuführenden Maßnahmen die Bürgerinnen und Bürger der Stadt, auswärtige Besucherinnen und Besucher, aber insbesondere auch Anwohnerinnen und Anwohner und die im Umfeld liegenden Hotels und Unternehmen in unterschiedlicher Weise betroffen und belastet sein werden“, ergänzt Kolmer. Die Stadt plane daher eine umfassende Kommunikationskampagne im Zusammenhang mit dem Abriss und dem Neubau der Brücke Rheinstraße. Alle direkt oder indirekt Betroffenen, aber auch an dem Neubauprojekt Interessierte, werden crossmedial angesprochen und transparent informiert und erhalten einen Ansprechpartner während der Baumaßnahme. Hintergrund: Die Rheinstraßenbrücke wurde 1910 bis 1912 mit drei Öffnungen von der preußisch-hessischen Eisenbahnverwaltung, einschließlich der Schienen für die damalige Dampfstraßenbahn nach Griesheim, errichtet. Mit der Elektrifizierung des Hauptbahnhofs Mitte der 1950er Jahre wurde das Bauwerk für den Oberleitungsbau angehoben. Sie zählt nicht nur zu den ältesten Brücken der Wissenschaftsstadt Darmstadt sondern ist auch durch ihre Lage im westlichen Stadtrand ein wichtiger Erschließungsbereich für das Stadtgebiet, die umliegenden Ortschaften sowie für großräumige Verbindungen über die BAB A5 und BAB A67. Aufgrund des schlechten Zustands der Brücke ist bekanntermaßen ein Ersatzneubau der Brücke unabdingbar. news-15779 Thu, 29 Sep 2022 11:37:00 +0200 StadtLesen im Carree https://www.darmstadt.de/nachrichten/rss/news/stadtlesen-im-carree Temporäres Lesewohnzimmer vom 13. bis 16. Oktober in Darmstadt / Unter der Schirmherrschaft von Oberbürgermeister Jochen Partsch StadtLesen ist ein Format, das ganzjährig durch ausgewählte deutschsprachige Städte zieht und das Buch feiert. Drei Meter hohe Lesetürme, Sitzkissen, Hängematten und Stühle laden ein zum Griff ins Bücherregal mit anschließendem Lesegenuss für kleine und große Leser und solche, die es endlich mal probieren wollen mit dem Schmökern. Alles dreht sich ums Aufschlagen, Umblättern, in Geschichten versinken und Abschalten. Das Buchlesen bekommt eine Bühne, StadtLesen bringt den Menschen die Fantasie zurück. 2022 baut StadtLesen seine Regale mit 3.000 Neuerscheinungen, Klassikern und Sachbüchern in 27 Städten auf, vom 13. bis 16. Oktober gastieren die Büchertürme im Carree in Darmstadt. „Ein tolles und wichtiges Angebot unter freiem Himmel und bei freiem Eintritt“, freut sich Schirmherr Oberbürgermeister Jochen Partsch, der die Veranstaltung am Donnerstag, dem 13. Oktober, um 18 Uhr feierlich eröffnen wird. Im Anschluss liest der Autor Eric Pfeil aus seinem hochgelobten Reiseführer ohne Sehenswürdigkeiten: „Azzurro“ führt mit 100 Songs durch Italien – 100 Lieder, die uns ein Land, seine Geschichte und seine schönsten Flecken näherbringen, und die dazu einladen, wieder und immer wieder gehört zu werden. Es gibt keinen schöneren Schlüssel, Italien zu verstehen, als seine Musik. DJ Zero wird die Lesung mit den passenden Italo-Hits umrahmen. Auch die Eröffnungsveranstaltung kostet keinen Eintritt und findet bei Regen in der Centralstation statt. Die Schmökerinsel ist täglich von 9 bis 22 Uhr geöffnet, der Sonntag gehört vor allem den Familien. Groß, klein, jung, alt – hier tummeln sich alle im Lesewohnzimmer, es wird vorgelesen, geblättert und phantasiert. Kinder- und Jugendliteratur findet sich zuhauf in den Büchertürmen. news-15777 Thu, 29 Sep 2022 11:36:00 +0200 Platanenhain: Am 4. Oktober beginnen Arbeiten für den zweiten Sanierungsabschnitt / Ausbau des Grabensystems, Fällung kranker und Pflanzung neuer Bäume, Installation einer Tröpfchenbewässerung https://www.darmstadt.de/nachrichten/rss/news/platanenhain-am-4-oktober-beginnen-arbeiten-fuer-den-zweiten-sanierungsabschnitt-ausbau-des-grabensystems-faellung-kranker-und-pflanzung-neuer-baeume-installation-einer-troepfchenbewaesserung Planungsdezernent Michael Kolmer: „Nächster wichtiger Schritt um den Darmstädterinnen und Darmstädtern ihr Kleinod zu erhalten.“ Am Dienstag, 4. Oktober, beginnt die zweite und letzte Sanierungsphase des Platanenhains. Im ersten Sanierungsabschnitt (November 2021 bis Februar 2022) wurden im Platanenhain drei Gräben von West nach Ost gezogen und mit sogenanntem überbaubaren Substrat gefüllt. Die Gräben wurden zudem mit Belüftungsrohren ausgestattet, die Sauerstoff bis an die Wurzeln der Bäume bringen. In den Belüftungsrohren messen Sensoren die Wasserspeicherkapazität im Boden. „Nun beginnt der zweite Abschnitt unserer fundiert vorbereiteten Sanierung des Platanenhains. Es ist der nächste wichtige Schritt um den Menschen aus Darmstadt und unseren Gästen aus aller Welt, dieses Kleinod zu erhalten“, so Grünflächendezernent Michael Kolmer. Im zweiten Sanierungsabschnitt (Oktober 2022 bis voraussichtlich Juni 2023) wird das Grabenraster für den Platanenhain vervollständigt. Dafür werden vier weitere Längsgräben von West nach Ost gezogen und alle notwendigen Quergräben von Nord nach Süd. Wie im ersten Bauabschnitt erprobt, werden die meisten Gräben mit einem Saugbagger ausgegraben und mit Substrat verfüllt. Diese Methode ist die wurzelschonendste, die aktuell für Sanierungen im Wurzelbereich von Bäumen zur Verfügung steht. Für die Anwendung dieser Methode wurde eine Pilotkonstruktion, bestehend aus einer Kombination von Saugbagger mit unterstützendem Kleinbagger, eigens für den Platanenhain entwickelt, die hier deutschlandweit erstmals zum Einsatz kommt. Um die Bestandswurzeln zu schützen, erfolgen alle Bewegungen mit kleinen Maschinen über auf den Fahrwegen im Platanenhain ausgelegte Baggermatratzen, die den Druck der Geräte verteilen. Des weiteren werden 40 Bäume gefällt. Auf Grundlage der Einschätzung der Baumgutachter von 2018 und unter Berücksichtigung des aktuellen Zustandes der Bäume musste festgelegt werden, dass vierzig von den insgesamt 178 Bäumen im Platanenhain nicht erhalten werden können. Darunter sind Bäume mit gravierenden Stammschäden, die ihre eigene Rinde abstoßen, Bäume mit starken Zweigrissen, die sie seit Jahren nicht mehr schaffen zu überwallen, und Bäume, die nur noch ein einseitiges Kronengerüst haben, das keine ausgewogene Hohlkrone mehr bilden wird. Es handelt sich um eine schmerzliche, aber unvermeidbare Maßnahme. Für die gefällten Bäume werden Ersatzbäume gepflanzt, die seit 2019 in der Baumschule Baum & Bonheur gezogen werden. Die Flächen, auf denen alte Bäume gefällt und neue gepflanzt werden, können mit einem kleinen Bagger ausgekoffert werden, da hier der Wurzelschutz nicht beachtet werden muss. Diese Flächen erhalten neues Substrat zur Verbesserung des Standortes. Zudem wird in Form einer Tröpfchenbewässerung eine unterirdische Bewässerung eingebaut. Diese erfolgt in einer Tiefe von etwa 40 Zentimetern entlang der Gräben, also im Abstand von 2,5 Metern vollständig um jeden Baumstamm herum. Die neuen Bäume werden in den ersten fünf Jahren zusätzlich über Gießringe gewässert, bis sie vollständig eingewachsen sind. Mittelfristiges Ziel ist eine von Sensoren gelenkte, auf den Bedarf der Bäume und die jahreszeitlich schwankenden Niederschlagsmengen in Südhessen abgestimmte Bewässerung. Während des zweiten Sanierungsabschnitts ist der Platanenhain nicht zugänglich. Wer aus der Stadtmitte kommt, muss während der Sanierungsphase an der Russischen Kapelle vorbei und um das Ausstellungsgebäude herumlaufen bzw. -fahren. Vom Lucasweg kommende Personen werden entlang der Mauer zum Alice-Hospital geführt und können den Hochzeitsturm über einen gesicherten Fußgängerüberweg erreichen, der die Baustellenzufahrt quert. Nach Abschluss der zweiten Sanierungsphase wird der Platanenhain wieder vollständig zugänglich sein. news-15776 Thu, 29 Sep 2022 11:35:00 +0200 Magistrat beschließt Entwurfs- und Genehmigungsplanung für die verkehrliche Anbindung des Ludwigshöhviertels https://www.darmstadt.de/nachrichten/rss/news/magistrat-beschliesst-entwurfs-und-genehmigungsplanung-fuer-die-verkehrliche-anbindung-des-ludwigshoehviertels Planungs- und Mobilitätsdezernent Michael Kolmer: „Ein wichtiger Meilenstein für die Entwicklung eines lebenswerten und zukunftsgerichteten Wohnquartiers.“ Der Magistrat der Wissenschaftsstadt Darmstadt hat in seiner Sitzung am 28. September 2022 die Entwurfs- und Genehmigungsplanung für das Vorhaben „Anbindung Ludwigshöhviertel“ beschlossen. Die Planung umfasst den Anfang 2021 im Grundsatz beschlossenen und der Öffentlichkeit vorgestellten •    Umbau und die Verlegung der Cooperstraße, •    den Umbau des Knotenpunktes Heidelberger Straße/Cooperstraße/geplante Planstraße sowie •    den Trassenverlauf der Straßenbahn vom Bestandsanschluss Ludwigshöhstraße durch das Ludwigshöhviertel über die Cooperstraße bis zur Heidelberger Straße – mit einem zweigleisigen Neubau der Wendeschleife an der Akademie für Tonkunst. Der Anschluss an die bestehende Strecke in der Heidelberger Straße an der heutigen Einmündung der Cooperstraße wird durch ein Gleisdreieck hergestellt. Auch der Lückenschluss im Seitenraum zwischen der Paul-Wagner-Straße und der Haltestelle Ludwigshöhstraße wird baulich umgesetzt. „Das Ludwigshöhviertel ist ein weiterer, wichtiger Baustein um dringend benötigten Wohnraum und die dazugehörenden Bildungs- und Sozialeinrichtungen in Darmstadt zu schaffen. Wie die Lincoln-Siedlung wird dieser Stadtteil zeigen, dass nachhaltige Siedlungs- und Mobilitätsentwicklung auch in einer schnell wachsenden Stadt wie Darmstadt praktiziert und die urban-ökologische Verkehrswende mit ÖPNV-, Fuß-, Radverkehr- und Sharing-Angeboten umgesetzt werden kann. Um dieses Quartier optimal in die Gesamtstadt einzubinden, wird dessen verkehrliche Erschließung sowohl für den Individualverkehr als auch für die Anbindung an das bestehende Straßenbahnnetz geplant. Dabei werden mit der Ludwigshöhstraße (von der Paul-Wagner-Straße bis zum Eingang ins Ludwigshöhviertel) und der Cooperstraße (von der Heidelberger Straße bis zum Anschluss an die Bogenschneise in Richtung Marienhöhe) Straßen angepasst, die aus den verschiedenen Richtungen in das Viertel führen. Mit der Planung für die verkehrliche Anbindung des Ludwigshöhviertels haben das städtische Mobilitätsamt und die Heag mobilo vor gut zwei Jahren begonnen. Mit dem jetzigen Beschluss des Magistrats ist ein wichtiger Meilenstein erreicht, der es uns ermöglicht, das notwendige Planfeststellungsverfahren beim Regierungspräsidium einzuleiten“, so Planungs- und Mobilitätsdezernent Michael Kolmer. Ein wesentliches Planungselement ist die sogenannte Durchbindung der Straßenbahn von der heutigen Endhaltestelle „Lichtenbergschule“ durch das Ludwigshöhviertel bis zur Heidelberger Straße. „Durch diese neue Verbindung zwischen den Bestandstrassen der Straßenbahnlinien 1, 6, 7 und 8 entlang der Heidelberger Straße und der heutigen Straßenbahnlinie 3 wird unser Straßenbahnnetz noch flexibler. Zum einen bei der Anbindung des Ludwigshöhviertels, zum anderen für Verbindungen nach Eberstadt und in den südlichen Landkreis“, ergänzt Ann-Kristina Natus, Geschäftsführerin von Heag mobilo.   Die verkehrliche Anbindung des Ludwigshöhviertels aus Norden wird für den motorisierten Individualverkehr und den ÖPNV von der Ludwigshöhstraße aus erfolgen. Innerhalb des Quartiers verläuft die ÖPNV-Achse am Westrand des Karl-Plagge-Platzes und entlang der künftigen Sternenallee, die zugleich als Hauptfuß- und Radverkehrsverbindung dient. Der Zwei-Richtungs-Radweg über die Sternenallee wird eine attraktive Verbindung zwischen den Stadtteilen Eberstadt und Bessungen darstellen.  