Wissenschaftsstadt Darmstadt RSS-Feed der Wissenschaftsstadt Darmstadt de_DE Wissenschaftsstadt Darmstadt Mo, 01 Mär 2021 04:05:16 +0100 Mo, 01 Mär 2021 04:05:16 +0100 TYPO3 EXT:news news-14046 Fr, 26 Feb 2021 15:30:00 +0100 Krisenstab zur Covid-19-Pandemie /nachrichten/rss/news/krisenstab-zur-covid-19-pandemie-14 Vorbereitungen auf Praxistage gehen weiter / Stadt folgt Einschätzung des Städtetags zu Öffnungsstrategien / 5 neue Fälle am Freitag / Inzidenz bei 53,8 Der Covid-19-Krisenstab der Wissenschaftsstadt Darmstadt hat sich in seiner Sitzung vom heutigen Freitag, 26. Februar, erneut mit der Entwicklung des Infektionsgeschehens sowie mit der weiteren Vorbereitung auf die sogenannten ‚Praxistage‘ im Impfzentrum an den kommenden beiden Wochenenden beschäftigt. Dort sollen jeweils am 27. und 28. Februar sowie am 6. und 7. März insgesamt 1400 Impfungen für medizinisches Personal und die ambulante Pflege durchgeführt werden. Vor besondere Herausforderungen stellt die Kolleginnen und Kollegen im Impfzentrum dabei leider die notwendige Datenpflege, da das System von Landesseite bisher nicht entsprechend angepasst worden ist. „Das macht uns durchaus Schwierigkeiten“, erklärt Oberbürgermeister Jochen Partsch. „Aber wir versuchen wie immer das Beste für die Darmstädter Bevölkerung herauszuholen und werden auch hier eine pragmatische Lösung finden.“ Um die Abläufe effektiver durchführen zu können, hat man sich entschieden, neben den Impfungen im Zentrum mit drei mobilen Teams in Wixhausen zu impfen. Es handelt sich dort aber nicht, wie in der Öffentlichkeit teilweise falsch wiedergegeben, um ein weiteres Impfzentrum.

Was das Infektionsgeschehen betrifft, so bewegen sich die Zahlen laut Gesundheitsamt weiter auf einem ähnlichen Niveau wie in den drei Wochen zuvor. Zwar ist die Zahl der Neuinfektionen in dieser Woche leicht höher als in der zurückliegenden, ein stabiler Trend nach oben lässt sich dadurch jedoch noch nicht ableiten. Insgesamt sind für die Wissenschaftsstadt Darmstadt für den heutigen Freitag 5 laborbestätigte Fälle von Covid-19 dazugekommen, so dass kumuliert nun 3985 laborbestätigte Fälle in Darmstadt registriert sind. Die Inzidenz liegt bei 53,8.

Auch in den Darmstädter Kliniken bewegen sich die Zahlen weiter auf einem ähnlichen Niveau wie in den vergangenen zwei Wochen. Die Verhältnisse sind stabil aber es gibt noch keine deutliche Entlastung im Wochenverlauf. Auf Normal- und Intensivstation befinden sich im Klinikum Darmstadt 15 (17), im Elisabethenstift 9 (3) und im Alice-Hospital 9 (0) Patientinnen und Patienten mit Covid-19. Durchaus besorgt schauen die Kliniken allerdings auf die derzeitige deutschlandweite Fallzahlentwicklung, zeigt doch die Erfahrung aus den ersten beiden Wellen, dass nach etwa zwei Wochen bis zwei Monaten nach Ansteigen der Kurve die Auswirkungen auf die Kliniken spürbar werden. Neu und gut im Vergleich etwa zum letzten Jahr ist sicher die Durchimpfung bestimmter Risikogruppen, dennoch sei man sehr vorsichtig und betrachte das Geschehen sehr aufmerksam.

Die Lage im Bereich der Altenpflege ist weiter ruhig. Insgesamt habe man dort (und in anderen Einrichtungen) seit Start der Taskforce am 30. November 2600 Schnelltests durchgeführt, die insgesamt 6 positive Ergebnisse zu Tage gefördert hätten. Für die Lage in den Schulen und Kitas begrüßen das Schul- und das Sozialdezernat die bald anstehenden Impfungen von Grundschul- und Förderschullehrerinnen und -lehrern sowie von Erzieherinnen und Erziehern. Dies sei ein positives Signal für zum Schutz der Beschäftigten in diesen wichtigen und sensiblen Bereichen.   

Um die Möglichkeiten für Öffnungen in der aktuellen Infektionssituation zu bewerten, tagte zudem das Präsidium des Deutschen Städtetags digital unter Beteiligung von OB Jochen Partsch. In der Debatte um eine Corona-Perspektive plädiert das Gremium für eine Perspektive mit abgesicherten Öffnungsschritten und der unbedingten Verhinderung eines dritten Lockdowns. Dabei müsse jeder weitere Öffnungsschritt zwingend mit einer passenden Teststrategie verbunden werden. Politische Entscheidungen zur Corona-Strategie müssten zudem nachvollziehbar sein und klar und verständlich kommuniziert werden, und: Die schrittweisen Öffnungen von Kitas und Schulen seien absolut richtig. „Dies ist auch die Position der Wissenschaftsstadt Darmstadt“, erläuterte dazu OB Partsch. „Wir brauchen eine Perspektive, wie es in den kommenden Wochen weitergeht, mit abgesicherten Öffnungsschritten. Für umfassende Öffnungen gibt es aber derzeit noch keinen Spielraum. Allerdings gibt es intensive Gespräche sowohl mit dem Einzelhandel und der Gastronomie als auch den Kulturschaffenden, wie schrittweise Öffnungen sicher organisiert werden können.“

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news-14053 Fr, 26 Feb 2021 15:28:12 +0100 Eröffnung des Wildbienen- und Eidechsenlehrpfads in Kranichstein /nachrichten/rss/news/eroeffnung-des-wildbienen-und-eidechsenlehrpfads-in-kranichstein Umweltdezernentin Akdeniz: „Lehrpfad wird Groß und Klein die vielen kleinen Wunder der Stadtnatur zugänglich machen“ Die Wissenschaftsstadt Darmstadt hat heute (26.) gemeinsam mit dem BUND Darmstadt einen Wildbienen- und Eidechsenlehrpfad in der Bertha-von-Suttner Anlage in Kranichstein eröffnet. 

„Hier im Süden von Kranichstein, auf der Freifläche der Bertha-von-Suttner Anlage in Kranichstein K6 können die Anwohnerinnen und Anwohner die artenreiche Stadtnatur bewundern – mit der Neuanlage dieses Lehrpfades werden Kinder wie auch Erwachsene noch einmal deutlich auf die vielen kleinen Wunder der Stadtnatur hingewiesen, können diese entdecken und dabei spielerisch Neues lernen“, sagte Umweltdezernentin Barbara Akdeniz bei der Eröffnung des Lehrpfades. „Die Wildblumenwiesen werden nur ein oder zwei Mal im Jahr gemäht, weshalb sie sehr artenreich sind und gerade für Insektenarten wie Wildbienen und Hummeln einen hervorragenden Lebensraum bieten“, erklärte Akdeniz. 

Die Idee des Lehrpfades für Zauneidechsen, Wildbienen und viele weitere Insekten war beim BUND Darmstadt schon lange präsent. Denn im Rahmen des städtischen Umweltdiploms für Kinder der Klassen 4 bis 6 beobachteten Kinder in den vergangenen Jahren an diesem Ort regelmäßig Eidechsen und errichteten einige geschützte Rückzugsmöglichkeiten für diese Reptilien. 

Anlass zur Umsetzung des neuen Lehrpfades war eine Projektarbeit der Studentin Vanessa Langer, die dieses Thema gemeinsam mit dem BUND Darmstadt aufnehmen wollte. Bei der Ideenentwicklung für die Umsetzung unterstützten Eidechsenexperte Gerald Schmitt und Eidechsenexpertin Brigitte Martin vom BUND. Ziel war es, einen Infopfad für alle Altersgruppen zu konzipieren, der allein oder mit der Familie begangen werden kann und zum Beobachten der Stadtnatur anregt. Schulklassen und Gruppen können verschiedene Aufgaben lösen, für die noch erweiterte Aufgabenblätter erarbeitet werden. Auch zum Darmstädter Umweltdiplom 2021 steht der Pfad zur Verfügung. Dann wird es – abhängig von der Pandemie-Lage – auch wieder möglich sein, dass Kinder unter Anleitung an neuen Biotopstrukturen mitbauen können. Je nach Wetter erwachen die Eidechsen schon ab März aus der Winterstarre; Wildbienen und Hummeln sind jetzt bei gutem Wetter ebenfalls schon zu beobachten. 

Brigitte Martin vom BUND Darmstadt: „Der BUND dankt der Bürgerstiftung Darmstadt, der Sylvia und Hubert Schneider Gedenk-Stiftung für Natur- und Tierschutz, dem pala-verlag und den Ämtern der Wissenschaftsstadt Darmstadt und Umweltdezernentin Akdeniz für die Unterstützung bei der Umsetzung des Lehrpfades. Der BUND freut sich, wenn sich weitere Firmen an den Kosten beteiligen würden und ist gespannt, wie die Angebote des Pfades genutzt werden.“

„Ich freue mich, dass wir mit dem BUND Darmstadt einen derart für Umweltbildung und Stadtnatur engagierten Partner haben und sehe weiteren gemeinsamen Aktionen und Angeboten für die Bürgerschaft mit Freude entgegen – hoffentlich auch bald im in der Orangerie geplanten Zentrum für Stadtnatur“, so Umweltdezernentin Akdeniz abschließend.
 

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news-14052 Fr, 26 Feb 2021 14:59:43 +0100 Barriere oder barrierefrei: Plattform „Mobile Menschen“ gibt Informationen /nachrichten/rss/news/barriere-oder-barrierefrei-plattform-mobile-menschen-gibt-informationen Kooperation von Wissenschaftsstadt Darmstadt und Evangelischer Hochschule / Sozialdezernentin Akdeniz: „Es geht um ungehinderte Teilhabe für alle“ Die Teilhabe von Menschen mit Behinderung an Veranstaltungen ist nicht voraussetzungslos. Behinderungserfahrungen von Personen können hierbei so vielfältig sein wie die Menschen selbst. Ist eine Veranstaltung geeignet für mich? Sind die Gegebenheiten vor Ort barrierearm oder erwarten mich dort bauliche oder strukturelle Erschwernisse? Wer ist vor Ort die Ansprechperson, wenn ich Unterstützung benötige?

„All diese und weitere Informationen können entscheidend sein, ob ein Mensch sich für oder gegen den Besuch einer Veranstaltung entscheidet. Um diese Entscheidung selbstbestimmt treffen zu können, bietet die Digitalisierung gute Möglichkeiten durch eine umfangreichere Informationskultur“, erklärt Sozialdezernentin Barbara Akdeniz.

Die Plattform „Mobile Menschen“ (www.mobilemenschen.de) stellt solche Informationen zur Verfügung. Die Open-Source-Karte lebt dabei von Menschen, die Informationen hochladen, damit diese der Allgemeinheit zur Verfügung stehen. Um für Darmstadt zusätzliche Informationen und Daten zu erheben, hat es erneut eine Kooperation zwischen Adelheid Wolf, Koordinatorin des Projekts „Digital für Alle“ (Initiative der Digitalstadt Darmstadt und der Wissenschaftsstadt Darmstadt), sowie Studierenden der Evangelischen Hochschule (Studiengang Inclusive Education / Integrative Heilpädagogik) gegeben. Von Oktober 2020 bis Dezember 2020 wurden so viele zusätzliche Informationen an rund dreißig Veranstaltungsorten in Darmstadt erhoben, die nun online auf der Plattform „Mobile Menschen“ zur Verfügung stehen.

„Zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention hat die Wissenschaftsstadt Darmstadt bereits 2016 einen Aktionsplan mit einer Reihe von Maßnahmen veröffentlicht“, erläutert Akdeniz. „Im Aktionsplan ,Auf dem Weg zur inklusiven Stadt‘ sind die Ziele formuliert, um Barrieren abzubauen. Mit der Kooperation konnte so eine weitere Maßnahme aus dem Handlungsfeld Bauen und Mobilität angestoßen werden ¬– hier geht es um die Überwindung realer Hürden, um allen Menschen die gleiche ungehinderte Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen.“

Die Studierenden haben hierfür einen umfangreichen Kriterienkatalog erstellt, Kontakt zu Veranstaltungsorten aufgenommen und in Ortsbegehungen Daten erhoben. „Dass die Veranstaltenden gerade in dieser für sie selbst so herausfordernden Zeit ein so großes Interesse an der Zusammenarbeit mit den Studierenden gezeigt haben, freut uns sehr“, so Akdeniz; „das zeigt, welch hohen Stellenwert das Ziel der Inklusion hat. Wir hoffen natürlich sehr, dass bald alle Veranstaltungsorte nach der Pandemie wieder zugänglich sind.“

Auf der Plattform „Mobile Menschen“ gibt es sowohl ausführliche Eintragungen als auch weniger umfangreiche Angaben. Prinzipiell kann jeder und jede dort eine Informationen über unterschiedlichste Orte, wie das Café nebenan, die Apotheke im eigenen Viertel oder den eigenen Laden hinterlegen, um Menschen mit Behinderungserfahrungen jene Informationen zur Verfügung zu stellen, die für eine selbstbestimmte Teilhabe von Relevanz sein können.

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news-14051 Fr, 26 Feb 2021 14:07:12 +0100 Städtische Zuschüsse für Begrünungsmaßnahmen im Sanierungsgebiet Westliche Innenstadt/Mollerstadt /nachrichten/rss/news/staedtische-zuschuesse-fuer-begruenungsmassnahmen-im-sanierungsgebiet-westliche-innenstadt-mollerstadt Planungsdezernentin Boczek: „Wichtiger Beitrag für das innerstädtische Klima, den wir nicht nur durch konkrete Finanzierungshilfen, sondern auch durch kostenlose Beratungsangebote fördern“ Hausbesitzerinnen und -besitzer im Sanierungsgebiet Westliche Innenstadt/Mollerstadt haben die Möglichkeit, bei der Wissenschaftsstadt Darmstadt Zuschüsse für Begrünungsmaßnahmen an und um Gebäude zu beantragen. 

„Die Beantragung von Zuschüssen ist beispielsweise für Begrünungsmaßnahmen von Flachdächern, Fassaden oder Grenzmauern möglich; aber auch die Entsiegelung von Flächen kann bezuschusst werden. Dazu bieten wir den Bürgerinnen und Bürgern im Sanierungsgebiet kostenfreie Beratungen durch unsere Expertinnen und Experten an“, erklärt Planungsdezernentin Dr. Barbara Boczek. „Durch die Maßnahmen wollen wir natürlich zum einen die Aufenthaltsqualität im Viertel steigern, zum anderen ist dies aber auch ein wichtiger Beitrag für das innerstädtische Klima – die Begrünungen sorgen für eine bessere Luft und können den Bereich gerade in den Sommermonate kühlen“, so Boczek weiter. 

Die Förderungen werden voraussichtlich noch bis Juni 2022 möglich sein. Konkret gefördert werden unter anderem:

•    Neuordnung von Vorzonen mit neuen, versickerungsfähigen Belägen und Begrünungen für Kfz-Stellplätze

•    Begrünung von Grenzmauern oder Rückwänden von Gebäuden auf dem Nachbargrundstück (sofern die Nachbarschaft zustimmt)

•    Flächenentsiegelung durch neue, versickerungsfähige Beläge für Kfz-Stellplätze im Hof, in Verbindung mit einer Begrünung und eventuell auch dem Einbau von E-Ladesäulen oder der Erweiterung des Angebots hochwertiger Fahrradabstellanlagen

•    Ergänzung der vorhandenen Hofbegrünung durch weitere Pflanzungen, die die Biodiversität stärken und Nahrung und Nistplätze für Insekten und Vögel bieten, eventuell auch die Umwandlung von Rasenflächen in Blühwiesen o. ä.

