Wissenschaftsstadt Darmstadt RSS-Feed der Wissenschaftsstadt Darmstadt de_DE Wissenschaftsstadt Darmstadt So, 05 Apr 2020 23:12:26 +0200 So, 05 Apr 2020 23:12:26 +0200 TYPO3 EXT:news news-13128 Fr, 03 Apr 2020 14:30:37 +0200 Brief von OB Partsch an die Darmstädter Bürgerinnen und Bürger /nachrichten/rss/news/brief-von-ob-partsch-an-die-darmstaedter-buergerinnen-und-buerger Dringender Appell zur Einhaltung der Kontaktbeschränkungen auch am kommenden Wochenende Liebe Darmstädterinnen und Darmstädter,

die Entwicklung der Corona-Epidemie stellt unsere Gesellschaft und auch unsere Stadt vor sehr große Herausforderungen. Unser bisheriger Alltag, unser Zusammenleben wurde und wird durch das Auftreten des Corona-Virus komplett verändert. Was noch vor wenigen Tagen undenkbar schien, ist nun Realität – und wir stehen immer noch am Anfang der Pandemie, wie das Robert-Koch-Institut heute nochmals erklärt. 

Wir werden diese Krise bestmöglich besonnen und zuversichtlich bewältigen – und dabei frei und solidarisch handeln. Zur Freiheit und Solidarität gehören aber auch Verantwortung und Disziplin. Allen, die sich dafür einsetzen, gilt unser großer Respekt und Dank: in den Familien, in Gesundheitsorganisationen, Sozial- und Rettungsdiensten, Verwaltungen, Geschäften und Betrieben – und in den vielen freiwilligen und nachbarschaftlichen Initiativen unserer Stadt. 

Die seit einigen Tagen geltenden Beschränkungen des öffentlichen Lebens treffen uns alle und schränken unsere gewohnten Freiheiten ein. Diese Einschränkungen wirken im nun beginnenden Frühjahr zusammen mit guten Wetterprognosen und der aufblühenden Natur umso schwerer. Viele von Ihnen zieht es hinaus in die Natur.

Viele Mitbürgerinnen und Mitbürger nutzen die Parks und Grünanlagen verantwortungsvoll und halten die momentanen besonderen Abstandsregelungen ein. Daher hat der Magistrat bisher die städtischen Parks und Grünanlagen für Sie offen gehalten.

Das bevorstehende Wochenende wird den Vorhersagen nach frühlingshafte Temperaturen und Sonnenschein mitbringen. Daher appelliere ich an Sie und fordere Sie zu einem verantwortungsvollen Verhalten in Parks, Grünanlagen, Wald und Feld auf. Beachten Sie unbedingt die Abstandsregeln und das Kontaktverbot. Zuwiderhandlungen werden mit Bußgeldern konsequent geahndet.

Ich hoffe auf Ihre Einsicht. Andernfalls wären wir auf Grund des Fehlverhaltens Einzelner gezwungen, Parks und Grünanlagen etc. zu sperren. Die getroffenen Maßnahmen wirken schon heute. Wir wissen aber auch: sie werden noch eine Zeit lang wirken müssen! Es kommt auf uns alle an!

Bitte leisten Sie Ihren Anteil an der Unterbrechung der Infektionsketten, der Eindämmung der Verbreitungsgeschwindigkeit des Virus, zur Sicherung der Leistungskraft unseres Gesundheits-systems, für unser aller Gesundheit. Seien Sie sich Ihrer Verantwortung auch gegenüber Ihren Mitmenschen bewusst.

Wir werden das meistern.

Herzlich!
Ihr
Jochen Partsch
Oberbürgermeister der Wissenschaftsstadt Darmstadt

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news-13127 Fr, 03 Apr 2020 14:15:13 +0200 OB Partsch appelliert an Darmstädterinnen und Darmstädter zur Einhaltung des Kontaktverbots am Wochenende /nachrichten/rss/news/ob-partsch-appelliert-an-darmstaedterinnen-und-darmstaedter-zur-einhaltung-des-kontaktverbots-am-wochenende „Trotz schönem Wetter: Halten Sie sich unbedingt an die geltenden Regelungen – dies schützt Sie und Ihre Mitbürger und hilft weiter die Pandemie einzudämmen“ / Kommunalpolizei kontrolliert / Ordnungsdezernent Reißer: „Werden konsequent vorgehen“ Mit Blick auf die guten Wetteraussichten am kommenden Wochenende (4.-5. März) appelliert Oberbürgermeister Jochen Partsch noch einmal ausdrücklich an die Bürgerinnen und Bürger in Darmstadt, sich an die nach wie vor geltenden Kontaktverbote zu halten, um die Ausbreitung der Lungenkrankheit Covid-19 weiter zu verlangsamen. 

„Wir befinden uns nach wie vor mitten in einem dynamischen Pandemiegeschehen mit steigenden Infiziertenzahlen in Europa, Deutschland und Darmstadt und müssen die schnelle Ausbreitung der Lungenkrankheit Covid-19 weiter mit allen uns zur Verfügung stehenden Mitteln verlangsamen“, erklärt Oberbürgermeister Jochen Partsch. „Dazu zählt im Moment vor allem die Aufrechterhaltung der bestehenden Kontaktverbote. Daher richte ich mit Blick auf die frühlingshaften Temperaturen am Wochenende noch einmal einen dringenden Appell an die Bürgerinnen und Bürger in Darmstadt, sich an die Beschränkungen zu halten. Wir verstehen, dass Sie das gute Wetter genießen möchten und das können Sie selbstverständlich auch tun, aber bitte im Rahmen der geltenden Regeln.“ 

Die Einhaltung der bestehenden Kontaktverbote wird durch die Kommunalpolizei kontrolliert. 
Bürgermeister und Ordnungsdezernent Rafael Reißer weißt in diesem Zusammenhang noch einmal auf die konsequente Ahndung hin: „Wir werden die Einhaltung der Kontaktverbote am Wochenende überprüfen, dabei konsequent vorgehen und bei Verstößen entsprechend des vom Land Hessen erlassenen Bußgeldkatalogs auch ahnden. Wir bitten daher bereits im Vorfeld alle Darmstädter Bürgerinnen und Bürger um Kooperation.“  

Der Bußgeldkatalog des Landes auf Basis des Infektionsschutzgesetzes sieht folgende Strafen bei Verstößen gegen das geltende Kontaktverbot vor:

Regelsatz von 200 Euro
- Zusammenkünfte und Ansammlungen in der Öffentlichkeit von mehr als zwei Personen (Ausnahme: Familien oder häusliche Gemeinschaft), pro Teilnehmer
- Teilnahme an einer Zusammenkunft oder Wahrnehmung von touristischen und kulturellen Angeboten jeglicher Art und sonstige Sportangebote
- Nichtbeachtung der Vorgaben zu Hygienemaßnahmen (zum Beispiel in Krankenhäusern oder Pflegeeinrichtungen) oder das unerlaubte Betreten solcher Einrichtungen durch Besucher

Regelsatz von 500 Euro
- Verstoß gegen die Quarantäneanordnung bei Reiserückkehrern aus Risikogebieten
- Regelsatz von 200 bis 1.000 Euro    
- Das Organisieren von Zusammenkünften, touristischen und kulturellen Angeboten jeglicher Art und sonstigen Sportangeboten
- Das Nichteinhalten der Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts und der Sicherheitsvorkehrungen in Bezug auf das Abstandsgebot oder Nichteinhaltung der vorgeschriebenen Sicherheitsvorkehrungen. Dies betrifft zum Beispiel die Geschäftsführung eines Unternehmens

Regelsatz von 500 bis 5.000 Euro
- Verstoß gegen das Gebot der Schließung und Einstellung von Einrichtungen, Betrieben, Begegnungsstätten oder entsprechende Angebote
- Verstoß gegen das Bewirtungsverbot
- Unerlaubtes Anbieten von Übernachtungen

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news-13126 Fr, 03 Apr 2020 13:22:40 +0200 Covid-19-Pandemie: Krisenstab und TU Darmstadt arbeiten eng zusammen /nachrichten/rss/news/covid-19-pandemie-krisenstab-und-tu-darmstadt-arbeiten-eng-zusammen Kontaktverbote am Wochenende einhalten / 81 Covid-19-Fälle in Darmstadt, davon bereits 33 wieder gesund In der 13. Sitzung des Krisenstabs der Wissenschaftsstadt Darmstadt haben die TU Darmstadt und der Krisenstab eine enge Zusammenarbeit zur Eindämmung der Covid-19-Pandemie beschlossen.

Die Unterstützungsmaßnahmen durch die TU beziehen sich dabei zunächst insbesondere auf die Verteilung von Schutzausrüstung, die Herstellung von Desinfektionsmitteln sowie die Vermittlung freiwilliger Helferinnen und Helfer. Der Krisenstab spricht der TU Darmstadt, ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie allen Studierenden seinen ausdrücklichen Dank für das Angebot aus.

Auch die Vernetzung der Kliniken im Versorgungsgebiet sechs in Abstimmung mit dem Land Hessen schreitet weiter voran. Der Schwerpunkt liegt hier aktuell auf der Einrichtung und Koordination von Behelfskrankenhäusern sowie Pflegeeinrichtungen für Nicht-Covid-19-Patienten.

Weiterhin appelliert der Krisenstab an die Bürgerinnen und Bürger, die Kontaktverbote – trotz des vorhergesagten Frühlingswetters in den kommenden Tagen – strikt einzuhalten. Polizei und Kommunalpolizei werden die Einhaltung verstärkt kontrollieren und Verstöße nach dem seit heute (3.) geltenden Bußgeldkatalog des Landes Hessen ahnden.
 
Das Gesundheitsamt hat für die Wissenschaftsstadt Darmstadt aktuell 81 positiv getestete Covid-19-Fälle registriert. Davon gelten bereits 33 wieder als gesund und sind aus der Quarantäne bzw. Isolation nach Erkrankung entlassen worden.

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news-13125 Fr, 03 Apr 2020 11:13:29 +0200 Ufermauer Bachstraße in Darmstadt-Arheilgen wird ab 14. April restauriert /nachrichten/rss/news/ufermauer-bachstrasse-in-darmstadt-arheilgen-wird-ab-14-april-restauriert Städtebauliches Gesamtbild wird erhalten / Fertigstellung voraussichtlich Ende Juli 2020 Die Arbeiten zur Instandsetzung der Ufermauer am Ruthsenbach entlang der Bachstraße in Arheilgen werden ab dem 14. April beginnen. 

Die Stadtverordnetenversammlung hatte die Entwurfsplanung im April 2019 beschlossen. Der untere Bereich der Stützmauer besteht noch immer aus der ursprünglichen Substanz, die etwa 100 Jahre alt ist. Sie steht zwar nicht unter Denkmalschutz, aber es ist Ziel, den ursprünglichen Charakter der Ufermauer zu erhalten. 

Im Zuge der Arbeiten wird die bestehende straßenseitige Mauer abgebrochen und durch eine Winkelstützmauer aus Ortbeton ersetzt. Um das städtebauliche Gesamtbild weiterhin zu erhalten, wird sie anschließend mit Natursteinen verkleidet. Die Bauarbeiten dauern voraussichtlich bis Ende Juli 2020. Die Kosten belaufen sich auf rund 600.000 Euro. 

Im Jahr 2004/2005 waren die Verkehrsfläche und der obere Bereich der Stützmauer im Rahmen der städtebaulichen Sanierung in Arheilgen neu gestaltet worden. 
2013 traten an einem Teilabschnitt der Ufermauer des begradigten Ruthsenbachs entlang der „Bachstraße“ erstmals Setzungsschäden in der angrenzenden Pflasterfläche der Straße auf. Daraufhin stellte das Vermessungsamt eine horizontale Verschiebung der Mauer fest. Ein beauftragter Gutachter beurteilte die Standsicherheit der Ufermauer und kam zu dem Ergebnis, dass aufgrund akuter Gefährdung die sofortige Sperrung des vorderen Bereiches für jeglichen Verkehr notwendig war, um ein weiteres Absinken zu vermeiden.

Der Anliegerverkehr wird über die gesamte Bauzeit grundsätzlich aufrechterhalten. Für Lärmbelästigungen und kurzzeitige Verkehrseinschränkungen aufgrund der beengten Platzverhältnisse wird um Verständnis gebeten.
 

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news-13124 Fr, 03 Apr 2020 11:03:14 +0200 Magistrat beschließt Namen für Grundschule und Kita in der Lincoln-Siedlung: „Bildungscampus Luise Büchner“ /nachrichten/rss/news/magistrat-beschliesst-namen-fuer-grundschule-und-kita-in-der-lincoln-siedlung-bildungscampus-luise-buechner OB Partsch: „Damit ehren wir das Leben und Wirken von Luise Büchner“  In seiner jüngsten Sitzung am Mittwoch, 1. April 2020, hat der Magistrat der Wissenschaftsstadt Darmstadt den Namen „Bildungscampus Luise Büchner“ für die Grundschule und die Kindertagesstätte in der Lincoln-Siedlung beschlossen. 

„Durch die Benennung des Komplexes in der Lincoln-Siedlung mit dem Namen „Bildungscampus Luise Büchner“ ehren wir das Leben und Wirken von Luise Büchner und ihren Einsatz für die  gleichwertige Bildung junger Menschen. Sie war eine der ersten Frauenrechtlerinnen Deutschlands und eine große Kämpferin ihrer Zeit. Ihr Name erhält mit dieser Benennung einen festen Platz in der Bildungslandschaft der Wissenschaftsstadt Darmstadt. Der Bildungscampus in der Lincoln-Siedlung wird damit stets daran erinnern, jungen Menschen jede Chance auf Bildung zu ermöglichen – völlig unabhängig von Geschlecht, Alter, Herkunft oder Religion“, sagte Oberbürgermeister Jochen Partsch.

Luise Büchner wurde am 12. Juni 1821 in Darmstadt geboren. In ihrem 1855 erschienen Werk „Die Frauen und ihr Beruf“ setzte sie sich für eine gleichwertige Ausbildung von Mädchen und Jungen und eine qualifizierte Berufsausbildung für Frauen ein. Für Mädchenschulen forderte sie die Einstellung von Lehrerinnen anstelle von Theologen.