Aus Südwesten erfolgt die Anbindung des motorisierten Individualverkehrs und des ÖPNV von der Heidelberger Straße aus über die bzw. entlang der Cooperstraße, die gegenwärtig von der Heidelberger Straße kommend zwischen der ehemaligen Cambrai-Fritsch-Kaserne und der Jefferson-Siedlung bis zum Anschluss an die Alte Bogenschneise verläuft. Die westliche Cooperstraße bis zur Heinrich-Delp-Straße wird um etwa 30 Meter Richtung nach Süden verlegt, um einen leistungsfähigen Knotenpunkt mit der Heidelberger Straße und der geplanten Planstraße südlich der Lincoln-Siedlung in Höhe der heutigen Franklinstraße zu bilden. Eine Anbindung in bzw. aus Richtung Süden über die Heinrich-Delp-Straße ist nur für den Fuß- und Radverkehr vorgesehen. Weiterer Bestandteil der Gesamtmaßnahme ist die Umgestaltung des Straßenquerschnitts der Ludwigshöhstraße zwischen Paul-Wagner-Straße und den „Torhäuschen“ am Eingang des Ludwigshöhviertels sowie der Umbau der Cooperstraße zwischen der Heidelberger Straße und der Alten Bogenschneise. Die angrenzenden Hauptverkehrsstraßen sind im Norden die Landskronstraße und im Westen die Heidelberger Straße. Wie die Lincoln-Siedlung wird das Ludwigshöhviertel als autoarmes Quartier mit einem verminderten Stellplatzschlüssel und nachhaltigen Mobilitätsangeboten umgesetzt. Die Stadtverordnetenversammlung wird sich in ihrer Sitzung am Donnerstag, 20. Oktober 2022 mit der Vorlage befassen. Am Montag, 31. Oktober, findet eine digitale Informationsveranstaltung statt, in der die Bürgerinnen und Bürger über den aktuellen Planungsstand und die nächsten Schritte detailliert informiert werden. Weitere Angaben dazu folgen in Kürze. Weitere Informationen zum Projekt „Anbindung Ludwigshöhviertel“ sind online unter www.anbindung-lhv.de abrufbar. news-15774 Thu, 29 Sep 2022 09:05:00 +0200 Magistrat der Wissenschaftsstadt Darmstadt beschließt ‚Förderprogramm Zisternen‘ https://www.darmstadt.de/nachrichten/rss/news/magistrat-der-wissenschaftsstadt-darmstadt-beschliesst-foerderprogramm-zisternen OB Partsch und Klimaschutzdezernent Kolmer: „Verantwortungsvoller Umgang mit Wasser ist unerlässlich – Förderprogramm ist Teil unseres Pakets kommunaler Maßnahmen, um die Auswirkungen des Klimawandels abzufedern“ Der Magistrat der Wissenschaftsstadt Darmstadt hat in seiner Sitzung am 28. September 2022 das ‚Förderprogramm Zisternen‘ beschlossen. Hintergrund ist, dass Darmstadt sich das Zielbild der sogenannten ‚Schwammstadt‘ auf die Fahnen geschrieben hat. Das Konzept lehnt sich an eine naturnahe Regenwasserbewirtschaftung an. Ziel ist es, Regenwasser vor Ort zu versickern, verdunsten, rückzuhalten und zu nutzen. Damit wird auch ein aktiver Schutz vor Überschwemmungen nach Starkregenereignissen geleistet. Ein weiterer Baustein hin zur „Schwammstadt“ ist mit dem Förderprogramm für Dach- und Fassadenbegrünung für das kommende Jahr geplant. Oberbürgermeister Jochen Partsch: „Das Förderprogramm für Zisternen ist Teil unseres umfassenden Pakets kommunaler Maßnahmen, um die Auswirkungen des Klimawandels für die Stadt abzufedern. Mit der finanziellen Förderung für die Anschaffung und den Einbau von Zisternen für die Bürgerschaft, kleinen und mittleren Unternehmen sowie Vereinen und Stiftungen legen wir einen weiteren wichtigen Grundstein dazu. In Zisternen können Regen- und gering verschmutztes Wasser gespeichert und zur Gartenbewässerung oder im Haushalt genutzt werden. Der Bedarf an wertvollem Trinkwasser kann so gesenkt werden.“ „Wir möchten die Bürgerschaft, Unternehmen und Vereine in Darmstadt motivieren und befähigen einen Beitrag zur Erreichung der Zielsetzung der ‚Schwammstadt‘ zu leisten. Wasser ist eine der wichtigsten Ressourcen für uns Menschen. Gerade in diesem Sommer konnten wir während der europaweiten Dürre – begünstigt durch den Klimawandel – feststellen, dass Wasser zunehmend knapper wird. Ein verantwortungsvoller Umgang mit Wasser ist daher unerlässlich. Durch die Nutzung von Brauchwasser wird kostbares Trinkwasser eingespart, reduzierte Niederschlagswassergebühren ermöglichen Kosten einzusparen“, so Klimaschutzdezernent Michael Kolmer. Nach Befassung der Stadtverordnetenversammlung mit dem Förderprogramm, vorgesehen ist die Befassung für den 20. Oktober 2022, wird die Anschaffung, der Einbau und die Installation von Zisternen ab 2.000 Liter Volumen im Stadtgebiet gefördert. Je nach Nutzung des Regenwassers bzw. des Grauwassers entweder zur ausschließlichen Gartenbewässerung oder auch im Haus für WC-Spülung und Waschmaschine wird in unterschiedlicher Höhe und gestaffelt nach Volumen mit bis zu 700 Euro bezuschusst. Weitere Informationen werden nach Beschlussfassung auf der Internetseite der Wissenschaftsstadt Darmstadt – Klimaschutz veröffentlicht. Hintergrund: Der von der Darmstädter Stadtverordnetenversammlung im September 2019 beschlossene Antrag „Höchste Priorität für Klimaschutz – Weltklima in Not – Darmstadt handelt“ enthält unter anderem ein Bekenntnis zu den Pariser Klimaschutzzielen und das aus dem Klimaschutzplan abgeleitete Ziel der Treibhausgasneutralität bis 2035. Mit dem „Sofortprogramm Klimaschutz“ beschlossen der Magistrat und die Stadtverordnetenversammlung Ende 2021 zahlreiche zentrale Maßnahmen im Bereich Klimaschutz und Klimaanpassung – eine dieser Maßnahmen ist die Förderung von Zisternen im Stadtgebiet. news-15767 Tue, 27 Sep 2022 11:58:01 +0200 1.673 Klimaherzen für Darmstädter Vereine https://www.darmstadt.de/nachrichten/rss/news/1673-klimaherzen-fuer-darmstaedter-vereine HEAG freut sich über die zahlreich eingelösten Klimaherzen für Darmstädter Vereine / Darmstädterinnen und Darmstädter lassen Wald um weitere 3.000 Bäume wachsen Dass die Nutzerinnen und Nutzer der Darmstadt im Herzen‐App sowohl ein Herz für das Klima als auch das örtliche Vereinswesen haben, stellten viele von ihnen in den zurückliegenden Monaten unter Beweis: Im Aktionszeitraum seit Dezember vergangenen Jahres lösten sie insgesamt 1.673 ihrer Klimaherzen für fünf ausgewählte Darmstädter Vereine ein – und neben dem Klima profitierten damit auch die Vereine. Denn: Für jedes eingelöste Klimaherz spendete die HEAG, die Initiatorin der Aktion, einen Euro an den begünstigten Verein. Die maximale Anzahl an Klimaherzen – 500 Stück – erhalten die Kinder‐Jugendfarm Darmstadt e.V. und der Konzertchor‐Darmstadt e.V. Ebenfalls können sich die Initiativen Eber‐schafts‐Hilfe e.V., Lesen und Kultur für alle e.V. und der VSG Darmstadt 1949 e.V. über Klimaherzen freuen. Plus für Klimaschutz und soziales Miteinander Angesichts der zahlreichen positiven Rückmeldungen von Teilnehmerinnen und Teilnehmern war die Aktion ein voller Erfolg. „Unsere Idee war es, mit der Kampagne spielerisch für das Thema nachhaltige Mobilität zu sensibilisieren. Diese wurde von den Darmstädterinnen und Darmstädtern gut angenommen. Dass wir damit zudem lokale Vereine unterstützen können, ist eine Win‐win‐Situation“, erklären Prof. Dr. Klaus‐Michael Ahrend und Dr. Markus Hoschek. Und auch in Zukunft soll es wieder „Sonderaktionen“ rund um die Klimaherzen geben. „Unter allen Anwendungen der Darmstadt im Herzen‐App ist die Klimaherzen‐Funktion bei der stetig wachsenden App‐Community besonders beliebt. Darauf wollen wir aufbauen.“ 3.000 neue Bäume für den Darmstädter Forst Zur Klimaherzen‐Funktion: Im aktivierten Modus ermittelt diese Strecken, die App‐Nutzerinnen und ‐Nutzer mit Bussen, Bahnen oder dem Fahrrad fahren beziehungsweise laufen – und berechnet die daraus entstandenen CO2‐Einsparungen. Pro fünf Kilogramm CO2‐Einsparung schreibt sie ein Klimaherz gut. Wer möchte, kann diese in attraktive Gutscheine umwandeln lassen. Hinzu kommt, dass die HEAG pro 100 umweltfreundlich zurückgelegten Kilometern einen Baumsetzling für den Darmstädter Wald pflanzt. „Zu Beginn haben die Darmstädterinnen und Darmstädter mehr als ein halbes Jahr benötigt, um die erforderliche Kilometeranzahl für die ersten 1.000 Bäume zu erreichen. Seit Ende März bis heute waren sie so umweltfreundlich unterwegs, dass wir bereits die nächsten 3.000 Bäume erreicht haben und einpflanzen können“, freuen sich die HEAG‐Vorstände Prof. Dr. Klaus‐Michael Ahrend und Dr. Markus Hoschek. Detaillierte Informationen zur Darmstadt im Herzen‐App und ihren Funktionen gibt es unter www.darmstadtimherzen.de/leben-in-darmstadt/darmstadt-im-herzen-app​​​​​​​  Die App kann hier heruntergeladen und ausprobiert werden: Apple App‐Store: https://apps.apple.com/de/app/darmstadt‐imherzen/id1476711820 Google Play‐Store: https://play.google.com/store/apps/details?id=com.apirious.quartierapp  news-15765 Tue, 27 Sep 2022 10:40:32 +0200 Künstliche Intelligenz passt bei der Darmkrebsvorsorge mit auf https://www.darmstadt.de/nachrichten/rss/news/kuenstliche-intelligenz-passt-bei-der-darmkrebsvorsorge-mit-auf Neues System im Klinikum Darmstadt – bessere Nachweis- und Entfernungsrate Darmkrebs gehört zu den häufigsten Krebsarten und Krebs bedingten Todesursachen in Europa. Da die Entwicklung eines Darmkrebses aus einer gesunden Schleimhaut bis zu zehn Jahre dauert, spielt Vorsorge bei dieser Krebsart eine wichtige Rolle. Hierzu wird insbesondere die Darmspiegelung eingesetzt, bei Männern ab dem 50., bei Frauen ab dem 55. Lebensjahr. Falls Verwandte ersten Grades betroffen sind, so soll die Vorsorge bereits zehn Jahre früher erfolgen.  Die Technik der Darmspiegelung hat sich in den vergangenen Jahren deutlich weiterentwickelt. "Seit Kurzem setzen wir hier im Klinikum Darmstadt bei Darmspiegelungen auch auf künstliche Intelligenz", sagt Prof. Dr. Carl Schimanski, Direktor der Klinik für Gastroenterologie, Hepatopankreatologie, Endokrinologie und Pneumologie. "Die künstliche Intelligenz bietet hierbei eine stabile Unterstützung für den Untersucher. Sie obliegt keiner Ablenkung oder Müdigkeit, sondern arbeitet gleichermaßen zuverlässig. Auch als sehr erfahrener Untersucher bin ich über die Zuverlässigkeit dieses Systems erstaunt, das selbst unter widrigen Umständen kleinste Polypen zuverlässig anzeigen kann. In unserer Alltagserfahrung bestätigt sich der Nachweis auch kleinster Adenome im Darm durch die künstliche Intelligenz." Seit wenigen Jahren werden weltweit künstliche Intelligenzsysteme getestet, die währendder endoskopischen Untersuchung das Bild auf Veränderungen scannen und verdächtige Gebiete anzeigen.  "Die ersten Systeme waren noch unzuverlässig und haben die Untersuchung eher gestört. Durch die kontinuierliche Verbesserung dieser Systeme sind nunmehr künstliche Intelligenzsysteme verfügbar, die live und ohne Verzögerung verdächtige Gebiete mit einer hohen Genauigkeit anzeigen können", sagt der Klinikdirektor.  Eine aktuelle asiatische Metaanalyse, d.h. eine Analyse mehrerer großer Studien mitmehr als 4000 Patienten, habe nunmehr belegen können, dass die künstliche Intelligenz die Nachweisrate für Adenome (Krebsvorläufer) auf 29,6 Prozent anhebt, im Vergleich zu 19,3 Prozent ohne den Einsatz der künstlichen Intelligenz. Diese erhöhte Nachweisrate betraf insbesondere kleine oder flache, schwer erkennbare Adenome, die kleiner als fünf Millimeter waren. Bei dem Nachweis von größeren Adenomen (größer als fünf Millimeter) waren erfahrene Untersucher und die künstliche Intelligenz gleich gut, da diese Polypen-Artgut erkennbar ist.  Bereits vor wenigen Jahren kamen hochauflösende Endoskopiesysteme auf den Markt, die die Schleimhaut hell und scharf darstellen können. Dennoch werden in Studien aufgrund von Störfaktoren (Restverschmutzungen, Schleim, Untersuchererfahrung etc.) bis zu 26 Prozent der Darmpolypen übersehen. Hierdurch kommt es trotz Darmspiegelung zu sogenannten Intervallkarzinomen, die zwischen den Vorsorgeintervallen auftreten. Aus diesem Grunde wurden in den letzten Jahren weitere Technologien eingeführt, wie künstliche Chromoendoskopien, bei denen das Licht auf bestimmte Wellenlängen gebündelt wird, damit verdächtige Gebiete während der Untersuchung besser erkennbar werden.  "Die Entwicklung der künstlichen Intelligenzsysteme ist jedoch sehr wichtig, da das Risiko für Intervallkarzinome von allen im Darm belassenen Adenomen, seien sie groß oder klein, ausgeht", so die Erfahrung von Prof. Dr. Carl Schimanski.  Dies bestätige sich auch in einer aktuellen europäischen Studie, die einen ebenso 30-prozemtigen Anstieg der Nachweisrate von Krebsvorläuferstrukturen, nachweist.  "Wir freuen uns, dass wir die Nachweis- und Entfernungsrate von Krebsvorläufern im Darm unserer Patienten hierdurch erhöhen können. Somit sollte auch das Risiko von Intervallkarzinomen sinken, die Vorsorgeuntersuchung ist nochmals ein bedeutendes Stück zuverlässiger geworden." news-15729 Sun, 25 Sep 2022 10:55:00 +0200 Wegen schlechter Witterung: Veranstaltungen zum Weltkindertag am 25. September entfallen https://www.darmstadt.de/nachrichten/rss/news/wegen-schlechter-witterung-veranstaltungen-zum-weltkindertag-am-25-september-entfallen Kinder- und Jugenddezernentin Akdeniz bedauert dies sehr, bittet aber um Verständnis. Leider müssen die geplanten Veranstaltungen zum heutigen (25.) Weltkindertag aufgrund schlechter Witterung abgesagt werden. Kinder- und Jugenddezernentin Akdeniz bedauert das sehr, bittet aber um Verständnis. Am 25. September findet nach zwei Jahren Corona-Einschränkungen, mit angepasstem Konzept und dezentralen Angeboten, in der Innenstadt der Wissenschaftsstadt Darmstadt wieder das Familienfest zum Weltkindertag statt. Über vierzig Initiativen, Verbände und Vereine präsentieren auf dem Luisenplatz und in der Wilhelminenstraße ein buntes und vielfältiges Angebot. Neben Informationsangeboten für die Erwachsenen wird es zahlreiche Mitmach-Angebote für Kinder geben. Zudem kann gespielt, gebastelt, gemalt und getanzt werden. Start ist um 11.30 Uhr mit einem Gottesdienst mit Kindern für Kinder. Von 12 bis 18 Uhr geht es weiter mit einem Spieleparcours auf der Wilhelminenstraße. Begleitend wird es ein abwechslungsreiches Bühnenprogramm auf dem Luisenplatz geben, das ebenfalls unter dem Motto „Von Kindern – für Kinder“ steht. Bereits im Vorfeld organisierte der Bund der Deutschen Katholischen Jugend Dekanat Darmstadt (BDKJ Darmstadt), Mitveranstalter des großen Festes zum Weltkindertag, eine Kinderrechte-Plakatwand-Malaktion, um Kindern selbst die Möglichkeit zu geben, ihre Rechte bildlich darzustellen und an prominenter Stelle darauf hinzuweisen. Weitere Mitveranstalter sind die Kinder- und Jugendförderung im städtischen Jugendamt und die Christlichen Pfandfinderinnen und Pfandfinder der Adventjugend (CPA-Marienhöhe). Um 14 Uhr eröffnet Bürgermeisterin Barbara Akdeniz offiziell den Weltkindertag und weist auf den Hintergrund des Weltkindertags hin: „Es geht beim Weltkindertag darum, die Rechte und Bedürfnisse aller Kinder, die in der UN-Konvention über die Rechte des Kindes verankert sind, in den Blickpunkt der Öffentlichkeit zu rücken. Politik und Gesellschaft müssen immer wieder darauf hingewiesen werden, dass alle Kinder Rechte haben, die es einzuhalten gilt. Als Beispiel möchte ich in diesem Jahr das Recht auf Partizipation/Beteiligung herausheben. Natürlich gibt es in unserer Stadt bereits viele Beteiligungsmöglichkeiten für Kinder und Jugendliche, in Kinder- und Jugendhäusern, Kindertagesstätten, Schulen, bei Planungsverfahren z. B. von Spielplätzen, Sporteinrichtungen oder wie zuletzt bei den Planungen zum Umbau des Mühltalbads in Darmstadt-Eberstadt. Wir wollen die Kinder- und Jugendbeteiligung in unserer Stadt auf noch breitere Beine stellen und Kindern und Jugendlichen noch mehr Gehör verschaffen. Wundern Sie sich also nicht, wenn Sie in Zukunft immer wieder, auf die eine oder andere Weise, dem Thema Kinder- und Jugendbeteiligung in unserer Stadt begegnen.“ Auch in diesem Jahr soll ein herausragendes Projekt im Bereich Hilfsangebote für Kinder und Jugendliche mit einer Spende unterstützt werden. Die Wahl fiel auf das Projekt „Anna“, ein Kriseninterventionsprojekt für Kinder und Jugendliche der Darmstädter Kinderkliniken, das sich ausschließlich über Spenden finanziert. Alle Kinder, die sich beim Weltkindertagsfest an den angebotenen Mitmach-Aktionen beteiligen, können tatkräftig mithelfen, die Spende wachsen zu lassen. Dazu müssen sie den Mitmach-Parcours-Pass, den die Kinder- und Jugendförderung an ihrem Stand auf dem Luisenplatz verteilt, bei sechs der wahrgenommenen Angebote abstempeln lassen und wieder zum Stand der Kinder- und Jugendförderung zurückbringen. Für jeden abgegebenen Pass spendet die Wissenschaftsstadt Darmstadt zwei Euro. Mehr Informationen zum Weltkindertag sind online zu finden unter: www.weltkindertag-darmstadt.de news-15754 Thu, 22 Sep 2022 16:23:46 +0200 Wissenschaftsstadt Darmstadt beteiligt sich am Internationalen Tag der bisexuellen Sichtbarkeit und hisst Bi-Flagge auf dem Luisenplatz am 23. September https://www.darmstadt.de/nachrichten/rss/news/wissenschaftsstadt-darmstadt-beteiligt-sich-am-internationalen-tag-der-bisexuellen-sichtbarkeit-und-hisst-bi-flagge-auf-dem-luisenplatz-am-23-september OB Partsch: „Mit dem Hissen der Flagge der Bisexuellen wollen wir die Sichtbarkeit von bisexuellen Menschen in der Gesellschaft erhöhen und einen Beitrag zur Stärkung von Akzeptanz leisten“ Als Zeichen für Toleranz und Vielfalt wird Oberbürgermeister Jochen Partsch am Freitag, 23. September, 14 Uhr, dem Internationalen Tag der bisexuellen Sichtbarkeit, gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern des Darmstädter queeren Vereins vielbunt e.V. die Bi-Flagge auf dem Luisenplatz hissen. Hintergrund der Aktion ist, dass Bisexualität in der Gesellschaft immer noch unzureichend bekannt ist und bisexuelle Menschen oft Mehrfachdiskriminierung erfahren.  Medienvertreterinnen und Medienvertreter sowie Bürgerinnen und Bürger sind eingeladen, an der Veranstaltung teilzunehmen.  „Die Wissenschaftsstadt Darmstadt setzt sich aktiv gegen Vorurteile und Diskriminierung und für Akzeptanz und Gleichberechtigung ein“, erläutert Oberbürgermeister Jochen Partsch. „Darmstadts Stadtgesellschaft ist vielfältig, weltoffen und bunt. Dazu gehören selbstverständlich alle Menschen unterschiedlicher sexueller Orientierungen und geschlechtlicher Identitäten. Auch diejenigen, die sich zu mehr als nur einem Geschlecht hingezogen fühlen, sind gleichberechtigter Teil unserer Gemeinschaft. Mit dem Hissen der Flagge der Bisexuellen am 23. September auf dem zentralen Luisenplatz wollen wir daher die Sichtbarkeit von bisexuellen Menschen in der Gesellschaft erhöhen sowie einen Beitrag zur Stärkung von deren Akzeptanz leisten." Heidi Schweitzer von vielbunt e.V. betont, dass gerade in Zeiten zunehmender Angriffe gegenüber der LSBT*IQ-Community der Zusammenhalt besonders wichtig ist: „Wir Darmstädterinnen und Darmstädter kämpfen weiter gemeinsam für die Akzeptanz von lesbischen, schwulen, trans*-, intergeschlechtlichen sowie queeren und eben auch bisexuellen Menschen und stärken die Sichtbarkeit derer, die am wenigsten Anerkennung erfahren.“ Wie wichtig das Zeichensetzen gegen die Diskriminierung von Bisexuellen ist, zeigt sich darin, dass Menschen, die sich sowohl zu Männern als auch zu Frauen hingezogen fühlen, nach wie vor von der Gesellschaft übersehen werden und ihre Zuneigung häufig negiert wird. Die Unterstellung, sich nur in einer Phase zu befinden, trägt ebenfalls zur Abwertung, teilweise auch aus der queeren Community heraus, bei.  Die Aktion des Flaggenhissens wird bundesweit im Rahmen der Bi+Pride durchgeführt, in der erweiterten Region werden u.a. auch die Rathäuser in Bensheim und Mannheim flaggen.  Seit mehr als 20 Jahren wird der Bisexual Visibility Day in vielen Ländern weltweit gefeiert. Ins Leben gerufen haben ihn Teilnehmerinnen und Teilnehmer einer internationalen LSBTIQ-Konferenz 1999 in Südafrika. Ziel des Tages ist es, bisexuelle Geschichte, Kultur und Community zu feiern und Bisexualität und bisexuelle Menschen in der Gesellschaft sichtbarer zu machen. Auch sollen bifeindliche Diskriminierung und Vorurteile außer- und innerhalb der LSBTIQ-Community bekämpft werden.  Bi-Aktivistinnen und Aktivisten und ihre Verbündeten organisieren zu diesem Zweck vielfältige Aktionen und Veranstaltungen, die Sichtbarkeit im öffentlichen Raum und online erzeugen. Beispiele dafür sind Demonstrationen, Diskussionen, Vorträge, Filmvorführungen und Online-Kampagnen. news-15739 Tue, 20 Sep 2022 14:02:41 +0200 Gemeinsame Gedenkveranstaltung zum 80. Jahrestag der Deportation der Darmstädter Juden und Sinti am 25. September https://www.darmstadt.de/nachrichten/rss/news/gemeinsame-gedenkveranstaltung-zum-80-jahrestag-der-deportation-der-darmstaedter-juden-und-sinti-am-25-september Stadtrat Michael Kolmer: „Denken mit Trauer an die Opfer und sind wachsam gegenüber allen Tendenzen des Rassismus. Dies darf sich niemals wiederholen“ Die Wissenschaftsstadt Darmstadt gedenkt am 25. September, um 11 Uhr, am Gedenkort „Denkzeichen Güterbahnhof“ (Bismarckstraße/Ecke Kirschenallee) der vor 80 Jahren deportierten Darmstädter Juden und Sinti. Medienvertreterinnen und -vertreter sowie Bürgerinnen und Bürger sind eingeladen, an der Gedenkveranstaltung teilzunehmen. Nach Begrüßung durch die Initiative „Denkzeichen Güterbahnhof“ sprechen Stadtrat Michael Kolmer, in Vertretung für Oberbürgermeister Jochen Partsch, Vertreterinnen und Vertreter der Jüdischen Gemeinde Darmstadt und des Verbandes Deutscher Sinti und Roma Hessen sowie die Vizepräsidentin des Hessischen Landtags, Heike Hofmann, MdL. „Dies ist ein Menschheitsverbrechen, das, wie die menschenvernichtende Politik des Naziregimes insgesamt, uns auch noch nach Jahrzehnten fassungslos macht – und beschämt“, erklärt Stadtrat Kolmer. „Dieses Verbrechen geschah nicht irgendwo, sondern es vollzog sich hier, mitten in unserer Stadt, vor den Augen und mit Wissen der Darmstädterinnen und Darmstädter. Dessen müssen wir uns stets bewusst sein. Wir denken mit Trauer an die Opfer, und wir nehmen die Geschichte als Auftrag, wachsam zu sein und allen Tendenzen des Rassismus und der gesellschaftlichen Intoleranz entschlossen die Stirn zu zeigen. Die Verantwortung, Rassismus, Antisemitismus und Antiziganismus nicht zuzulassen, tragen wir alle gemeinsam.“ „Auch in diesem Jahr kommen wir gemeinsam mit der Jüdischen Gemeinde und der Stadt Darmstadt am Güterbahnhof zusammen, um der Verfolgten zu gedenken. Indem wir an ihre Geschichten erinnern, zollen wir ihnen nicht nur Respekt und benennen das damalige Recht als Unrecht. Vielmehr erinnern wir ebenfalls uns an unsere Aufgabe, dass sich dieser Schmerz und diese Vernichtung niemals wiederholen dürfen“, mahnt Adam Strauß, Vorsitzender des Landesverbandes Deutscher Sinti und Roma. „Bereits seit einigen Jahren beobachten wir mit Besorgnis den erstarkenden Nationalismus und Rassismus. Diese Tendenzen zu erkennen und ihnen entschlossen entgegenzutreten, ist unser aller Verantwortung.