•    Vertikale Begrünung von Fassaden, Grenzmauern oder Brandwänden

•    Begrünung von Flachdächern der Haupt- und Nebengebäude (im Rahmen der statischen Möglichkeiten)

•    Anlage von Aufenthalts- oder Spielbereichen für die Anwohnerschaft


Im Rahmen der kostenfreien Beratungsgespräche können auch weitere förderfähige Maßnahmen erörtert werden. Dafür stehen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Sanierungsmanagements zur Verfügung. Interessierte können mit Landschaftsarchitektin Martina Fendt martina.fendt@1sp4mnh-projektstadt.abde  oder telefonisch unter 069 6069 1287 Kontakt aufnehmen. 

Weitere Informationen gibt es auf 
https://www.darmstadt.de/standort/stadtentwicklung-und-stadtplanung/stadtplanung/sanierung-soziale-stadt-stadtumbau/mollerstadt/mollerstadt-energetische-stadtsanierung 


Kurzzusammenfassung: Informationsblatt zum Förderprogramm für Begrünungsmaßnahmen in der Mollerstadt (2 Seiten, PDF-Datei, 371 KB)


Ausführliche Informationen zu den Fördervoraussetzungen und zur Antragsstellung: Förderrichtlinie zur Anreizförderung von privaten Begrünungsmaßnahmen für das Sanierungsgebiet 'Westliche Innenstadt-Mollerstadt' (16 Seiten, PDF-Datei, 1.044 KB)
 

 

 

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news-14050 Fr, 26 Feb 2021 13:25:00 +0100 Sitzung des Klimaschutzbeirats: „energielenker projects GmbH“ erhält Auftrag zur Neuaufstellung des Klimaschutzkonzepts /nachrichten/rss/news/sitzung-des-klimaschutzbeirats-energielenker-projects-gmbh-erhaelt-auftrag-zur-neuaufstellung-des-klimaschutzkonzepts OB Partsch: „Starker Partner für Aufgabe, die in Darmstadt oberste Priorität hat“ / Umweltdezernentin Akdeniz: „Praktische Maßnahmen, die sofort wirksam werden – Beispiel Photovoltaik auf städtischen Dächern“ In einer europaweiten Ausschreibung für die Neuaufstellung des Klimaschutzkonzeptes der Wissenschaftsstadt Darmstadt, deren Kriterien gemeinsam mit dem Klimaschutzbeirat entwickelt und durch die Stadtverordnetenversammlung beschlossen wurden, hat sich das Büro „energielenker projects GmbH“ aus Greven durchgesetzt; es wurde im Februar 2021 beauftragt. Das Büro ist jetzt dem Klimaschutzbeirat bei seiner Sitzung am Freitag, 26. Februar 2021, vorgestellt worden. Die Fertigstellung des neuen Klimaschutzkonzeptes ist für Frühjahr 2022 vorgesehen.

„Damit haben wir einen starken Partner, um den Klimaschutz, dem die Wissenschaftsstadt Darmstadt oberste Priorität beimisst, den aktuellen und künftigen Anforderungen anzupassen“, erklärt Oberbürgermeister Jochen Partsch. „Klimaschutz ist Menschenschutz – gerade in einer nach wie vor wachsenden Stadt und vor dem Hintergrund sich verschärfender klimatischer Bedingungen. Das Konzept, das wir jetzt erarbeiten, enthält die Bausteine, um auch den kommenden Generationen ein gesundes Leben in einer dichtbesiedelten Stadt zu ermöglichen: eine Aufgabe, der sich die ganze Stadtgesellschaft stellt.“

„Neben den strategischen Zielen geht es dabei um ganz praktische Maßnahmen, die unmittelbar wirksam werden“, erläutert Umweltdezernentin Barbara Akdeniz. „So macht der Ausbau der Solarenergienutzung auf öffentlichen Liegenschaften deutliche Fortschritte – aktuell sind bereits insgesamt 35 Photovoltaikanlagen vorhanden, bei allen Neubauvorhaben wird die Solarenergienutzung mitgeplant, dies betrifft aktuell über zwanzig Vorhaben wie den Neubau des Nordbads, Schule und Kita der Lincolnsiedlung, die Erich-Kästner-Schule oder auch den Neubau der Kita Regenbogenland.“

Auch auf städtischen Bestandsgebäuden sollen gemäß den Klimazielen der Wissenschaftsstadt Darmstadt die Potenziale zur Solarenergienutzung genutzt und dies bis 2030 umgesetzt werden. In einem ersten Schritt wurden bereits im Herbst 2020 alle Bestandsgebäude grob eingestuft und priorisiert. Aktuell werden entsprechende Gebäude-Cluster (aktuell 29 Gebäude) auf die konkreten Umsetzungsmöglichkeiten geprüft, anschließend soll zeitnah die Installation von Anlagen zur Solarenergienutzung erfolgen.

„Dies passt sehr gut zu der Beteiligung der Wissenschaftsstadt Darmstadt an der bundesweiten Städte-Challenge Photovoltaik (PV), initiiert im Rahmen des ‚Wattbewerbs‘ von ‚Fossil Free Karlsruhe‘“, betont Akdeniz. Der Wettbewerb startete mit Unterstützung von Parents for Future Germany und Fridays for Future Germany am  21. Februar. „Ziel ist es, dass schnell viele Dächer mit PV-Anlagen ausgestattet werden, um ein exponentielles Wachstum bei der Photovoltaik in den teilnehmenden Städten zu erhalten.“

Sowohl die Erarbeitung und Festlegung von Sektorenzielen als auch die Fortschreibung der Maßnahmen im Bereich des Klimaschutzes erfolgt mit der Neuaufstellung des integrierten Klimaschutzkonzeptes in Zusammenarbeit mit dem Klimaschutzbeirat. Hierfür wird im ersten Schritt in Arbeitsgruppen, die mit Mitgliedern des Klimaschutzbeirates besetzt werden, gearbeitet. Zunächst sind zwei Termine je Arbeitsgruppe zu den verschiedenen Themen geplant.

Die Beteiligung der Öffentlichkeit war bereits für April 2020 vorgesehen gewesen, aufgrund der Covid-19-Pandemie musste diese Veranstaltung zunächst verschoben werden. Gegenwärtig ist geplant, die Öffentlichkeit in zwei Veranstaltungen zu beteiligen – abhängig von der weiteren Pandemieentwicklung entweder als Präsenzveranstaltung oder als digitale Formate.

Gleichzeitig werden ab März 2021 entsprechend relevante Magistratsvorlagen – zunächst in Form von Einzelbeauftragungen –  durch das Institut Wohnen und Umwelt (IWU) hinsichtlich der Auswirkungen auf das Stadtklima und die CO2-Bilanz geprüft und im Falle von mittleren und großen Auswirkungen Optimierungs-, Alternativ- oder Kompensationsmaßnahmen erarbeitet. Diese Einzelbeauftragungen erfolgen parallel zu dem vergangenen Jahr beschlossenen Interessenbekundungsverfahren zur Prüfung aller Magistratsvorlagen (Klimavorbehalt).

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news-14049 Fr, 26 Feb 2021 13:22:47 +0100 Verleihung der Silbernen Verdienstplakette der Wissenschaftsstadt Darmstadt an Dr. med. Bernhard Lettgen durch Oberbürgermeister Partsch /nachrichten/rss/news/verleihung-der-silbernen-verdienstplakette-der-wissenschaftsstadt-darmstadt-an-dr-med-bernhard-lettgen-durch-oberbuergermeister-partsch OB Partsch: „Hat sich auf außerordentliche Weise für das Wohl und die Gesundheit der kleinsten Bürgerinnen und Bürger engagiert“ Oberbürgermeister Jochen Partsch hat am heutigen Freitag (26.) die Silberne Verdienstplakette der Wissenschaftsstadt Darmstadt, eine der höchsten Auszeichnungen, die die Stadt zu vergeben hat, an Dr. med. Bernhard Lettgen, langjähriger Leiter der Kinderkliniken, verliehen.

In seiner Laudatio hob Partsch die außerordentliche Leistung Lettgens für die medizinische Betreuung von Kindern und Jugendlichen in Darmstadt heraus: „Herr Dr. Lettgen hat sich durch seine Arbeit als Chefarzt der Kinderkliniken Prinzessin Margaret auf außerordentliche Weise für die kleinsten und kleinen Darmstädter und damit das Gemeinwohl unserer gesamten Stadtgesellschaft engagiert. Seinem hoch professionellen, zielstrebigen und unermüdlichen Einsatz haben wir es zu verdanken, dass die Kinder und Jugendlichen unserer Stadt umfassend medizinisch versorgt werden.“ 

Doch nicht nur in Darmstadt, sondern auch über die Stadtgrenzen hinweg, habe sich der hervorragende Ruf der Darmstädter Kinderkliniken unter der Leitung von Bernhard Lettgen herumgesprochen, erklärte der Oberbürgermeister. So habe Lettgen das Haus nicht nur durch den deutlichen Ausbau des Personals sowie entsprechende Weiterbildungs- und Qualifizierungsmaßnahmen, sondern auch durch den Neubau und die damit mögliche stetige Erweiterung und Weiterentwicklung der medizinischen Behandlungsmöglichkeiten als langfristigen und zukunftsfähigen Standort für die Versorgung von Kindern und Jugendlichen etabliert.

Bernhard Lettgen wurde am 19. Februar 1959 geboren. Er studierte von 1978 bis 1984 Humanmedizin in Bochum und Essen. 1984 erhielt er seine Approbation und promovierte 1986. Seine Facharztprüfung legte er 1990 ab und arbeitete ab 1991 als Oberarzt der Poliklinik für Kinder- und Jugendmedizin am Universitätsklinikum Essen. 1997 wurde er Chefarzt der Kinderklinik in Darmstadt, die in diesem Jahr zu den Kinderkliniken Prinzessin Margaret fusionierte. Dr. med. Bernhard Lettgen tritt Ende Februar 2021 – nach 24-jähriger Tätigkeit als Kinderarzt in den Kinderkliniken Prinzessin Margaret – in den Ruhestand.
 

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news-14047 Fr, 26 Feb 2021 11:36:37 +0100 Antwort auf Große Anfrage: Sozialdezernentin Akdeniz erläutert lokale Umsetzung der „Istanbul“-Konvention und Herausforderungen beim Gewaltschutz in der Corona-Pandemie /nachrichten/rss/news/antwort-auf-grosse-anfrage-sozialdezernentin-akdeniz-erlaeutert-lokale-umsetzung-der-istanbul-konvention-und-herausforderungen-beim-gewaltschutz-in-der-corona-pandemie „Werden die künftigen Schritte zum Schutz von Frauen, Mädchen und Jungen vor häuslicher und sexualisierter Gewalt unter Beteiligung der lokalen Expertinnen aus dem Netzwerk Gewaltschutz weiter vorantreiben“ In der Antwort auf eine Große Anfrage der SPD-Stadtverordnetenfraktion hat die Frauendezernentin der Wissenschaftsstadt Darmstadt, Barbara Akdeniz, erneut bekräftigt, dass das Thema „Null Toleranz gegen Gewalt an Frauen und Mädchen“ in Darmstadt oberste Priorität hat und in Umsetzung des Übereinkommen des Europarats zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt, der so genannten „Istanbul-Konvention“ (IK) strukturiert und modellhaft bearbeitet wird.

„Mit dem pro-aktiv entwickelten „Darmstädter Modell“ ist die Wissenschaftsstadt Darmstadt mit der lokalen Umsetzung der Konvention sehr gut vorangeschritten und gilt bundesweit als Best Practice“, betont Frauendezernentin Barbara Akdeniz
Sie erläutert weiter: „Wie eine Dunkelfeld-Berechnung für Darmstadt ergeben hat, erreichen die Angebote des Schutz- und Hilfesystems auch in Darmstadt den bundesweiten Schnitt von 12 Prozent der Betroffenen. Ein großes Augenmerk wird deshalb auch zukünftig darauf liegen, dass noch mehr derjenigen, die auf externe Unterstützung angewiesen sind, das Hilfesystem erreichen.“
In Darmstadt wird der Bereich Datensammlung, Statistik und Monitoring gemäß Artikel 11 IK als eine wichtige Aufgabe der neu geschaffenen Koordinierungsstelle gemäß Artikel 10 IK als Grundlage aller weiteren Maßnahmen behandelt.

„Grundlage für eine zielgerichtete Ansprache von Betroffenen ist eine gute Datenbasis. Der nächste Schritt nach der Berechnung der Dunkelfeldzahlen liegt deshalb nun in der Entwicklung eines guten Monitoring-Systems für Darmstadt. Dieses werden wir, auf der Grundlage des im Frühjahr zu erwartenden Berichtes, der von der Bundesregierung beim Deutschen Institut für Menschenrechte in Auftrag gegeben wurde, 2021 in einem Fachtag mit dem „Netzwerk Gewaltschutz - Prävention und Schutz gegen häusliche und sexualisierte Gewalt an Frauen, Mädchen und Jungen in der Wissenschaftsstadt Darmstadt und dem Landkreis Darmstadt-Dieburg“ entwickeln,“ so Akdeniz weiter. „Das Frauenbüro der Wissenschaftsstadt Darmstadt spielt hierbei eine sehr wichtige koordinierende Rolle.“

Vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie hat sich das lokale Schutz- und Unterstützungssystem im Netzwerk Gewaltschutz als tragfähig erwiesen: Im ersten Lockdown im März 2020 war die Beratungsnachfrage bei der Fachberatungsstelle des Frauenhauses zunächst deutlich verringert, stieg dann jedoch seit Ende April wieder stetig an. Ab der Jahresmitte kamen vermehrt Anfragen von Frauen, die heftige Gewalterfahrungen gemacht haben. In allen Fällen bestand die Gewalt bereits zuvor, hatte sich während des Lockdowns jedoch verstärkt. Mit dem zweiten Lockdown im November ging die Zahl der Anfragen für eine persönliche Beratung erneut zurück. Die proaktiven Meldungen durch die Polizei lagen in vergleichbarer Höhe wie in den Vorjahren. Es wurden verstärkt Wegweisungen gegen die Täter ausgesprochen. Die Anzahl der wegen häuslicher Gewalt beratenen Frauen entspricht der des Vorjahres. 

Während die Zahl der Notrufe in Bezug auf sexualisierte Gewalt im Jahr 2020 bei der pro familia auf dem Vorjahresniveau lag, stieg die Zahl der Beratungskontakte von Mädchen und Frauen, die bereits vor der Pandemie in Beratung waren, aufgrund von persönlichen Krisen um etwa 30 Prozent an. Mehrbelastungen der Familien durch Homeschooling und Homeoffice, fehlende Kontakte der Kinder zu Gleichaltrigen, die Entwicklung von Versagensängsten und Probleme bei den Umsetzungskontakten beim Betreuten Umgang führten beim Kinderschutzbund zu einer erhöhten Beratungsnachfrage. Auch Määnder beriet 2020 zu Themen Ehrgewalt, Zwangsheirat, Konflikte in der Herkunftsfamilie aufgrund unterschiedlicher Vorstellungen wie junge Frauen leben sollten.