Luise Büchner gründete 1867 gemeinsam mit Prinzessin Alice von Hessen und bei Rhein mehrere Frauenvereine, die weit über die Grenzen von Hessen-Darmstadt bekannt wurden. 1872 gründete sie eine Berufsfachschule für Mädchen, die heutige Alice-Eleonoren-Schule. Seit 1860 bot Luise Büchner in ihrer Wohnung Geschichtsvorlesungen für Mädchen und Frauen an. 1870 war sie Mitbegründerin einer Volkshochschule für Frauen, an der namhafte Wissenschaftler geistes- und naturwissenschaftliche Vorträge hielten.

Seit 1869 vertrat Luise Büchner die Alice-Frauenvereine auf überregionalen Konferenzen und berichtete in der Presse regelmäßig über ihre Arbeit. Auf die Initiative von Prinzessin Alice von Hessen und bei Rhein und Luise Büchner fand in Darmstadt 1872 die erste Generalversammlung der Frauenbildungs- und -erwerbsvereine statt. 1873 wurde Luise Büchner als erste Frau vom Preußischen Kultusministerium gebeten, ein Gutachten zu Unterrichts- und Erziehungsfragen in der Mädchenschulbildung vorzulegen.

Die Darmstädter Frauenrechtlerin starb am 28. November 1877 in ihrer Geburtsstadt. Sie hat ein Ehrengrab auf dem Alten Friedhof.
 

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news-13123 Fr, 03 Apr 2020 10:57:09 +0200 Bürgerhaushalt wird wegen Covid-19 abgesagt /nachrichten/rss/news/buergerhaushalt-wird-wegen-covid-19-abgesagt Nachholtermin so schnell wie möglich / OB Partsch: „In der aktuellen schwierigen Situation konzentrieren sich Darmstädterinnen und Darmstädter darauf, ihre persönlichen Umstände zu meistern. Das möchten wir respektieren.“  Aufgrund der aktuellen Covid-19-Pandemie sagt die Wissenschaftsstadt Darmstadt die nächste Beteiligungsrunde des Bürgerhaushalts ab. Der Start der Beteiligungsphase war ursprünglich für Ende März vorgesehen. 

„Die aktuelle Zeit ist für die gesamte Stadt, aber besonders für jede Einzelne und jeden Einzelnen eine große Herausforderung. Wir sind uns darüber im Klaren, dass viele Darmstädterinnen und Darmstädter von der Covid-19-Pandemie schwer betroffen sind oder mit fortlaufender Zeit davon betroffen sein werden. Sie konzentrieren sich darauf, ihre persönlichen Umstände zu meistern. Das möchten wir respektieren. Daher verschieben wir den Bürgerhaushalt und werden ihn zu einem Zeitpunkt nachholen, zu dem sich die gesamtgesellschaftliche Situation entspannt hat und der Alltag wieder etwas einfacher geworden ist“, so Oberbürgermeister Jochen Partsch

Der Magistrat und die Verwaltung arbeiten mit Hochdruck daran, die aktuellen Herausforderungen und Maßnahmen für die gesamte Stadt zu organisieren und die Dienstleistungen und Abläufe für die Bürgerinnen und Bürger so gut wie möglich aufrechtzuerhalten. Unter diesen Umständen kann die Umsetzung des Bürgerhaushalts nicht angemessen priorisiert werden.

Auch die Bürgerbeauftragte Anja Pajurek sagt: „Wir bedauern es sehr, dass wir diese wichtige Bürgerbeteiligungsmaßnahme nicht durchführen können, eine Umsetzung steht derzeit jedoch in keinem Verhältnis zur Realität vieler Menschen in Darmstadt. Die Corona-Krise hat einen maßgeblichen Einfluss auf viele bereits geplante Dialog- und Bürgerbeteiligungsangebote der Stadt, die jetzt deswegen abgesagt werden mussten.“

Auch eine faire Ausgestaltung des Bürgerhaushalts ist unter den gegebenen Umständen nicht gewährleistet, denn die üblichen Vor-Ort-Abgabestellen dürfen aufgrund der Ansteckungsgefahr nicht eingerichtet werden. Oberbürgermeister Jochen Partsch erklärt: „Sicherheit und Gesundheit haben die höchste Priorität. Aber ich versichere allen Bürgerinnen und Bürgern, dass eine demokratische Teilhabe – und somit Bürgerbeteiligung – nach wie vor von zentraler Bedeutung für die Wissenschaftsstadt Darmstadt ist. Wir werden den Bürgerhaushalt nachholen, sobald es uns die Situation erlaubt.“

Der Bürgerhaushalt wird bereits seit 2013 regelmäßig durchgeführt. Bürgerinnen und Bürger haben hierbei die Möglichkeit, ihre Ideen und Vorschläge an die Kommunalpolitik zu richten und bei Haushaltsthemen mitzureden.  
 

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news-13122 Fr, 03 Apr 2020 10:42:34 +0200 Covid-19 /nachrichten/rss/news/covid-19-1 Darmstadt hilft ihrer Partnerstadt Brescia in Norditalien Darmstadts italienische Partnerstadt Brescia in der Lombardei gehört mit über 8.300 angemeldeten Fällen und 1.349 Todesopfern zu den am stärksten vom Coronavirus getroffenen Städten in Italien. Die Heftigkeit der Pandemie in unserer Partnerstadt bewegt die Heinerstadt.  

Oberbürgermeister Jochen Partsch hatte am 20. März 2020 seinem Amtskollegen die Solidarität der Stadt Darmstadt zugesichert und ohne zu zögern Hilfemaßnahmen für Brescia eingeleitet: „Das Leiden unserer Freunde und Partner in Brescia ist auch unser Leiden, daher ist es selbstverständlich, dass wir unsere Partnerstadt unterstützen und mit aller Kraft unsere Hilfe anbieten, wie immer es uns möglich ist".
Am  31. März 2020  traf die erste Hilfslieferung, 200 individuelle Einmalsets für medizinisches Personal, komplett mit Schutzanzug, Mundschutz, Brille und Handschuhen in Brescia ein. 
Sichtbar bewegt von der Hilfsbereitschaft Darmstadts bedankte sich Bürgermeister Emilio del Bono in seinem Antwortschreiben für den großzügigen Solidaritätsbeweis. „Eure Fürsorge und Sorge um uns ist wirklich beispielhaft, und ich hoffe, dass ich diese Großzügigkeit so bald wie möglich erwidern kann.“ 

Oberbürgermeister Partsch ruft jetzt die Darmstädterinnen und Darmstädter auf, für die Menschen in Brescia zu spenden. Die Spendengelder sind für das Projekt SOStieni Brescia bestimmt, das einzelne Personen, Familien sowie kleine Handwerks- und Handelsbetriebe, die durch die Pandemie in Notlage geraten sind, unterstützt.
Partsch appelliert an die so oft unter Beweis gestellte Hilfsbereitschaft der Darmstädterinnen und Darmstädter, mit Geldspenden ein Zeichen für Solidarität und Freundschaft für Brescia und damit in Europa zu setzen. „Diese internationale Gesundheits- und Wirtschaftskrise kann nur durch internationale Zusammenarbeit überwunden werden. Städtepartnerschaften sind aus Krisen in Europa entstanden und heute zeigt sich ihre Bedeutung ganz besonders“.     

Wer dem Hilferuf folgen will, kann auf das folgende Konto Geld spenden:   

Wissenschaftsstadt Darmstadt
Sparkasse Darmstadt 
IBAN: DE93508501500000544000
BIC: HELADEF1DAS
Verwendungszweck: Corona-Krise -Spenden für Brescia- DEB423736

Informationen zur Spendenaktion gibt das Amt für Interkulturelles und Internationales unter: interkulturell-international@darmstadt.de.
 

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news-13121 Fr, 03 Apr 2020 10:05:37 +0200 Zusammenarbeit von Stadt, Kreis und DRK in der Integrationsarbeit /nachrichten/rss/news/zusammenarbeit-von-stadt-kreis-und-drk-in-der-integrationsarbeit Sprach- und Integrationsmittlung per Telefon In Zeiten der Corona-Pandemie erweitern der Landkreis Darmstadt-Dieburg und die Wissenschaftsstadt Darmstadt gemeinsam mit dem Deutschen Roten Kreuz das Angebot zur Sprach- und Integrationsmittlung. Da viele Sprachmittlerinnen und Sprachmittler des DRK derzeit nicht persönlich vor Ort unterstützen können, haben viele Beratungsstellen und Behörden in der Region ihr Angebot auf Telefon- und Onlinedienste umgestellt. So haben Menschen mit geringen Deutschkenntnissen auch weiterhin Zugang zu den Informations- und Beratungsangeboten im Bereich Gesundheit, Bildung und Soziales.

„Der Informations- und Beratungsbedarf in der Bevölkerung ist sehr hoch. Es ist uns wichtig, die Kommunikation gerade auch in dieser Zeit bestmöglich zu unterstützen“, so Rosemarie Lück, Sozial- und Jugenddezernentin des Landkreises Darmstadt-Dieburg. „Wir freuen uns sehr, dass wir hierfür gemeinsam mit dem DRK und den Kolleginnen und Kollegen in der Wissenschaftsstadt Darmstadt so schnell eine Lösung finden konnten.“

Auch Oberbürgermeister und Integrationsdezernent der Wissenschaftsstadt Darmstadt, Jochen Partsch, begrüßt die schnelle und flexible Anpassung dieses seit Jahren etablierten Unterstützungssystems: „Gerade in dieser für uns alle kritischen Phase ist es unerlässlich, dass der Zugang zu integrationspolitisch wichtigen Maßnahmen aufrecht erhalten bleibt. Die unkomplizierte Umstellung dieses Angebots spricht für die gute Zusammenarbeit von Stadt, Kreis und DRK in der Integrationsarbeit.“

Die Unterstützung durch die Honorarkräfte des DRK steht mittlerweile in über 25 Sprachen zur Verfügung. Das Angebot wird aus Mitteln des Landkreises Darmstadt-Dieburg und der Wissenschaftsstadt Darmstadt gemeinsam finanziert und kann von allen öffentlichen Stellen im Bereich Gesundheit, Bildung und Soziales in der Region kostenlos in Anspruch genommen werden. Alle Informationen zum Projekt und zu den Möglichkeiten der neuen telefonischen Sprach- und Integrationsmittlung finden Sie auf der Seite des DRK: https://www.drk-darmstadt.de/angebote/sozialarbeit/muttersprachliche-beratungshilfe-fuer-institutionen.html

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news-13120 Do, 02 Apr 2020 16:18:32 +0200 Wissenschaftsstadt Darmstadt erhält Genehmigung des Regierungspräsidiums für Haushalt 2020 erneut ohne Auflagen /nachrichten/rss/news/wissenschaftsstadt-darmstadt-erhaelt-genehmigung-des-regierungspraesidiums-fuer-haushalt-2020-erneut-ohne-auflagen OB Partsch und Stadtkämmerer Schellenberg: „Vereine erhalten jetzt Planungssicherheit“ Die Wissenschaftsstadt Darmstadt hat zu Beginn dieser Woche die Genehmigung des Regierungspräsidiums (RP) für den Haushalt 2020 erneut ohne Auflagen zur Haushaltsführung erhalten. Das Regierungspräsidium bestätigte hierbei, dass besonders vor dem Hintergrund der erheblichen haushaltswirtschaftlichen Problemlagen in der Vergangenheit die aktuelle Haushaltsentwicklung eindeutig positiv zu bewerten ist.

Oberbürgermeister Partsch und Stadtkämmerer André Schellenberg zeigen sich zufrieden, dass die vorläufige Haushaltsführung nunmehr beendet und der Haushaltplan 2020 vollständig bewirtschaftet werden kann. „Die erfolgreiche Konsolidierung der städtischen Finanzen und unser solides Haushalten in den vergangenen Jahren haben es der Kommunalaufsicht ermöglicht, den Haushalt abermals ohne jegliche Auflagen zu genehmigen. Dass wir die volle Gestaltungshoheit über unsere Kommunalfinanzen zurückgewonnen haben, ist damit schon zur Routine geworden“, freuen sich Oberbürgermeister Jochen Partsch und Stadtkämmerer André Schellenberg. 

„Die vorliegende Haushaltsgenehmigung werden wir auch dazu nutzen, den Zuwendungsempfängern und Vereinen rasch die Zuwendungsbescheide für das laufende Jahr zukommen zu lassen und ihnen damit die notwendige Planungssicherheit zu geben“, erläutern Partsch und Schellenberg. „In diesem Zusammenhang haben wir gemeinsam entschieden, die diesjährige Haushaltssperre bei den Zuweisungen und Zuschüssen im Vergleich zum Vorjahr zu halbieren und nur auf 10 Prozent festzulegen. Damit haben die Zuwendungsempfänger und Vereine ab jetzt nicht nur Planungssicherheit, aufgrund der geringeren Haushaltssperre stehen ihnen auch mehr Mittel zur Verfügung. Hierdurch werden wir versuchen, die für das Darmstädter Gemeinwesen wichtigen und unverzichtbaren Institutionen und Vereine besser durch die Corona-Pandemie zu bringen.“

Aufgrund des im Finanzplanungszeitraums eingeplanten weiteren Anstiegs der investiven Schulden hat die Kommunalaufsicht die finanzielle Leistungsfähigkeit der Stadt nochmals als angespannt aber mit stabiler positiver Tendenz bewertet. Daher hat die Kommunalaufsicht die für 2020 vorgesehenen Investitionskredite in Höhe von 136,5 Millionen Euro in voller Höhe genehmigen können. Der Stand der investiven Schulden ist zum Jahresende 2020 mit einem Betrag von rund 643 Millionen Euro eingeplant und steigt in der Planung bis Ende 2023 auf 832 Millionen Euro. 