“ Die Gedenkveranstaltung findet in Kooperation zwischen dem Hessischen Landesverband Deutscher Sinti und Roma, der Wissenschaftsstadt Darmstadt, der Jüdischen Gemeinde Darmstadt und der Initiative „Denkzeichen Güterbahnhof“ statt. Die Gedenkveranstaltung wird musikalisch umrahmt von Irith Gabriely. Weitere Informationen zu der Veranstaltung gibt es online unter http://www.denkzeichen-gueterbahnhof.de/. Weitere Auskünfte geben Renate Dreesen (Telefon 06157 / 84470, E-Mail: rdreesen@gmx.net) und Peter Schmidt (Telefon 06151 / 74543, E-Mail: c.p.schmidt@arcor.de). news-15736 Mon, 19 Sep 2022 17:30:08 +0200 Klinikum Darmstadt https://www.darmstadt.de/nachrichten/rss/news/klinikum-darmstadt-9 Alarmstufe Rot: Die Zeit ist mehr als reif - die Politik muss jetzt handeln! / Geschäftsführer Clemens Maurer und Aufsichtsratsvorsitzender Stadtkämmerer André Schellenberg unterstützen den dringenden Aufruf der DKG zur Rettung der Krankenhäuser "Wir haben im dritten Pandemiejahr keine Reserven mehr", sagt der Geschäftsführer der Klinikum Darmstadt GmbH Clemens Maurer. "Die Energiekosten, die Inflation, die anstehenden notwendigen Investitionen in Digitalisierung und Klimaschutzmaßnahmen und die kommenden Tarifabschlüsse - all das ist nicht refinanziert. Allein die Preisentwicklungen übersteigen ein Mehrfaches der festgelegten Baserate, die die Kliniken zur Aufrechterhaltung der Gesundheitsversorgung der Bürgerinnen und Bürger erhalten. Und die seit Jahren viel zu geringen Investitionsmittel der Länder verschärfen diese Lage erheblich!" Die Baserate - der Basisfallwert - bezeichnet den Betrag, die bei der Berechnung der DRG-Preise (Diagnosis Related Groups) für die Krankenhausbehandlung zugrunde gelegt wird. Er bildet die Grundlage für die Vergütung der Krankenhausleistungen. Dieser Satz ist von 2021 auf 2022 um 2,31 Prozent gestiegen - und somit für das laufende Jahr festgelegt. Auch für 2023 wird diese Baserate niedriger ansteigen als die Kosten ansteigen werden. Dagegen stehen die explodierenden Energiekosten, die hohe Inflationsrate für alle Verbrauchsgüter und die stark ansteigenden Personalkosten. "Allein das macht bei uns im Klinikum Darmstadt 10 bis 15 Millionen Euro für das laufende Jahr aus - die aktuell nicht refinanziert sind", sagt Clemens Maurer und führt weiter aus, dass die weiterhin nicht ausreichenden Investitionsmittel, für Bau, für Medizintechnik und IT zu nicht refinanzierten AfA (Absetzung für Abnutzung von Anlagegütern), Zinsen, Tilgung im Jahr in Höhe von weiteren 8 Millionen Euro führen. "Auf der anderen Seite stehen die Kosten: Allein ein neues MRT kostet 3 Millionen Euro, ein neues CT bis zu 1,5 Millionen Euro und als Krankenhaus der kritischen Infrastruktur müssen wir zudem allein dafür 3 MillionenEuro jährlich investieren."  Stadt stemmt Kapitalerhöhung von 15 Millionen Euro All das funktioniert nicht mehr ohne unterstützende Maßnahmen der Eigentümer. Landauf, Landab müssen die Trägerinnen einspringen. Auch die Wissenschaftsstadt Darmstadt: Erstmals seit Gründung der Klinikum Darmstadt GmbH im Jahr 2009 muss sie eine Eigenkapitalerhöhung vornehmen. "Diese Kapitalerhöhung in Höhe von 15 Millionen Euro ist dringend notwendig, da das Klinikum wie fast alle deutschen Krankenhäuser derzeit unverschuldet in eine erhebliche finanzielle Schieflage geraten ist", sagt Aufsichtsratsvorsitzender und Stadtkämmerer André Schellenberg. "Ich habe diese Unterstützungsleistung mit großer Überzeugung in den Haushalt eingestellt, denn es ist ein Unding, wie die Kliniken - insbesondere die großen Häuser der Maximalversorgung - mitten in der andauernden Corona-Pandemie von Bund und Land im Stich gelassen werden. Die Finanzierung der deutschen Krankenhäuser ist keine kommunale Aufgabe, sondern die Pflicht von Bund, Ländern und Krankenkassen", so Schellenberg. Geschäftsführer Clemens Maurer unterstützt die aktuelle Forderung der Hessischen Krankenhausgesellschaft nach mindestens 150 Millionen Euro zusätzlichen originären Landesmitteln jährlich für die Investitionsförderung. Diese Summe an fehlenden Landesmitteln hatte die DKG in einem Gutachten herausgearbeitet. "Und wenn man sich ehrlich macht, dann muss man auch daran erinnern, dass von den jetzigen knapp 300 Millionen Euro Investitionsmitteln pro Jahr nur unmittelbar knapp 20 Millionen durch das Land aufgebracht werden. Den Löwenanteil tragen schon heute die Kommunen über die Krankenhausumlage und den kommunalen Finanzausgleich. Wir fordern daher das Land Hessen auf, hier endlich seiner Verantwortung umfassend nachzukommen." Auch die GmbH selbst musste erhebliche Kredite aufnehmen, um die Liquidität zu sichern. Was Möglichkeiten für Investitionen nimmt. "Dazu kommt der extreme Fachkräftemangel - vor allem in der Pflege, der es einfach gar nicht mehr ermöglicht, auf das Leistungsniveau und die Patientenzahlen vor der Pandemie zu kommen. Das heißt: Die Krankenhäuser erzielen künftig weniger Erlöse bei deutlich gestiegenen Kosten." Clemens Maurer zieht daraus den Schluss: "Der kalte ungeordnete Strukturwandel ist schon voll im Gange. Das ist wohl der einfachere Weg der Politik einfach nur zuzusehen, wie Krankenhäuser vor die Wand fahren und dass es einige nicht schaffen werden."  Daseinsfürsorge erfordert Vorhaltungsfinanzierung "Die überall rückläufigen Fallzahlen führen zu geringeren Erlösen, ohne dass auf Kostenseite gegengesteuert werden kann. Wir können unsere Preise nicht erhöhen und auch das Personal nicht abbauen, da wir in vielen Bereichen Personal 24/7/365 vorhalten müssen, egal wie viele Patientinnen und Patienten da sind. Das Beispiel ist schon oft verwendet worden und es stimmt: Eine Feuerwehr wird auch nicht für die einzelnen Einsätze finanziert,sondern für die Vorhaltung, dafür ständig einsatzbereit zu sein", so Maurer.  "Die Zeit ist mehr als reif. Die Politik muss jetzt endlich handeln. Krankenhäuser sind ein wesentlicher und wichtiger Bestandteil der Daseinsfürsorge. Wir fordern für die Krankenhäuser einen sofortigen Inflationsausgleich, um Kliniken vor der Insolvenz zu schützen. Für die Bürgerinnen und Bürger aber auch für die Menschen, die im Gesundheitssystem arbeiten!", sagen der Aufsichtsratsvorsitzende Schellenberg und der Geschäftsführer Maurer. "Seit Monaten platzieren wir das Thema, dass uns in den Krankenhäusern die Zeit davonläuft und es endlich zu einem zwischen Bund und Ländern abgestimmten gesteuerten Prozesszur Weiterentwicklung unserer Versorgungsstrukturen kommt. Unsere Mitarbeitenden und die Bürgerinnen und Bürger zahlen sonst einen viel zu hohen Preis", so Maurer, der auch Vorsitzender des kommunalen Klinikverbunds Hessen e.V. ist und Vorstandsmitglied der Hessischen Krankenhausgesellschaft. "Das Thema brennt und die Zeit rennt uns davon. Wir müssen nicht nur überlegen wie viele Krankenhäuser wir uns als Gesellschaft leisten wollen, sondern auch wie viele wir unter Berücksichtigung des Fachkräftemangels überhaupt noch betreiben können", mahnt Clemens Maurer. Um gegenüber der Bundespolitik und der Öffentlichkeit die prekäre wirtschaftliche Lage vieler Krankenhäuser sowie den dadurch resultierenden Handlungsbedarf sichtbar zu machen, führt die Deutsche Krankenhausgesellschaft e. V. (DKG) derzeit eine bundesweite Pressekampagne durch. Am morgigen 20. September steht dafür der DKG-Truck vor den Main-Kinzig-Kliniken in Gelnhausen, um das Thema sichtbar in Hessen zu platzieren.    Aktion Rot: Mitarbeitende lassen Ballons steigen   Zu dem Tag wurden die Hessischen Krankenhäuser aufgefordert, eine eigene Aktion Rot zu starten, um die Forderungen weithin sichtbar zu machen. Mehr als 100 Mitarbeitendeder Klinikum Darmstadt GmbH haben sich dem dringenden Aufruf zur Rettung der Krankenhäuser angeschlossen und auf dem Vorplatz des Klinikums rote Luftballons steigen lassen.   Die DKG hat auch eine Online-Petition gestartet, bei der 50.000 Unterschriften für ein Quorum gebraucht werden. Die Geschäftsführung der Klinikum Darmstadt GmbH schließt sich dem Aufruf an:    "Unterschreiben Sie die Petition! Und helfen Sie dabei, die Öffentlichkeit zu informieren und den Druck auf die Gesetzgeber zu erhöhen." news-15730 Fri, 16 Sep 2022 14:09:35 +0200 Quartiersworkshop „Mobilität“ am 21. September im Johannesviertel https://www.darmstadt.de/nachrichten/rss/news/quartiersworkshop-mobilitaet-am-21-september-im-johannesviertel Mobilitätsdezernent Michael Kolmer „Bewohnerinnen und Bewohner sind eingeladen, ihr Quartier mitzugestalten, wir möchten Verbesserungsvorschläge diskutieren und gemeinsam Verbesserungsmaßnahmen entwickeln“ Am Mittwoch, 21. September, findet von 18 bis 21 Uhr in den Räumen der Evangelischen Johannesgemeinde, in der Kahlertstraße 26, der dritte Quartiersworkshop zum Thema Mobilität, diesmal im Johannesviertel, statt. Der Workshop ist Teil des Förderprojekts „QuartierMobil 2“, in dessen Rahmen Vertreterinnen und Vertreter der Wissenschaftsstadt Darmstadt mit Bürgerinnen und Bürgern aus vier ausgewählten Quartieren sprechen werden. Der erste Quartiersworkshop fand in der Postsiedlung statt, der zweite Quartiersworkshop in Bessungen Nord. Nun folgt der zwischen Kasinostraße, Pallaswiesenstraße, Frankfurter Straße sowie Landwehrstraße gelegene Bereich vom Johannesviertel. Dazu sind alle Bewohnerinnen und Bewohner des Gebietes herzlich eingeladen. „Nach der Postsiedlung sowie Bessungen Nord möchten wir nun auch mit den Bürgerinnen und Bürgern aus dem Johannesviertel über die Themen Autoverkehr, Parken, Radfahren und zu Fuß gehen sprechen. Wir freuen uns, die Meinungen der Bürgerinnen und Bürger über die Situation vor Ort zu erfahren, zusammen geeignete Verbesserungsvorschläge zu diskutieren und eventuell auch schon entsprechende Verbesserungsmaßnahmen zu entwickeln. So können die Bewohnerinnen und Bewohner das Quartier, in dem sie leben, mitgestalten“, betont Mobilitätsdezernent Michael Kolmer. Interessierte Bürgerinnen und Bürger melden sich bitte bis zum 20. September unter folgender E-Mail-Adresse an: quartiermobil@darmstadt.de. Das Projekt „QuartierMobil 2“ wird von der Goethe-Universität Frankfurt wissenschaftlich begleitet. Fragen zum Projekt beantworten Martina Reece und Sabine Stellrecht-Schmidt vom Mobilitätsamt per E-Mail unter quartiermobil@darmstadt.de. news-15719 Tue, 13 Sep 2022 15:00:13 +0200 Den Wandel gestalten – Zukunftswerkstatt am 17. September im Foyer des Bürger- und Ordnungsamtes https://www.darmstadt.de/nachrichten/rss/news/den-wandel-gestalten-zukunftswerkstatt-am-17-september-im-foyer-des-buerger-und-ordnungsamtes OB Partsch: „Laden die Bürgerinnen und Bürger ein, mit uns darüber zu diskutieren, wie wir gemeinsam eine zukunftsfähige Innenstadt gestalten“ / Planungsdezernent Kolmer: „Anregungen und Ideen, die in der Zukunftswerkstatt gesammelt werden, fließen in den weiteren Prozess ein“ Am Samstag, 17. September, findet im Foyer des Bürger- und Ordnungsamtes (Luisencenter, Luisenplatz 5, 64283 Darmstadt) von 10 bis 16 Uhr eine Zukunftswerkstatt statt. Die Zukunftswerkstatt ist Teil des Entwicklungskonzeptes „DAmittendrin“, mit dessen Hilfe die Attraktivität der City in den nächsten Jahrzehnten gesichert werden soll. Zentrale Frage der Veranstaltung ist: „Warum sollten wir auch noch morgen und übermorgen in die Darmstädter Innenstadt kommen?“ Um 10 Uhr eröffnet Planungsdezernent Michael Kolmer die Veranstaltung. Oberbürgermeister Jochen Partsch wird um 12 Uhr einen Rundgang durch die Zukunftswerkstatt machen und sich über den aktuellen Stand des Prozesses informieren. „Mit der Zukunftswerkstatt möchten wir die Bürgerinnen und Bürger einladen, mit uns darüber zu diskutieren, wie wir gemeinsam eine zukunftsfähige Innenstadt gestalten. Wir wollen eine lebendige und attraktive Innenstadt, die ein Ort ist, an dem man wohnen, arbeiten und einkaufen sowie Cafés und Restaurants besuchen kann. Die Innenstadt bietet Platz für Open-Air-Formate und kulturelle Angebote, sie hat einen attraktiven Wochenmarkt und lässt Raum für Wandlungen. Zu einer modernen Innenstadt der Zukunft gehören ebenso mehr Grün und eine gute Verkehrsanbindung“, führt Oberbürgermeister Jochen Partsch aus. Planungsdezernent Michael Kolmer erläutert: „Die Zukunftswerkstatt ist ein wichtiger Meilenstein im Innenstadtentwicklungsprozess. Wir wollen jetzt die Ergebnisse des Innenstadtchecks und der Onlinebefragung präsentieren und dabei die Bürgerinnen und Bürger einbinden. Die Anregungen und Ideen, die in der Zukunftswerkstatt gesammelt werden, fließen in den weiteren Prozess ein.“ Weitere Informationen zum Entwicklungskonzept Innenstadt sind auf der städtischen Webseite www.darmstadt.de/damittendrin abrufbar. Das Entwicklungskonzept Innenstadt wird aus dem Förderprogramm Zukunft Innenstadt des Hessischen Ministeriums für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen gefördert. news-15717 Tue, 13 Sep 2022 14:02:56 +0200 Perspektive Kindertagespflege: Wissenschaftsstadt Darmstadt unterstützt Kindertagespflege und sucht Interessierte, die sich auf diesem Gebiet qualifizieren möchten https://www.darmstadt.de/nachrichten/rss/news/perspektive-kindertagespflege-wissenschaftsstadt-darmstadt-unterstuetzt-kindertagespflege-und-sucht-interessierte-die-sich-auf-diesem-gebiet-qualifizieren-moechten Bürgermeisterin Barbara Akdeniz: „Wir brauchen mehr engagierte Menschen, die Freude an der Arbeit mit Kindern haben und gerne selbstverantwortlich arbeiten“ Die Wissenschaftsstadt Darmstadt unterstützt die Kindertagespflege und sucht nach Interessentinnen und Interessenten, die sich in der Kindertagespflege qualifizieren möchten.  