Im Bereich der Präventionsprojekte gegen sexuelle Misshandlungen von Kindern führen Träger wie z.B. Wildwasser, pro familia und Mäander bereits seit vielen Jahren zielgerichtete Präventionsprojekte durch und bilden Multiplikatorinnen und Multiplikatoren aus. Der Städtische Sozialdienst im Jugendamt entwickelt aktuell trotz Pandemie-Bedingungen in enger Zusammenarbeit mit dem Deutschen Kinderschutzbund ein neues Projekt an Schulen für Mädchen und Jungen der Jahrgangsstufe 4 bis 6. Stadträtin Akdeniz bekräftigt: „Wir werden auf der Basis unserer umfangreichen Magistratsvorlage zur Bestandsbewertung und den Handlungsempfehlungen zur lokalen Umsetzung der Istanbul-Konvention die wichtigen künftigen Schritte zum Schutz von Frauen, Mädchen und Jungen vor häuslicher und sexualisierter Gewalt weiterhin unter Beteiligung der lokalen Expertinnen und Experten aus dem Netzwerk Gewaltschutz vorantreiben. Am 22. Februar 2021 wurde im ersten Plenum des Jahres 2021 des lokalen Netzwerks Gewaltschutz für die städtische Seite diese umfangreiche Bestandsbewertung des lokalen Hilfesystems und die Handlungsempfehlungen zur lokalen Umsetzung der "Istanbul-Konvention" präsentiert. Damit geht die Beteiligung der Expertinnen und Experten nun in die nächste Runde: Bis zum nächsten Plenum im September sollen auf der Grundlage der Ergebnisse konkrete Maßnahmen entwickelt werden, die in den 2. Gleichstellungsaktionsplan der Wissenschaftsstadt Darmstadt zur Europäischen Gleichstellungscharta einmünden werden.“

Hintergrund zur sog. Dunkelfeldberechnung

Im Rahmen der lokalen Umsetzung des Übereinkommen des Europarats zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt, die sogenannte "Istanbul-Konvention" (IK), wurde basierend auf den Erkenntnissen aus wissenschaftlichen Studien bereits im Jahr 2019 durch das Frauenbüro eine Dunkelfeldberechnung für die Wissenschaftsstadt Darmstadt als Grundlage für die weitere Umsetzung der Istanbul-Konvention erstellt:
Nach den Sonderauswertungen des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) kann davon ausgegangen werden, dass von der weiblichen Darmstädter Bevölkerung ab 16 Jahren mindestens 22 Prozent beziehungsweise 25 Prozent, und somit jede vierte bis fünfte Frau, von körperlicher und/oder sexueller Gewalt durch einen aktuellen und/oder früheren Partner, betroffen war oder ist. Dies dürften somit hochgerechnet etwa 14.944 bis 16.981 Frauen in Darmstadt, die in einer Partnerschaft leben oder lebten, betreffen. Betrachtet man Formen psychischer Gewalt durch einen aktuellen und/oder früheren Partner, könnten sogar 50 Prozent  und somit 33.963 Frauen von dieser Gewaltform betroffen sein, wobei hier auch leichtere Formen psychischer Gewalt integriert sind, die zwar nicht tolerierbar sind, möglicherweise aber weder für das Unterstützungssystem noch für die polizeiliche Intervention eine große Relevanz haben.

Zieht man nur die Daten aktueller Partnerschaften für die 16- bis 60-jährigen Frauen in Darmstadt heran und betrachtet Muster von schwerer Gewalt in Paarbeziehungen, dann wären mit 6 Prozent insgesamt 2.937 Frauen in Darmstadt von Mustern schwerer körperlicher/sexueller/psychischer Misshandlung und weitere 11 Prozent also 5.384 Frauen, von Mustern erhöhter psychischer Gewalt (ohne andere Gewaltformen) durch den aktuellen Partner betroffen. Demnach sind oder waren, je nachdem welches Maß man ansetzt 2.937 bis 8.321 Frauen von Misshandlungen durch den aktuellen Partner betroffen.
Wird akute körperliche und/oder sexuelle Partnergewalt in den letzten 12 Monaten betrachtet und mit den o.g. Daten davon ausgegangen, dass davon 3 Prozent der weiblichen Bevölkerung ab 16 Jahren betroffen ist, kann für Darmstadt hochgerechnet von 2.038 betroffenen Frauen ausgegangen werden, bei 64 Prozent davon (1.366 Frauen) könnte es sich um Betroffene von Partnergewalt mit Verletzungsfolgen handeln.

Laut BMFSFJ-Studie suchen etwa 12 Prozent der von Partnergewalt betroffenen Frauen nach dem einzigen/schlimmsten Vorfall professionelle Hilfe unterschiedlicher Art auf, das wären für Darmstadt hochgerechnet 245 Frauen, wobei hier auch über das spezialisierte Hilfesystem hinausgehende Einrichtungen angesprochen werden können. Der aktuellen FRA-Studie von 2014  nach suchen nach dem schwerwiegendsten Vorfall von Partnergewalt 3 Prozent der Betroffenen in Deutschland ein Frauenhaus auf (hochgerechnet für Darmstadt wären das 62 Frauen) und 3 Prozent eine Opfer- bzw. Frauenhilfsorganisation (hochgerechnet für Darmstadt wären das jährlich ebenfalls 62 Frauen), wobei es hier auch Überschneidungen geben kann. 

Die Bestandsbewertung und die Handlungsempfehlungen sind hier zu finden:

https://www.darmstadt.de/fileadmin/PDF-Rubriken/Gewaltschutz/Bericht_Bestandsbewertung_und_Handlungsempfehlungen_zur_IK.pdf

 

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news-14045 Do, 25 Feb 2021 15:18:04 +0100 Internationaler Frauentag am 8. März 2021 / Zahlreiche Veranstaltungen und Aktionen /nachrichten/rss/news/internationaler-frauentag-am-8-maerz-2021-zahlreiche-veranstaltungen-und-aktionen Frauendezernentin Akdeniz: „Pandemie macht Missverhältnis von gesellschaftlicher Teilhabe und Existenzsicherung zwischen Frauen und Männern deutlich“ Anlässlich des Internationalen Frauentags am 8. März 2021 wird es in der Wissenschaftsstadt Darmstadt wieder viele interessante Veranstaltungen und Aktionen geben.

Frauendezernentin Akdeniz hebt die Bedeutung des Tages besonders vor dem Hintergrund der aktuellen Lage durch die Pandemie hervor: „Corona verschärft und offenbart die grundsätzlich vorhandenen Ungleichheiten in unserer Gesellschaft. Auch das Missverhältnis von gesellschaftlicher Teilhabe und Existenzsicherung zwischen Frauen und Männern macht die Pandemie wie durch ein Brennglas sichtbar. Zum einen haben Frauen aufgrund des lange kritisierten Ehegattensplittings häufig ein geringeres Nettoeinkommen, auf dessen Basis aber das Kurzarbeitergeld berechnet wird, zum anderen werden Minijobs bei der Kurzarbeitsgeldregelung nicht einbezogen. Auch das betrifft vor allem Frauen, da sie mit 61 Prozent den deutlich größeren Anteil an allen geringfügig Beschäftigten darstellen. Auch die Situation von Home-Office und Home-Schooling stellt gerade Frauen vor besondere Herausforderungen: die letzten Monate haben gezeigt, dass sie im Vergleich zu den Männern den größeren Teil der Betreuung stemmen. Und nicht zuletzt der Blick auf die inzwischen als systemrelevant erkannten Berufe, in denen überwiegend Frauen arbeiten. Wenn wir bei all diesen Ungleichheiten nicht angemessen und entschlossen agieren, kann dies einen Rückschritt aller Errungenschaften im Hinblick auf die Gleichberechtigung der Geschlechter zur Folge haben. Deshalb ist es wichtig, dass wir gemeinsam mit den Darmstädter Arbeitsmarktakteurinnen und –akteuren der Frage nachgehen, welche gleichstellungspolitischen Antworten die derzeitige Situation erfordert.“

Für die gesamte Gleichstellungsthematik stellt sich der Lockdown als Herausforderung dar. Edda Feess, Leiterin des Darmstädter Frauenbüros, bekräftigt: „Seit mehr als 100 Jahren wird der Internationale Frauentag begangen. An diesem Kampftag engagieren sich Frauen weltweit für die Gleichberechtigung und gegen die Diskriminierung von Frauen. Diesen Kampfgeist  beweisen auch die Partnerinnen im Darmstädter Frauennetzwerk, indem sie ihre Angebote im Angesicht der Pandemie kurzfristig auf digitale Formate umgestellt haben und weiterhin nach Lösungen suchen, um den Beratungs- und Weiterbildungsbedarfen der Frauen gerecht zu werden.“ 

Das Frauenbüro der Wissenschaftsstadt Darmstadt und der Weiterbildungsträger femkom Frauenkompetenzzentrum Darmstadt widmen sich am 8. März von 16 bis 18 Uhr in der digitalen Veranstaltung „Ein Geschlechterblick – Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Erwerbsarbeit von Frauen“ und mit einem Vortrag von Dr. Katharina Wrohlich, Leiterin der Forschungsgruppe Gender Economics am DIW Berlin, der Frage, welche Auswirkungen die Corona-Pandemie auf die Erwerbsarbeit von Frauen hat. Im Anschluss an den Vortrag wird eine Diskussion folgen. Um Anmeldung zur Veranstaltung wird bis zum 28. Februar 2021 per E-Mail an mail@1sp4mfemkom.abde  gebeten. 

Viele weitere Veranstaltungen rund um den Frauentag sind beim Darmstädter Frauenbüro unter www.frauenbuero.darmstadt.de  einsehbar.
 

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news-14044 Do, 25 Feb 2021 14:10:29 +0100 Wissenschaftsstadt Darmstadt setzt sich weiter für die Seenotrettung von Geflüchteten ein und übernimmt Schiffspatenschaft /nachrichten/rss/news/wissenschaftsstadt-darmstadt-setzt-sich-weiter-fuer-die-seenotrettung-von-gefluechteten-ein-und-uebernimmt-schiffspatenschaft OB Partsch: „Tolles Signal der weltoffenen, solidarischen und hilfsbereiten Darmstädter Zivilgesellschaft, die dem Aufruf gefolgt ist“ Die Wissenschaftsstadt Darmstadt setzt ihren bisherigen Einsatz für die Seenotrettung von Geflüchteten im Mittelmeer fort und übernimmt eine Schiffspatenschaft.
Viele Darmstädterinnen und Darmstädter sind dem Aufruf der Stadt für die Unterstützung von Geflüchteten im Mittelmeer gefolgt und haben sich mit den Schutzsuchenden solidarisch und hilfsbereit gezeigt. Mit der Kampagne, die der Magistrat der Stadt beschlossen hat, wird im Rahmen einer Schiffspatenschaft die Seenotrettung im Mittelmeer unterstützt.

Oberbürgermeister Jochen Partsch zeigte sich dankbar über die Hilfsbereitschaft und Solidarität: „Darmstadt hat eine weltoffene, solidarische und hilfsbereite Zivilgesellschaft. Das Leid der Menschen auf dem Mittelmeer und an den europäischen Außengrenzen ist für viele Darmstädterinnen und Darmstädter Anlass zu handeln und Menschlichkeit zu zeigen. Dafür danke ich allen Unterstützerinnen und Unterstützern herzlich. Wir hoffen, mit der Übernahme einer Schiffspatenschaft einen Beitrag zur Rettung von in Seenot geratenen Flüchtenden auf dem Mittelmeer leisten zu können. Wir erklären uns weiterhin bereit, die Seenotrettung geflüchteter Menschen zu unterstützen und weitere Schutzsuchende in Darmstadt aufzunehmen.“

Mit den eingesammelten Spenden in Höhe von 7.030 Euro übernimmt die Wissenschaftsstadt Darmstadt die Patenschaft für das Seenotrettungsschiff „Sea-Eye 4“ über einen Zeitraum von einem Jahr im Rahmen einer Fördermitgliedschaft. Sea-Eye e.V. ist eine zivile Hilfsorganisation zur Rettung von geflüchteten und in Seenot geratenen Menschen im Mittelmeer. Das Schiff patrouilliert außerhalb der libyschen 24-Seemeilen-Zone und hält dort nach Booten in Seenot Ausschau.

Der Magistrat engagiert sich schon seit mehreren Jahren für die Rettung Geflüchteter im Mittelmeer. So hat der Magistrat etwa in seiner Sitzung vom 23. September 2020 die Unterzeichnung der Potsdamer Erklärung und dem Zutritt zum Bündnis „Städte Sicherer Häfen“ beschlossen, um Geflüchtete an den EU-Außengrenzen zu retten und zu schützen. Bereits im März 2019 war die Wissenschaftsstadt Darmstadt der Initiative „SEEBRÜCKE – Sichere Häfen“ beigetreten. Oberbürgermeister Partsch hatte seither unter anderem an Bundesinnenminister Horst Seehofer appelliert, so schnell wie möglich die zusätzliche Aufnahme von schutzbedürftigen Geflüchteten aus der Seenotrettung und den Lagern an den EU-Außengrenzen in der Bundesrepublik Deutschland zu gestatten.

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news-14043 Do, 25 Feb 2021 14:06:00 +0100 Wissenschaftsstadt Darmstadt renoviert Fenster des Feuerwehrgerätehauses in Eberstadt /nachrichten/rss/news/wissenschaftsstadt-darmstadt-renoviert-fenster-des-feuerwehrgeraetehauses-in-eberstadt OB Partsch: „Direkte Investition in die Sicherheit unserer Stadt und Zeichen der Wertschätzung für die Arbeit unserer Feuerwehren“ Die Wissenschaftsstadt Darmstadt renoviert die alten Holzfenster des Feuerwehrgerätehauses der Freiwilligen Feuerwehr in Eberstadt. Wenn alles nach Plan läuft, können diese Ende April durch neun zeitgemäße Fenster getauscht werden. Die dortigen Fenster sind in die Jahre gekommen. Gerade die Feuerwehrleute nehmen das während der Bereitschaftszeiten, bei Ausbildungsstunden und Sitzungen regelmäßig wahr.

„Die Arbeit unserer Feuerwehrfrauen und -männer ist für eine funktionierende Stadtgesellschaft von großer Bedeutung, dies zeigt sich nicht nur, aber ganz besonders in der Krise. Die Sanierung der Fenster ist daher, neben der Wertschätzung dieser wichtigen ehrenamtlichen Arbeit, aus unserer Sicht auch eine direkte Investition in die Sicherheit unserer Stadt. Und auch wenn der Austausch der Fenster zunächst nach einer eher kleinen Maßnahme klingt, hat sie eine weitere, große Wirkung: Energieersparnis und damit eine wichtige Maßnahme für den Klimaschutz. Außerdem wollen wir natürlich auch mit der Sanierung der Fenster den Feuerwehrfrauen und -männern ein angenehmeres Arbeiten ermöglichen“, sagt Oberbürgermeister Jochen Partsch.

Bereits in der vergangenen Woche wurden von Schreinerfirmen / Fensterbaufirmen vor Ort Aufmaße für die 9 Holzfenster aufgenommen. Die Fensterproduktion dauert voraussichtlich  4 Wochen und der Einbau wird zwei Wochen nach Beginn abgeschlossen sein. Eine Fertigstellung um den 16. April 2021 ist realistisch.

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news-14042 Do, 25 Feb 2021 13:22:12 +0100 Wissenschaftsstadt Darmstadt besetzt neue LSBT*IQ-Koordinationsstelle im Amt für Interkulturelles und Internationales /nachrichten/rss/news/wissenschaftsstadt-darmstadt-besetzt-neue-lsbtiq-koordinationsstelle-im-amt-fuer-interkulturelles-und-internationales Oberbürgermeister Partsch: „Vernetzung der LSBT*IQ-Community in Darmstadt ist ein wichtiger Beitrag zur Förderung von Akzeptanz und zum Abbau von Vorurteilen“ Die Wissenschaftsstadt Darmstadt hat auf Beschluss der Stadtverordnetenversammlung zum 1. Februar dieses Jahres die neu geschaffene Koordinationsstelle LSBT*IQ besetzt. LSBT*IQ steht für lesbische, schwule, bisexuelle, trans*, intergeschlechtliche und queere Menschen. Mit der Koordinationsstelle soll die Akzeptanz für LSBT*IQ in einer vielfältigen Stadtgesellschaft gestärkt, Diskriminierung abgebaut und die Vernetzung der Community vor Ort unterstützt werden.