Dazu erläutert OB Partsch: „Für den notwendigen Ausbau unserer Infrastruktur ist die Aufnahme neuer Kredite unverzichtbar. Ohne die Entwicklung der Konversionsflächen, der Schaffung neuer und Sanierung bestehender Verkehrswege, dem weiteren Ausbau der Kinderbetreuung oder der Ausweitung des sozialen Wohnungsbaus können wir dem dynamischen Wachstum unserer Stadt nicht gerecht werden. Der Haushalt 2020 sieht zusammen mit den Investitionen der Eigenbetriebe Investitionen in Höhe von 213,1 Millionen Euro vor. Damit investieren wir weiterhin auf höchstem Niveau in die Infrastruktur unserer Stadt.“ 

„Wichtig ist, dass wir sowohl für die neuen als auch für die bestehenden Kredite die erforderlichen Zins- und Tilgungszahlungen ohne die Aufnahme neuer Liquiditätskredite selbst erwirtschaften können. Aufgrund der soliden Haushaltsentwicklung sehe ich die Voraussetzungen hierfür als gegeben an“, ergänzt Stadtkämmerer Schellenberg. „Den Hinweis der Kommunalaufsicht, die Haushaltskonsolidierung voranzutreiben und keine neuen freiwilligen Leistungen zu übernehmen, nehme ich ernst. Gerade in Zeiten wie diesen, in denen sich ein Rückgang der Steuereinnahmen abzeichnet, wird eine ausgewogene Haushaltskonsolidierung wichtig sein. Leider zeichnet sich bereits jetzt ab, dass der genehmigte Haushalt 2020 nicht in dieser Form umsetzbar sein wird. Die Corona-Pandemie wird zu Einnahmeverlusten und gleichzeitig zu unvorhergesehenen Mehrausgaben führen und damit den Haushaltsausgleich im Vollzug gefährden. Da aber zurzeit keine belastbaren Prognosen abgegeben werden können, bin ich dem Innenministerium dankbar, dass die Verpflichtung zur Aufstellung eines Nachtragshaushalts außer Kraft gesetzt wurde. Den Haushalt 2020 müssen wir bis auf weiteres auf Sicht steuern“, so Schellenberg abschließend.
 

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news-13119 Do, 02 Apr 2020 14:45:10 +0200 Klinikum Darmstadt sieht sich gut gewappnet /nachrichten/rss/news/klinikum-darmstadt-sieht-sich-gut-gewappnet Hilfsbereitschaft und Engagement sind groß "Aktionen wie "Wir bleiben DA, bleibt ihr für uns zu Hause", ermutigende Plakate an den Straßen, Kuchenlieferungen für die Rezeptionsdienste, Medizinstudierende, die sich melden und mithelfen wollen, und Spendenlieferungen von Firmen und unter anderem von Schutzmaterialien im hohen vierstelligen Bereich einer kleinen Darmstädter Schule - all das trägt unsere Mitarbeitenden in dieser Zeit der Anspannung und der Vorbereitung enorm", sagt Geschäftsführer Clemens Maurer und dankt allen Darmstädterinnen und Darmstädtern dafür von Herzen. 

Das Klinikum Darmstadt hat die vergangenen drei Wochen intensiv genutzt, um sich auf steigende Patientenzahlen mit Covid-19-Erkrankungen vorzubereiten. Bisher steigen diese Zahlen (noch?) sehr langsam, erste Patientinnen und Patienten sind bereits wieder entlassen worden. Am heutigen Donnerstagvormittag (2.) waren im Klinikum Darmstadt fünf Covid-19-Patientinnen und Patienten stationär auf einer Isolier- und acht weitere auf einer Intensivstation in Behandlung. Jeden Tag - auch am Wochenende - trifft sich ein Krisenstab aus Ärzten, Pflege, Geschäftsführung und administrativen Bereichen, um tagesaktuell Anpassungen vorzunehmen und Entscheidungen zu treffen - immer im Sinne des bestmöglichen Schutzes für die Mitarbeitenden und für die beste Versorgung von Patientinnen und Patienten. Personell, so Clemens Maurer weiter, "sind wir sehr gut aufgestellt. Die Krankenstände sind der Jahreszeit entsprechend, die Mitarbeitenden, die wir in häusliche Absonderung geschickt hatten, weil sie zum Beispiel in Tirol Skifahren waren, sind mittlerweile so gut wie alle wieder da, die 14 Tagesfrist ist um." 

Versorgungsauftrag für alle Kranke: Keine Angst vorm Krankenhaus

Viele Menschen sind dem öffentlichen Hilfeaufruf gefolgt und haben sich auf einer Freiwilligenliste vormerken lassen. Auch bei den Mitarbeitenden gab es städtische Unterstützung: So hilft der EAD - Eigenbetrieb für kommunale Aufgaben und Dienstleistungen - mit der Überlassung von 15 Mitarbeitenden für Reinigung, Patientenlogistik und Lagerlogistik aus. Zehn Medizinstudierende sorgen an den zentralen Eingängen für das Screening der wenigen noch zugelassenen Besucherinnen und Besucher und der Patienten mit Terminen - für zum Beispiel überlebenswichtige Dialysen, Strahlentherapie oder Chemotherapien. Denn auch in Corona-Zeiten, so betont die Geschäftsführung, nimmt das Krankenhaus als einziger Maximalversorger und Haus der höchsten Versorgungsstufe seinen Versorgungsauftrag für die Menschen in Darmstadt und Südhessen wahr.

"Wir sind für alle chronisch Kranken, Menschen die einen Schlaganfall oder Herzinfarkt erleiden weiter 24 Stunden sieben Tage die Woche da." Der medizinische Geschäftsführer Prof. Dr. Nawid Khaladj ruft dazu auf, auch in Corona-Zeiten in dringenden medizinisch indizierten Fällen auf jeden Fall das Krankenhaus aufzusuchen: "Die Bereiche, in denen Corona-Patienten behandelt werden, sind von den neurologischen oder kardiologischen Abteilungen räumlich getrennt. Wir befolgen strengste Hygienemaßnahmen und verfügen über ausreichende Schutzausrüstungen für unsere Pflegekräfte, Ärztinnen und Ärzte und Funktionsdienste. Akut kranke Menschen müssen keine Angst vor dem Krankenhaus haben!"

Neue Strukturen, Einheiten und Schulungsmaßnahmen schaffen weitere Kapazitäten 

Bisher steigen die Corona-Patientenzahlen nur langsam an. Diese relative Ruhe, die vielen leeren Betten, weil alle verschiebbaren Eingriffe abgesagt sind, und die noch komfortable Personalausstattung wurde von dem internen Krisenstab und der Krankenhausleitung intensiv genutzt, um intern neue Strukturen umzusetzen. 

Das Klinikum Darmstadt hat neue Bereiche für infektiöse Patienten geschaffen, weiteres Personal in die durch Corona besonderen Hygienemaßnahmen eingewiesen und durch Weiterbildungen auf vorhandene Beatmungsmaschinen geschult sowie die neu geschaffenen Bereiche personell besetzt. Laut der Pflegedirektorin Sabine Brase ist mit der Einrichtung einer Intermediate Care (IMC) Station mit 20 Betten ein weiterer wichtiger Schritt geschafft: "Nach strukturierter Einarbeitung des Personals werden dort Patientinnen und Patienten versorgt, die einen erhöhten Bedarf an pflegerischer Leistung und medizinischer Überwachung haben. Ausgeschlossen von einer Versorgung auf der IMC sind Patientinnen und Patienten mit Beatmungsbedarf, instabiler Hämodynamik und Schock", erklärt sie.

Um die ankommenden Patientinnen und Patienten bestmöglich zu separieren wurden viele Eingänge in die Klinikgebäude geschlossen. Am Haupteingang in der Bismarckstraße stehen medizinische Kräfte bereit, jede Patientin und jeden Patenten und jeden Besuchenden zu screenen - dazu gibt es einen festgelegten Abfragekatalog und eine Temperaturmessung. Alle Corona-positiv-Getesteten oder -Verdachtsfälle werden zunächst vor der ZNA in einem Zelt aufgenommen, abgestrichen und dann im Bedarfsfall auf abgetrennten Wegen stationär je nach Gesundheitszustand auf einer abgetrennter Isolierstation, auf der Intensivstation oder auf der neu geschaffenen IMC aufgenommen. 
Um die Patientenströme bestmöglich zu separieren wurde die Schlaganfalleinheit - die zertifizierte Stroke Unit - in der Zentralen Notaufnahme räumlich abgetrennt. Die ebenfalls zertifizierte CPU - Brustschmerzeinheit - wurde aus der ZNA heraus in die Medizinischen Kliniken verlegt. 

Bei persönlicher Schutzausrüstung gut aufgestellt

Auch bei der Ausrüstung mit Schutzmaßnahmen ist das Klinikum Darmstadt für die nächsten Wochen gut bestückt. Anfang der Woche kam die von der Bundesregierung avisierte Lieferung für die südhessischen Krankenhäuser und Rettungsdienste sowie Feuerwehren am Logistikzentrum des Klinikums Darmstadt an: 642 Packungen mit insgesamt 321.000 chirurgischen Schutzmasken. Diese werden nach einem vom Ministerium festgelegten Schlüssel verteilt. Der Zentraleinkauf ist seit Wochen damit beschäftigt, ausreichend Schutzkittel, FFP-2-Masken und Schutzanzüge zu organisieren und anzuschaffen. Jeden Tag werden die Bestände aller Schutzmaterialien, der Desinfektions- und Arzneimittel in der täglichen Krisensitzung überprüft.
Um die Mitarbeitenden bestmöglich auf die Pandemie und mögliche steigende Patientenzahlen vorbereiten zu können, werden Schulungen angeboten, Hygienemaßnahmen trainiert. Die Personalabteilung hat zusätzlich eine Corona-Hotline für alle Mitarbeitenden installiert, die rund um die Uhr psychologische Hilfe leistet.

"Wir sehen unser Krankenhaus und unsere Mitarbeitenden in allen Berufsgruppen gut gewappnet. Wir bleiben für Sie DA. Bleiben Sie zu Hause, damit die Ansteckungsrate möglichst gering bleibt. Das ist der beste Schutz für uns alle", zieht Clemens Maurer das Fazit. 

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news-13117 Mi, 01 Apr 2020 16:25:58 +0200 Klinikum Darmstadt /nachrichten/rss/news/klinikum-darmstadt-5 Aufgaben des koordinierenden Krankenhauses für Südhessen / 16 Krankenhäuser und Fachkliniken ziehen an einem Strang - es geht um die beste Versorgung aller Patientinnen und Patienten im gesamten Versorgungsgebiet 6 "Mit dem Erlass des Hessischen Ministeriums für Soziales und Integration vom 30. März 2020 sind wir als eines von sechs koordinierenden Krankenhäusern in Hessen handlungsfähig", sagt Geschäftsführer Clemens Maurer vom Klinikum Darmstadt. Das Klinikum Darmstadt ist seit der Installierung eines Planungsstabs "Stationäre Versorgungsstruktur von Covid-19-Patientinnen und -Patienten" unter der Leitung von Prof. Dr. Jürgen Graf als eines von sechs Krankenhäusern in Hessen als koordinierendes Krankenhaus für das Versorgungsgebiet 6 (VG 6) zuständig. 

Das VG 6 umfasst die kreisfreie Stadt Darmstadt, die Landkreise Darmstadt-Dieburg, Bergstraße, Groß-Gerau und den Odenwaldkreis und damit 16 Krankenhäuser und Fachkrankenhäuser mit insgesamt 4.100 Betten. Es geht um die Gesundheitsversorgung von 1 Million Menschen, die in dieser Region leben. 

Auf das Klinikum Darmstadt kommen damit vor allem koordinierende Aufgaben zu; dem Haus ist ab sofort "die Versorgung von Covid-19-Patientinnen und -Patientinnen in ihrem jeweiligen Versorgungsgebiet als besondere Aufgabe im Sinne von §17 Abs. 7 Satz 3 Hessisches Krankenhausgesetz (HKHG 2011) zugewiesen", so heißt es im Erlass. Dazu hat der Maximalversorger bereits einen medizinischen Planungsstab gebildet. Gemeinsam mit den anderen koordinierenden Häusern werden jetzt Konzepte für die Versorgung der Patienten mit und ohne Corona in Hessen erarbeitet. Dabei sollen die Patienten so gesteuert werden, dass Covid-19-Patientinnen und -patienten bei gleichzeitiger Sicherstellung der bestmöglichen Versorgung von Non-Covid-19-Patientinnen und -patienten versorgt werden können. Je nach Schweregrad sollen Covid-19-Erkrankungen dort behandelt werden, wo die geeigneten personellen und infrastrukturellen Voraussetzungen vorhanden sind. Die Leistungsfähigkeit der Krankenhäuser ist anhand einer definierten Level-Einstufung festgelegt worden. In Abhängigkeit von dem Verlauf der Pandemie - d.h. mit steigender Anzahl von Corona-Patientinnen und -Patienten - sollen stufenweise die Kapazitäten eskaliert werden, um auch im möglichen Katastrophenfall noch Patientinnen und Patienten bestmöglich zu lenken und zu behandeln.

Unter der Leitung von Clemens Maurer, Sprecher der Geschäftsführung und des Planungsstabs VG 6,  kamen jetzt erstmals alle Geschäftsführer aller Häuser im VG 6 zusammen, um sich kollegial auszutauschen und weitere Schritte zu besprechen. "Wir freuen uns über die kooperative Unterstützung der südhessischen Krankenhäuser und appellieren an alle unsere Mitarbeitenden, die Corona-Krise im Sinne der Patientinnen und Patienten bestmöglich gemeinsam und in gegenseitiger Unterstützung zu meistern. Unsere Häuser repräsentieren die Leistungsfähigkeit der Gesundheitsversorgung in Südhessen. Lassen Sie uns gemeinsam für die Menschen an einem Strang ziehen." 

Die nächsten Aufgaben sind klar: gesammelt werden jetzt aus allen Häusern Daten über Materialbestand (medizinische Geräte, persönliche Schutzausrüstung usw.) ebenso wie die Kapazitäten an Betten und Personalstärke. Festgelegt wird dann für die Region, an welchen Krankenhäusern ggf. weitere zusätzliche intensivmedizinische Kapazitäten geschaffen oder welche Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen evtl. mit einbezogen werden sollen. "Durch diese Maßnahmen ist es möglich, anhand von hessenweit festgelegten Kriterien einen tagesaktuellen Überblick über die medizinische Versorgungssituation zu erhalten, um bei Bedarf rechtzeitig Ressourcen, aber auch Patientinnen und Patienten steuern zu können", so Clemens Maurer.

 

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news-13108 Fr, 27 Mär 2020 13:57:06 +0100 Covid-19-Pandemie: Einrichtung des Hauses zur Patientenpflege in Eberstadt geht weiter voran /nachrichten/rss/news/covid-19-pandemie-einrichtung-des-hauses-zur-patientenpflege-in-eberstadt-geht-weiter-voran OB Partsch: „Enge und kooperative Zusammenarbeit in der gesamten Stadt“ Der Krisenstab der Wissenschaftsstadt Darmstadt hat in seiner jüngsten Sitzung am Freitag, 27. März 2020, über das weitere Vorgehen zur Eindämmung der Covid-19-Pandemie beraten.