Die Kindertagespflege ist ein familiennahes Betreuungsangebot für eine Gruppe von maximal 5 Kindern, wobei die Altersmischung der 0 bis 3-jährigen Kinder das Leben in einer Familie widerspiegeln soll. Die Betreuung findet in der eigenen Wohnung, in angemieteten Räumen der Kindertagespflegepersonen oder im Zuhause der Kinder statt.  Die Kindertagespflegeperson begleitet und unterstützt die ihnen anvertrauten Kinder. „Dies erfordert ein hohes Maß an Flexibilität, da Kinder zahlreiche Bedürfnisse haben, neugierig und experimentierfreudig sind. Kleinkinder brauchen feste Bezugspersonen, die ihnen Sicherheit und Orientierung geben. Eine der großen Herausforderungen für Kindertagespflegepersonen ist es somit, Interessen von Kleinkindern zu erkennen und sie entsprechend zu unterstützen. Hierfür braucht es eine aufgeschlossene Grundhaltung und gute kommunikative Fähigkeiten, um auch beispielsweise kompetent mit den Eltern der Tageskinder in Kontakt zu sein“, erläutert Bürgermeisterin Barbara Akdeniz. Dies lernen und erfahren angehende und aktive Kindertagespflegepersonen im Rahmen einer Grundqualifizierung bzw. durch fortlaufende Kursangebote auf hohem Niveau im Familienzentrum der Wissenschaftsstadt Darmstadt. Bürgermeisterin Barbara Akdeniz möchte das Angebot in der Kindertagespflege sichern und ausbauen. „Wir werden auch zukünftig die pädagogisch wertvolle Arbeit der Kindertagespflegepersonen unterstützen. Wir brauchen mehr engagierte Menschen, die Freude an der Arbeit mit Kindern haben und gern selbstverantwortlich arbeiten.“ Die fachliche Beratung und Unterstützung ist durch die Fachberatungen in der Abteilung Kinderbetreuung im Jugendamt jederzeit sichergestellt. Interessierte Personen, die sich als Kindertagespflegeperson qualifizieren möchten, müssen folgende Bedingungen erfüllen: Wohnort bzw. Betreuungsort in Darmstadt, mindestens Hauptschulabschluss, sehr gute Deutschkenntnisse in Wort und Schrift (B2) und ein Mindestalter von 25 Jahren.  Am 19. September findet vormittags eine Online-Informationsveranstaltung statt, bei der sich Interessierte unverbindlich über die Qualifizierung und die Tätigkeit informieren können. Eine Anmeldung unter 06151 9512512 bei der Tageseltern-Tageskinder-Vermittlung (TTV) ist hierfür erforderlich.  Anfang Februar 2023 beginnt eine neue Qualifizierung im Familienzentrum der Wissenschaftsstadt Darmstadt. Die Teilnahme an der tätigkeitsvorbereitenden Grundqualifizierung ist kostenfrei und dauert ein Jahr. Die Kurse finden vorrangig abends und an Samstagen statt. Nach erfolgreichem Abschluss der gesamten Grundqualifizierung erhalten die Teilnehmenden das Zertifikat zur „Qualifizierten Kindertagespflegeperson“ des Bundesverbandes für Kindertagespflege e.V. news-15657 Thu, 25 Aug 2022 12:06:10 +0200 ENTEGA spendet 100.000 Euro für die Ukraine https://www.darmstadt.de/nachrichten/rss/news/entega-spendet-100000-euro-fuer-die-ukraine Die Spende geht an die „Aktion-Deutschland-hilft“ von ARD und ZDF Der Ökoenergie- und Telekommunikationsversorger ENTEGA und ihre Beschäftigten spenden 100.000 Euro für die Ukraine. Die Beschäftigten waren aufgerufen, für diesen Zweck Gleitzeitstunden oder Arbeitsstunden in beliebiger Höhe zur Verfügung zu stellen. Insgesamt kamen 2.712 Stunden in Höhe eines Bruttobetrages von 85.457,36 Euro zusammen. Der ENTEGA-Vorstand rundete diese Summe auf 100.000 Euro auf. Die Spende geht an die „Aktion-Deutschland-hilft“ von ARD und ZDF.  Die ENTEGA-Vorstandsvorsitzende Dr. Marie-Luise Wolff bedankt sich im Namen des Vorstandes bei allen Spenderinnen und Spendern: „Wir zeigen Solidarität mit der Ukraine, die unsere Unterstützung dringend braucht.“ Spendenkonto IBAN: DE62 3702 0500 0000 1020 30 BIC: BFSWDE33XXX, Bank für Sozialwirtschaft Spenden-Stichwort: Nothilfe Ukraine news-15617 Fri, 05 Aug 2022 11:39:25 +0200 Erster ukrainischer Kriegsverletzter verlässt nach zwölf Wochen mobil das Krankenhaus https://www.darmstadt.de/nachrichten/rss/news/erster-ukrainischer-kriegsverletzter-verlaesst-nach-zwoelf-wochen-mobil-das-krankenhaus Geschäftsführung und Bürgermeisterin kritisieren wochenlange Nichtentscheidung des Landes und Abschieben der Kosten auf die Kommune „Wir sind froh und stolz, dass wir in unserem überregionalen Traumazentrum einen schwerstkriegsverletzten Patienten aus der Ukraine erfolgreich behandeln und am 4. August entlassen konnten. Der Patient ist mit Krücken und Rollstuhl soweit wieder mobil und hat das Glück, dass enge Familienangehörige bereits durch die Wissenschaftsstadt Darmstadt untergebracht wurden und ihn in ihrer Unterkunft aufnehmen konnten“, berichtet Prof. Dr. Nawid Khaladj, medizinischer Geschäftsführer der Klinikum Darmstadt GmbH. Der heute 47jährige Patient wurde dem Klinikum Darmstadt über das Lagezentrum der Bundesregierung am 12. Mai 2022 im Rahmen des sogenannten Kleeblatt-Mechanismus zugewiesen. Ein weiterer Patient befindet sich seit 13. Juni in stationärer Behandlung im Klinikum, die derzeit noch nicht abgeschlossen ist. Für diesen Patienten ist eine Weiterbehandlung in einer Reha-Einrichtung notwendig. „Es ist selbstverständlich, dass wir als Maximalversorger Schwerstverletzte aufnehmen und bestmöglich versorgen, das ist unser Auftrag und dem kommen wir gerne nach. Unverständlich ist allerdings die Bürokratie und das wochenlange Nichtentscheiden von Zuständigkeiten von Seiten des Landes, das uns Krankenhäuser in einer sowieso schon angespannten Lage im Stich lässt“, führt Prof. Dr. Nawid Khaladj aus.  Das Land Hessen hat sich bis zum 29.7.2022 Zeit gelassen, festzulegen, wer für die Behandlungskosten in den Krankenhäusern und für die Kosten der Anschlussbehandlungen zuständig ist. Das Land hätte auch entscheiden können, dass es für diese Kosten aufkommen wird. Doch es entschied, dass das zuständige Regierungspräsidium durch Zuweisung der Patienten in einen Landkreis oder eine kreisfreie Stadt auf Basis der Landesverordnungen die verantwortliche Gebietskörperschaft festlegt, in der alle Antragstellungen vorgenommen werden müssen. Damit verbunden ist auch die Klärung der Finanzierung der Behandlungskosten und Unterbringung im Anschluss an den Krankenhausaufenthalt. „Diese Entscheidung kommt Wochen zu spät“, kritisiert Prof. Dr. Nawid Khaladj. „Wertvolle Zeit für einen Menschen und für die Mitarbeitenden im Haus, die im Unklaren gelassen werden, wo der Patient bei welcher Ausländerbehörde angemeldet werden muss, wer für die Kosten der Krankenhausbehandlung und der Hilfsmittel aufkommt und wer sich um den Patienten nach seiner Entlassung  kümmert.“ Solange diese bürokratischen Schritte nicht erledigt werden können, darauf weist er weiter hin, solange kann ein Patient auch nicht entlassen oder zur Weiterbehandlung verlegt werden.  Gerade Schwerstverletzte müssen zur Sicherung des Behandlungserfolges ambulant weiterversorgt werden, viele Hilfsmittel wie z.B. Prothesen können erst nach der stationären Behandlung angepasst werden. „Die Folgen des Verfahrens in Hessen für Patient*innen, die als Kriegsverletzte nach Deutschland kommen und nach dem Kleeblattsystem dem Klinikum Darmstadt zugewiesen werden, sind auch für die Wissenschaftsstadt Darmstadt von erheblicher Bedeutung“, ergänzt Bürgermeisterin Barbara Akdeniz. Denn, entgegen der Aussagen des Landes im Erlass vom 30.06.2022 und den Hinweisen vom 29.07.2022  besteht nicht für alle Kriegsverletzten die Möglichkeit Leistungen der Krankenkasse nach dem SGB V in Anspruch zu nehmen. Vielmehr handelt es sich bei diesem Personenkreis oftmals um Menschen, die aufgrund der erlittenen Verletzungen nicht erwerbsfähig sind oder keine Sozialleistungen beanspruchen und damit nicht die Voraussetzungen zur Aufnahme in eine Krankenkasse erfüllen. Um die Behandlungskosten und alle Folgekosten zu finanzieren, müssen die Kriegsverletzen Leistungen nach dem SGB XII beim Sozialamt beantragen, die vollumfänglich durch die Wissenschaftsstadt Darmstadt zu tragen sind. Eine Erstattung der Kosten durch das Land ist nicht vorgesehen. „Es ist für uns nicht nachvollziehbar, nach welchen Kriterien das Land Hessen in Kooperation mit dem Regierungspräsidium Darmstadt die Zuweisungen der Kriegsverletzten in Hessen auf die 26 Gebietskörperschaften vornimmt, obwohl es große Unterschiede in Bezug auf die bereits aufgenommenen Geflüchteten gibt und die Wissenschaftsstadt Darmstadt im letzten Quartal ihr Aufnahmesoll schon mit mehr als 200 Personen übererfüllt hat“, erläutert Akdeniz weiter.   Dieses Verfahren in Hessen, wonach aktuell die Zuweisung der Kriegsverletzten in die Kommune des Krankenhausstandortes erfolgt belastet einmal mehr den kommunalen Haushalt.  „Humanitäre Hilfstransporte von Kriegsverletzten sind wichtig und werden ausdrücklich begrüßt, allerdings ist die Kostentragung der Behandlung, Unterbringung und Nachversorgung innerhalb des Landes Hessen gleichmäßig zu verteilen und nicht den Kommunen des Krankenhausstandortes allein aufzubürden“, kritisiert die Bürgermeisterin    news-15614 Fri, 05 Aug 2022 11:30:00 +0200 Neue Karbonisierungsanlage des EAD geht in Probebetrieb / Besuch durch Hauptgeschäftsführer des Verbands kommunaler Unternehmen Ingbert Liebing https://www.darmstadt.de/nachrichten/rss/news/neue-karbonisierungsanlage-des-ead-geht-in-probebetrieb-besuch-durch-hauptgeschaeftsfuehrer-des-verbands-kommunaler-unternehmen-ingbert-liebing Stadtkämmerer Schellenberg: „Stadt geht beim Klimaschutz innovative Wege - Erhebliches Potential bei der Einsparung von CO2“ Hinter den Toren des EAD Geländes in Darmstadt-Kranichstein befindet sich seit einiger Zeit ein Darmstädter Pionierprojekt im Aufbau. Der Eigenbetrieb für kommunale Aufgaben und Dienstleistungen (EAD) baut auf dem Gelände der Kompostanlage mit der Unterstützung der Stiftung von Michael R. Bloomberg eine Karbonisierungsanlage – eine der Ersten ihrer Art in Deutschland. In der laufenden ersten Augustwoche ging die Anlage nun in den Probebetrieb zur Herstellung von Pflanzenkohle: „Mit der neuen Karbonisierungsanlage leisten wir als Kommune einen weiteren innovativen Beitrag zum Klimaschutz“, erklärt dazu der für den EAD zuständige Stadtkämmerer André Schellenberg. „Durch das Verfahren können wir weiteres erhebliches Potential bei der CO2-Einsparung in Darmstadt heben. Ich bin froh, dass wir auch in diesem Bereich neue Wege gehen.“  Die Aufnahme des Probebetriebs nutzte Ingbert Liebing, Hauptgeschäftsführer des Verbands kommunaler Unternehmen (VKU) für einen Besuch der Baustelle: „Ich freue mich außerordentlich über die Begehung und dass der EAD, ein Mitglied des Verbands kommunaler Unternehmen, maßgeblich an einem solch nachhaltigen Projekt zum globalen Klimaschutz und der Ressourcenschonung beteiligt ist“, erklärte Liebing dazu. Mit der Karbonisierungsanlage sollen jährlich 4000 Tonnen holziger Grünschnitt und aufgearbeiteter Bioabfall zu 1000 Tonnen Pflanzenkohle umgewandelt werden. Pflanzenkohle entsteht durch das Verkohlen von organischen Substanzen. Bei dem Vorgang der thermo-chemischen Pyrolyse von Biomasse werden die Substanzen durch ein Zusammenspiel von Druck und hoher Temperatur verkohlt. Die aus dem Prozess hervorgehende Pflanzenkohle leistet einen entscheidenden Beitrag zum Klimaschutz. Pflanzenkohle speichert Wasser und Nährstoffe, bindet Schadstoffe und hält rund die Hälfte des Kohlenstoffs des Ausgangsmaterials langfristig eingeschlossen. Durch das Einbringen der Pflanzenkohle soll die Widerstandsfähigkeit von Stadtbäumen und anderen Grünflächen gesteigert sowie der Wasserabfluss bei Starkregen verzögert werden. Unterstützt wird die Wissenschaftsstadt Darmstadt bei dieser Klimaschutzmaßnahme mit 400.000 Euro von der Stiftung Bloomberg Philanthropies. Die Organisation Bloomberg Philanthropies investiert weltweit in die Erhaltung des Planeten und um den Menschen ein besseres Leben zu ermöglichen. Die Zuwendung ist etwas Besonderes, weiß Stadtkämmerer André Schellenberg: „Darmstadt ist eine von sieben Städten weltweit, die die Unterstützung der Stiftung im Rahmen der Initiative zum globalen Klimaschutz erhält.