Für Oberbürgermeister Jochen Partsch ist die Gleichberechtigung der LSBT*IQ-Community ein wichtiger Bestandteil einer toleranten und weltoffenen Stadt: „Die Koordinationsstelle LSBT*IQ ermöglicht der Wissenschaftsstadt Darmstadt die Verstetigung struktureller Unterstützung einer nach wie vor unter Diskriminierung leidenden Menschengruppe. Mit Leon J. Reinel konnten wir unsere Stelle mit einer Person besetzen, die in der Arbeit mit LSBT*IQ in Darmstadt bereits viel Erfahrung hat. Wir freuen uns daher auf die Zusammenarbeit und viele spannende Projekte in diesem für den Zusammenhalt in der Stadtgesellschaft wichtigen Themenfeld.“

Im queeren Verein vielbunt, der sich seit mehr als zehn Jahren für die Rechte von LSBT*IQ in Darmstadt einsetzt, engagierte sich Leon J. Reinel ehrenamtlich in verschiedenen Bereichen, unter anderem als Jugendvorstand. Vielbunt organisiert neben dem Christopher Street Day Darmstadt unterschiedliche Angebote für LSBT*IQ, zum Beispiel Jugendarbeit im Queeren Zentrum Darmstadt, das von der Wissenschaftsstadt Darmstadt gefördert wird.

Leon J. Reinel hat an der Evangelischen Hochschule Darmstadt Soziale Arbeit studiert und blickt seiner Tätigkeit mit Vorfreude entgegen: „Durch mein Mitwirken möchte ich einen Abbau von Vorurteilen und dadurch eine Stärkung der gesamten Stadtgesellschaft bewirken.“

Die neu eingeführte Koordinationsstelle beim Amt für Interkulturelles und Internationales ermöglicht eine zielgenaue Analyse der Bedürfnisse von LSBT*IQ in Darmstadt und dient nicht nur der Stadtverwaltung als umfassende Beratungsstelle. Mit der Anlaufstelle für alle Fragen und Anregungen zum Themengebiet LSBT*IQ wird eine direkte Verbindung zwischen Community, Politik und Gesamtgesellschaft geschaffen.

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news-14002 Fr, 12 Feb 2021 14:03:32 +0100 Wissenschaftsstadt Darmstadt weist auf geltende Verbote zum Betreten von Eisflächen auf Darmstädter Teichen und Seen hin /nachrichten/rss/news/wissenschaftsstadt-darmstadt-weist-auf-geltende-verbote-zum-betreten-von-eisflaechen-auf-darmstaedter-teichen-und-seen-hin Reißer und Akdeniz: „Es besteht akute Lebensgefahr“ Angesichts anhaltend niedriger Temperaturen unter null Grad und der damit verbundenen Bildung von Eisflächen auf Teichen und Seen im Stadtgebiet weisen Bürgermeister und Ordnungsdezernent Rafael Reißer und Grünflächendezernentin Barbara Akdeniz noch einmal auf die geltenden Verbote zum Betreten von Eisflächen hin.

„Wir appellieren nachdrücklich an die Bürgerinnen und Bürger, die Eisflächen im Stadtgebiet nicht zu betreten“, erklären Reißer und Akdeniz. „Diese sind trotz eisiger Temperaturen bei weitem nicht stabil genug, um begangen zu werden. Es besteht akute Lebensgefahr. Nehmen Sie die bestehenden Verbote bitte ernst. Sie schützen damit sich und andere!“

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news-13994 Mi, 10 Feb 2021 11:27:29 +0100 One Billion Rising 2021 /nachrichten/rss/news/one-billion-rising-2021 Wissenschaftsstadt Darmstadt beteiligt sich digital am internationalen Aktionstag / Frauendezernentin Akdeniz: „Funktionierende lokale Schutz- und Hilfestrukturen für Frauen und Mädchen sind von großer Bedeutung und kommen in Pandemie-Zeiten noch mehr zum Tragen“ Auch im Jahr 2021 beteiligt sich die Wissenschaftsstadt Darmstadt am internationalen Aktionstag ‚One Billion Rising‘ gegen geschlechtsspezifische Gewalt gegen Mädchen und Frauen: Rund um den originären Termin am 14. Februar setzt der Mädchen*arbeitskreis mit besonderen Aktionen zum Thema Gewalt gegen Mädchen und Frauen auf dessen Instagram Account (@m.a.k.darmstadt) ein Ausrufezeichen. Neben einem Begrüßungsvideo der Frauendezernentin, einem Tanzvideo und Informationsposts, gibt es zum Beispiel ein Quiz und eine Umfrage. Vom 12. bis 14. Februar sind alle Interessierten eingeladen, sich hier zu informieren und bei den Aktionen mitzumachen.

„Funktionierende lokale Schutz- und Hilfestrukturen für Frauen und Mädchen sind von großer Bedeutung und kommen in Pandemie-Zeiten noch mehr zum Tragen. Darauf möchten wir in diesem Jahr mit unserer Teilnahme am Aktionstag aufmerksam machen“, erläutert dazu Frauendezernentin Barbara Akdeniz. „In der Wissenschaftsstadt Darmstadt ist die völkerrechtliche Verpflichtung der Istanbul-Konvention in Bezug auf Schutz und Unterstützung dank des vorbildlichen Einsatzes der Fachberatungsstellen und der beteiligten Behörden auch in Pandemie-Zeiten gewährleistet. Wie eine Auswertung der Fachberatungsstellen zeigt, hat sich die Gewalt insbesondere dort, wo sie bereits vor Corona virulent war, in der Krise weiter verstärkt. Es ist beruhigend zu wissen, dass die betroffenen Frauen und Mädchen auch in diesen Zeiten dennoch verlässliche Ansprechpartnerinnen finden.“

Die Leiterin des Frauenbüros, Edda Feess, ergänzt: „Es ist gelungen, aus den gut funktionierenden lokalen Strukturen des „Netzwerkes Gewaltschutz“ heraus, überall dort nachzusteuern, wo sich organisatorisch neue Bedarfslagen ergeben haben. So zum Beispiel bei der Notaufnahme ins Frauenhaus. Es zeigt sich insbesondere in solchen Krisenzeiten, wie gut die multidisziplinäre Kooperation trägt.“

Susanne Müller, Geschäftsführerin des MAK (Mädchen*arbeitskreis) Darmstadt meint dazu: „Die Corona-Maßnahmen stellen den Alltag vieler Jugendlicher auf den Kopf: Kein oder wenig Präsenzunterricht in Schulen, keine Partys, kein Sport im Verein – die gewohnten sozialen Unterstützungssysteme brechen weg. Wir möchten deshalb mit unseren Aktionen zum 14. Februar betroffenen Mädchen Mut machen, sich Vertrauenspersonen mitzuteilen. Entweder solchen aus dem eigenen sozialen Umfeld, den Jugendhäusern oder den eigens dafür eingerichteten Fachstellen.“

Folgende Beratungsstellen unterstützen bei den verschiedenen Formen geschlechtsspezifischer Gewalt:

BERATUNG NACH HÄUSLICHER GEWALT
Hilfe in akuten Krisen, Beratung und Information, Unterstützung und Begleitung, auch für unterstützende Personen, Vermittlung zu weiteren Hilfsangeboten, Stabilisierung, Aufarbeitung und Neuorientierung

Beratungsstelle „Frauen-Räume“ (Fachberatungsstelle des Frauenhauses)
Bad Nauheimer Straße 9, 64289 Darmstadt
06151 / 375080
info@1sp4mfrauenberatung-darmstadt.abde   
www.frauenhaus-darmstadt.de  

BERATUNG NACH SEXUALISIERTER GEWALT
Krisenintervention, Beratung und Stabilisierung für Betroffene und unterstützende Personen,  psychosoziale Prozessbegleitung, Vermittlung zu Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälten, Therapeutinnen und Therapeuten

pro familia – Notruf und Beratung bei sexualisierter Gewalt
für Frauen und Mädchen sowie männliche Betroffene
Landgraf-Georg-Straße 120
64287 Darmstadt
06151 / 429420
06151 / 45511 (Notruf)
www.frauennotrufe-hessen.de

Wildwasser Darmstadt e. V. – Fachberatungsstelle gegen sexualisierte Gewalt
für Mädchen ab 12 Jahren, Frauen und unterstützende Personen
Wilhelminenstraße 19
64283 Darmstadt
06151 / 28871
info@1sp4mwildwasser-darmstadt.abde  
www.wildwasser-darmstadt.de

BERATUNG BEI ZWANGSHEIRAT UND EHRGEWALT
Beratung für Mädchen und junge volljährige Frauen zum Schutz vor Zwangsheirat und bei sogenannter Gewalt im Namen der Ehre, Unterstützung bei der weiteren Lebensplanung

Mäander – individuelle Jugendhilfe – gemeinnützige GmbH
Helfmannstraße 63a
64293 Darmstadt
06151 / 893103
maeander-darmstadt@1sp4mt-online.abde  
www.maeander-darmstadt.de  
www.maeander-zwangsheirat.de

BERATUNG BEI GEWALT AN KINDERN UND JUGENDLICHEN
Unterstützung bei sexualisierter Gewalt (Mädchen bis 12 Jahren und Jungen jeden Alters) sowie bei Gewalt und Krisen in der Familie und im sozialen Umfeld

Deutscher Kinderschutzbund – Bezirksverband Darmstadt e. V.
Holzhofallee 15
64295 Darmstadt
06151 / 36041-50
info@1sp4mkinderschutzbund-darmstadt.abde  
www.kinderschutzbund-darmstadt.de

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news-13985 Mi, 03 Feb 2021 13:50:00 +0100 Krisenstab zur Covid-19-Pandemie: 19 neue Fälle am Mittwoch /nachrichten/rss/news/krisenstab-zur-covid-19-pandemie-19-neue-faelle-am-mittwoch Inzidenz bei 78,8 / Zweite Impfrunde startet am 9. Februar mit zunächst 468 Erstimpfterminen pro Woche und 300 Zweitimpfterminen pro Tag im darmstadtium Der Covid-19-Krisenstab der Wissenschaftsstadt Darmstadt hat sich in seiner Sitzung vom heutigen Mittwoch, 3. Februar, vor allem mit der nächsten Impfrunde für die Priorisierungsgruppe 1 in den Impfzentren ab dem 9. Februar beschäftigt.

„Wir werden auch heute wieder insgesamt 750 Impfungen im Impfzentrum und mobil in Darmstadt durchführen“, erläutert dazu Oberbürgermeister Jochen Partsch. „Ab nächsten Dienstag sind dann bis zum 1. März, immer abhängig von den Lieferungen an Impfstoff durch das Land Hessen, zunächst 468 Termine für Erstimpfungen pro Woche im Impfzentrum vorgesehen. Diese Zahl wächst dann ab dem 2. März auf 618 Impftermine pro Woche im Impfzentrum vorerst bis zum 24. Mai. Zusätzlich werden vom 9. Februar bis zunächst 18. März 300 Zweitimpfungen für diejenigen Impflinge erfolgen, die ihre erste Impfdosis im Darmstädter Impfzentrum erhalten haben. Ab dem 9. Mai werden dann etwa 450 Impfungen in der Woche durch mobile Teams (also Impfungen in Pflegeheimen, Kliniken und ambulant) durchgeführt, die wochenweise auf bis zu 800 gesteigert werden sollen“, so der OB.

Wie das Gesundheitsamt mitteilt, sind für die Wissenschaftsstadt Darmstadt für den heutigen Mittwoch 19 laborbestätigte Fälle von Covid-19 dazugekommen, so dass kumuliert nun 3641 laborbestätigte Fälle in Darmstadt registriert sind. 3462 davon betrachtet das Gesundheitsamt als wieder genesen. Die Inzidenz liegt bei 78,8. Nach dem üblichen Rückgang zu Anfang der Woche steigen die Zahlen derzeit wieder leicht. Insgesamt aber ist der Trend, wie auch in Gesamthessen, weiter positiv. Aktuell geht die Inzidenz in Hessen weiter zurück und liegt aktuell bei unter 90.

Auch in den Darmstädter Kliniken ist im Vergleich zu den vergangenen Wochen ein leichter Rückgang bei den Zahlen zu beobachten, trotzdem bleibt die Situation weiter angespannt. Auf Normal- und Intensivstation befinden sich aktuell im Klinikum Darmstadt 40 (23), im Elisabethenstift 27 (4) und im Alice-Hospital 9 (0) Patientinnen und Patienten mit Covid-19.

In den Darmstädter Schulen hält der Trend zur Steigerung der Auslastung in den vergangenen Tagen und Wochen an. Lag die Anzahl der anwesenden Schülerinnen und Schüler in den Präsenzjahrgängen 1 bis 6 in der Vorwoche noch bei 34 Prozent so sind es in dieser Woche bereits 36 Prozent. Dabei schwanken die Auslastungen nach wie vor stark zwischen den einzelnen Schulen. Befinden sich derzeit nur drei Grundschulen unter einer Auslastung von 30 Prozent, liegen sechs bei mehr als 40 Prozent, eine Schule gar bei 58 Prozent. Dies sei, so das Staatliche Schulamt, durchaus eine schwierige Situation, die aber derzeit noch handelbar sei.

Bei den Pflegeheimen sind aktuell zwei Einrichtungen in Darmstadt von Covid-19-Fällen betroffen. Ebenfalls zwei Einrichtungen haben sich entschlossen, Unterstützung durch die Bundeswehr anzufordern.

Der Krisenstab kommt am kommenden Freitag, 5. Februar, um 10 Uhr zu seiner nächsten Sitzung zusammen.