Die Einrichtung des Hauses zur Patientenpflege, das die Wissenschaftsstadt Darmstadt in der ehemaligen Neurologie des Klinikums in Eberstadt errichtet, schreitet weiterhin sehr gut voran und befindet sich im kalkulierten Zeitrahmen. Nach den letzten technischen und behördlichen Abnahmen in den nächsten Tagen soll die Einrichtung in der kommenden Woche einsatzbereit sein. Dort sollen Nicht-Covid-19-Patienten gepflegt werden, um die Kliniken zu entlasten und deren Kapazitäten für Covid-19-Fälle einsetzen zu können.

„An der zügigen Umsetzung der Einrichtung in Eberstadt zur Pflege von Nicht-Covid-19-Patienten wird deutlich, dass alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Krisenstabs, aber auch viele Beteiligte darüber hinaus, wirklich eng und sehr kooperativ miteinander arbeiten. Die kommunikativen und organisatorischen Abläufe greifen sehr gut ineinander und es wird uns Unterstützung von vielen unterschiedlichen Unternehmen, Institutionen und Verbänden, aber auch direkt aus der Bevölkerung angeboten“, beschreibt  der Leiter des Krisenstabs und Oberbürgermeister Jochen Partsch die aktuelle Zusammenarbeit innerhalb der Stadt. „Für diese Solidarität und Hilfsbereitschaft bedanke ich mich ausdrücklich“, so Partsch weiter.

Die Hilfsbereitschaft zeigt sich auch in der weiterhin sehr guten Annahme der Coronahelfer-Hotline. Bürgerinnen und Bürger, die bei der Bekämpfung des Covid-19-Virus unterstützen wollen, können sich unter der Nummer 06151 780 68 00  melden. Gesucht werden vor allem Personen mit medizinischen Vorkenntnissen. Die Hotline ist von Montag bis Freitag von 9 bis 16 Uhr besetzt.

Eine kleinere Arbeitsgruppe des Krisenstabs prüft derzeit, ob Darmstadt die italienische Partnerstadt Brescia bei der Bekämpfung der Covid-19-Pandemie unterstützen kann. Die Stadt in der Lombardei ist neben Bergamo eine der am stärksten vom Virus betroffenen Städte.

Der Krisenstab nimmt weiterhin zur Kenntnis, dass das Land Hessen die Starkenburg-Kaserne zur Unterbringung von Geflüchteten aus der Erstaufnahmeeinrichtung in Gießen reaktivieren wird. Hintergrund für diese Maßnahme ist, dass in der Einrichtung in Gießen vier Personen positiv auf Covid-19 getestet wurden. Mit der Reaktivierung der Liegenschaften in Darmstadt – sowie Bad Arolsen – können ausreichende räumliche Kapazitäten geschaffen und Nicht-Erkrankte untergebracht werden, um eine bessere räumliche Trennung zu gewährleisten.

Das Gesundheitsamt teilt mit, dass es in Darmstadt aktuell 46 positiv getestete Covid-19-Fälle gibt.

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news-13102 Mi, 25 Mär 2020 15:26:36 +0100 Covid-19-Pandemie: Krisenstab behandelt Ausstattung des Klinikpersonals mit Schutzausrüstung /nachrichten/rss/news/covid-19-pandemie-krisenstab-behandelt-ausstattung-des-klinikpersonals-mit-schutzausruestung Eberstädter Einrichtung zur Patientenpflege kurz vor Fertigstellung / Viele freiwillige Helfer Der Krisenstab der Wissenschaftsstadt Darmstadt hat in seiner jüngsten Sitzung am Mittwoch, 25. März 2020, umfassend über die Anstrengungen der Darmstädter Kliniken gesprochen, zielgerecht organisiert und somit gut gewappnet einer möglicherweise deutlich stärkeren Beanspruchung durch die Covid-19-Pandemie gegenüberzustehen. Federführend ist dabei das Klinikum Darmstadt, das als Koordinierendes Krankenhaus die Patientenversorgung – auch der nicht von Covid-19 betroffenen Patienten – für Südhessen steuert. Das Klinikum steht dabei im Austausch mit dem Planungsstab Stationäre Versorgungsstruktur des Landes Hessen. Außerdem stimmt es sich täglich mit den Krankenhäusern der Region und den Rettungsdienstleitstellen ab.

Aktuell wurde vor allem die Aufgabe behandelt, die Kliniken mit ausreichender Schutzausrüstung auszustatten. Bedarf besteht für Ärzte und Pflegepersonal, aber auch für die Mitarbeitenden der Rettungsdienste und nicht zuletzt der Pflegeeinrichtungen. Ziel ist es, eine möglichst hohe Personalverfügbarkeit zu sichern.

Unterdessen steht die Einrichtung zur Patientenpflege, die die Stadt Darmstadt in der ehemaligen Neurologie des Klinikums in Eberstadt aufbauen lässt, kurz vor der Fertigstellung. Für den genannten Zweck, die medizinische Betreuung von Nicht-Covid-19-Patienten, wird es dort rund achtzig Betten geben – dank Bettenspenden unter anderem vom Klinikum, dem Alice-Hospital, dem Elisabethenstift und dem Heimathaus. Weitere Betten wurden angekündigt; die Sauerstoff- und die Wasserversorgung sind ebenfalls bereits funktionsfähig. Allen, die bei der schnellen Herrichtung des Hauses helfende Hand angelegt haben, wurde ausdrücklich gedankt.

Großer Dank galt auch den mittlerweile über siebzig Bürgerinnen und Bürgern, die über die Corona-Hotline 06151 780 68 00 ihre Unterstützung angeboten haben, darunter medizinisches Fachpersonal. Die Hotline ist montags bis freitags von 9 bis 16 Uhr besetzt.

In Darmstadt gibt es (Stand Mittwochmorgen) 33 positiv getestete Covid-19-Fälle.

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news-13099 Mo, 23 Mär 2020 15:48:13 +0100 Covid-19-Krisenstab: Stadt wird neue Kontaktregeln überwachen /nachrichten/rss/news/covid-19-krisenstab-stadt-wird-neue-kontaktregeln-ueberwachen Coronahelfer-Hotline: Viele Menschen bieten Unterstützung an Der Krisenstab der Wissenschaftsstadt Darmstadt hat bei seiner jüngsten Sitzung am Montag, 23. März 2020, intensiv über die Einsatzplanung der Darmstädter Krankenhäuser gesprochen. Unter anderem ging es hierbei um die Sicherung der Verfügbarkeit von Schutzbekleidung, notwendiger Ausrüstung und Arzneimitteln. Das Klinikum Darmstadt, als Koordinierendes Krankenhaus für Südhessen, steht dazu in laufender Abstimmung mit dem Hessischen Sozialministerium.

Der Krisenstab hat sich außerdem mit den Restriktionen beschäftigt, die seit Sonntag für das öffentliche und private Leben gelten. Das Land Hessen hatte am Vortag verfügt, dass der Aufenthalt im Freien nur allein oder mit einer zweiten, nicht im gemeinsamen Haushalt lebenden Person oder mit den engsten Familienangehörigen erlaubt ist. Die Stadt Darmstadt wird die gewissenhafte Einhaltung der Kontaktvorschriften entsprechend kontrollieren. Dies geschieht durch die Kommunalpolizei in Zusammenarbeit mit der Landespolizei.

Unterdessen haben sich über die neue Coronahelfer-Hotline 06151 780 68 00 schon zahlreiche Menschen vor allem mit medizinischen Kenntnissen gemeldet und ihre Unterstützung angeboten. Die Hotline ist montags bis freitags von 9 bis 16 Uhr besetzt.

Mit dem Stand von Montagmorgen gibt es in Darmstadt 27 positiv getestete Covid-19-Fälle; zwei Patienten werden intensivmedizinisch betreut.

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news-13098 Mo, 23 Mär 2020 15:20:22 +0100 75. Jahrestag der Befreiung Darmstadts von Krieg und Nationalsozialismus /nachrichten/rss/news/75-jahrestag-der-befreiung-darmstadts-von-krieg-und-nationalsozialismus OB Partsch: „Geschichtsvergessenheit aber auch Verdrängung öffnen denen die Tür, die unseren heutigen freiheitlich-demokratischen Staat verachten. Solidarität und Dankbarkeit der Nachkriegsjahre sind weithin gültige Werte, die uns auch durch die aktuelle Krise führen können“ Am 25. März 1945 erlebte Darmstadt mit dem Einmarsch amerikanischer Panzereinheiten das Ende des Zweiten Weltkriegs. Die Bevölkerungszahl der Stadt hatte sich nach den verheerenden Luftangriffen vom Herbst und Winter 1944 von 115 000 auf 50 000 reduziert. Am schlimmsten traf Darmstadt dabei die Brandnacht vom 11. September 1944. Mit fast 12 000 Toten war dies im Verhältnis zur damaligen Größe der Stadt einer der opferreichsten Luftangriffe auf Deutschland während des Zweiten Weltkriegs.

Noch am 24. März 1945 starb in Darmstadt das letzte Bombenopfer. Bis zum offiziellen Kriegsende am 8. Mai waren in Deutschland mehr als 60 Millionen Menschen tot. Der Wiederaufbau sollte Jahrzehnte dauern.

Oberbürgermeister Jochen Partsch erinnert an das Kriegsende vor 75 Jahren: „Es ist gerade heute wichtig, die Erinnerung an das furchtbare Leid und die völlige Zerstörung, die durch die nationalsozialistische Herrschaft und den von Deutschland ausgehenden Zweiten Weltkrieg  verursacht wurden, wach zu halten. Durch die alliierten Einheiten wurden auch die Darmstädterinnen und Darmstädter befreit, die 1933 mit fast 50 Prozent die NSDAP gewählt hatten. Geschichtsvergessenheit, aber auch Verdrängung öffnen denen die Tür, die unseren heutigen freiheitlich-demokratischen Staat verachten und abschaffen wollen. Unsere Erinnerung sollte auch all den Soldaten der alliierten Streitkräften gelten, die ihr Leben eingesetzt haben, damit das zugrunde gerichtete Deutschland und seine Bevölkerung wieder leben konnten. Sie zeigten Vertrauen in die Werte und die demokratische Gesinnung der Deutschen. Dankbarkeit über die Befreiung und Solidarität der Menschen untereinander halfen, die harten Nachkriegsjahre zu überstehen. Das sind weithin gültige Werte, die uns auch durch die aktuelle Krise führen können.“

Fast die Hälfte der vorher 35 000 Wohnungen in Darmstadt wurden ganz, weitere 6000 teilweise zerstört. Es sollte 15 Jahre dauern, bis die Unmengen an Trümmern und Schutt geräumt oder wiederverwertet werden konnten. Die gesamte Infrastruktur Darmstadts inklusive der Stromversorgung und des Gesundheitssystems funktionierte nicht mehr.

„Das Gedenken an das Ende des Zweiten Weltkriegs erinnert uns angesichts der aktuellen Corona-Krise auch daran“, so der Darmstädter Oberbürgermeister, „wie schnell und unmittelbar Gesellschaften in Ausnahmezustände versetzt werden können. Sie zeigen uns, wie verletzlich wir als Einzelne und als Gesellschaft sind und auch, worauf wir angewiesen sind: auf uns alle als Solidargemeinschaft.“

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news-13092 Fr, 20 Mär 2020 14:44:03 +0100 Covid-19-Pandemie: Auch Baumärkte und Restaurants werden geschlossen /nachrichten/rss/news/corona-epidemie OB Partsch: „Einschneidende Maßnahmen, die Leben retten“ / Aufruf an Bürgerinnen und Bürger, Kliniken und Verwaltung Unterstützung anzubieten / Coronahelfer-Hotline Die Wissenschaftsstadt Darmstadt hat im Hinblick auf die Covid-19-Pandemie mit einer weiteren Allgemeinverfügung nun auch Bau- und Gartenmärkte, Sonnenstudios, Nagelstudios, Eisdielen, Cafés sowie Gemischtwarenläden ohne Lebensmittelangebot geschlossen. Dies gab Oberbürgermeister Jochen Partsch am Freitag, 20. März 2020, nach der jüngsten Sitzung des Krisenstabs bekannt. Zuvor hatte der OB in einer Telefonkonferenz mit den Kolleginnen und Kollegen des Hessischen Städtetags dieses Vorgehen abgesprochen; die zugrunde liegende Verordnung war vom Land Hessen verschärft worden. Am Freitagmittag wurde außerdem bekannt, dass das Land auch die Schließung aller Restaurants anordnet.

„Alle unsere Maßnahmen wirken schon jetzt und wirken weiter“, erklärte Oberbürgermeister Partsch. „Wir hätten heute eine andere Situation, wenn wir nicht schon vor acht oder zehn Tagen begonnen hätten, das soziale Leben einzuschränken. Ich betone aber noch einmal: Diese scharfen Eingriffe sind notwendig. Mit jeder dieser Maßnahmen retten wir Leben.“

Um diese zentralen Ziele zu erreichen: Leben retten, die weitere Ausbreitung des Covid-19-Virus zu verlangsamen und die Gesundheitssysteme zu stabilisieren und funktionsfähig zu erhalten, sind enorme Anstrengungen nötig. Dabei sind die Einsicht, das Handeln und das Unterlassen jedes Einzelnen gefordert. „Es ist beeindruckend, welche Bereitschaft die Bürgerinnen und Bürger zeigen, anderen spontan und unmittelbar zu helfen, Netzwerke nachbarlicher Unterstützung zu knüpfen, dabei viel Einfallskraft und großes Engagement beweisen. Dafür danke ich allen sehr“, sagte Partsch. Wer nachbarschaftliche Hilfe leisten will, findet weitere Informationen auf www.soli-DA-risch.de, eine gemeinsame Initiative des SV Darmstadt 98 und der Wissenschaftsstadt Darmstadt. Daneben gibt es eine Reihe weiterer unterstützenswerter Initiativen.

Zugleich richtet der Oberbürgermeister einen Appell auch an Menschen speziell mit medizinischen oder pflegerischen Kenntnissen – beispielsweise Medizinstudenten –, den Krankenhäusern in Darmstadt ihre Unterstützung anzubieten. „Dort wird jede Hilfe gerne angenommen, die das Klinikpersonal entlastet. Wer dabei mitwirken will, kann sich schon jetzt melden, um in die Arbeitsabläufe der Kliniken eingeführt zu werden“, so der OB. Eine Mail mit Informationen zu Qualifikation/Beruf, Vor- und Nachname, Mailadresse und Telefonnummer an die Adresse coronahelfer@darmstadt.de genügt oder man wendet sich an die Kliniken direkt. Unterstützungsangebote jeder Art werden unter dieser Mailadresse angenommen und koordiniert. Ab Montag, 23. März 2020, wird zudem eine Coronahelfer-Hotline freigeschaltet: 06151 780 68 00. Die Hotline ist montags bis freitags von 9 bis 16 Uhr besetzt.