“ Die voraussichtliche Fertigstellung und Einweihung der Karbonisierungsanlage ist für Ende des Jahres 2022 vorgesehen. Nach Fertigstellung und Inbetriebnahme der Anlage wird die Pflanzenkohle für alle Interessierten über den Shop, der sich derzeit noch im Aufbau befindlichen Website www.pflanzenkohle-darmstadt.de, erhältlich sein.   news-15608 Wed, 03 Aug 2022 11:24:12 +0200 Krisenstab zur Covid-19-Pandemie: Dynamik bei den Neuinfektionen schwächt sich etwas ab https://www.darmstadt.de/nachrichten/rss/news/krisenstab-zur-covid-19-pandemie-dynamik-bei-den-neuinfektionen-schwaecht-sich-etwas-ab Probleme bei Übermittlung der Fallzahlen behoben / 126 neue Fälle am Mittwoch / Inzidenz bei 631 Der Covid-19-Krisenstab der Wissenschaftsstadt Darmstadt hat sich in seiner Sitzung vom heutigen Mittwoch, 3. August, weiter mit der Entwicklung des Infektionsgeschehens in der Stadt beschäftigt. Wie das Gesundheitsamt berichtet, lässt sich derzeit eine leichte Abschwächung der Infektionsdynamik beobachten. So kamen für den heutigen Mittwoch 126 neue PCR-bestätigte Fälle von Covid-19 dazu. Der Peak der aktuellen Welle sei etwa Mitte Juli mit Inzidenzen jenseits der 1000 überschritten worden. Die Inzidenz liegt aktuell bei 631. In diesem Zusammenhang meldet die Behörde auch, dass die Probleme bei der Übermittlung der Fallzahlen an das RKI seit letzter Woche behoben sind und seit dieser Woche auch die Verzerrung der Inzidenz durch die notwendigen Nachmeldungen wieder ausgeglichen ist.  Die Darmstädter Kliniken berichten weiter von einer angespannten Lage. Zwar seien die schweren Fälle, die eine Intensivbehandlung erforderlich machten rückläufig, aber nach wie vor befinden sich viele erkrankte Personen auf den Normalstationen. Auch die zahlreichen Erkrankungen beim Personal stellten für die Krankenhäuser nach wie vor eine große Herausforderung dar.  Auf Normal- und Intensivstation befinden sich im Klinikum Darmstadt aktuell 62 (10), im Elisabethenstift 20 (1), im Alice-Hospital 8 und in den Kinderkliniken 7 Patientinnen und Patienten mit Covid-19. Im Pflegebereich gebe es aktuell erstmals seit längerer Zeit einen größeren Ausbruch in einer Pflegeeinrichtung bei dem jedoch weniger die Bewohnerinnen und Bewohner sondern vor allem die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von schwereren Erkrankungen betroffen sind, was die betroffene Einrichtung ebenfalls vor Herausforderungen bei der Versorgung stellt.  Während aus den Schulen aufgrund der Ferien aktuell keine Fallzahlen gemeldet werden, gibt es im Kitabereich immer wieder Fälle, die dann auch häufig die Beschäftigten betreffen und den Regelbetrieb deutlich einschränken. „Man sieht in beiden Bereichen Pflege und Kita leider ganz deutlich, dass es nicht nur in den Krankenhäusern zu Personal-Engpässen kommt. Nach wie vor stellt es sich so dar, dass es überall wo Fälle von Covid-19 auftreten auch sofort zu einer angespannten Lage kommt“, erklärt dazu Bürgermeisterin Barbara Akdeniz. „Umso wichtiger ist es, in der akuten Situation schnell zu reagieren, was wir tun, und weiter unbedingt umsichtig und vorsichtig zu sein und Infektionen dort wo es möglich ist, auf jeden Fall zu vermeiden.“  Der Covid-Krisenstab kommt am kommenden Mittwoch, 10. August, zu seiner nächsten Sitzung zusammen. news-15605 Tue, 02 Aug 2022 14:40:19 +0200 Wissenschaftsstadt Darmstadt startet Bundesmodellprojekt ‚Allianz Demenzfähiges Darmstadt‘ https://www.darmstadt.de/nachrichten/rss/news/wissenschaftsstadt-darmstadt-startet-bundesmodellprojekt-allianz-demenzfaehiges-darmstadt Bürgermeisterin Barbara Akdeniz: „Wir müssen mehr über dieses Thema sprechen, denn wir werden älter und damit nimmt auch die Zahl der Betroffenen zu“ Die Wissenschaftsstadt Darmstadt startet gemeinsam mit dem Demenzforum Darmstadt e.V. das Projekt ‚Allianz Demenzfähiges Darmstadt‘, um über die Krankheit Demenz und deren Folgen für Betroffene und Angehörige zu informieren. Ziel der Akteurinnen und Akteure des Netzwerks, das vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) gefördert wird, ist es, die Lebensqualität der Betroffenen in Darmstadt zu erhalten und Außenstehende für die Krankheit zu sensibilisieren.  „Es geht um Aufklärung“, erläutert Bürgermeisterin Barbara Akdeniz. „Wir müssen mehr über dieses Thema sprechen, denn wir werden älter und damit nimmt auch die Zahl der Betroffenen zu. Daher freue ich mich, dass wir nun in Darmstadt an dem Bundesmodellprojekt ‚Lokale Allianzen für Menschen mit Demenz‘ teilnehmen.“ Das Angebot der Allianz richtet sich mit verschiedenen Programmen wie Informationsveranstaltungen und Vorträgen direkt an Bürgerinnen und Bürger, aber besonders auch an die betriebliche Gesundheitsförderung von Firmen oder mit Kurzschulungen an den Einzelhandel und öffentliche Einrichtungen.  „Für Menschen, die noch nie bewusst mit Demenz in Berührung gekommen sind, kann unter Umständen schon mit einer Begegnung, eine Situation entstehen, die ihnen befremdlich vorkommt“, fügt die Geschäftsführerin des Demenzforums Darmstadt e.V. Brigitte Harth hinzu. „Je mehr ich über die Krankheit weiß, desto entspannter kann ich mit ihr umgehen. Das hilft Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Einzelhandel genauso, wie Busfahrerinnen und Busfahrern, Beschäftigte in der Verwaltung und den Betroffenen selbst.“ Orte in Darmstadt, die sich mit der Thematik bereits auseinandergesetzt haben, sollen künftig durch ein entsprechendes Symbol gekennzeichnet sein. „Damit soll die Spannung für Betroffene herausgenommen werden“, so die Bürgermeisterin. „Ein gemeinsamer Ausflug, ein einfacher Einkauf darf für niemanden in Darmstadt eine Tortur sein. Es sind alle aufgerufen, von diesem kostenfreien Angebot zu profitieren, sich zu engagieren und damit das Leben in Darmstadt noch ein bisschen besser zu machen.“ Bei Interesse oder Fragen stehen die Projektkoordinatorinnen Monika Flemming & Tatjana Kießling-Wirth – DemenzForumDarmstadt e.V. zur Verfügung:  E-Mail demenzsensible-stadt@demenzforum-darmstadt.de, Telefon: 06151 96 79 96  Alle wichtigen Informationen können auch unter der Rubrik “demenzsensible Stadt” auf www.demenzforum-darmstadt.de abgerufen werden.   news-15595 Wed, 27 Jul 2022 15:36:00 +0200 Krisenstab zum Krieg gegen die Ukraine: Unterbringungsmöglichkeiten erreichen Kapazitätsgrenze https://www.darmstadt.de/nachrichten/rss/news/krisenstab-zum-krieg-gegen-die-ukraine-unterbringungsmoeglichkeiten-erreichen-kapazitaetsgrenze Wissenschaftsstadt Darmstadt bittet um Unterstützung der Bevölkerung bei Mobilisierung von Wohnraum Der Krisenstab der Wissenschaftsstadt Darmstadt zum Krieg gegen die Ukraine hat sich in seiner Sitzung vom heutigen Mittwoch, 27. Juli, weiter mit dem Themenfeld Unterbringung der Geflüchteten in der aktuellen Krisensituation beschäftigt. Dabei stand in der heutigen Sitzung vor allem die Unterbringung jener Geflüchteter im Mittelpunkt, die sich derzeit bei Freunden und Freundinnen sowie Verwandten und Bekannten aufhalten und nun in feste Unterkünfte vermittelt werden sollen. „Da im Moment viele Menschen auf die Solidarität von Freunden, Freundinnen, Verwandten und Bekannten setzen konnten, die Wohnsituation jedoch allmählich an ihr Limit kommt, bitten wir die Bevölkerung um Hilfe bei der Bereitstellung von Wohnraum. Wir sind gewillt den Menschen weiterhin eine adäquate Unterbringung zu gewährleisten, weshalb wir feste Mietverhältnisse anstreben. Ein dauerhafter Wohnraum trägt dazu bei, sich mit der Zeit heimisch zu fühlen, und dieses Gefühl möchten wir unbedingt vermitteln. Wir sind über jedes Wohnungsangebot dankbar“, erläutert Bürgermeisterin Barbara Akdeniz. Personen, die freien Wohnraum im Raum Darmstadt dauerhaft oder auch vorübergehend an geflüchtete Menschen aus der Ukraine vermieten möchten, können sich an das Sozialamt Darmstadt wenden oder eine E-Mail an fluechtlinge@darmstadt.de schreiben. Der Krisenstab kommt am kommenden Mittwoch, 3. August, zu seiner nächsten Sitzung zusammen. news-15594 Wed, 27 Jul 2022 15:30:54 +0200 Krisenstab zur Covid-19-Pandemie: Fallzahlen bleiben auf hohem Niveau https://www.darmstadt.de/nachrichten/rss/news/krisenstab-zur-covid-19-pandemie-fallzahlen-bleiben-auf-hohem-niveau Übermittlungsprobleme bei aktuellen Zahlen in Stadt und Kreis / Personalausfälle in Klinikum erreichen Höchststand / Kontrolle der Maskenpflicht im ÖPNV wird ausgeweitet Der Covid-19-Krisenstab der Wissenschaftsstadt Darmstadt hat sich in seiner Sitzung am heutigen Mittwoch, 27. Juli, weiter mit der Entwicklung des Infektionsgeschehens in der Stadt beschäftigt. Nach Angaben des Gesundheitsamts bleiben die Fallzahlen im Verlauf der letzten Wochen auf einem hohen Niveau. Nach 1444 neuen laborbestätigten Fällen von Covid-19 in der 26. Kalenderwoche für die Wissenschaftsstadt Darmstadt, waren es in der 27. Kalenderwoche 1518, in der 28. Kalenderwoche bereits 1714. Da es bei der Übermittlung der Zahlen an das RKI in den vergangenen Tagen technische Probleme gab, liegen derzeit keine aktuellen Zahlen für Darmstadt vor. Die Beteiligten sind aber zuversichtlich, dass nach Behebung der Probleme zeitnah wieder aktuelle Zahlen veröffentlicht werden können. Die hessenweite Inzidenz liegt heute (27.) bei 858,0.  Die stationären Fallzahlen in den städtischen Krankenhäusern sind leicht gestiegen: Auf Normal- und Intensivstation befinden sich im Klinikum Darmstadt 49 (11), im Elisabethenstift 21 (0), im Alice-Hospital 9 (0) und in den Kinderkliniken 5 (0) Patientinnen und Patienten mit Covid-19.  Die Lage im Klinikum ist zu Beginn der Sommerferien brisant, da sich die Krankheitsfälle der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf dem Höchststand befinden. Aufgrund der Personalausfälle herrscht im Klinikum nach wie vor Alarmstufe gelb. Damit ist die Notfallversorgung zwar gewährleistet, doch eine erneute Überlastung in den nächsten Wochen ist laut Klinikum wahrscheinlich. Vom Amt für Soziales und Prävention, Schulamt und Jugendamt werden in dieser Woche keine kritischen Fälle gemeldet. Die Lage in den Pflege- und Obdachloseneinrichtungen, sowie in den Flüchtlingsunterkünften bleibt ruhig. Es gibt vereinzelt leichte Erkrankungen mit milden Verläufen. Aufgrund der hohen Inzidenzen werden die Kontrollen der Maskenpflicht im öffentlichen Nahverkehr erhöht. Dabei wird die HEAG mobilo von der Kommunalpolizei unterstützt. Die Missachtung der Maskenpflicht zieht eine Strafe von 50 Euro nach sich. „Es ist wichtig, dass wir bei einer derzeit hohen Inzidenz, sowohl unsere Mitmenschen als auch uns selbst schützen. Da sollte das Tragen einer Maske im öffentlichen Nahverkehr nicht nur zur Pflicht, sondern zur Selbstverständlichkeit gehören. Wir möchten, dass sich alle Bürgerinnen und Bürger bei der Nutzung des ÖPNV sicher fühlen und es hier keine Ausnahmen gibt. Leider gibt es noch immer einige Fälle, die diese Regeln nicht ernst nehmen, deshalb ist eine Ausweitung der Kontrollen um 30 Prozent eine logische Konsequenz“, erklärt dazu Bürgermeisterin Barbara Akdeniz. Der Krisenstab kommt am Mittwoch, 3. August, zu seiner nächsten Sitzung zusammen. news-15590 Mon, 25 Jul 2022 11:49:49 +0200 Wissenschaftsstadt Darmstadt und Bürgerinnen und Bürger gedenken am Europäischen Holocaust-Gedenktag der verfolgten Sinti und Roma https://www.darmstadt.de/nachrichten/rss/news/wissenschaftsstadt-darmstadt-und-buergerinnen-und-buerger-gedenken-am-europaeischen-holocaust-gedenktag-der-verfolgten-sinti-und-roma Oberbürgermeister Partsch: „Wir müssen uns erinnern und gedenken, aber wir müssen auch stets wachsam sein und Courage gegen Antiziganismus zeigen“ Die Wissenschaftsstadt Darmstadt gedenkt am Dienstag, 2. August, um 18 Uhr gemeinsam mit dem Hessischen Landesverband Deutscher Sinti und Roma und der Initiative „Denkzeichen Güterbahnhof“, der Menschen, die auf der Grundlage von jahrhundertealten „Zigeunerbildern“ während der Zeit des Nationalsozialismus entrechtet, deportiert und ermordet wurden. Das Gedenken findet vor dem Justus-Liebig-Haus in der Großen Bachgasse statt; Medienvertreterinnen und -vertreter sowie Bürgerinnen und Bürger sind zu der Veranstaltung eingeladen. Oberbürgermeister Jochen Partsch betont die Bedeutung der gesellschaftlichen Entwicklungen, die die Menschheitsverbrechen des Nationalsozialismus ermöglicht haben: „Der Nationalsozialismus mit seiner fanatischen Rassenideologie kam nicht aus dem Nichts. Schon vorher waren durch einen jahrhundertealten Antisemitismus und Antiziganismus die Grundlagen gelegt worden, um die europäischen Juden und die europäischen Sinti und Roma in einem industriellen Massenmord, ohne Ansehen der Person – vom Kleinkind bis zum Greis – auszulöschen. Der Holocaust an Millionen Menschen in Europa bedurfte der ideologischen Überzeugung des Großteils der Bevölkerung, einer höheren Rasse anzugehören. Heute müssen wir erinnern und gedenken, aber wir müssen auch stets wachsam sein und Courage gegen Antiziganismus zeigen.