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news-13972 Mi, 27 Jan 2021 13:40:00 +0100 Krisenstab zur Covid-19-Pandemie: Impfzentrum testet Impfbus / ‚Impfgegner‘ sorgen für Unruhe vor Impfzentrum /nachrichten/rss/news/krisenstab-zur-covid-19-pandemie-impfzentrum-testet-impfbus OB Partsch: „Werden die Belästigung, Bedrängung und Verunsicherung von Beschäftigen und Impflingen nicht hinnehmen!“ / Kaum Infektionsgeschehen in den Kitas / 15 neue Fälle am Mittwoch / Inzidenz bei 71,3 Der Covid-19-Krisenstab der Wissenschaftsstadt Darmstadt hat sich in seiner Sitzung vom heutigen, Mittwoch, 27. Januar, vor allem mit den weiteren Entwicklungen im und rund um das Impfzentrum beschäftigt. Mit der steigenden Anzahl an Impfungen nehmen auch die positiven Berichte aus der Bevölkerung weiter zu, wie Oberbürgermeister Jochen Partsch berichtet: „Ich bekomme weiterhin sehr viele positive Rückmeldungen zur hochprofessionellen Arbeit im Impfzentrum. Die Menschen sind dankbar und beeindruckt, auch und vor allem über den pragmatischen und unbürokratischen Umgang. Dies ist vielleicht auch eine tolle Motivation für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und spendet Kraft für ihre wichtige Arbeit in den kommenden Wochen und Monaten.“ 

Unterdessen hat das Impfzentrum damit begonnen, einen eigens dafür umgebauten Bus der HEAG mobilo als sogenannten Impfbus zu testen. Dieser soll nach Abschluss der Arbeiten über eine oder zwei Impfkabinen verfügen und eine weitere Variante für das mobile Impfen außerhalb des Impfzentrums darstellen. „Noch gibt es keine endgültige Entscheidung darüber, wie und wo der Bus dann konkret eingesetzt werden könnte“, erläutert Oberbürgermeister Jochen Partsch, „vorstellbar erscheint jedoch das Anfahren größerer Einrichtungen im Gesundheitsbereich, um zusätzlich zu unterstützen und die Abläufe weiter zu beschleunigen. Dies ist jedoch, und das ist leider das große Problem der derzeitigen Situation, nur möglich, wenn uns jetzt sehr bald größere Mengen an Impfstoff zur Verfügung stehen!“

Diesen positiven Entwicklungen gegenüber stehen leider zunehmend schlechte Erfahrungen mit sogenannten ‚Impfgegnern‘, die mittlerweile vereinzelt vor dem darmstadtium auftauchen, filmen und offenbar versuchen, Mitarbeiter und Impflinge einzuschüchtern. Noch hat die Security die Situation gemeinsam mit der Landespolizei im Griff, doch die Entwicklung macht durchaus Sorge: „Es ist uns sehr wichtig hier deutlich zu machen, dass wir eine Belästigung, Bedrängung und Verunsicherung von Beschäftigen und Impflingen nicht hinnehmen werden. Dieses Verhalten ist in höchstem Maße kontraproduktiv, unverantwortlich gegenüber der Gesundheitssituation älterer Menschen und eine Anmaßung für die enorm schwierige und belastende Situation für die Kinder, Jugendlichen und Eltern und die von massiven Schäden betroffene Wirtschaft. Diese selbsternannten Impfgegner sind, und das muss man klar sagen, die Gegner einer guten Entwicklung in dieser in höchstem Maße belastenden Pandemielage.“

Positiv ist dagegen die Nachricht, dass in den Darmstädter Kitas derzeit kein nennenswertes Infektionsgeschehen feststellbar ist. Die Auslastung bleibt in etwa gleich. Stand heute werden stadtweit in allen Einrichtungen insgesamt 3400 Kinder und damit etwa 42 Prozent betreut. In den Schulen wird für Freitag wieder mit belastbaren Zahlen gerechnet. In den Alten- und Pflegeheimen ist die Zahl der Betroffenen auch in der derzeit letzten betroffenen Einrichtung rückläufig.  

In den Darmstädter Kliniken bleibt die Situation angespannt. Auf Normal- und Intensivstation befinden sich im Klinikum Darmstadt 49 (23), im Elisabethenstift 28 (4) und im Alice-Hospital 10 (0) Patientinnen und Patienten mit Covid-19. Die scheinbar sinkende Zahl der stationären Fälle ist jedoch nicht allein ausschlaggebend, wie das Klinikum erläutert, weil es nach wie vor zahlreiche Abverlegungen in andere Versorgungsgebiete gibt. „Es gilt auch hier“, so OB Partsch, „dass wenn die Inzidenz weiter dramatisch hoch bleibt, die Bewältigung für die Gesundheitssysteme auf Dauer nicht möglich sein wird.“  

Wie das Gesundheitsamt mitteilt, sind für die Wissenschaftsstadt Darmstadt für den heutigen Mittwoch 15 laborbestätigte Fälle von Covid-19 dazugekommen, so dass kumuliert nun 3506 laborbestätigte Fälle in Darmstadt registriert sind. 3286 davon betrachtet das Gesundheitsamt als wieder genesen. Die Inzidenz liegt bei 71,3.
 

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news-13975 Mi, 27 Jan 2021 13:00:00 +0100 ENTEGA spendet an die Wissenschaftsstadt Darmstadt  /nachrichten/rss/news/entega-spendet-an-die-stadt-darmstadt ENTEGA spendet seit vielen Jahren am Jahresanfang für gemeinnützige Einrichtungen in der Region Diese gute Tradition setzt das Unternehmen in diesem Jahr fort und übergibt insgesamt 12.000 Euro an die Landkreise Darmstadt-Dieburg, Offenbach, Groß-Gerau, Bergstraße, Odenwald und an die Wissenschaftsstadt Darmstadt.

In der Wissenschaftsstadt Darmstadt erhalten zwei Projekte je 1.000 Euro. Eine Spende geht an den Nicaragua-Hilfsverein Sandino Partnerschaft, der mit dem Geld eine örtliche Initiative unterstützt, die für eine Covid 19-Klinik Sauerstoffflaschen und Schutzausrüstung für medizinisches Personal anschaffen will. Eine weitere Spende ist für den Baseball Club Darmstadt Whippets 1992 e.V, der derzeit ein inklusives Baseball-Angebot für Menschen mit geistigen und körperlichen Behinderungen aufbaut, um sie in den Trainings- und Spielbetrieb zu integrieren.

Wegen der Corona-Pandemie konnte die ENTEGA Vorstandsvorsitzende, Dr. Marie-Luise Wolff, die Spende in diesem Jahr leider nicht persönlich überbringen. „Das ist natürlich sehr schade, denn der Austausch mit den Menschen vor Ort ist mir sehr wichtig. Wir freuen uns aber, Initiativen unterstützen zu können, die sich für einen in diesen Zeiten besonders wichtigen Wert engagieren: Solidarität“, sagte Marie-Luise Wolff. „Die Spenden von ENTEGA helfen auch in diesem Jahr wieder, zwei wichtige Projekte zusätzlich zu fördern“, bedankte sich Oberbürgermeister Jochen Partsch im Namen der Spendenempfänger.  

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news-13971 Di, 26 Jan 2021 15:38:37 +0100 Städtische Veranstaltung zum Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus am 27. Januar um 11 Uhr im digitalen Format /nachrichten/rss/news/staedtische-veranstaltung-zum-tag-des-gedenkens-an-die-opfer-des-nationalsozialismus-am-27-januar-um-11-uhr-im-digitalen-format Oberbürgermeister Partsch: „Gerade in dieser Zeit, sind Erinnerung und gesellschaftliche Solidarität besonders wichtig“ Die Wissenschaftsstadt Darmstadt gedenkt am Mittwoch, 27. Januar 2021, der Opfer des Nationalsozialismus und lädt alle Darmstädterinnen und Darmstädter herzlich zu dieser Veranstaltung ein, die aufgrund der aktuellen Lage durch die Covid-19-Pandemie im digitalen Format stattfinden wird.

„Gerade in einer Zeit, in der wir uns zumindest räumlich weit voneinander entfernt haben, ist es umso wichtiger, diesen Gedenktag zu begehen und uns unserer gemeinsamen Geschichte zu erinnern, um als Gesellschaft noch näher zusammenzurücken und ein Zeichen gegen Ausgrenzung und Gewalt zu setzen“, erklärt Oberbürgermeister Jochen Partsch vorab. „Selbstverständlich ist das digitale Format der Gedenkfeier ein Novum, aber ich bin mir sicher, dass wir diesem so wichtigen Tag auch in diesem Format gerecht und der Opfer des Nationalsozialismus würdig gedenken werden. Ich lade daher alle Darmstädterinnen und Darmstädter dazu ein, diesen Tag gemeinsam mit uns zu begehen.“

Ab 11 Uhr ist folgendes Programm geplant:

Nach der musikalischen Einleitung durch Irith Gabriely und der Begrüßung durch Oberbürgermeister Jochen Partsch werden die Schülerinnen und Schüler der Lichtenbergschule und der Bertolt-Brecht-Schule ihre Vorträge zu den Themen „Fanny Azenstarck: Convoi 77“, „Ein Blick führt zu Einblick“ sowie „Jüdische Zwangsarbeiter vor Gericht Dezember 1940“ halten.

Schülerinnen und Schüler der Heinrich-Emanuel-Merck-Schule werden anschließend in einer Lesung aus „Worte für das Unsagbare – Lyrik nach dem Holocaust“ mit kurzen persönlichen Stellungnahmen vortragen.

Schließlich wird ein weiterer Beitrag von der Lichtenbergschule folgen: Die Lebensgeschichte von William Usher, ehemaliger Kantor der Jüdischen Gemeinde Darmstadt, dargestellt von einem Sohn und seiner Enkelin in Zusammenarbeit mit Schülerinnen und Schülern gegen das Vergessen für Demokratie. Nach der Präsentation können über den Chat Fragen gestellt werden. Moderatorin Fatima Haji wird unter anderem im Gespräch mit Irith Gabriely sein.

Die Veranstaltung wird von Irith Gabriely mit einem „Kaddish“ in musikalischer Form abgeschlossen.

Die Veranstaltung wird über den YouTube-Kanal der Centralstation zu verfolgen sein. Dort ist sie auch nach der Live-Übertragung bis einschließlich 28. Januar 2021 abrufbar: https://www.youtube.com/channel/UCYi4-ZvIpi7VckBz_s6ZfqQ

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news-13912 Mo, 04 Jan 2021 13:15:29 +0100 Krisenstab am 4. Januar zur Covid-19-Pandemie /nachrichten/rss/news/krisenstab-am-4-januar-zur-covid-19-pandemie Silvester überwiegend ruhig / 1422 durchgeführte Impfungen bis 4. Januar / Niedrigere Inzidenz von 64,4 auf weniger Testungen zurückzuführen, Infektionsgeschehen wohl nicht wesentlich verändert Der Covid-19-Krisenstab der Wissenschaftsstadt Darmstadt hat in seiner Sitzung vom heutigen Montag, 4. Januar, eine erste Bilanz nach den Feiertagen gezogen. So war es nach Auskünften des Ordnungsamts, der Polizei und den Klinken an Silvester überwiegend ruhig. Nur im Bereich des Luisenplatzes mussten einige wenige Platzverweise aufgrund Alkoholkonsums ausgesprochen werden. Ansonsten hielten sich die Bürgerinnen und Bürger an die bestehenden Regelungen, „und dieses umsichtige und vernünftige Verhalten der Darmstädterinnen und Darmstädter ist auch etwas, dass uns hoffnungsfroh stimmen kann“, sagte dazu Oberbürgermeister Jochen Partsch. Polizei und Ordnungsamt bestätigten derweil die sehr gute Zusammenarbeit über die Feiertage. 

Bei den Impfungen kommt die Wissenschaftsstadt Darmstadt (im Rahmen der vorhandenen Liefermengen) gut voran, nahezu alle Impfdosen der ersten Lieferung vom Land Hessen wurden bereits verabreicht. Insgesamt wurden bis zum 4. Januar in Pflegeheimen und Kliniken 1422 Impfdosen verimpft. Allerdings ist auch klar, dass der Impfstoff nur noch bis Mittwoch reicht, dann, so Oberbürgermeister Jochen Partsch, „warten wir dringend auf weitere Lieferungen des Landes, um den Schutz der Bevölkerung schnellstmöglich weiter aufzubauen!“

Aus Sicht des Gesundheitsamtes hat sich das Infektionsgeschehen im Vergleich zur Vorweihnachtszeit nicht wesentlich verändert, die deutlich geringere Zahl an durchgeführten Tests aufgrund der Feiertage weist jedoch niedrige Zahlen aus. Der Rückblick auf die abgelaufene 53. KW zeigt dies recht deutlich: Donnerstag 31.12.2020 33 Fälle, Freitag 01.01.2021 27 Fälle, Samstag 02.01.2021 7 Fälle und Sonntag 03.01.2021 10 Fälle. In der 53. KW waren es somit 112 Covid-19-Fälle. Für die kommende Woche mit der Wiederaufnahme aller Test-Kapazitäten werden wieder steigende Fallzahlen erwartet. Für den heutigen Montag sind für Darmstadt 2 neue laborbestätigte Fälle von Covid-19 dazugekommen, so dass kumuliert nun 2981 laborbestätigte Fälle in Darmstadt registriert sind. Die Inzidenz liegt bei 64,4. 

Die Darmstädter Kliniken melden für die Notdienste etwas weniger Belastung an den Feiertagen, was auf die Abwesenheit von schweren Verletzungen etwa durch Feuerwerkskörper oder körperliche Auseinandersetzungen zurückgeführt wird. Auf Normal- und Intensivstation befinden sich aktuell im Klinikum Darmstadt 65 (13), im Elisabethenstift 28 (4), im Alice-Hospital 9 (0) und in den Kinderkliniken 1 Patient auf Normalstation. 

Wie es in den Schulen nach dem Ende der Ferien am 10. Januar weitergehen wird, wird das Treffen der Ministerpräsidentenkonferenz am morgigen Dienstag zeigen, dann wird der Krisenstab dazu beraten und das weitere Vorgehen entscheiden. 

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news-13909 Mi, 30 Dez 2020 11:35:17 +0100 Krisenstab zur Covid-19-Pandemie: Böllerverbot auf allen öffentlichen Straßen und Plätzen, erweiterte Maskenpflicht /nachrichten/rss/news/krisenstab-zur-covid-19-pandemie-boellerverbot-auf-allen-oeffentlichen-strassen-und-plaetzen-erweiterte-maskenpflicht OB: „Menschenansammlungen vermeiden und Kliniken vor zusätzlichem Andrang bewahren“ / Inzidenz bei 82,6 Der Covid-19-Krisenstab der Wissenschaftsstadt Darmstadt hat in seiner Sitzung vom heutigen Mittwoch, 30. Dezember 2020, noch einmal auf die besonderen Regelungen hingewiesen, die im Hinblick auf den Jahreswechsel gelten. Dies betrifft erstens das in einer Allgemeinverfügung für alle öffentlichen Straßen und Plätze Darmstadts ausgesprochene Verbot, Feuerwerkskörper (Böller und Raketen) abzubrennen; in einer zweiten Allgemeinverfügung wurde außerdem die Pflicht, eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen, die bereits in der gesamten Innenstadt gilt, vom Silvestermorgen, 0 Uhr, bis zum Neujahrsabend, 24 Uhr, auch auf die Georg-Büchner-Anlage am Staatstheater sowie die Mathildenhöhe ausgedehnt.

„Mit diesen Regelungen wollen wir dreierlei erreichen“, betonte Oberbürgermeister Jochen Partsch. „Zum einen geht es darum, keinen Anlass zu bieten, dass größere Menschengruppen zusammenkommen – Kontakte nach Möglichkeit zu unterbinden, ist gerade jetzt von großer Bedeutung. Zum zweiten wollen wir nicht, dass Menschen aus benachbarten Kreisen, in denen Ausgangssperren herrschen, sich ermuntert fühlen könnten, an Silvester nach Darmstadt zu reisen. Zum dritten – und das ist mir ganz besonders wichtig – bergen alle Silvesteraktivitäten, zumal mit Feuerwerk, die Gefahr von Verletzungen, und wir müssen alles tun, damit die Kliniken, Notfallambulanzen und Rettungsdienst hierdurch nicht noch zusätzlich belastet werden.“

Die Darmstädter Kliniken verzeichnen bei den stationären Fallzahlen einen weiteren Anstieg.
Das Klinikum betreut 69 Covid-19-Erkrankte auf Normalstationen und 15 auf der Intensivstation; im Elisabethenstift sind es 34 (3), im Alice-Hospital acht Fälle. In den Kliniken sowie in Alten- und Pflegeheimen sind inzwischen 170 Bewohnerinnen und Bewohner sowie insgesamt 390 Mitarbeitende gegen Covid -19 geimpft worden.