Derzeit gibt es in der Stadt Darmstadt 21 bestätigte Covid-19-Fälle (Stand: Freitagmittag); zwei Patienten werden intensivmedizinisch betreut.
 

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news-13094 Fr, 20 Mär 2020 14:40:00 +0100 Covid-19-Pandemie /nachrichten/rss/news/covid-19-pandemie Stadt und Landkreis agieren gemeinsam gegen die weitere Verbreitung des Virus Die hessische Landesregierung hat heute Mittag (20.) entschieden, die Gaststätten und Restaurants morgen ab 12 Uhr zu schließen. Weiter wurde festgelegt, dass Versammlungen im öffentlichen Raum mit mehr als fünf Personen auch ab Samstag, 21. März, verboten sind. 

Oberbürgermeister Jochen Partsch und Landrat Klaus Peter Schellhaas tragen diese Maßnahmen des Landes mit, hatten sich aber mehr erhofft. „Der Landkreis und die Stadt gehen Hand in Hand, gemeinsam für die gesamte Region. Das, was das Land Hessen heute verfügt hat, ist eine Ausgangssperre light. Sollte sich am Wochenende zeigen, dass sich nicht an die Maßnahmen des Landes gehalten wird, werden wir uns nicht scheuen, weitere Maßnahmen für Stadt und Kreis zu ergreifen“, so Schellhaas und Partsch

Stadt und Landkreis arbeiten eng zusammen. „Wir können die Ausbreitung des Virus nur verlangsamen, wenn wir an einem Strang ziehen und wenn jeder Einzelne seine Sozialkontakte auf das Minimum reduziert.“ Jochen Partsch und Klaus Peter Schellhaas appellieren an alle Bürgerinnen und Bürger in Stadt und Landkreis: Bleiben Sie zu Hause. Lassen Sie uns auf Liebgewonnenes verzichten, um uns und unsere Mitmenschen zu schützen.“
 

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news-13085 Fr, 20 Mär 2020 09:04:32 +0100 SoliDArisch in Zeiten des Corona-Virus /nachrichten/rss/news/solidarisch-in-zeiten-des-corona-virus SV 98 und Wissenschaftsstadt Darmstadt richten zentrale Koordinierungsstelle für Hilfesuchende und Hilfswillige ein Mit Unterstützung der Wissenschaftsstadt Darmstadt richtet der SV Darmstadt 98 ab sofort eine zentrale Anlaufstelle für Hilfswillige und Hilfesuchende ein, um sie miteinander zu verbinden. Auf einer extra eingerichteten Koordinierungsplattform vermittelt der SV 98 unter dem Motto #soliDArisch Hilfeleistungen per Telefon-Hotline, auf der Internetseite www.soli-DA-risch.de
(http://www.soli-da-risch.de/) oder per E-Mail.

Lilien und Stadt möchten unter #soliDArisch Anlaufstelle für Hilfsangebote und Hilfeersuche jeder Art anbieten und ausdrücklich die bereits vorhandenen, zum größten Teil privaten Initiativen mit einbeziehen. Ziel ist es, die ganze Bandbreite an Unterstützungsmöglichkeiten abzudecken. An die Mailadresse soliDArisch@sv98.de können sich ab sofort Menschen wenden, die Hilfe suchen. Ebenso steht die Telefon-Hotline 06151/2752 303 (tel:tel://061512752303/)  für alle Menschen zur Verfügung, die in diesen schwierigen Zeiten Unterstützung benötigen (besetzt von 10 bis 14 Uhr). Auf www.soli-DA-risch.de gibt es ein Kontaktformular für die Personen, die ihre Hilfe und Unterstützung anbieten möchten. Dort erhalten alle Interessierten zudem weitere Infos zu #soliDArisch.

Mit dieser Aktion im Rahmen seiner Sozialkampagne „Im Zeichen der Lilie“ will der Verein praktische Hilfe vermitteln. Die Plattform wird von der Stadt Darmstadt unterstützt und ist offiziell von ihr legitimiert. So sollen beispielsweise freiwillige Einkaufshelfer mit Personen in Kontakt gebracht werden, die das Haus nicht verlassen können. Apotheken-Besuche können koordiniert oder Hilfsgüter zur Verfügung gestellt werden, die derzeit benötigt werden. Zum anderen will die Koordinierungsstelle aber auch die Folgen der Vereinsamung durch Isolation vermindern, das soziale Miteinander fördern und etwa Menschen erreichen, die in der momentanen Lage sonst keine oder sehr geringe soziale Kontakte hätten.

Lilien und Stadt reagieren damit auf die starken Einschränkungen des sozialen Lebens während der Corona-Krise.  Viele Menschen in der Region benötigen Unterstützung ganz unterschiedlicher Art, gleichzeitig herrscht in der Bevölkerung eine große Hilfsbereitschaft.

Rüdiger Fritsch (Präsident SV 98): „Auch und vor allem in dieser gesellschaftlichen Krise wollen wir unserer sozialen Verantwortung gerecht werden. Natürlich können wir nicht auf alle Fragen Antworten und Lösungen bieten. Wir wollen aber als Schnittstelle fungieren, um die Menschen zusammenzubringen und sich gegenseitig zu helfen. Wir sortieren, verbinden Personen miteinander und können unsere Reichweite sowie unser Netzwerk nutzen. Wir freuen uns sehr, dass die Stadt Darmstadt, unsere Fan- und Förderabteilung, die aktive Fanszene sowie die vielen bereits existierenden privaten Initiativen unseren Dienst unterstützen.“

Jochen Partsch (Oberbürgermeister Stadt Darmstadt): „Solidarität ist das Gebot der Stunde. Dazu gehört, dass jeder alles tut, um eine eigene Ansteckung zu vermeiden, dazu gehört aber auch, dass wir alle gemeinsam den Menschen helfen, die jetzt unsere Hilfe benötigen. So tragen wir auch dazu bei, alleinlebende Menschen vor einer Isolation zu bewahren. Wir stehen daher ausdrücklich hinter dieser vom SV Darmstadt 98 initiierten Aktion. Ich freue mich über diese gemeinsame Initiative, die einmal mehr zeigt, wie groß das Zusammengehörigkeitsgefühl in unserer Stadt ist. Das ist der richtige Weg, um die Krise gemeinsam zu meistern. Allen, die sich hier beteiligen, aber auch an anderer Stelle ihren Mitmenschen beistehen, danke ich von ganzem Herzen.“

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news-13083 Do, 19 Mär 2020 15:36:31 +0100 Corona-Virus: Krisenstab arbeitet künftig in kleineren Gruppen /nachrichten/rss/news/corona-virus-krisenstab-arbeitet-kuenftig-in-kleineren-gruppen Verbot von Großveranstaltung wird auf Mai ausgedehnt / OB Partsch: „Drastische Maßnahmen,  um die Verbreitung des Virus zu bremsen und insbesondere Menschen mit Risiken wirksam zu schützen“ / Aktuell 16 Erkrankte In seiner jüngsten Sitzung am Donnerstag, 19. März 2020, hat der Krisenstab der Wissenschaftsstadt Darmstadt unter Leitung von Oberbürgermeister Jochen Partsch unter anderem beschlossen, Arbeitsgruppen aus dem Krisenstab heraus zu bilden, die sich konzentriert mit den dringendsten Fragestellungen beschäftigen.

„Dadurch bilden wir kleinere Teams, reduzieren die Präsenzzeiten in der großen Zusammensetzung des Krisenstabs und stellen sicher, auch bei möglichen Ausfällen zukünftig arbeitsfähig zu bleiben. Zudem werden wir die Zusammenarbeit im Krisenstab über digitale Kanäle weiter ausbauen, um auch so den direkten Kontakt auf ein Minimum zu reduzieren“, erklärt Oberbürgermeister Jochen Partsch.

Weiterhin hat der Krisenstab die Allgemeinverfügung „Über das Verbot von Veranstaltungen und die Schließung von städtischen Einrichtungen“ bis Ende Mai verlängert, um die Verbreitung des Corona-Virus weiter einzudämmen. Das bedeutet, dass alle geplanten Groß-Veranstaltungen im Mai aufgrund des Corona-Virus abgesagt werden müssen. Darunter fallen auch das Schlossgrabenfest, die Frühjahrsmesse und der Merck-Firmenlauf. 

„Wir müssen alles in unserer Macht Stehende tun, um die Verbreitungsgeschwindigkeit des Virus zu verlangsamen“, erklärt Oberbürgermeister Partsch die Entscheidung. „Wir sind uns im Krisenstab alle darüber im Klaren, dass die dafür notwendigen Maßnahmen aktuell drastisch sind und unser öffentliches Leben kurzfristig stark einschränken. Aber wir sind auch fest davon überzeugt, dass dieses Vorgehen das richtige ist, um die Risikogruppe in unserer Gesellschaft – die Schwächeren, Älteren und Kranken – vor dem Virus zu schützen“, erklärte der Oberbürgermeister. „Deshalb appelliere ich auch noch mal dringend an alle Eltern, ihre Kinder nicht auf Spielplätze zu lassen, auch wenn dies schwer fällt. Wir alle müssen Rücksicht nehmen und uns einschränken!“

Außerdem hat der Krisenstab den Vorschlag der HEAG mobilo angenommen, die Fahrpläne des ÖPNV weiter zu reduzieren und auf Samstagsfahrpläne umzustellen. Hintergrund dafür ist zum einen die aktuell geringe Auslastung der Busse und Bahnen. Zum anderen ist dadurch eine flexible Veränderung in der Personalplanung möglich, damit die Funktionsfähigkeit des ÖPNV im Stadtgebiet auch weiterhin sichergestellt ist.

Der Krisenstab betont, dass alle Ämter und Einrichtungen der Stadtverwaltung ihren Betrieb aufrechterhalten; lediglich der Besucherverkehr ist eingeschränkt worden. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind telefonisch und vorzugsweise per E-Mail erreichbar. Bürgerinnen und Bürger, die Fragen zur Schließung der städtischen Ämter oder zur Notbetreuung in Kitas und Schulen haben, können sich an die Behördennummer 115 wenden. Sie ist von Montag bis Freitag von 8 bis 18 Uhr besetzt.

Aus gegebenem Anlass wird noch einmal darauf hingewiesen, dass sich der Eingang zum Corona-Testcenter der Kassenärztlichen Vereinigung in der Niersteiner Straße gegenüber vom Gesundheitsamt befindet. Der Test selbst wird in Block D vorgenommen.

Aktuell gibt es im Stadtgebiet 16 mit dem Corona-Virus infizierte Personen. Davon wird eine Person stationär behandelt, die anderen sind nur leicht erkrankt und befinden sich zu Hause. 450 Personen stehen derzeit per Anordnung unter Quarantäne.
 

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news-13079 Mi, 18 Mär 2020 17:10:12 +0100 Coronavirus-Krisenstab beschließt Maßnahmen zur besseren Ordnung der Patientenströme am Testcenter in der Bessunger Straße /nachrichten/rss/news/coronavirus-krisenstab-beschliesst-massnahmen-zur-besseren-ordnung-der-patientenstroeme-am-testcenter-in-der-bessunger-strasse Appell an Gaststättenbetreiber, sich an die Vorgaben des Landes zu halten / Kontrollen der Kommunalpolizei werden intensiviert / OB Partsch: „Verlegung des Testcenters heraus aus der Innenstadt ist wichtige und notwendige Maßnahme zum Schutz der Abläufe in und um das Klinikum Darmstadt“ Der Coronavirus-Krisenstab der Wissenschaftsstadt Darmstadt unter Leitung von Oberbürgermeister Jochen Partsch hat am heutigen Mittwoch (18.) unter anderem die bessere Ordnung der Patientenströme am von der Kassenärztlichen Vereinigung betriebenen Corona-Testcenter in der Bessunger Straße beschlossen. Die Städtischen Ämter haben den Auftrag, hier durch Absperrungen und entsprechende Beschilderung für einen besseren Ablauf und geordnete Verhältnisse zu sorgen. OB Partsch: „Die Verlegung des Corona-Testcenters heraus aus der Innenstadt war und ist eine wichtige und notwendige Maßnahme, auch um die Patientinnen und Patienten sowie die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Klinikums zu schützen und die Abläufe in den Notdiensten des Klinikums nicht zusätzlich zu beeinträchtigen. Wir werden die Situation auch am neuen Standort weiter kritisch überprüfen und entsprechende Veränderungen vornehmen, falls diese notwendig werden.“  

Zusätzlich appelliert der OB dazu noch einmal an die Bürgerinnen und Bürger: „Fahren Sie nicht einfach dorthin. Prüfen Sie zunächst, ob Sie für einen Test in Frage kommen. Klären Sie alle weiteren Fragestellungen über die dafür vorgesehene Telefonnummer 116117. Und wenn Sie bereits dort sind: Halten Sie sich an die Abstandsregeln. Und: Nehmen Sie Rücksicht und achten Sie auf Ihre Mitmenschen! Dies gilt auch für alle Menschen, die nun Rettungsdienste vor Ort aufsuchen. Informieren Sie sich vorab und gehen Sie nicht einfach in die Einsatzzentralen.“ 

Über diese Maßnahmen hinaus hat das Bürger- und Ordnungsamt den Auftrag erhalten, noch einmal die am gestrigen Dienstag vom Land Hessen veröffentlichte Verordnung zu prüfen und restriktiv umzusetzen. Die Kommunalpolizei wird daher noch einmal stärker kontrollieren. Die Gaststättenbetreiber sind aufgerufen, sich an die Vorgaben des Landes zu halten. Dies ist zur Eindämmung der Virusverbreitung notwendig.

Das Gesundheitsamt hat die Fachkräfte im Corona-Team noch einmal aufgestockt und vor dem Hintergrund der Absage aller Termine in den eigenen Räumlichkeiten  angekündigt, die Besuche des Sozialpsychiatrischen Dienstes direkt vor Ort bei den Betroffenen zu intensivieren. 

Als zusätzliche Information gibt der Krisenstab bekannt, dass am 27. März in Wixhausen wie bisher die Möglichkeit zum Blutspenden besteht. Die Bevölkerung bleibt aufgerufen, wie bisher auch Blutspenden zu leisten. 