“ Einige der Darmstädter Sinti und Roma lebten in der Nähe des Mahnmals in der Großen Bachgasse, welches an sie und das Unrecht erinnert, das ihnen zugefügt wurde. Dort werden von der Wissenschaftsstadt Darmstadt sowie Bürgerinnen und Bürger jährlich am 2. August Gedenkveranstaltungen ausgerichtet. Das Datum bezieht sich auf den 2. und 3. August 1944, das heißt auf die Tage, an denen das sogenannte „Zigeunerfamilienlager“ im Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau von der SS liquidiert und tausende Menschen in den Gaskammern ermordet wurden.  Rinaldo Strauß vom Hessischen Landesverband Deutscher Sinti und Roma verdeutlicht die Kontinuität der Verfolgung: „Die Diskriminierung der Sinti und Roma war nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs nicht vorbei. Die Überlebenden des Völkermords sahen sich in der Nachkriegszeit damit konfrontiert, dass ihre eigene Leidensgeschichte und der Mord an ihren Angehörigen und Freunden nicht anerkannt wurden. Die Ausgrenzung und die Kriminalisierung von Sinti und Roma setzten sich fort und haben Auswirkungen auf die Angehörigen der Minderheit bis heute.“ Renate Dreesen von der Initiative „Denkzeichen Güterbahnhof“ unterstreicht die Relevanz des gemeinsamen Gedenkens: „Als Initiative ist es uns stets um ein öffentliches Gedenken an die im Nationalsozialismus von Darmstadt aus deportierten Menschen gegangen. Dabei ist es für uns eine Selbstverständlichkeit, dass wir der Juden sowie der Sinti und Roma gedenken, die von hier aus in die Todeslager verschleppt wurden. Insbesondere die Ablehnung und Diskriminierung von Sinti und Roma sind bis heute ungebrochen. Der Antiziganismus muss deswegen immer wieder thematisiert werden und ihm muss entschieden entgegengetreten werden.“ Flyer   news-15589 Mon, 25 Jul 2022 10:03:51 +0200 HEAG veröffentlicht Geschäftsbericht 2021 https://www.darmstadt.de/nachrichten/rss/news/heag-veroeffentlicht-geschaeftsbericht-2021 HEAG-Konzern und HEAG beenden zurückliegendes Geschäftsjahr mit positiver Bilanz / Investitionstätigkeit dämpft Konzernergebnis leicht / Regionale Wertschöpfung steigt Die Jahresergebnisse der HEAG und des HEAG-Konzerns lagen trotz schwieriger Umfeldbedingungen auf einem stabilen Niveau. So lautet eine zentrale Aussage des HEAG-Geschäftsberichts 2021, den die Stadtholding am 22.07.2022 präsentiert hat. In Zahlen ausgedrückt heißt das: Der HEAG-Konzern erzielt ein Plus von 18,8 Mio. Euro (Vorjahr: 26,1 Mio. Euro), die HEAG einen Gewinn von 0,2 Mio. Euro (Vorjahr: 0,6 Mio. Euro). In die Gewinn- und Verlustrechnung der HEAG fließen unter anderem phasengleiche Beteiligungserträge von 24,0 Mio. Euro (Vorjahr: 25,6 Mio. Euro) ein, von denen 18,4 Mio. Euro auf die ENTEGA AG (Vorjahr: 20,0 Mio.) und 5,6 Mio. Euro auf die bauverein AG (Vorjahr: 5,6 Mio. Euro) entfallen. Ebenso wie die jährliche Verlustübernahme von der HEAG mobilo GmbH in Höhe von 12,8 Mio. Euro sowie Zinsaufwendungen von 4,9 Mio. Euro, die mit dem Kauf von Anteilen der ENTEGA AG in Verbindung stehen.  Der Bilanzgewinn entwickelt sich auf 13,1 Mio. Euro (Vorjahr: 13,3 Mio. Euro). Die Bilanzsumme der HEAG sinkt auf 704,5 Mio. Euro (Vorjahr: 707,3 Mio. Euro), wohingegen sich die Bilanzsumme des HEAG-Konzerns im vierten Jahr in Folge positiv entwickelt und auf 3.221 Mio. Euro ansteigt (Vorjahr: 2.944 Mio. Euro). Dies lag insbesondere an der Zunahme der Investitionstätigkeit. Für das Geschäftsjahr 2021 zahlte der HEAG-Konzern 19,1 Mio. Euro an die Wissenschaftsstadt Darmstadt, die HEAG schüttet wie im Vorjahr 0,4 Mio. Euro an die Sparkasse Darmstadt aus. 2021 ist es der Stadtholding gelungen, die regionale Wertschöpfung um 15 Mio. auf rund 836 Mio. Euro zu erhöhen. Zum Jahresende hat der HEAG-Konzern 3.168 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (Vorjahr: 3.104) beschäftigt. Leistungen der Daseinsvorsorge aufrechterhalten „Die Unternehmen der Stadtwirtschaft stehen aktuell und standen auch im Jahr 2021 vor großen Herausforderungen. Gleichwohl hat die ENTEGA AG die erneuerbaren Erzeugungskapazitäten ausgeweitet und mit umfangreichen Digitalisierungsinvestitionen für Darmstadt und Südhessen begonnen. Die bauverein AG hat 2021 abermals neuen Wohnraum geschaffen, um der angespannten Marktlage entgegenzuwirken, und Bestandsgebäude energetisch saniert. Die in Summe geleisteten Investitionen in den Standort Darmstadt haben das Konzernergebnis leicht gedämpft“, begründet Jochen Partsch, Vorsitzender des HEAG-Aufsichtsrates und Oberbürgermeister, die Ergebnisse. „Dass die Darmstädter Stadtwirtschaft auch im zweiten Jahr der Coronakrise elementare Leistungen der Daseinsvorsorge für die Menschen sowie die regionale Wirtschaft erbracht hat, spricht sowohl für ein Beteiligungsmanagement mit Weitblick als auch für das Pflichtgefühl der Beschäftigten.“ Zentrale Angebote der Darmstädter Stadtwirtschaft stellt das Poster dar, welches dem Geschäftsbericht beiliegt, der erstmals in magazinartigerem Design erscheint.  Über die Leistungserbringung im Geschäftsjahr 2021 sagen die HEAG-Vorstände Prof. Dr. Klaus-Michael Ahrend und Dr. Markus Hoschek: „Das dynamische Pandemiegeschehen war für alle Akteure herausfordernd. Dass wir auf einen breiten Erfahrungsschatz und etablierte Lösungsansätze aus dem ersten Coronajahr zurückgreifen konnten, hat den Arbeitsalltag allerdings erleichtert. Erfreulicherweise hat die HEAG ihrer Belegschaft auch Impfangebote gegen SARS-CoV-2 machen können.“  Stadtwirtschaftsstrategie 2025 erstmals im Einsatz Die Umsetzung der Stadtwirtschaftsstrategie 2025 hat die Aktivitäten der HEAG angetrieben. Das zentrale Steuerungselement ist für alle kommunalen Unternehmen gültig, an denen die Wissenschaftsstadt Darmstadt mit mindestens 50 Prozent beteiligt ist. Es bündelt deren strategische Ziele für die städtischen Beteiligungen sowie darauf aufbauende Maßnahmen.  Vergangenes Geschäftsjahr hat die Stadtwirtschaft die 2020 beschlossene Neufassung erstmals angewendet und zentrale Projekte daraus auf den Weg gebracht. Dazu zählen unter anderem der Ausbau von bezahlbarem Wohnraum durch die bauverein AG, Projekte in der Baugebietsentwicklung und energienahe Dienstleistungen durch die ENTEGA AG sowie die Umrüstung auf adaptive Straßenbeleuchtung.  Um andere Städte und Gemeinden für das Thema Stadtwirtschaftsstrategie zu sensibilisieren und hierbei selbst als Best-Practice-Beispiel voranzugehen, hat die HEAG 2020 das Onlineportal www.stadtwirtschaftsstrategie.de ins Leben gerufen. 2021 wurde die Plattform inhaltlich ausgebaut und um strategische Konzepte anderer Kommunen ergänzt.  Start-ups im Fokus Aus Sicht der HEAG ist ein fruchtbares Gründer-Ökosystem entscheidend für die Zukunftsfähigkeit des Wirtschaftsstandorts Darmstadt. Daher baut die HEAG die Gründungsinfrastruktur vor Ort so aus, dass ein innovationsfreundliches Klima entsteht, welches die Interessen von Existenzgründerinnen und -gründern berücksichtigt. Ein Element ihres Engagements ist der „HEAG-Gründerfonds“. Das Förderinstrument bietet eigenkapitalnahe Finanzierungen für regionale Start-ups, deren neuartige und perspektivisch rentablen Geschäftsmodelle mindestens ein stadtwirtschaftliches Geschäftsfeld ergänzen – und so die regionale Daseinsvorsorge stärken. Parallel schließt der „HEAG-Gründerfonds“ eine Finanzierungslücke für Jungunternehmen. 2021 wurden folgende Start-ups in den „HEAG-Gründerfonds“ aufgenommen: Connfair GmbH, Digi Sapiens – Digital Learning GmbH, Revoltech GmbH, RYNX GmbH, Translate it! GmbH und Vaya Medical GmbH. Welchen Stellenwert die Darmstädter Gründerszene für die Stadtholding hat, spiegelt sich auch im persönlichen Engagement von HEAG-Vorstand Prof. Dr. Klaus-Michael Ahrend wider. Er ist einer von zwei Geschäftsführern des Technologie- und Gründerzentrums Darmstadt HUB31 und hat in dieser Funktion erneut zur Stärkung des Darmstädter Gründer-Ökosystems beigetragen.  Es ist der HEAG ein generelles Anliegen, Existenzgründerinnen und -gründer mit Expertinnen und Experten zusammenzubringen. 2021 ist ihr dies unter anderem mit dem „HEAG-Gründercoaching“ gelungen. Das Format ermöglicht es Jungunternehmerinnen und -unternehmern, sich mit Fachleuten zu unterschiedlichen Themen auszutauschen und von deren Wissen zu profitieren. Ein weiteres Beispiel ist das Netzwerkevent „HEAG-GründerKick“ für regionale Start-ups und Branchenexpertinnen und -experten, das 2021 coronakonform als Hybridveranstaltung realisiert wurde.  HEAG nutzt Vorteile der Digitalisierung Offen für neue Wege zu sein, ist Teil der HEAG-DNA. Aus diesem Selbstverständnis heraus setzt sie regelmäßig Projekte um, die auf den digitalen Transformationsprozess in Stadt und Region einzahlen. Vergangenes Geschäftsjahr hat sie das Digitalprojekt „Darmstadt im Herzen“ zum wiederholten Male um neue Inhalte und Services ergänzt. Darunter fällt auch die Erweiterung der gleichnamigen Nachbarschafts-App. „Klimaherzen“ heißt die neue Funktion, die Anreize schafft, um das individuelle Mobilitätsverhalten nachhaltiger zu gestalten. Wer umweltfreundlich unterwegs ist und seine Wege mit öffentlichen Verkehrsmitteln, dem Rad oder zu Fuß zurücklegt, erhält pro fünf Kilogramm CO2-Einsparung ein Klimaherz. Diese können anschließend in attraktive Prämien umgewandelt werden. Zudem hat die HEAG die Möglichkeit geschaffen, die Klimaherzen für gewisse Zeit an einen von fünf Darmstädter Vereinen zu übertragen. Ein weiterer Ansporn, um auf motorisierte Fahrzeuge zu verzichten: Pro hundert Kilometer, die Nutzerinnen und Nutzer zu Fuß gehen oder mit dem Rad fahren, spendet die HEAG einen Baumsetzling für den Darmstädter Forst.  Auch engagierte sich die HEAG – gemeinsam mit weiteren stadtwirtschaftlichen Partnern – im Zukunftsprojekt „Schlaues Wasser Darmstadt – Smart City Projekte für eine integrierte Stadtentwicklung und Klimaresilienz“ der Wissenschaftsstadt Darmstadt. Seit Sommer 2021 sind die HEAG und die Unternehmen des HEAG-Konzerns zudem integrale Bestandteile des Förderprojekts „DELTA - Reallabore der Energiewende“.  