Wie das Gesundheitsamt mitteilt, sind für die Wissenschaftsstadt Darmstadt seit Dienstag 25 laborbestätigte Fälle von Covid-19 dazugekommen; die Inzidenz liegt bei 82,6. Die Zahlen sind jedoch nur bedingt aussagekräftig, da gegenwärtig nicht in dem Maß getestet wird wie üblich. „Unter anderem die hohen Todeszahlen, die das RKI für Deutschland meldet, deuten darauf hin, dass die Test-Realität derzeit nicht das tatsächliche Infektionsgeschehen wiedergibt“, erklärte OB Partsch. „Aus diesem Grund müssen wir die zu unserer Sicherheit getroffenen Maßnahmen mit Ernsthaftigkeit, Strenge und Disziplin durchhalten. Das gebietet auch der Respekt und die Dankbarkeit gegenüber allen, die in den zurück liegenden Monaten und eben jetzt auch in den kommenden Tagen mit großem Einsatz und höchster Professionalität für unsere Gesundheit und unseren Zusammenhalt arbeiten. Dann wird uns auch allen ein diesmal notwendig anderer, aber wirklich guter Start in ein hoffentlich besseres neues Jahr gelingen. Lassen Sie uns besonnen und zuversichtlich bleiben.“

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news-13908 Mo, 28 Dez 2020 12:20:00 +0100 Krisenstab zur Covid-19-Pandemie: Erste Impfungen in der Altenpflege am Sonntag reibungslos gestartet /nachrichten/rss/news/krisenstab-zur-covid-19-pandemie-erste-impfungen-in-der-altenpflege-am-sonntag-reibungslos-gestartet Weitere Impfungen, auch im Klinikum, am Montag / OB Partsch: „Erste Impfdosen sind in der Tat ein Geschenk und wir tun alles, diese schnell und gerecht zu verteilen“ Der Covid-19-Krisenstab der Wissenschaftsstadt Darmstadt hat in seiner Sitzung vom heutigen Montag, 28. Dezember 2020, noch einmal Bilanz zum am Sonntag erfolgten Impfstart gezogen und den weiteren Ablauf skizziert. Demnach ist bei den ersten Impfungen am Sonntag alles nach Plan verlaufen. 

„Insgesamt konnten am Sonntag 75 Personen im Altenheim des Elisabethenstifts geimpft werden“, erläutert Oberbürgermeister Jochen Partsch. „Und wie mir berichtet wurde, haben die dort geimpften Personen das Anlaufen der Aktion in Darmstadt mit großer Erleichterung begrüßt.“ Es sei, so die Schilderung der Beteiligten, von vielen als zweites Weihnachtsgeschenk bezeichnet worden. „Ich bin froh, dass wir nun mit den Impfungen beginnen konnten, und hoffe, dass uns dies stückweise den Ausgang aus der Pandemie eröffnet. Diese ersten Impfdosen sind in der Tat ein Geschenk, und wir tun alles um sie schnell und gerecht zu verteilen.“

Heute geht es mit dem mobilen Impfteam mit weiteren Impfungen im Altenzentrum Rosenhöhe weiter. Auch das Klinikum Darmstadt hat am Montag begonnen, besonders gefährdete Mitarbeiter etwa auf den Intensivstationen zu impfen. Um 9 Uhr wurde der erste Intensivpfleger geimpft. Insgesamt sollen heute 150 Personen im Klinikum das Serum erhalten. Die Inbetriebnahme des Impfzentrums im darmstadtium wird mit der Lieferung weiterer Impfdosen für Mitte bis Ende Januar nach einem weiteren Einsatzbefehl des Landes erwartet. 

In den Darmstädter Kliniken bleibt die Situation weiter enorm angespannt, die Zahlen steigen weiter. Auf Normal- und Intensivstation befinden sich im Klinikum Darmstadt 70 (15), im Elisabethenstift 30 (5) und im Alice-Hospital 9. Die beiden in den Kinderkliniken behandelten Kinder konnten mittlerweile genesen entlassen werden. 

Wie das Gesundheitsamt mitteilt, sind für die Wissenschaftsstadt Darmstadt seit dem letzten Treffen des Krisenstabs am 23. Dezember 93 laborbestätigte Fälle von Covid-19 dazugekommen, so dass kumuliert nun 2867 laborbestätigte Fälle in Darmstadt registriert sind. Die Inzidenz liegt bei 93,8. Die Zahlen sind jedoch nur bedingt aussagekräftig, da über die Feiertage nicht in dem Maß getestet wird, wie üblich. 
Das Gesundheitsamt steht den Bürgerinnen und Bürgern nach den Weihnachtsfeiertagen auch vom 31. Dezember bis 3. Januar von 10 bis 16 Uhr mit seiner Hotline zur Verfügung.

 

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news-13906 Mi, 23 Dez 2020 16:15:02 +0100 Silvester und Neujahr 2020: Wissenschaftsstadt Darmstadt verfügt Verbot zum Abbrennen von Feuerwerkskörpern im Stadtgebiet und weitet Maskenpflicht aus /nachrichten/rss/news/silvester-und-neujahr-2020-wissenschaftsstadt-darmstadt-verfuegt-verbot-zum-abrennen-von-feuerwerkskoerpern-im-stadtgebiet-und-weitet-maskenpflicht-aus OB Partsch: „Notwendige Regelungen zum Gesundheitsschutz der Bürgerinnen und Bürger in Darmstadt und regionaler Schulterschluss mit den umliegenden Landkreisen“ Die Wissenschaftsstadt Darmstadt erlässt mit Blick auf den bevorstehenden Silvestertag am 31. Dezember und Neujahr am 1. Januar zusätzliche Regelungen zur Vermeidung weiterer Infektionen im Rahmen der Covid-19-Pandemie. Eine Allgemeinverfügung untersagt das Abbrennen von Feuerwerkskörpern im gesamten Stadtgebiet. Dadurch sollen unnötige Gruppenbildungen und Ansammlungen am Silvester- und Neujahrstag vermieden werden. Eine weitere Verfügung sieht eine Ausweitung der Maskenpflicht vor. 

„Diese Maßnahmen stellen notwendige Regelungen dar, um die Gesundheit der Darmstädter Bürgerinnen und Bürger zu schützen und die weitere Ausbreitung von Covid-19 zu verhindern“, erläutert Oberbürgermeister Jochen Partsch. „Beide Allgemeinverfügungen erfolgen in Abstimmung mit Überlegungen der Landespolizei und vollziehen einen Schulterschluss mit den umliegenden Landkreisen Darmstadt-Dieburg, Odenwaldkreis und Bergstraße, in denen aktuell Ausgangsverbote zur Eindämmung der Covid-19 Pandemie bestehen. Hier ist ein gemeinsames Vorgehen unerlässlich, da die Wissenschaftsstadt Darmstadt aufgrund geringer Inzidenzen derzeit kein Ausgangsverbot verhängen muss. Ein Böllerverbot lediglich auf einzelnen Plätzen könnte dazu führen, dass unvernünftige Menschen in den nicht vom Verbot betroffenen Bereichen dennoch Feuerwerkskörper abbrennen und damit andere gefährden. Angesichts der hohen Verletzungsgefahr durch Feuerwerkskörper dient das Verbot zudem der Vermeidung einer weiteren Belastung des Gesundheitssystems. In Kombination mit der erweiterten Maskenpflicht machen wir hier insgesamt sehr strikte Vorgaben, um die Bevölkerung gemeinsam mit der Polizei gut zu schützen. Es gilt in den nächsten Wochen dringend dem gesundheitspolitischen Imperativ zu folgen, Infektionsgefahren überall zu minimieren und die Funktionsfähigkeit unserer Gesundheitssysteme zu sichern. Hierfür sind sowohl an den Weihnachtsfeiertagen als auch an den Tagen zwischen den Jahren, an Silvester und Neujahr viele Menschen in den Kliniken, in den Arztpraxen, bei den Notdiensten, bei der Polizei und in den kommunalen Infrastrukturen für uns alle tätig. Auch aus Respekt vor deren schwerer Arbeit gilt es jetzt weiter solidarisch vernünftig zu bleiben.“

Zusätzlich zum Böllerverbot wird die ohnehin in der Innenstadt geltende Maskenpflicht zeitlich auf den Zeitraum von 0 Uhr am 31.12.2020 bis 24 Uhr am 01.01.2021 erweitert. Dazu wird für diese erweiterten Zeiten die Maskenpflicht auch für den Georg Büchner Platz und für die Mathildenhöhe angeordnet. 

„Wir erhoffen uns durch die erweiterte Maskenpflicht eine erhöhte Sicherheit vor der Übertragung von Covid-19-Viren sowie eine bessere Durchsetzbarkeit der bestehenden Kontaktbeschränkungen“, erklärt dazu Bürgermeister und Ordnungsdezernent Rafael Reißer. „Auch diese Maßnahme dient dem Gesundheitsschutz der Darmstädter Bürgerinnen und Bürger.“ 
 

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news-13904 Mi, 23 Dez 2020 15:31:36 +0100 Arheilger Mühlchen: Stadt weist Vorwurf der Untätigkeit zurück /nachrichten/rss/news/arheilger-muehlchen-stadt-weist-vorwurf-der-untaetigkeit-zurueck Bürgermeister Reißer: „Blaualgen im Sommer sind Folge des Klimawandels, nicht mangelnder Investitionen“ / Eigenbetrieb Bäder prüft Frischwasserzufuhr aus Brunnen Bürgermeister Rafael Reißer hat heute die Kritik der SPD, am Arheilger Mühlchen seien wichtige Sanierungsmaßnahmen versäumt worden, mit Nachdruck zurückgewiesen. Er bezog sich dabei auf die in den vergangenen Jahren jeweils vorzeitig beendete Badesaison wegen zu hoher Blaualgenkonzentration. „Diese lässt sich zwar“, so stellte Reißer klar, „mit einer der geringen Frischwasserzufuhr ins Arheilger Mühlchen erklären. Die Ursache sind jedoch, als Folge des Klimawandels, zwei äußerst regenarme Sommer – und  nicht etwa eine mangelnde Investitionsbereitschaft des Eigenbetriebs Bäder.“

Unabhängig davon prüfe der Eigenbetrieb Bäder derzeit, ob die Wasserverdunstung im Sommer durch die Inbetriebnahme eines Brunnens teilweise kompensiert werden kann. Dazu sind Abstimmungsgespräche mit der oberen und unteren Wasserbehörde, dem Hessischen Landesamt für Umwelt und Geologie, dem Wasserverband Schwarzbachgebiet Ried, dem Mobilitätsamt, der Feuerwehr und nicht zuletzt mit dem Förderverein des Arheilger Mühlchens erforderlich. Diese Gespräche wurden vom Eigenbetrieb Bäder bereits initiiert.

Der Vorwurf, dass der Eigenbetrieb keine Planungsmittel für eine Entschlammung vorgesehen habe, weist Reißer ebenfalls zurück. „Die Mittel sind  vorgesehen“, so der Bürgermeister. „Doch sie  werden nicht – wie von der SPD  dargestellt – im mittelfristigen Investitionsplan abgebildet, sondern sind Teil des laufenden Ergebnishaushaltes.“

Zudem wurde zur Verbesserung der Wassersituation die Umwälzanlage im Mühlchen ausgetauscht, die für eine Zirkulation des Wassers sorgt. Weitere Arbeiten wurden ebenfalls ausgeführt, so wurde in den vergangenen beiden Jahren der Spielplatz durch ein großes Klettergerüst deutlich aufgewertet, es wurde das Sonnensegel für das Kinderbecken erneuert und es wurden Sonnenliegen für die Badegäste angeschafft. Nicht zuletzt ist in diesem Jahr das komplette Funktionsgebäude neu gestrichen worden.  „Diese vielen Maßnahmen belegen“, so Reißer, „dass die Wissenschaftsstadt Darmstadt beim Mühlchen keineswegs, wie behauptet, ,nur das Nötigste‘ getan hat.“

Der Förderverein Naturbadesee Arheilger Mühlchen e.V. arbeitet mit dem Eigenbetrieb Bäder seit Jahren mit besonderer Hingabe zusammen und gestaltet die Entwicklung des Mühlchens mit. Der Verein ist der Garant dafür, dass die Badegäste des Mühlchens und ihre Bedürfnisse stets Beachtung finden. Dazu gehört auch, dass der Verein sich finanziell einbringt.

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news-13902 Mi, 23 Dez 2020 13:15:00 +0100 Krisenstab zur Covid-19-Pandemie: OB mahnt zur Kontaktreduzierung auch an Weihnachten /nachrichten/rss/news/krisenstab-zur-covid-19-pandemie-ob-mahnt-zur-kontaktreduzierung-auch-an-weihnachten „Das Virus kennt keine Feiertage und nimmt keine Rücksicht auf menschliche Bedürfnisse – feiern Sie Weihnachten im kleinsten Kreis – Sie leisten damit einen Beitrag zur Entlastung der Gesundheitsdienste und retten Leben!“ Oberbürgermeister Jochen Partsch hat sich aus der heutigen (23.) Sitzung des Krisenstabs einen Tag vor Heiligabend noch einmal an die Darmstädter Bürgerinnen und Bürger mit einem Appell zur Kontaktreduzierung auch an Weihnachten gewandt:

„Wir sind leider auch fast ein Jahr nach Ausbruch der Pandemie noch immer in einer ernsten Situation auch in Darmstadt. Das Virus kennt keine Feiertage und nimmt keine Rücksicht auf menschliche Bedürfnisse“, erläutert OB Partsch. „Wir alle verstehen den großen Wunsch nach einem normalen Weihnachtsfest im Kreise der Großfamilie. Das wird in diesem Jahr aber leider nicht möglich sein. Ich schließe mich daher mit meinem Appell dem der Bundesregierung, der Landesregierung und des Robert-Koch-Instituts an: Feiern Sie Weihnachten trotz des größeren Kontaktrahmens im kleinsten Kreis, vermeiden Sie es zu reisen und nehmen Sie Rücksicht auf Ihre Mitmenschen. Sie entlasten damit das Personal in den Kliniken und in den Pflegeheimen und Sie retten Leben! Der gesamte Krisenstab wünscht Ihnen trotz der Umstände ein besinnliches Weihnachtsfest und ruhige Feiertage. Passen Sie auf sich und Ihre Lieben auf und bleiben Sie gesund!“ 

Für das Impfzentrum gibt es seit dem gestrigen Dienstag nun den Einsatzbefehl des Landes, am kommenden Sonntag (27.) mit mobilen Impfteams erste Pflege- und Altenhilferichtungen anzusteuern, und mit dem Impfen von Bewohnerinnen und Bewohnern sowie Pflegekräften zu beginnen. Voraussichtlich stehen dafür für die erste Woche rund 800 Impfdosen zur Verfügung. Den Start in den Impfzentren erwartet man dann für etwa Mitte Januar. 

Wie das Gesundheitsamt mitteilt, sind für die Wissenschaftsstadt Darmstadt für den heutigen Mittwoch 36 laborbestätigte Fälle von Covid-19 dazugekommen, so dass kumuliert nun 2774 laborbestätigte Fälle in Darmstadt registriert sind. 2298 davon betrachtet das Gesundheitsamt als wieder genesen. Die Inzidenz liegt bei 138,2.

Auf Normal- und Intensivstation befinden sich im Klinikum Darmstadt 59 (17), im Elisabethenstift 34 (4) und im Alice-Hospital 8 (0). In der Kinderklinik befindet sich noch ein Kind auf der Intensivstation. Die Klinken bereiten sich unterdessen auf die Weihnachtstage und einen weiteren Anstieg der Patientenzahlen vor. In den vergangenen Wochen von Ausbrüchen betroffenen Pflegeheimen sind glücklicherweise weiterhin rückläufige Zahlen zu verzeichnen. 

OB Partsch hat, um die ohnehin stark belasteten Kliniken zu entlasten, unterdessen Gespräche mit dem Vorstand der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) und auch mit Gesundheitsminister Kai Klose zu den Öffnungsmöglichkeiten des Testzentrums über die Feiertage geführt. Diese haben ergeben, dass offenbar die Mehrzahl der (privaten) Labore über die Feiertage schließen und es deswegen keine Möglichkeit zur Auswertung der Tests gäbe. OB Partsch hat eindringlich darauf hingewiesen, dass die Schließung zu Mehrbelastungen in den Kliniken führe. Man versicherte daher seitens der KV, noch einmal zu prüfen, ob es evtl. reduzierte Öffnungsmöglichkeiten geben kann. 

Der Krisenstab kommt am kommenden Montag 28.12, um 10 Uhr, zu seiner nächsten Sitzung zusammen. 
 