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news-13076 Di, 17 Mär 2020 15:21:36 +0100 Ausbreitung des Coronavirus /nachrichten/rss/news/ausbreitung-des-coronavirus Krisenstab der Wissenschaftsstadt Darmstadt beschließt Umsetzung der Leitlinien von Bund und Ländern auf kommunaler Ebene ab Mittwoch (18.) / Appell an Bürgerinnen und Bürger, Gaststättenbetreiber und Einzelhandel, sich an die Vorgaben zu halten / 11 Covid-19-Fälle in Darmstadt / OB Partsch: „Leitlinien sind ein sinnvolles und notwendiges Instrument zur weiteren Eindämmung der Ausbreitung von Covid-19“ Der Coronavirus-Krisenstab der Wissenschaftsstadt Darmstadt unter Leitung von Oberbürgermeister Jochen Partsch, hat in seiner Sitzung am heutigen Dienstag (17.) die Umsetzung der von der Bundesregierung und den Landesregierungen am gestrigen Montag festgelegten Leitlinien zur Bekämpfung der Ausbreitung von Covid-19 (Coronavirus) beraten und beschlossen. Dazu zählen unter anderem die Schließung von Geschäften im Einzelhandel, die Auflagen für Gastronomiebetriebe und die Schließung von Spielplätzen im Stadtgebiet ab Mittwoch (18.). Weitere Informationen zu den Leitlinien und die Vorgaben im Detail gibt es auf der Homepage der Bundesregierung auf: https://bit.ly/2Ui6VGS.

„Die von der Bundesregierung und den Landesregierungen beschlossenen Leitlinien sind ein sinnvolles und notwendiges Instrument zur Bekämpfung der weiteren Ausbreitung des Coronavirus“, erläutert dazu Oberbürgermeister Jochen Partsch. „Der Krisenstab hat daher in seiner heutigen Sitzung festgelegt, den darin formulierten Vorgaben für das Öffentliche Leben ab Mittwoch zu folgen. Die Einhaltung der Vorgaben wird ab Mittwoch auch von der Kommunalpolizei kontrolliert. Vor diesem Hintergrund appellieren wir nochmals an die Bürgerinnen und Bürger aber auch an Unternehmerinnen und Unternehmer mit Belegschaft, die grundsätzlichen Verhaltensmaßgaben zur Eindämmung des Coronavirus, also Abstandsregelungen, regelmäßiges Händewaschen, kein Zusammenkommen in großen Gruppen, unbedingt ernst zu nehmen. Dies gilt auch im Freien in Parks und Grünanlagen. Wie Kanzlerin Merkel bereits gestern noch einmal unterstrich, ist es jetzt auch an jedem Einzelnen die Verbreitung des Virus mit den eigenen Verhaltensweisen zusätzlich auszubremsen. Es geht hier immer um die Unterbrechung von Infektionsketten, den Schutz besonders gefährdeter Bevölkerungsgruppen und die Sicherstellung der Leistungsfähigkeit unseres Gesundheitssystems. Die Behörden arbeiten eng und effektiv zum Schutz der Bevölkerung zusammen. Verhalten Sie sich umsichtig und rücksichtsvoll.“

Im Bereich der Ausnahmen der Notfallbetreuung in Kitas informierte der Krisenstab, dass nun weitere Berufsgruppen in den Status der systemrelevanten Berufe aufgenommen wurden. So gilt die Regelung ab sofort auch für Erzieherinnen und Erzieher, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im SGBII / SGBIII und Asylbewerberleistungsgesetz, also für Mitarbeitende des Jobcenters, der Agentur für Arbeit und des Amtes für Soziales und Prävention, sowie Personen der gesamten Versorgungswirtschaft, also etwa Abwasserentsorgung, IT und der Energieversorgung. Hier ist davon auszugehen, dass mit zunehmender Ausdifferenzierung in den nächsten Tagen weitere Berufsgruppen dazukommen könnten. Die Info-Hotline zur Unterstützung der Eltern ist weiterhin geschaltet: 06151/13-2060. Das Kinder- und Jugenddezernat bereitet nun eine Sammlung von Ideen für Beschäftigungs- und Spielmöglichkeiten im häuslichen Umfeld vor, die dann auch auf der Homepage der Stadt bereitgestellt werden sollen. 

Unterdessen steigt die Anzahl der Covid-19-Fälle in Darmstadt langsam an. Waren am Sonntag noch 8 Personen im Stadtgebiet infiziert, sind es mit Stand vom gestrigen Montag (16.) nun 11 Fälle. Wie das Gesundheitsamt informiert, befinden sich alle betroffenen Personen in Isolation und bei guter Gesundheit.

Zusätzlich appelliert der Krisenstab noch einmal an die Bürgerinnen und Bürger besonnen zu bleiben, aufeinander Rücksicht zu nehmen und vor allem das medizinische Personal nicht an seiner Arbeit zu hindern, beispielsweise durch das Blockieren von Rettungswegen.

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news-13071 Fr, 13 Mär 2020 14:49:49 +0100 Entschärfung der Weltkriegsbombe auf dem Messplatz erfolgreich /nachrichten/rss/news/entschaerfung-der-weltkriegsbombe-auf-dem-messplatz-erfolgreich OB Partsch: „Evakuierung und Entschärfung sind erfolgreich und ohne größere Vorkommnisse verlaufen“ / Ordnungsdezernent Reißer: „Mit vereinten Kräften gemeistert – herzlichen Dank“ Die Weltkriegsbombe auf dem Messplatz ist heute (13.) vom Kampfmittelräumdienst des Regierungspräsidiums Darmstadt erfolgreich entschärft worden.

„Selbstverständlich bin ich zunächst mal froh, dass die ganze Sache so gut über die Bühne gegangen ist“, erklärte Oberbürgermeister Jochen Partsch. „Evakuierung und Entschärfung sind erfolgreich und ohne größere Vorkommnisse verlaufen. Einsatzkräfte, Ehrenamtliche und die betroffenen Kolleginnen und Kollegen haben da wirklich Großartiges geleistet – vielen Dank für den Einsatz. Aber auch ein herzliches Dankeschön an die Darmstädterinnen und Darmstädter für die Kooperationsbereitschaft und das Verständnis in dieser Situation. Insgesamt hat sich gezeigt, dass unsere Planungen und Prozesse für den Ernstfall gut durchdacht sind, an den richtigen Stellen ansetzen und die Sicherheit in unserer Stadt gewährleisten“, so der Oberbürgermeister weiter.

Bürgermeister und Ordnungsdezernent Reißer ergänzt: „Diese besondere Situation haben wir mit vereinten Kräften gemeistert und dafür bedanke ich mich – bei der Feuerwehr und den Freiwilligen Feuerwehren, der Polizei, der Kommunalpolizei, dem Kampfmittelräumdienst, den Rettungsdiensten, dem DRK, dem ASB, dem Regierungspräsidium, all den ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern und den Beteiligten im Krisenstab. Die letzten Tage waren von einem extrem großen organisatorischen und logistischen Aufwand, aber natürlich auch von Anspannung geprägt. Umso mehr freue ich mich, dass sich unsere Arbeit ausgezahlt hat, niemand verletzt und nichts beschädigt wurde und alles gut gegangen ist.“

Gegen 13 Uhr meldete die Polizei den Abschluss der Evakuierungsarbeiten. Nach einem letzten Kontrollflug mit dem Hubschrauber konnte der Kampfmittelräumdienst gegen 13 Uhr mit der Entschärfung der Weltkriegsbombe beginnen.

Um 14.30 Uhr gab der Kampfmittelräumdienst die erfolgreiche Entschärfung bekannt. Von da an konnten die Bewohnerinnen und Bewohner zurück in ihre Wohnungen und Verkehr und ÖPNV den geregelten Betrieb wieder aufnehmen. Im Laufe des Tages kann es dabei noch vereinzelt zu Verschiebungen im Fahrplan kommen.

Die Bombe wurde am vergangenen Dienstag (10.) auf dem Messplatz entdeckt. Es handelte sich um eine Fliegerbombe amerikanischen Ursprungs von etwa 500 Kilogramm. Sie wurde bei einer systematischen Sondierung des Messplatzes durch eine private Kampfmittelsuchfirma in etwa 1 Meter Tiefe gefunden.

Aufgrund des Evakuierungsradius von etwa 750 Meter rund um den Fundort musste ein Gebiet mit etwa 9.000 Menschen evakuiert werden. Zahlreiche Bürgerinnen und Bürger konnten sich im Vorfeld private Ausweichquartiere für die Zeit ab 8 Uhr organisieren. Für alle anderen Betroffenen wurden die Kasinohalle und das Darmstadtium als Ausweichunterkünfte zur Verfügung gestellt. Über den Tag verteilt nahmen etwa 150 Bewohnerinnen und Bewohner aus dem Evakuierungsgebiet diese Möglichkeiten in Anspruch. Davon kamen ungefähr 30 in die Kasinohalle und etwa 120 ins Darmstadtium.

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news-13063 Mi, 11 Mär 2020 15:30:00 +0100 Magistrat: Fuß- und Radbrücken in der Blumenstraße werden neu gebaut /nachrichten/rss/news/magistrat-fuss-und-radbruecken-in-der-blumenstrasse-werden-neu-gebaut OB Partsch: „Wichtige Rad- und Fußwegverbindung, weit über Eberstadt hinaus“ In der Eberstädter Blumenstraße werden neue Brücken über die Modau und den Mühlgraben gebaut. Dies hat der Magistrat der Wissenschaftsstadt Darmstadt in seiner jüngsten Sitzung beschlossen. „Die beiden Brücken sind Bindeglieder in einer wichtigen Fuß- und Radwege-Verbindung, die auch Bezüge über den Ort hinaus herstellt. Zugleich sind sie Teil der beliebten Modaupromenade“, erklärt Oberbürgermeister Jochen Partsch. „Deshalb haben die Eberstädter zu Recht immer wieder auf ihre Wiederherstellung gedrungen.“

Die Brücken hatten im Dezember 2018 gesperrt werden müssen, nachdem ihre Verkehrssicherheit nicht mehr gewährleistet war. Dem waren mehrere Jahre der Diskussion und Planung vorausgegangen. Bereits 2013 hatte sich die Stadtverordnetenversammlung mit dem Projekt befasst, die Ausführung wurde aber zunächst wegen anderer Prioritäten zurückgestellt.  Verzögernd wirkte sich auch die Dauer des Wasserrechtsverfahrens aus, das von Februar 2017 bis Mai 2019 geführt wurde. „Mit Blick auf die Bedeutung der Wegeverbindung hatten wir geprüft, ob für die Zeit bis zum Neubau eine provisorische Instandsetzung der Brücken möglich ist“, sagte OB Partsch. Die Schäden an den Widerlagern waren dafür jedoch zu gravierend.“

Die beiden Brücken, die nun ersetzt werden, waren über 50 Jahre alt. Die neue Brücke über die Modau wird nun als offenes rahmenartiges Stahlbetonbauwerk errichtet, die sich in einer Weite von 8,90 Meter über das Flüsschen spannt. Ein 1,30 Meter hohes Füllstabgeländer geleitet die Passanten sicher ans andere Ufer. Ähnlich wird die Brücke über den Mühlgraben gestaltet. Die Kosten für den Neubau der beiden Brücken betragen rund 610 000 Euro. Die Arbeiten sollen Ende 2020 zu beginnen. Die Bauzeit beträgt voraussichtlich sechs Monate. 
 

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news-13059 Di, 10 Mär 2020 15:04:33 +0100 Otto-Bartning-Stiftung zeichnet vier Studenten der TUD und der h_da mit Förderpreisen aus /nachrichten/rss/news/otto-bartning-stiftung-zeichnet-vier-studenten-der-tud-und-der-h-da-mit-foerderpreisen-aus OB Partsch: „Wegweisende Entwürfe im Städtebau und Beleg für die Qualität der Architekturausbildung in Darmstadt“ Die Otto-Bartning-Stiftung hat am heutigen Dienstag, 10. März 2020, die Förderpreise für 2017 und 2018 an vier Studierende der TU Darmstadt (TUD) und der Hochschule Darmstadt (h_da) vergeben. Die Preise erhielten Konstantin Martin Kirstein (TUD), Peter Lechner (h_da), Lilli Altrichter (TUD) und Dominik Metz (h_da).

„Ich gratuliere den Ausgezeichneten zu ihrer Arbeit, die mit dem Otto-Bartning-Preis gewürdigt wird“, sagte Oberbürgermeister Jochen Partsch im Vorfeld. „Ihre Arbeiten überzeugen durch intelligente und sensible architektonische Lösungen, damit sind sie zugleich wegweisend im Hinblick auf die Herausforderungen, vor denen der Städtebau in komplexen Zusammenhängen steht – klimatisch, ökologisch, gesellschaftlich. Die Auszeichnungen sind zugleich ein Leistungsbeweis für die gute Ausbildung in den Architekturfachbereichen der Technischen Universität und der Hochschule.“

Die Preise für 2017 gehen an Konstantin Martin Kirstein (TUD), Peter Lechner (h_da).

Konstantin Martin Kirstein stellt mit „Amatrice – Citta delle mille Finestre“ einen strategischen Rahmen für den Wiederaufbau der vom Erdbeben fast gänzlich zerstörten italienischen Stadt Amatrice vor. Ein größerer Baukörper wirkt als Initialzünder für den Wiederaufbau. Das zentrale Bauwerk ist zunächst als Behelfswohnanlage mit Kleinstwohnungen, Verwaltung und der Koordination der Baustelle für den Wiederaufbau geplant. Später ist die Nutzung als Gemeindezentrum mit Ausstellungflächen möglich. Kirstein studierte von 2010 bis 2018 Architektur an der TU Darmstadt. Studienbegleitende berufliche Erfahrungen sammelte er im Büro 03 Architekten, München, und bei Kaiser + Ney, Frankfurt. Seit 2018 arbeitet er im Büro MJRM, Darmstadt.

Peter Lechners Entwurf „Workscape“ für ein repräsentatives und kommunikatives Verwaltungsgebäude in Kassel betont die prägnante Achse der Wilhelmshöher Allee. Gleichzeitig wird ein campusartiges Quartier geformt, das als Stadtraum der Begegnung dient. Das Erscheinungsbild des neuen Hauptgebäudes ist rational, dabei gleichzeitig scharfkantig und modern. Nach einer Berufsausbildung zum Tischler studierte Lechner von 2009 bis 2017 Architektur an der Hochschule Darmstadt. Berufliche Stationen waren Steinwegarchitekten Kloft und Wenzel und das Architekturbüro Stephan Kollmann. Heute arbeitet er bei Opus-Architekten, Darmstadt.