Nachhaltige Entwicklung ganzheitlich im Blick Angesichts zunehmender Klimafolgen ist die nachhaltige Entwicklung der Darmstädter Stadtwirtschaft ein Kernthema der Wissenschaftsstadt Darmstadt. Um deren Verlauf transparent beurteilen und steuern zu können, ermittelt die HEAG regelmäßig zentrale Größen wie den CO2-Ausstoß, den Public Value und die Verbräuche von Wasser, Energie und Treibstoff der städtischen Beteiligungen. 2021 hat sie diese und andere Werte im zweiten Nachhaltigkeitsbericht der Darmstädter Stadtwirtschaft veröffentlicht. Dieser ist in Zusammenarbeit mit den kommunalen Unternehmen entstanden und informiert über die Berichtsjahre 2018/2019. Zudem hat sie die Wissenschaftsstadt Darmstadt 2021 bei der Ausarbeitung eines Klimaschutzkonzeptes unterstützt.  Sieht die HEAG das Potenzial auf positive Veränderungen, wird sie regelmäßig selbst aktiv, wie die Gründung von HEAG FairCup im Jahr 2020 zeigt. Ziel des Joint Ventures der HEAG und des Unternehmens FairCup ist es, mit vollständig recyclebaren und lebensmittelechten Produkten jährlich eine Million Einwegbecher in und um Darmstadt einzusparen. 2021 hat die HEAG das Portfolio um Lebensmittelboxen in verschiedenen Größen ergänzt, Rücknahmeautomaten getestet und neue Systempartner gefunden.  Im Zuge der nachhaltigen Entwicklung der städtischen Beteiligungen betrachtet die HEAG ökologische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Faktoren ganzheitlich. Dementsprechend setzt sie sich auch für ein starkes soziales Miteinander ein – sei es mit dem „HEAG-Vereinscoaching“ oder mit der „HEAG-Schulpatenschaft“. Dass sich die HEAG auch außerhalb der Darmstädter Stadtgrenze für ein verantwortungsbewusstes Unternehmertum einsetzt, hat sie mit ihrem Engagement im Lenkungskreis der „Initiative nachhaltiges Wirtschaften“ des Landes Hessen bewiesen. Ausblick 2022 Die HEAG behält ihre Aufgaben als erste Ansprechpartnerin der Wissenschaftsstadt Darmstadt für ihre Beteiligungen auch im Geschäftsjahr 2022 bei.  Der Geschäftsbericht 2021 ist unter www.heag.de/holding/geschaeftsbericht/ abrufbar und kann dort als PDF heruntergeladen werden. news-15584 Wed, 20 Jul 2022 16:59:31 +0200 Am 21. Juli übergibt die Wissenschaftsstadt Darmstadt den Messplatz der BVD daheim GmbH & Co. KG https://www.darmstadt.de/nachrichten/rss/news/am-21-juli-uebergibt-die-wissenschaftsstadt-darmstadt-den-messplatz-der-bvd-daheim-gmbh-co-kg Oberbürgermeister Jochen Partsch: „Auf der weitgehend brachliegenden Fläche wird ein grünes und nachhaltig geplantes Quartier entstehen“ / Parken auf dem Messplatz nicht mehr möglich Am Donnerstag, 21. Juli, geht der Messplatz vom städtischen Besitz in den Besitz der BVD daheim GmbH & Co. KG über. Das Tochterunternehmen der bauverein AG hatte das Grundstück bereits im Dezember 2019 von der Wissenschaftsstadt Darmstadt erworben. Die bauverein AG wird auf dem Gelände ein neues Wohnquartier mit einer Gesamtwohnfläche von rund 41.800 Quadratmetern, eine Kita und eine Parkgarage errichten. Für Gewerbeflächen sind weitere 8.000 Quadratmeter vorgesehen. „Auf der weitgehend brachliegenden Fläche wird ein grünes und nachhaltig geplantes Quartier entstehen. Mit der Erschließung dieses Areals setzen die Wissenschaftsstadt Darmstadt und die bauverein AG ihre Strategie der Nachverdichtung und Entwicklung im Innern weiter um“, so Oberbürgermeister Jochen Partsch. „Durch eine innovative Planung wird ein lebenswertes Quartier entstehen. Wichtiger Bestandteil der Planung ist ein modernes und zukunftsweisendes Mobilitätskonzept“, so Armin Niedenthal, Vorstand der bauverein AG. Auch Vorstandskollegin Sybille Wegerich betont die Bedeutung des Projekts: „Das neue Quartier ist für die wachsende Stadt sehr wichtig. Wir werden dort in hervorragender Lage einen modernen und attraktiven Lebensraum schaffen, der auch ein Wohnraumangebot für die Bezieher von niedrigen und mittleren Einkommen bietet.“ Im Zuge des Besitzerwechsels steht der Messplatz ab sofort nicht mehr als Parkfläche für Fahrzeuge zur Verfügung. Eine Beschilderung weist bereits darauf hin, dass der Platz nicht mehr befahren werden darf. Ebenfalls sind Bauzäune gestellt, die den Platz entsprechend einfassen.   news-15572 Mon, 18 Jul 2022 09:17:00 +0200 Online-Informations- und Beteiligungsveranstaltung am 20. Juli im Zusammenhang mit den vorbereitenden Untersuchungen für eine mögliche städtebauliche Entwicklungsmaßnahme in Wixhausen Ost https://www.darmstadt.de/nachrichten/rss/news/online-informations-und-beteiligungsveranstaltung-am-20-juli-im-zusammenhang-mit-den-vorbereitenden-untersuchungen-fuer-eine-moegliche-staedtebauliche-entwicklungsmassnahme-in-wixhausen-ost Oberbürgermeister Jochen Partsch: „Sollte es zu gewerblichen Entwicklungen in Wixhausen kommen, wird es nachhaltige und zukunftsfähige Strukturen geben. Rufe die Bürgerinnen und Bürger auf, ihre Ideen einzubringen“ Mit Bezug auf eine mögliche städtebauliche Entwicklungsmaßnahme in Wixhausen Ost findet am Mittwoch, 20. Juli, von 18 bis 20 Uhr eine öffentliche Informations- und Beteiligungsveranstaltung als Online-Videokonferenz statt. Die vorbereitenden Untersuchungen, mit denen im Jahr 2021 begonnen wurde, sind ein komplexes Aufgabenpaket und erstrecken sich über mehrere Jahre. Derzeit befasst sich die Wissenschaftsstadt Darmstadt mit der beauftragten Projektsteuerung, der ProjektStadt, sowie weiteren Fachleuten mit zwei wesentlichen Prozessbausteinen: der Grundlagenermittlung und der Erarbeitung von Leitplanken für eine mögliche Entwicklung.  Die Grundlagenermittlung dient insbesondere der Prüfung, inwieweit der Untersuchungsbereich Wixhausen Ost bzw. Teilflächen hiervon grundsätzlich für eine mögliche gewerbliche Entwicklung geeignet sind. Der Prozessbaustein der Leitplanken einer möglichen Entwicklung dient der Auseinandersetzung mit der Frage, wie ein Gewerbestandort an dieser Stelle aussehen könnte. „Sollte es zu gewerblichen Entwicklungen in Wixhausen kommen, wird es nachhaltige und zukunftsfähige Strukturen geben: stark durchgrünt, mit hoher Freiraumqualität, versorgt mit erneuerbaren Energien und zukunftsgerechter Digitalinfrastruktur, mit Mehrwerten für die Beschäftigten und die Anwohnerinnen und Anwohner und erschlossen mit ökologischem ÖPNV“, so Oberbürgermeister Jochen Partsch. Um an der Online-Veranstaltung teilzunehmen, wird bis Dienstag, 19. Juli, um Anmeldung unter der E-Mail-Adresse wixhausen-ost@nh-projektstadt.de gebeten. Ein Zugangslink wird im Anschluss per E-Mail zugesandt. Mit der Erarbeitung von Leitplanken für einen zukunftsfähigen, nachhaltigen Gewerbestandort haben sich die Fachämter der Wissenschaftsstadt Darmstadt sowie die Mitglieder des projektbezogenen Planungsbegleitforums bereits auseinandergesetzt. Nun sollen in einem nächsten Schritt auch die Darmstädterinnen und Darmstädter die Gelegenheit erhalten, an diesem Prozess mitzuwirken. Die Online-Beteiligung zu den Leitplanken wird ab dem 20. Juli für 10 Wochen unter www.da-bei.darmstadt.de möglich sein. „Im Namen der Wissenschaftsstadt Darmstadt möchte ich die Bürgerinnen und Bürger dazu aufrufen, die Möglichkeit, sich zu beteiligen, rege zu nutzen und ihre Ideen einzubringen“, so Partsch weiter. Weitere Informationen zu den vorbereitenden Untersuchungen im Gebiet Wixhausen Ost sind zudem auf der Projektwebsite www.darmstadt.de/wixhausen-ost abrufbar. news-15545 Thu, 07 Jul 2022 15:35:47 +0200 Bürgerevent „Wasser geht uns alle an!” am 11. Juli in der Centralstation https://www.darmstadt.de/nachrichten/rss/news/buergerevent-wasser-geht-uns-alle-an-am-11-juli-in-der-centralstation Wissenschaftsstadt Darmstadt präsentiert Smart City Initiative mit Fachvorträgen und Bürgermesse rund um „Wasser in der Stadt” / #SchlauesWasser Haben wir in unserer Stadt genug Wasser? Unter dem Motto „Schlaues Wasser” lädt die Wissenschaftsstadt Darmstadt alle Bürgerinnen und Bürger am Montag, 11. Juli 2022, von 18 bis 21 Uhr zu einem Eventabend rund um das Thema „Wasser in unserer Stadt” in und vor der Centralstation ein. Mit hochkarätigen Kurzvorträgen sowie einer Bürgermesse mit vielen Info- und Mitmach-Ständen sind alle Bürgerinnen und Bürger eingeladen, sich rund um das Thema Wasser zu informieren, ins Gespräch zu kommen, mitzumachen und mitzuhelfen: Damit Darmstadt wasserresilient wird. „Ziel der ersten Bürgerveranstaltung des ‚Schlaues Wasser Darmstadt‘-Projekts ist es, dass wir in den gemeinsamen Arbeitsprozess kommen, was unser zukünftiges Wassermanagement betrifft. In diesem ersten Schritt informieren wir deshalb umfassend zum Wasser in Darmstadt und machen die bestehenden Wasserprojekte sichtbar. Wir wollen mit einer großen Offenheit für neue, smarte Wege gemeinsam mit unseren Bürgerinnen und Bürgern ins Gespräch kommen und so die Wasserzukunft Darmstadts gestalten. Nur durch die Unterstützung unserer Bürgerschaft können wir bei einem der drängendsten Klimathemen unserer Zeit zum deutschlandweiten Vorreiter werden”, so Darmstadts Oberbürgermeister Jochen Partsch, der das Bürgerevent eröffnen wird. Die Veranstaltung gliedert sich in ein moderiertes Bürgerprogramm mit Kurzvorträgen in der Centralstation und eine Bürgermesse in und vor der Centralstation. Die Kurzvorträge orientieren sich an den drei im Rahmen des Projekts definierten Anwendungsfeldern: 1. Wasserkreisläufe im Quartier, Stadt und Umland; 2. Wasserdaten: Grundlagen und Potenziale; 3. Wasserkommunikation und -bewusstsein. Die Bürgermesse lädt als Erlebnisbereich rund um die Centralstation mit Info- und Mitmach-Ständen sowie Open Workshop-Formaten zum Dialog, Ideen entwickeln, Erleben, Ausprobieren und Feedback geben ein. Folgende Programmpunkte sind geplant: 18:00 Uhr Begrüßung und Eröffnung / OB Jochen Partsch, Wissenschaftsstadt Darmstadt 18:10 Uhr Wasser in Darmstadt smart schützen und nutzen: Das Smart City / Projekt „Schlaues Wasser Darmstadt“ / Dr. Marina Hofmann, Wissenschaftsstadt Darmstadt, Amt für Wirtschaft und Stadtentwicklung 18:30 Uhr Fachimpuls Wasserkreisläufe: Herausforderungen und Möglichkeiten / Prof. Dr. Nicole Saenger, Hochschule Darmstadt, Fachbereich Bau- und Umweltingenieurwesen 18:40 Uhr Praxisimpuls Wasserkreisläufe am Beispiel der Darmstädter Baumsensorik / Christopher Voss, Digitalstadt Darmstadt GmbH, Thomas Kosa, Eigenbetrieb für kommunale Aufgaben und Dienstleistungen 18:50 Uhr Fachimpuls Wassersensible Stadtentwicklung: Wie Daten dabei helfen können, uns an den Klimawandel anzupassen / Sebastian Lemke, e.Ray 19:00 Uhr Praxisimpuls: Wasserverbrauchsdaten transparent machen / Smartes Wasserverbrauchsmonitoring der kommunalen Liegenschaften / Marco Diekmann, entega AG 19:10 Uhr Fachimpuls: Wasserkommunikation und -bewusstsein – Herausforderungen und Möglichkeiten / Brigitte Martin, Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. 19:20 Uhr Praxisimpuls: Wasserkommunikation und -bewusstsein in der Praxis „Regionale Gewässer unter der Lupe für alle“ / Dr. Jörg Steinfeld, bioversum 19:30 - 21:00 Uhr Offener Veranstaltungsteil in und vor der Centralstation Die Bürgerveranstaltung wird filmisch, fotografisch und via Graphic Recording dokumentiert. Alle Informationen zum Programm und Ablauf finden Sie gebündelt unter www.smartwater.darmstadt.de   Der Eintritt ist frei. Hintergrund Schlaues Wasser Darmstadt – Smart City Projekte für eine integrierte Stadtentwicklung und Klimaresilienz wird im Kontext der BMI-Förderlinie „Modellprojekte Smart Cities“ und „Smart Cities made in Germany“ umgesetzt. Ziel ist, in Darmstadt mithilfe digitaler und smarter Anwendungen klimaresiliente Strukturen aufzubauen. Vor dem Hintergrund zunehmender Dürreperioden und Starkregenereignissen liegt dabei der Schwerpunkt auf dem Thema „Wasser in der Stadt“. Das Projekt verfolgt den Anspruch, ganzheitlich, kollaborativ und sozialverträglich ausgestaltet zu sein. Damit unterstützt es die integrierte Stadtentwicklung und den Netzwerkstadtcharakter Darmstadts. Kontakt Dr. Marina Hofmann Amt für Wirtschaft und Stadtentwicklung Im Carree 1, 64283 Darmstadt standort@darmstadt.de Tel. 0 61 51/13-2045