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news-13905 Mi, 23 Dez 2020 12:00:00 +0100 Wissenschaftsstadt Darmstadt erhält Spende von 200.000 Masken der Darmstädter Unternehmer Steven Haag und Mike Jefferys /nachrichten/rss/news/wissenschaftsstadt-darmstadt-erhaelt-spende-von-200000-masken-der-darmstaedter-unternehmer-steven-haag-und-mike-jefferys OB Partsch: „Spende zeigt einmal mehr die Solidarität innerhalb der Darmstädter Stadtgesellschaft und das hohe Maß an Verantwortung der Darmstädter Unternehmen in dieser schwierigen Zeit“  
Oberbürgermeister Jochen Partsch hat am vergangenen Montag (21.) bei der Berufsfeuerwehr 200.000 zertifizierte OP-Masken von den Darmstädter Unternehmern Steven Haag und Mike Jefferys entgegengenommen. Von dort organisiert die Stadt Darmstadt die bedarfsgerechte Verteilung der Masken.

„Diese Spende zeigt einmal mehr die Solidarität innerhalb der Darmstädter Stadtgesellschaft und das hohe Maß an Verantwortung der Darmstädter Unternehmen in dieser schwierigen Zeit“, erklärt OB Partsch. „Im Namen der Darmstädter Bürgerinnen und Bürger dafür meinen herzlichen Dank!“  

Früh im Jahr 2020 haben Haag/Jefferys beschlossen, die bestehenden Kontakte der Jefferys GmbH als Corporate Fashion Hersteller zu nutzen und ein großes Kontingent zertifizierte Masken zu importieren, um dem drohenden Engpass in der Versorgung zu begegnen. Im Verlauf des Jahres konnten verschiedene Bundes- und Landesbehörden, Apotheken und Unternehmen mit den Masken versorgt werden. Zum Ende des Jahres lösen die Unternehmer mit der Übergabe der Masken an die Stadt Darmstadt ihr Lager auf.

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news-13898 Di, 22 Dez 2020 13:00:00 +0100 Covid-19-Infektionsschutz: Verwaltung der Wissenschaftsstadt Darmstadt bleibt vom 28. bis 30. Dezember geschlossen /nachrichten/rss/news/covid-19-infektionsschutz-verwaltung-der-wissenschaftsstadt-darmstadt-bleibt-vom-28-bis-30-dezember-geschlossen Notdienste und Gesundheitsamt weiter im Dienst / OB Partsch: „Wir folgen damit dem eindringlichen Appell des Bundeskanzleramts zur unbedingt notwendigen Kontaktreduzierung und halten gleichzeitig die entscheidenden Bereiche der Daseinsvorsorge für unsere Bürgerinnen und Bürger aufrecht“ Im Hinblick auf das nach wie vor starke und dynamische Covid-19-Infektionsgeschehen in der Stadt und der diesbezüglichen von Bund und Ländern beschlossenen Einschränkungen im öffentlichen Leben bleibt die Stadtverwaltung der Wissenschaftsstadt Darmstadt nach den Weihnachtsfeiertagen von Montag, 28. Dezember 2020, bis Mittwoch, 30. Dezember 2020, geschlossen. Dies betrifft auch Einrichtungen wie den Zoo Vivarium. 
Gleichzeitig bleiben entscheidende Notdienste und Ämter, wie etwa das Gesundheitsamt (zum Teil auch an den Feiertagen) im Dienst und erreichbar. Eine Übersicht dazu gibt es weiter unten.

„Um das derzeitige Infektionsgeschehen zu begrenzen, ist es dringend notwendig, alle Kontakte zu vermeiden“, erklärt Oberbürgermeister Jochen Partsch. „Dies gilt besonders im privaten Bereich aber selbstverständlich auch für den eigenen Arbeitsplatz. Die Wissenschaftsstadt Darmstadt folgt mit ihrer Entscheidung zur Schließung der Kernverwaltung vom 28. bis 30. Dezember damit dem dringenden Appell des Bundeskanzleramts an alle Arbeitgeber, zum Schutz der Mitarbeitenden nach Möglichkeit zu dieser Zeit Betriebsferien auszurufen, und leistet damit einen Beitrag zur Eindämmung des Infektionsgeschehens. Wir appellieren an alle Unternehmen in der Stadt, denen es möglich ist, dies nach Möglichkeit ähnlich zu handhaben. Gleichzeitig werden jedoch alle für die Daseinsvorsorge der Bürgerinnen und Bürger relevanten Notdienste sowie die zur Absicherung der (kritischen) Infrastruktur notwendigen Dienste aufrechterhalten. So wird etwa das Gesundheitsamt selbstverständlich auch über die Feiertage weiter mit Nachdruck daran arbeiten, das Infektionsgeschehen einzudämmen. Auch die Vorbereitungen am Impfzentrum gehen in der Zwischenzeit weiter und die 115, unsere Servicenummer, ist auch weiterhin erreichbar. Damit bieten wir den Bürgerinnen und Bürgern gerade in dieser besonderen Zeit eine telefonische Anlaufstelle, um Ihre Fragen zu stellen und ihre Anliegen zu bearbeiten.“ 

Dienstplanmäßige (eingeschränkte) (Not-) Dienste in der Wissenschaftsstadt Darmstadt: 

- Amt für Interne Dienste für die Einstellung des Personals für das Impfzentum Darmstadt und die Aufrechterhaltung der Kommunikationstechnik und der Netzwerkadministration 

- das Servicecenter 115: vom 28.12.2020 bis 30.12.2020 erreichen die Anrufenden das Darmstädter Servicecenter der Behördenrufnummer täglich von 8 bis 18 Uhr

- IDA für die Objektsicherheit

- Bürger- und Ordnungsamt insbesondere für evtl. Genehmigungsverfahren für Veranstaltungen (Demos), Entgegennahme von Wahlvorschlägen u.a. (Info besetzt)

- Standesamt für Trauungen zwischen den Jahren

- Eigenbetrieb Bäder für die Kontrolle der Bädertechnik und der Baustelle Nordbad

- Bauaufsicht zur Rufbereitschaft bei Gefahr in Verzug

- Finanzverwaltung für die Bereiche Bank- und Zahlungsverkehr sowie die Systemsteuerung

- Amt für Soziales und Prävention als Obdachlosenbehörde und für den Bereich Asyl

- Eigenbetrieb Darmstädter Werkstätten und Wohneinrichten für die Kurt-Jahn-Anlage

- Grünflächenamt für das Friedhofs- und Bestattungswesen

- die Kfz-Zulassungsbehörde zur internen Bearbeitung von Anträgen  

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news-13900 Di, 22 Dez 2020 12:30:00 +0100 Covid-19-Pandemie: Schnelltest-Task-Force zieht positive Zwischenbilanz /nachrichten/rss/news/covid-19-pandemie-schnelltest-task-force-zieht-positive-zwischenbilanz Sozialdezernentin Akdeniz: „Wichtige Unterstützung des Personals in Einrichtungen der Pflege und Behindertenhilfe und zur Sicherheit der Bewohnerinnen und Bewohner“ / Dank an DRK und Malteser Drei Wochen nach Einführung der Task Force zur POC-Schnelltestung von Menschen in Pflege-, Obdachlosen- und Behinderteneinrichtungen sowie Häusern für Geflüchtete hat Sozialdezernentin Barbara Akdeniz heute eine positive Zwischenbilanz gezogen. „Die Arbeit der Task Force“, so Akdeniz, „erweist sich als wirksame und wichtige Unterstützungen der Mitarbeitenden. Somit trägt sie dazu bei, die Auswirkungen der Covid-10-Pandemie im Blick zu haben und Infektionswege so früh wie möglich zu unterbrechen.“ In den drei Wochen wurde bei den Testungen der Task Force nur einmal Covid-19 festgestellt.

Die Teststrategie der Wissenschaftsstadt Darmstadt zielt primär darauf, die Ausbreitung des Virus in den besonders sensiblen Bereichen einzudämmen und die Sicherheit der Bewohner und Bewohnerinnen durch schnellere Identifikation von Infizierten zu erhöhen. Daneben wird die Aufrechterhaltung der Infrastruktur in den Einrichtungen durch Testung der Mitarbeitenden unterstützt. Seit 16. Dezember ist die Testung des Personals in Pflegeeinrichtungen einmal wöchentlich gesetzlich vorgeschrieben, was auch durch die überwiegende Inanspruchnahme von rund 2/3 der Tests für Mitarbeitende deutlich wird. Test-Kits stehen inzwischen in ausreichender Menge zur Verfügung.

Um in den Einrichtungen der Pflege, Behindertenhilfe, Gemeinschaftseinrichtungen für Obdachlose und Erstwohnhäusern für Geflüchtete rasch mit Tests starten zu können und vor allem die Einrichtungen zu unterstützen, die dafür (noch) kein eigenes Personal zur Verfügung haben, hat die Wissenschaftsstadt Darmstadt eine mobile Einheit, die „Task Force POC-Test“, ins Leben gerufen und 40 000 Euro Anschubfinanzierung zur Verfügung gestellt. Die Task Force nahm am 30. November ihren Dienst auf und stand seitdem an sieben Tagen je Woche von 8 bis 16 Uhr den Einrichtungen mit zwei medizinisch qualifizierten Personen mobil auf Abruf zur Verfügung. Der Malteser Hilfsdienst und das Deutsche Rote Kreuz wechseln sich dabei wochenweise ab.

„Wir freuen uns, der Stadt Darmstadt bei der Durchführung von mobilen Testungen gemeinsam mit dem DRK zur Seite zu stehen. Die Malteser helfen, wenn sie Not sehen und helfen können. Aus unserem Engagement im Covid-19-Testcenter am Flughafen Frankfurt greifen wir auf erfahrene Mitarbeitende, eingespielte Arbeits- und Organisationsstrukturen sowie auf die vorhandene Logistik von Schutzmaterialien zurück. Mit dieser Kompetenz und unserer Erfahrung bringen wir uns in die Bekämpfung der Pandemie ein und leisten unseren Betrag hin zu einer Normalisierung des gesellschaftlichen Lebens", betont Roy Kanzler, Diözesangeschäftsführer der Malteser in der Diözese Mainz.

Auch Malteser und Rotes Kreuz sehen die ersten Einsatzwochen durchweg positiv. Die Einsätze verliefen reibungslos, die Kooperation der beiden Kollegen mit dem Heimpersonal war stets gut. „Wir wurden immer sehr freundlich sowohl vom Personal als auch von den Bewohnerinnen und Bewohnern angenommen. Einsatzanfragen wurden direkt über das Rufbereitschaftshandy koordiniert und Termine für die folgenden Tage vereinbart. Meine Aufgabe in der Task Force und die Vielfalt an Bekanntschaften, die ich gemacht habe, waren sehr interessant. Ich drücke allen weiterhin die Daumen, dass die Ergebnisse negativ bleiben und wünsche viel Kraft in der heutigen Zeit“, sagt Lars Görges vom Deutschen Roten Kreuz.

Waren es in der ersten Woche zunächst 21, haben sich nunmehr 30 Dienste und Einrichtungen der Pflege (8), Behindertenhilfe (8), sowie Gemeinschaftseinrichtungen für Obdachlose (8) und Geflüchtete (6) in Darmstadt beim Amt für Soziales und Prävention registriert, um die Dienstleistung der Task Force in Anspruch zu nehmen. „Die vielen positiven Rückmeldungen der Einrichtungen und Dienste haben uns darin bestätigt, mit dieser Idee genau zum richtigen Zeitpunkt einen wichtigen Beitrag zur Entlastung der Einrichtungen geleistet zu haben“, erklärt Birgit Koss, Leiterin des Amtes für Soziales und Prävention. 


Auswertung der Inanspruchnahme nach den ersten drei Wochen:

Woche Anzahl der Tests Einrichtung Getestete Personen
1 131 Pflege 96 %
Obdachlose 4 %
Keine differenzierte
Auswertung
2 110 Pflege 33 %
Behinderte 63 % 
Obdachlose 4 %
68 % Mitarbeiter*innen
31 % Bewohner*innen
1 % Besucher*innen
3 223 Pflege 97 %
Obdachlose 3 %
64 % Mitarbeiter*innen
36 % Bewohner*innen



Die Praxis hat gezeigt, dass eine Unterstützung für Schnelltestungen an den Wochenenden nicht nachgefragt wird, so dass die Bereitschaftszeit auf Montag bis Freitag angepasst wurde. „Damit kann die Task Force POC-Test voraussichtlich bis Ende Januar 2021 im Rahmen der Anschubfinanzierung zur Verfügung stehen“, so Koss.  Aktuell werden die Impfungen im Impfzentrum Darmstadt vorbereitet und mit Priorität auch in den Pflegeeinrichtungen starten. Schnelltests werden parallel weiterhin eine wesentliche Maßnahme zum Schutz der vulnerablen Zielgruppe bleiben. 

„Ich begrüße das außerordentliche Engagement der Darmstädter Einrichtungen zur Bekämpfung der Pandemie und den verantwortungsvollen Umgang mit den ihnen anvertrauten Menschen. Ich bin überzeugt davon, dass wir es gemeinsam schaffen werden diese Situation gut zu managen und bedanke mich bei allen, die dazu beitragen“, bekräftigt Sozialdezernentin Akdeniz.
 

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news-13899 Di, 22 Dez 2020 12:00:00 +0100 Wissenschaftsstadt Darmstadt reduziert Wege und weist mit Schildern auf Schutz der bodennahen Vegetation im Stadtwald hin /nachrichten/rss/news/wissenschaftsstadt-darmstadt-reduziert-wege-und-weist-mit-schildern-auf-schutz-der-bodennahen-vegetation-im-stadtwald-hin Umweltdezernentin Akdeniz: „Verringerung des Wegenetzes hilft dem Wald: Es darf mehr Totholz verbleiben dadurch entsteht ein größerer Bereich in dem sukzessive neuer Wald entstehen kann“ Das Grünflächenamt der Wissenschaftsstadt Darmstadt hat kürzlich angefangen, einzelne Wege im Darmstädter Stadtwald zu schließen, um südlich der Heimstättensiedlung, von BAB 5 und B 3 umgrenzt, auf mehr Flächen Totholz stehen lassen zu können. Dies dient dem Wald und schützt die Waldnutzenden. Manche Wege haben in diesem Zusammenhang nun Hinweisschilder erhalten. 
 
„Lebende und abgestorbene Holz-Biomasse im Wald gewährleistet eine natürliche Humus- und Bodenbildung und erhöht die Wasserspeicherkapazität. Sowohl stehendes als auch liegendes Totholz bindet Wasser und kann damit die Ausbildung des typischen Waldinnenklimas unterstützen“, erläutert dazu Umweltdezernentin Barbara Akdeniz. „Daher ist es wichtig, nicht alles Totholz aus dem Wald zu entnehmen – es hilft dem Wald sich selber zu regenerieren. Dies steht jedoch in Konkurrenz zu dem Wald als Erholungsraum: Joggen, Radfahren, Spazierengehen – entlang der Wege ist es gefährlich das Totholz stehen zu lassen. Das Wegenetz im Stadtwald ist allerdings sehr dicht und eine Verringerung hilft dem Wald: Es darf mehr Totholz verbleiben – es entsteht ein größerer Bereich in dem sukzessive (allmählich, natürlich) ein neuer Wald entstehen kann. Jede und jeder kann dabei etwas tun, um dem Wald zu helfen“, appelliert Akdeniz an die Waldnutzenden. „Benutzen Sie die Hauptwege. Laufen Sie nicht querwaldein. Die Maßnahme der Schließung von Wegen ist schon vor der Einbringung des Leitbildes Wald in die politischen Gremien notwendig – mit dem Beschluss des Leitbildes werden noch weitere wichtige Maßnahmen greifen. Das Leitbild und die angegliederten Maßnahmen befindet sich aktuell im letzten Abstimmungsverfahren im Runden Tisch Wald.“ 

In den letzten drei Jahren (2018-2020) hat die anhaltende Dürre zur Vegetationszeit in den deutschen Wäldern zu erheblichen Schäden geführt. Laut aktueller Waldzustandserhebung (BMEL 2020) war der Kronenzustand über alle Baumarten betrachtet seit 1984 noch nie so schlecht wie jetzt. Angaben des hessischen Umweltministeriums von Anfang November hat die mittlere Kronenverlichtung aller Baumarten und Altersklassen 28 % erreicht – der höchste Wert seit 1984. Hessenweit betrachtet sind 80 % der bereits abgestorbenen Bäume Fichten. Auch bei der zweiten Hauptbaumart, der Buche, sind die Zahlen der Kronenverlichtung dramatisch. Die Schäden sind nicht gleichmäßig über Hessen verteilt, vielmehr zeigen sich regional starke Unterschiede. So weist der Frankfurter Stadtwald eine Schadquote von 97 % auf. Leider kann auch im Darmstädter Stadtwald ein sehr hoher Anteil toter Bäume beobachtet werden. 