Die Preise für 2018 gehen an Lilli Altrichter (TUD) und Dominik Metz (h_da).

Lilli Altrichter entwickelt mit ihrem Entwurf „Wohnmaschine“ auf dem Gelände des Güterbahnhofs Darmstadt die Vision eines neuartigen Wohnraums für 200 Menschen. Typologisch nimmt sie sich das Gewächshaus zum Vorbild. Sie unterscheidet dabei zwischen einem gedämmten und beheizten Kernhaus für die Privatsphäre der Bewohner und einer verglasten Mantelzone für Gemeinschaftsaktivitäten und Bepflanzung. Im städtebaulichen Konzept zeigt sich das Gebäude dem Gleisfeld wie der Stadt zugehörig. Altrichter studierte von 2012 bis 2019 Architektur an der TU Darmstadt. Während des Studiums absolvierte sie ein Praktikum bei Züblin AG Frankfurt und war als Werkstudentin bei Klaus Heim GmbH, Hanau, Marriot International, Eschborn und KVL Bauconsult Frankfurt tätig. Heute arbeitet sie bei KVL Bauconsult, Frankfurt.

Dominik Metz will mit seinem Entwurf „Digitale Meile – Third Mission – Die Hochschule auf die Straße bringen“ den Campus Dieburg als Aushängeschild für die Zukunftsfähigkeit der Hochschule Darmstadt präsentieren und deren Potenziale in einem interaktiven Austauschprozess mit Bevölkerung und Wirtschaft zu einem gesellschaftlichen Mehrwert führen. Dazu wird der Campus grundlegend neu strukturiert. Die starre Erschließungsstruktur wird aufgelöst, der komplette Campus wird verkehrsberuhigt. Metz studierte nach einer Ausbildung zum Bauzeichner von 2012 bis 2018 Architektur an der Hochschule Darmstadt. 2014 erhielt Dominik Metz den ersten Preis im BDA-Wettbewerb „Umbau und Akzentuierung der Landesgeschäftsstelle des BDA Hessen“.


Otto-Bartning-Förderpreis

Otto Bartning (1883-1959) zählt zu den herausragenden Baumeistern des Zwanzigsten Jahrhunderts, nicht zuletzt wegen seines maßgeblichen Beitrags zur Entwicklung des protestantischen Kirchenbaus. Zudem war er an wegweisenden Projekten des Wohnbaus der zwanziger und dreißiger Jahre beteiligt. Seine Entwürfe prägten auch den Wiederaufbau Darmstadts nach 1945. Bartning gilt als Spiritus Rector der „Darmstädter Gespräche“, die durch Auseinandersetzung mit Gegenwartsfragen die gesellschaftspolitische Diskussion nachhaltig anregten. In Darmstadt wurden nach Entwürfen von Bartning die Frauenklinik („Darmstädter Meisterbauten“), die Matthäuskirche in der Heimstättensiedlung, eine Wohnsiedlung an der Nieder-Ramstädter Straße und das Bau-Muster-Haus am Hauptbahnhof errichtet.

Die Stadt Darmstadt hat im Jahre 1953 anlässlich des 70. Geburtstags von Bartning die Otto-Bartning-Stiftung für Baukunst und Bildende Künste errichtet. Zweck der Stiftung ist, „sowohl Schaffenden wie auch Lernenden im Bereich der Architektur, Malerei, Plastik und angewandten Künste durch Preise oder Ankäufe, Stellung von Aufgaben oder auf andere geeignete Weise Förderung zuteilwerden zu lassen“. Der Schwerpunkt der Stiftungstätigkeit konzentriert sich seit 1998 auf die jährliche Auslobung des Otto-Bartning-Förderpreises für Studierende des Fachbereichs Architektur der Technischen Universität und der Hochschule Darmstadt. Im Sinne Bartnings werden insbesondere Arbeiten ausgewählt, die sich auf kulturelle und/oder gesellschaftliche Aufgabenstellungen mit innovativen Lösungsansätzen beziehen. Der Preis ist mit 2000 Euro dotiert. Er wird geteilt und mit je 1000 Euro Preisgeld an der Technischen Universität Darmstadt und der Hochschule Darmstadt vergeben.
 

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news-13056 Mo, 09 Mär 2020 08:52:13 +0100 Diesel-Fahrverbot: Messwerte von 2019 belegen deutlich gesunkene Belastung durch Stickoxide /nachrichten/rss/news/diesel-fahrverbot-messwerte-von-2019-belegen-deutlich-gesunkene-belastung-durch-stickoxide Umweltdezernentin Akdeniz: „Darmstadts Luftreinhaltepolitik zeigt Wirkung“ / Künftig noch schärfere Kontrollen Die Umsetzung der Maßnahmen des Luftreinhalteplans hat in Darmstadt zu einer deutlichen Verbesserung der Luftqualität in Bezug auf Stickstoffdioxid (NO2) geführt. Dies ergibt sich aus den Messwerten, die nun für das gesamte Jahr 2019 komplett vorliegen. Dazu gehören die Verkehrsbeschränkungen in der Hügel- und der Heinrichstraße, die am 1. Juni des vergangenen Jahres eingeführt wurden. „Die Belastung mit Stickoxiden sinkt seit mehreren Jahren kontinuierlich. Das Maßnahmenpaket, das seit 2019 durch die Wissenschaftsstadt Darmstadt umgesetzt wird, hat eine weitere erhebliche Reduzierung der Belastung bewirkt. Das ist eine gute Nachricht für die Bürgerinnen und Bürger, denn dies kommt unmittelbar ihrer Gesundheit zugute“, erklärt Umweltdezernentin Barbara Akdeniz. „Der Erfolg unserer Anstrengungen ist jetzt vom Hessischen Umweltministerium ausdrücklich lobend und dankend anerkannt worden.“ 

Lag der Jahresmittelwert an der amtlichen Messstation in der Hügelstraße 2017 noch bei 52,3 Mikrogramm Stickstoffdioxid pro Kubikmeter Luft (µg/m³ NO2), verbesserte sich dieser 2019 deutlich auf 38,4 µg/m³ NO2 – womit dort schon  2019 der Jahresmittelgrenzwert (40 µg/m³ NO2) unterschritten wurde. Wird allein die zweite Jahreshälfte 2019 betrachtet, beträgt der Wert sogar nur 33,7 µg/m³ NO2. Auch an den sogenannten Passivsammlern ist ein starker Rückgang der NO2-Belastung zu verzeichnen, besonders am Tunnelausgang in der Hügelstraße. An dieser Messstelle, die eine kleinräumige Sondersituation mit hoher NO2-Belastung darstellt, wurde 2017 noch ein Jahresmittelwert für NO2  von 71,8 µg/m³  gemessen. In der zweiten Jahreshälfte 2019 lag der dortige Wert dagegen nur noch bei 48,8 µg/m³ NO2. Am Passivsammler in der Heinrichstraße sank der Wert von 59,8 (2016) auf 38,2 µg/m³ NO2 in der zweiten Hälfte 2019 – was die Wirksamkeit der Maßnahme unterstreicht.  Die Grenzwerte werden somit im Jahresmittel 2020 aller Wahrscheinlichkeit nach in der gesamten Heinrichstraße eingehalten.

„Die Luftqualität in Darmstadt hat sich im vergangenen Jahr deutlich verbessert. Hierzu hat die Umsetzung der Maßnahmen aus dem Luftreinhalteplan erheblich beigetragen, deshalb bedanke ich mich ausdrücklich für das Engagement der Stadt Darmstadt. An allen Messstellen ist die Belastung stark zurückgegangen, in der Hügelstraße liegt sie leider noch oberhalb des Grenzwertes. Zum Schutz der Bürgerinnen und Bürger müssen die Anstrengungen deshalb intensiviert werden. Gemeinsam mit der Stadt haben wir entschieden, das Durchfahrverbot stärker zu kontrollieren. Bei Verkehrskontrollen Ende 2019 wurde festgestellt, dass sich viele Fahrerinnen und Fahrer von älteren Dieselwagen noch nicht an das Fahrverbot halten. Deshalb sind die Kontrollen notwendig. Wir appellieren an diese Autobesitzerinnen und -besitzer sich an die Beschränkung zu halten“, betont Umweltministerin Priska Hinz

Zu den Maßnahmen, die den bisher erreichten Erfolg sichern und eine weitere Minderung der Luftschadstoffe ermöglichen, gehört die Überwachung der Verkehrsbeschränkungen und des Geschwindigkeitslimits. Dies geschieht seit dem 1. Juni 2019 durch Verkehrskontrollen der Kommunalpolizei und durch die Erfassung von Temposündern und Verstößen gegen das Lkw-Durchfahrverbot durch Blitzersäulen. „Dabei werden auch jene Fahrzeuge erfasst, die trotz dem sogenannten Fahrverbot unterwegs sind. Diese Kontrollen finden weiterhin statt“, versichert 
Bürgermeister und Ordnungsdezernent Rafael Reißer.

Auf Drängen der Stadt und in Abstimmung mit dem Hessischen Innenministerium hat das Umweltministerium nun mitgeteilt, dass künftig jederzeit auch verdachtsunabhängige Kontrollen nach Paragraf 63c StVG möglich sind. Danach können ab sofort  in der Hügel- und in der Heinrichstraße teilautomatisiert Fahrzeuge geblitzt werden – unabhängig von ihrer Geschwindigkeit, um so Verstöße gegen die Verkehrsbeschränkung zu ermitteln. 

Der Erfolg in  der Reduzierung der Belastung durch Stickstoffdioxid ist nicht allein auf die Verkehrsbeschränkungen für ältere Diesel und Benziner zurückzuführen, sondern auch auf das absolute Lkw-Durchfahrtverbot in der Heinrichstraße, die Wegnahme einer Fahrspur auf dem Cityring sowie Tempo 30 in der Hügel- und in der Heinrichstraße. 

„Die Fortschritte sind bemerkenswert, doch sie sind kein Anlass, dabei stehen zu bleiben – im Gegenteil“, betont Umweltdezernentin Barbara Akdeniz. „Wir werden nicht nachlassen uns als Kommune für den Gesundheitsschutz unserer Bürgerinnen und Bürger einzusetzen und gleichzeitig weiter das Ziel einer nachhaltigen, urbanen Mobilität verfolgen. Hierzu gehören die Maßnahmen unseres Green City Plans wie Stärkung des ÖPNV, des Rad- und Fußverkehrs aber auch Elektrifizierung und Vernetzung des Verkehrs.“
 

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news-13054 Fr, 06 Mär 2020 14:18:30 +0100 Angst vor dem Krankenhaus? Das muss nicht sein! /nachrichten/rss/news/angst-vor-dem-krankenhaus-das-muss-nicht-sein Medizinstudierende schlüpfen in die Rolle von Teddydoktorinnen und -doktoren und behandeln Teddy und Co von Kindergartenkindern 300 Kinder städtischer Kindergärten im Alter zwischen drei und sechs Jahren sind eingeladen, ihre Plüschtiere, Teddybären oder Puppen im ersten Teddykrankenhaus in Darmstadt behandeln zu lassen: Auf Initiative der Personalabteilung veranstalten Studierende der Humanmedizin, die am Klinikum Darmstadt ihr praktisches Jahr (PJ) absolvieren, für das kommunale Krankenhaus Anfang März an drei Tagen ein Teddykrankenhaus. Ziel der Veranstaltungen ist es, Kindern die Angst vor einem Krankenhausaufenthalt, medizinischem Personal oder einem Arztbesuch zu nehmen. Dafür schlüpfen Studierende in die Rolle von Teddydoktoren und -doktorinnen.
„Gesundheitsförderung und -schulung fängt am besten früh an“, weiß Sozialdezernentin Barbara Akdeniz, Schirmfrau des ersten Teddykrankenhauses am Klinikum Darmstadt. „Wie wichtig Gesundheit ist, wird uns in diesen Tagen besonders bewusst. Daher unterstütze ich die Idee der Studierenden und des kommunalen Krankenhauses sehr gerne, Kindern frühzeitig die Angst vor Krankenhausbesuchen zu nehmen und zugleich über Krankheiten, Untersuchungen und Behandlungen zu informieren.“

Das Konzept von Laura Behrens, Viktoria Friesen und Theresa Lehrian stieß sofort auf Resonanz und Unterstützung der Personalabteilung und des Studierendensekretariats. Mit zwölf weiteren PJ-Studierenden besetzen die Nachwuchskräfte die Stationen des Teddykrankenhauses: Von der Patientenanmeldung, über den Warteraum mit Malstation, einer Untersuchung mit Röntgenstation, bis hin zur OP-Station, für die sich alle Kinder OP-tauglich in Kittel und mit Mundschutz und Haube kleiden müssen.

Dort wird im Innersten eines OP-Teddys geschaut, was den kleinen Patienten Bauchschmerzen bereiten kann. An der letzten Station gibt es dann das Abschlussgespräch und ein Rezept für Zuhause: Dies kann in unserer „Apotheke“ eingelöst werden, um die „kranken“ Kuscheltiere wieder gesund zu machen. Draußen wartet dann noch ein Rettungswagen des Deutschen Roten Kreuzes und lädt neugierige Kinder zur Besichtigung ein.

„Unsere Motivation ist natürlich, die vielen strahlenden Kinderaugen sehen zu können“, sagt Laura Behrens. Neben dem spielerischen Kennenlernen von alltäglichen Abläufen in einem Krankenhaus stehe auch die Rolle des Kuscheltieres im Vordergrund. „Über den Wegbegleiter kommen wir in den direkten Kontakt und können mit den Kindern über verschiedene Lebensereignisse sprechen und auf mögliche eigene Erkrankungen oder Arztbesuche vorbereiten. So nehmen wir mit dem Kind gemeinsam dem Teddy zum Beispiel die Angst vor einer Impfung.“

Das Teddykrankenhaus soll künftig jedes Jahr als Projekt der PJ-Studierenden Darmstädter Kindern angeboten werden. Das Konzept wird von der Bürgerstiftung Darmstadt unterstützt. Weitere Sponsoren sind: der Bio-Lebensmittelsupermarkt Tegut, die Engel Apotheke am Luisenplatz und das Autohaus Hedtke.