Für unser Klima ist dies dramatisch: Wir brauchen unseren Wald als CO2-Senke. Der deutsche Wald entlastet die Atmosphäre jährlich um rund 62 Millionen Tonnen Kohlendioxid (Thünen-Institut Kohlenstoffinventur für 2017). Damit kompensiert er etwa sieben Prozent der Emissionen in Deutschland. Rund 1.200 Millionen Tonnen Kohlenstoff sind hierzulande in lebenden Bäumen gebunden – noch. Auf den ersten Blick erinnert diese Szene nicht mehr an einen Wald. Der bisherige Baumbestand ist abgestorben, einige wenige Baumindividuen trotzen der Trockenheit. 
 
Aber es ist immer noch Wald! Totholz ist wichtig für die Nährstoff- und Wasserverfügbarkeit der folgenden Waldentwicklung. Gleichzeitig ist Totholz aus Sicht des Artenschutzes von großer Bedeutung, da zahlreiche Arten darin und davon leben. Moose etwa sind Experten beim Thema Wasserhaltefähigkeit und Überlebensstrategie. Sie nehmen Wasser und Nährstoffe vor allem über ihre Oberfläche auf und sind von Luftfeuchtigkeit und Niederschlag abhängig. Innerhalb des Ökosystems Wald kommt ihnen die Bedeutung als Wasserspeicher und -filter zu. Sie bremsen den Oberflächenabfluss und binden Schadstoffe, die sie mit dem Wasser aufnehmen. Moose sind darüber hinaus der Lebensraum vieler Kleinstlebewesen.
 

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news-13897 Mo, 21 Dez 2020 13:00:32 +0100 Krisenstab zur Covid-19-Pandemie: 14 neue Fälle am Montag /nachrichten/rss/news/krisenstab-zur-covid-19-pandemie-14-neue-faelle-am-montag Aktuelle Inzidenz bei 145,1 / Lage in den Pflegeheimen stabilisiert sich leicht / Appell an Bürgerinnen und Bürger, geplante Besuche von Gottesdiensten zu überdenken und vorsichtig zu sein Aufgrund des nach wie vor sehr hohen und dynamischen Covid-19-Infektionsgeschehens appelliert die Wissenschaftsstadt Darmstadt mit Blick auf das bevorstehende Weihnachtsfest an die Bürgerinnen und Bürger einen möglicherweise geplanten Besuch eines Gottesdienstes noch einmal zu überdenken. „Ich habe großes Verständnis für das Bedürfnis nach Andacht, gerade zum Weihnachtsfest, aber die Situation ist aktuell leider so, dass Gottesdienste, vor allem in Innenräumen, das Infektionsgeschehen zusätzlich deutlich befördern können, bleiben Sie also vorsichtig“, erklärt dazu Oberbürgermeister Jochen Partsch

Wie das Gesundheitsamt mitteilt, sind für die Wissenschaftsstadt Darmstadt für den heutigen Montag 14 laborbestätigte Fälle von Covid-19 dazugekommen, so dass kumuliert nun 2722 laborbestätigte Fälle in Darmstadt registriert sind. 2.256 von diesen betrachtet das Gesundheitsamt als geheilt. Die Inzidenz liegt bei 145,1. 
Insgesamt war für die vergangene Woche weiter ein moderater Anstieg der Fallzahlen zu verzeichnen. Wie das Gesundheitsamt informiert, wird das Amt auch über die Feiertage mindestens von 10 bis 16 Uhr besetzt sein. Auch die Bundeswehr unterstützt in diesem Zeitraum weiterhin beim Betrieb der Hotline. OB Partsch wird heute ein Gespräch mit der KV führen, um noch einmal auf Öffnung des Testcenters über die Feiertage hinzuwirken. 

Die Lage in den Krankenhäusern und den Pflegeheimen bleibt enorm angespannt, jedoch ist punktuell eine leichte Stabilisierung zu beobachten. In den Heimen ist dies das Ergebnis der konsequenten Testung, Isolierung und Quarantäne, in den Krankenhäusern gehen die leicht gesunkenen Patientenzahlen dagegen auf eine kürzlich angepasste Verordnung des Landes Hessen zurück, wodurch nicht mehr ganz so viele Patienten aus den umliegenden Häusern nach Darmstadt verlegt werden. Auch im Rettungsdienst bleibt die Lage angespannt, nach wie vor ist Unterbringung von Patienten erschwert. 

Auf Normal- und Intensivstation befinden sich im Klinikum Darmstadt 57 (15), im Elisabethenstift 13 (4) und im Alice-Hospital 10 (0) Patientinnen und Patienten mit Covid-19. In den Kinderkliniken befinden sich zwei Covid-19-Patienten auf Normal- und einer auf der Intensivstation.

Im Impfzentrum gehen die Vorbereitungen weiter, um am 28. Dezember mit mobilen Impfteams erste Impfungen vornehmen zu können, sobald der Impfstoff eintrifft. 
 

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news-13892 Fr, 18 Dez 2020 09:16:06 +0100 HEAG startet digitale Plattform zur Stadtwirtschaftsstrategie /nachrichten/rss/news/heag-startet-digitale-plattform-zur-stadtwirtschaftsstrategie Auf www.stadtwirtschaftsstrategie.de steht die Expertise der Wissenschaftsstadt Darmstadt zur Verfügung – Erste deutschlandweite Plattform zum Thema Stadtwirtschaftsstrategie – Beteiligung weiterer Kommunen erwünscht Die Wissenschaftsstadt Darmstadt ist für Bürgerinnen und Bürger eine lebenswerte Stadt und für Unternehmen ein attraktiver Wissenschafts‐ und Wirtschaftsstandort. Das bestätigen Auszeichnungen wie die mehrfache Wahl zur Zukunftsstadt. Zudem entschied sie 2017 den Wettbewerb „Digitale Stadt“ für sich. Darmstadt ist agil und beliebt – und diese Popularität drückt sich ebenso in stark steigenden Einwohner‐, Studierenden‐ und Arbeitsplatzzahlen aus. Zu verdanken ist die Entwicklung auch der gut funktionierenden Stadtwirtschaft. Damit sich diese kontinuierlich und zukunftsgewandt im Sinne der Stadt weiterentwickelt, hat die Wissenschaftsstadt Darmstadt ihre Erwartungen und Ziele an ihre kommunalen Unternehmen in einer Stadtwirtschaftsstrategie zusammengefasst. Dabei hat die HEAG die Stadt unterstützt. Sie ist die Führungsgesellschaft der Beteiligungen der Wissenschaftsstadt Darmstadt. „Eine verlässliche, qualitative Daseinsvorsorge ist für die Weiterentwicklung einer Stadt unerlässlich.

Diese zu definieren ist das Ziel unserer Stadtwirtschaftsstrategie. Darmstadt verfügt über eine hervorragend aufgestellte kommunale Wirtschaft, die nahezu alle Lebensbereiche durchdringt: sei es die Wasser‐ oder Stromversorgung, der ÖPNV, das Wohnungsangebot, die medizinische Versorgung oder das kulturelle Leben. In enger Zusammenarbeit mit den Verantwortlichen der Stadt und den Beteiligungen gestaltet die HEAG die Entwicklung maßgeblich mit“, sagte Oberbürgermeister Jochen Partsch. Die HEAG als Beteiligungsmanagement hat den Erstellungsprozess der Strategie koordiniert.

„Unsere Erfahrungen zur Strategieentwicklung haben wir nun auf einer neuen digitalen Plattform unter www.stadtwirtschaftsstrategie.de veröffentlicht. Wenn politisch Verantwortliche, kommunale Unternehmen oder auch Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sich mit dem Thema Stadtwirtschaftsstrategie befassen, erhalten sie künftig unter dieser Webadresse weiterführende Informationen“, unterstrichen die HEAG-Vorstände Prof. Dr. Klaus‐Michael Ahrend und Dr. Markus Hoschek.

Entstehungsprozess einer Stadtwirtschaftsstrategie

Das neue Portal ist in drei Rubriken gegliedert: Die erste bietet einen Einblick in die Daseinsvorsorge der Wissenschaftsstadt Darmstadt und in die Herausforderungen, mit denen die Unternehmen der Stadtwirtschaft konfrontiert sind. Der zweite Bereich geht der Frage nach, wie eine Stadtwirtschaftsstrategie entsteht. Interessierte Akteure können anhand eines Vorgehensmodells nachvollziehen, wie sie eine Stadtwirtschaftsstrategie entwickeln können. Ebenso haben andere Kommunen an dieser Stelle Gelegenheit, ihre eigene Strategie zu präsentieren. „Wir wollen auf dem Portal gute Beispiele sammeln, an denen sich Kommunen bei der Formulierung eigener Strategien orientieren können. Und wir laden diese herzlich dazu ein, ihre erarbeiteten Strategien mit allen Interessenten zu teilen. Wie eine Stadtwirtschaftsstrategie soll auch die Plattform kontinuierlich weiterentwickelt und mit aktuellen Strategien und Informationen ergänzt werden“, so die HEAG‐Vorstände.

Darmstädter Stadtwirtschaftsstrategie 2025

Die dritte Rubrik beleuchtet die Darmstädter Stadtwirtschaftsstrategie 2025. Sie ist bereits die Dritte ihrer Art. Die Ursprungsversion der Strategie aus dem Jahr 2009 war die erste ihrer Art in Hessen und eine der ersten in Deutschland. Die jeweiligen Stadtwirtschaftsstrategien wurden durch einen Lenkungskreis unter der Leitung des Beteiligungsdezernenten in enger Abstimmung mit den Fachdezernenten und den Geschäftsleitungen der maßgeblichen Beteiligungen erarbeitet. Darüber hinaus waren Arbeitnehmervertretungen und Kundenbeiräte in den Prozess eingebunden. Dem Lenkungskreis gehörten zudem der Stadtkämmerer, Vertreterinnen und Vertreter der Fraktionen der Stadtverordnetenversammlung sowie der Stadtwirtschaftskoordinator an. Die HEAG wirkte während des gesamten Entstehungsprozesses mit.

Auf dem Portal erfahren Leserinnen und Leser Essentielles über den Entstehungsprozess der Darmstädter Stadtwirtschaftsstrategie: kompakt zusammengefasst, beispielhaft erläutert und mit dynamischen Grafiken illustriert. „Wir skizzieren das Leitbild der Stadtwirtschaft, anhand dessen Ziele entwickelt und weiterentwickelt wurden, und betrachten die Kernleistungen, Ziele und Erwartungen, die an die Entwicklung der unterschiedlichen Geschäftsfelder der Daseinsvorsorge gerichtet werden“, sagten die HEAG‐Vorstände.

Daseinsvorsorge als öffentliche Aufgabe „Daseinsvorsorge ist eine primär öffentliche Aufgabe, die nicht privatwirtschaftlich ausgerichtet sein sollte. Mit Blick auf andere Städte, die auf die Privatisierung kommunaler Unternehmen setzen, können wir sehen wie wichtig es ist, kommunale Eigentümerschaft beizubehalten, um der regionalen Entwicklung ein nachhaltiges, solides Fundament zu geben“, erklärte Oberbürgermeister Jochen Partsch. „Mithilfe und in der Auseinandersetzung im Zuge der Entwicklung der Stadtwirtschaftsstrategie kann es uns gelingen, Antworten auf komplexe Zukunftsfragen wie Nachhaltigkeit, Klimaschutz und Verkehrswende zu finden. Wir möchten andere Kommunen dazu einladen, sich auf den Weg zu machen und eine Stadtwirtschaftsstrategie zu formulieren.“

„Dabei soll die neue Plattform ww.stadtwirtschaftsstrategie.de unterstützen“, sagten Prof. Dr. Klaus‐Michael Ahrend und Dr. Markus Hoschek abschließend.

Alle oben genannten Informationen finden Sie auf www.stadtwirtschaftsstrategie.de

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news-13889 Do, 17 Dez 2020 18:01:57 +0100 Pilotprojekt: City-Tunnel Begrünung fertiggestellt /nachrichten/rss/news/pilotprojekt-city-tunnel-begruenung-fertiggestellt Oberbürgermeister Partsch: „Zukunftsweisendes Beispiel für die Umsetzung von Wandbegrünungen im schwierigen Umfeld“ / Umweltdezernentin Akdeniz: „Spannendes wissenschaftlich begleitetes Pilotprojekt mit luftschadstoffabsorbierenden Pflanz- und Mooselementen“ Nachdem im November die notwendigen Installationsarbeiten durchgeführt wurden, ist die vertikale Begrünung im City-Tunnel an der Tunneleinfahrt Wilhelminenstraße nun fertiggestellt worden. Die Begrünung, die sich über eine 4 mal 16 Meter große Wandfläche spannt, verfügt über ein automatisches Bewässerungs- sowie ein energiesparendes LED-Beleuchtungssystem und ist ein Pilotprojekt für innovative, vertikale Begrünungen. 

„Wir wollen mit der City-Tunnel Begrünung zeigen, dass auch an besonderen oder extremen Standorten wie einem stark frequentierten Tunnel vertikale Begrünungsmaßnahmen möglich sind. Zudem wird die Begrünung Verkehrslärm reduzieren. Weiterhin bleibt unser vordringliches Ziel die Verkehrswende weg vom motorisierten Individualverkehr hin zum Umweltverbund – also zu Fuß, mit dem Rad oder ÖPNV – zu vollziehen. Ich bin sehr gespannt auf die Rückmeldungen aus der Bevölkerung auf diese außergewöhnliche, modellhafte Begrünung“, so Oberbürgermeister Jochen Partsch.

Neben dem Pilotcharakter für innovative Begrünungssysteme soll die City-Tunnel-Begrünung auch einen Nutzen für die Luftreinhaltung haben. Diese Wirkung wird im Rahmen einer längerfristig angelegten wissenschaftlichen Begleitung durch die Technische Universität Darmstadt untersucht, hierfür werden nach der Anwuchsphase voraussichtlich im Februar mehrere Messgeräte an der Begrünung installiert.

„Es wurden verschiedene luftschadstoffabsorbierende Pflanz- und Mooselemente mit Titandioxid beschichteten Platten kombiniert, um die Feinstaub- und Stickoxidbelastung im Citytunnel zu vermindern. Im Rahmen des Pilotprojektes soll zunächst wissenschaftlich begleitet festgestellt werden, welchen Beitrag diese spezielle Form der Begrünung zur Luftreinhaltung leisten kann, zudem wird die Begrünung und ein zukunftsweisendes Beispiel für die Umsetzung von Wandbegrünungen in schwierigen Umfeldern sein“, so Umweltdezernentin Babara Akdeniz
 

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