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news-13051 Mi, 04 Mär 2020 16:16:51 +0100 Magistrat beschließt Verkehrsplanung für das neue Ludwigshöhviertel / OB Partsch: „Nachhaltige Mobilität nach dem Vorbild von Lincoln“ / /nachrichten/rss/news/magistrat-beschliesst-verkehrsplanung-fuer-das-neue-ludwigshoehviertel-ob-partsch-nachhaltige-mobilitaet-nach-dem-vorbild-von-lincoln Vorrang für Fußgänger, Radler, Straßenbahn / Parken in drei Quartiersgaragen Der Magistrat der Wissenschaftsstadt Darmstadt hat in seiner jüngsten Sitzung der Vorplanung zur Verkehrserschließung des künftigen Ludwigshöhviertels zugestimmt. „Damit haben wir den nächsten wichtigen Schritt zur Entwicklung dieses neuen Stadtteils getan, in dem einmal rund dreitausend Menschen wohnen werden“, sagt Oberbürgermeister Jochen Partsch. „Mit dem Ludwigshöhviertel wird in Darmstadt nach dem Vorbild der Lincolnsiedlung ein weiteres Modellquartier für nachhaltige Mobilitäts- und Siedlungsentwicklung realisiert. Dabei werden von Anfang an Mobilitätsalternativen zum eigenen Auto gefördert –  im Gegenzug nehmen die Autos hier weniger Platz in Anspruch als bisher üblich. So wird ein wichtiger Beitrag zur Reduzierung der Emissionsbelastung durch den Autoverkehr geleistet und die Aufenthaltsqualität im Quartier deutlich gestärkt.“

Grundlage für ein qualitätsvolles und autoarmes Umfeld sind  zum einen ein reduzierter Stellplatzschlüssel sowie die Konzentration der Stellplätze in drei Quartiersgaragen und zum anderen die flächendeckende Verkehrsberuhigung. Mit dem Mobilitätskonzept soll der Verkehr im Quartier effizient, umwelt- und umfeldverträglich abgewickelt werden. Analog der Lincoln-Siedlung soll die Bewohnerschaft von Anfang an durch ein umfassendes Mobilitätsmanagement und mit Mobilitätsalternativen zum eigenen Auto unterstützt werden. Der Schwerpunkt der Erschließung des Ludwigshöhviertels wird bei den Verkehrsmitteln des Umweltverbundes (Fuß- und Radverkehr, öffentliche Personennahverkehr sowie Sharing-Angebote) liegen. Wegen des engen Zeitplans (Fertigstellung des geförderten Wohnungsbaus bis Mitte 2024) läuft die Erschließungsplanung parallel zur Erstellung des Bebauungsplanes S 26 sowie der Erarbeitung des Städtebaulichen Vertrages zwischen der Wissenschaftsstadt Darmstadt und der BVD New Living GmbH &. Co. KG.

Die Hauptachse des Quartiers ist die Nord-Süd-Verbindung über Ludwigshöhstraße, Quartiersplatz, Promenade und Cooperstraße. Diese ist zum Großteil nur für den ÖPNV (Straßenbahnlinie 3) sowie Fuß- und Radverkehr vorgesehen. Der motorisierte Individualverkehr (MIV) wird über eine neue Erschließungsstraße etwa 100 Meter südlich der Akademie für Tonkunst gesondert ins Quartier geführt. Das Quartier wird zudem als verkehrsberuhigter Bereich (Schrittgeschwindigkeit) ausgewiesen, auch um etwaigen Durchgangsverkehr fernzuhalten. 

Mit der flächendeckenden Verkehrsberuhigung soll im Ludwigshöhviertel eine hohe Aufenthaltsqualität sowie ein attraktives, barrierefreies, dichtes und gleichberechtigtes Netz für Fußgänger und Radfahrer im Quartier geschafft werden. Neben gleichberechtigter Führung auf der Fahrbahn im Mischverkehr sind auch reine Fußgängerwege abseits des motorisierten Verkehrs und Nachbarschaftsplätze vorgesehen, außerdem für den Fuß- und Radverkehr eine direkte Nord-Süd-Verbindung zwischen Heinrich-Delp-Straße und Ludwigshöhstraße. 
Das Gebiet wird auf der Hauptachse über den Quartiersplatz und die Promenade durch die Straßenbahn im 300 Meter Einzugsradius erschlossen. Es wird jeweils eine Straßenbahnhaltestelle auf dem Quartiersplatz und im Süden an der Promenade vorgesehen.

Das Parken für Einwohner wird gebündelt; die Stellplätze sind überwiegend in drei Quartiersgaragen untergebracht. Parken für Besucher erfolgt im öffentlichen Straßenraum an dafür gekennzeichneten und bewirtschafteten Flächen. Die Quartiersgaragen werden an Quartiersrändern, mit kurzer Entfernung zu den Erschließungsstraßen Ludwigshöhstraße und Cooperstraße vorgesehen, um den Binnenverkehr im Quartier zu meiden. Entlang der Straßen werden Bäume und Baumreihen gepflanzt, in die sogenannte Landschaftstreppe Fahrrad-Abstellplätze integriert. Auch die Straßenbahntrasse wird an der Quartierspromenade beidseits von Bäumen begleitet.
 

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news-13050 Mi, 04 Mär 2020 16:07:37 +0100 Magistrat beschließt Leitlinien zur Nahmobilität / Sicherheit aller Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer steht an erster Stelle /nachrichten/rss/news/magistrat-beschliesst-leitlinien-zur-nahmobilitaet-sicherheit-aller-verkehrsteilnehmerinnen-und-verkehrsteilnehmer-steht-an-erster-stelle OB Partsch: „Wichtiges Ergebnis, mit dem wir weitere Handlungsrichtlinien für die Verkehrswende festgelegt haben“ In seiner jüngsten Sitzung (4.) hat der Magistrat der Wissenschaftsstadt Darmstadt die vom Runden Tisch Nahmobilität erarbeiteten Leitlinien für den Ausbau des Fuß- und Radverkehrs beschlossen.

„Mit der Mitgliedschaft der Wissenschaftsstadt Darmstadt in der „Arbeitsgemeinschaft Nahmobilität Hessen“ und der Einrichtung des Runden Tischs Nahmobilität haben wir bereits vor vier Jahren die Weichen für den konsequenten und zukunftsorientierten Ausbau des Fuß- und Radverkehrs gestellt“, erklärt Oberbürgermeister und Verkehrsdezernent Jochen Partsch. „Die Verabschiedung der Leitlinien, die der Runde Tisch Nahmobilität erarbeitet hat, sind nun ein entscheidender Schritt und wichtiges Ergebnis, mit dem wir weitere praktische Handlungsrichtlinien für die Entscheidungsprozesse für die dringend notwendige Verkehrswende in unserer Stadt festgelegt haben“, so Partsch weiter. 

Das verabschiedete Konzept beinhaltet insgesamt zehn Forderungen, die bei der Planung und Realisierung künftiger Verkehrsmaßnahmen berücksichtigt werden sollen. Neben einer einleitenden Präambel umfasst das Dokument auch eine Definition der Nahmobilität sowie die zehn Leitlinien. Oberstes Kriterium ist dabei die Erhöhung der Verkehrssicherheit für alle Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer. Weiterhin fordert der Runde Tisch Nahmobilität: Herstellung durchgängiger Verbindungen für den Rad- und Fußverkehr, Umsetzung einheitlicher und eingängiger Ansätze der Verkehrsführung, Herstellung von Infrastrukturangeboten für alle, Schaffung sicherer Querungen, Einrichtung fuß- und radverkehrsfreundlicher Signalanlagen, Sicherstellung von Barrierefreiheit, Bereitstellung von mehr Raum für Nahmobilität, Intensivieren und Fortführen von Informationen, Kommunikation und Kampagnen sowie zielgruppenspezifisches Mobilitätsmanagement. Die beschlossene Radstrategie der Wissenschaftsstadt Darmstadt ist als Bestandteil der Leitlinien zu sehen.   

Seit 2016 bekennt sich die Wissenschaftsstadt Darmstadt mit ihrer Mitgliedschaft in der „Arbeitsgemeinschaft Nahmobilität Hessen“ (AGNH) zu den Leitzielen der AGNH, die Nahmobilität in Hessen umfassend zu fördern.

Auf Grundlage der Mitgliedschaft in der AGNH hat am 24. Januar 2017 der Runde Tisch Nahmobilität zum ersten Mal getagt. Er setzt sich aus Vertreterinnen und Vertretern der politischen Fraktionen sowie der Interessenverbänden des Fuß- und Radverkehrs, der Stadtverwaltung, IHK, HEAG mobilo und der Lokalen Agenda. Ziel des Runden Tisches ist die Beratung der Wissenschaftsstadt Darmstadt bei Planungsprozessen rund um die Nahmobilität. Unter Berücksichtigung der Interessen und Bedürfnisse der verschiedenen Nutzergruppen sollen gemeinsame Lösungen gefunden werden, die zur Stärkung des Fuß- und Radverkehrs beitragen. Hierbei sind alle Verkehrsteilnehmenden gleichberechtigt bei der Neuaufteilung von vorhandenen Flächen zu berücksichtigen.
 

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news-13045 Di, 03 Mär 2020 16:30:34 +0100 Wissenschaftsstadt Darmstadt zeichnet Alnatura-Gründer Götz Rehn mit Silberner Verdienstplakette aus /nachrichten/rss/news/wissenschaftsstadt-darmstadt-zeichnet-alnatura-gruender-goetz-rehn-mit-silberner-verdienstplakette-aus OB Partsch: „Ein Unternehmer, der gesellschaftliche Verantwortung übernimmt“ Anlässlich seines siebzigsten Geburtstags ist Götz Rehn, Gründer und Geschäftsführer des Unternehmens Alnatura, mit der Silbernen Verdienstplakette der Wissenschaftsstadt Darmstadt ausgezeichnet worden. Es ist eine der höchste Ehrungen, die Darmstadt zu vergeben hat.

In seiner Ansprache zur Überreichung der Verdienstplakette würdigte Oberbürgermeister Jochen Partsch Rehns Beitrag zum wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Leben Darmstadts. Dieses sei mit dem neuen Alnatura-Campus „um einen bedeutenden Standort erweitert worden“, sagte Partsch. „Die Kooperation mit dem Unternehmen sichert der Stadt die besten Zukunftsaussichten – der Alnatura-Campus ist nicht nur ein Ort des Arbeitens, sondern richtet sich als nachhaltige Gesamtkonzeption mit seinem Kindergarten, dem grünen Umfeld und den Erlebnisgärten an Schulen, Mitarbeiter und interessierte Bürgerinnen und Bürger.“ Mit diesem Lern-, Bildungs- und Arbeitscharakter werde, so OB Partsch, „eine besondere gesellschaftliche Verantwortung wahrgenommen, die Unternehmertum breit definiert und über den Zweck der reinen Gewinnerzielung weit hinausgeht“.

Rehn wurde am 2. März 1950 in Freiburg geboren. Dort besuchte er auch die Waldorfschule und studierte später Volkswirtschaftslehre. Mitte der siebziger Jahre lernte er den Anthroposophen Herbert Witzenmann kennen, dessen Ideen zum Verhältnis von Mensch und Wirtschaft ihn maßgeblich beeinflussten. Im Oktober 1984 gründete Rehn das Unternehmen Alnatura, das er seitdem als geschäftsführender Alleingesellschafter leitet. 1987 wurde in Mannheim der erste Alnatura-Supermarkt eröffnet, dem über 130 Märkte in Deutschland folgten. Seit Anfang 2019 hat Alnatura seinen Konzernsitz in einem ökologische und ökonomische Prinzipien harmonisch vereinenden Gebäudekomplex auf dem Gelände der früheren Kelley Barracks in Darmstadts Südwesten.
 

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news-13044 Di, 03 Mär 2020 14:28:50 +0100 Aktionen anlässlich des Weltartenschutztags am 8. März im Zoo Vivarium  /nachrichten/rss/news/aktionen-anlaesslich-des-weltartenschutztags-am-8-maerz-im-zoo-vivarium Führungen, Vorträge und Schaufütterungen Anlässlich des internationalen Artenschutztags bietet der Zoo Vivarium der Wissenschaftsstadt Darmstadt am Sonntag (8. März) Führungen, Vorträge und Schaufütterungen an, in denen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer unter anderem über die weltweit bedrohten Tapire und Schopfmakaken informiert werden. Der internationale Tag des Artenschutzes wurde im Rahmen des Washingtoner Artenschutzabkommens vom 3. März 1973 eingeführt. Das Abkommen dient dem Schutz bedrohter Tier- und Pflanzenarten weltweit.

Programmübersicht:
Führungen 

10 Uhr: "Zwergentour" mit Treffpunkt an der Schopfmakakeninsel
12 Uhr:  „Artenschutz im Affenrevier I“ mit Treffpunkt an der Schopfmakakeninsel
14 Uhr: „Artenschutz im Affenrevier II“ mit  Treffpunkt am Dr. Maria Börsig Haus

Schaufütterungen
11 Uhr: Krokodile
13 Uhr: Saruskraniche
15 Uhr: Tapire
17 Uhr: Otter und Binturongs

Vorträge:
11 Uhr: W. Schwarz: „Abenteuer Naturgarten – vom Gartenbesitzer zum Artenschützer“
13 Uhr: Petra Kipper: „Wildtier gefunden, was tun? - Artenschutz an einheimischen Tieren“

Bei guter Witterung wird die Totenkopfaffenanlage für die Besucherinnen und Besucher von 11 bis 13 Uhr und 15 bis 16 Uhr öffnen. Die Eingangs- und Ausgangsschleuse zum Gehege ist auch für Menschen mit Handicap, die etwa auf einen Rollator oder einen Rollstuhl angewiesen sind, benutzbar. Bei der begehbaren Außenanlage stehen die intensiven Tier-Beobachtungen im Vordergrund. Daher sind aus Sicherheitsgründen keine Kinderwagen und nichts Essbares im Gehege erlaubt, auch das Anfassen der Tiere ist untersagt.

Zudem gibt es seit dem 27. Februar 2020 im Ausstellungsraum gegenüber der Zooschule Informationen zum Thema „Artenschutzarbeit im Zoo Vivarium“.  

Für den Artenschutz haben sich auch Schülerinnen und Schüler der Georg-Büchner-Schule Darmstadt und des Petrus Canisius College Alkmaar engagiert und im Rahmen ihres diesjährigen „Erasmus+“-Projektes ausgediente Handys gesammelt, um diese der Handy-Sammelaktion „Ein Handy für den Gorilla“ zu spenden. Die Übergabe findet um 16 Uhr vor der Zooschule statt.

Die Teilnahme an den Führungen und Vorträgen ist kostenfrei, es gelten grundsätzlich die regulären Eintrittspreise.

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