Rheinstraßenbrücke

(ho)

Mobilitätsdezernent Wandrey legt aktuellen Quartalsbericht zum Stand der Bauarbeiten vor

Bauarbeiten an der Rheinstraßenbrücke. Quelle: Wissenschaftsstadt Darmstadt

Mit dem Neubau der Rheinstraßenbrücke realisiert Darmstadt eines der größten Infrastrukturprojekte der vergangenen Jahrzehnte. Die jetzige Brücke hält der aktuellen Verkehrsbelastung im wahrsten Sinne des Wortes nicht mehr stand. 
Dieser viel diskutierte Neubau ist ein Kraftakt, der allen Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmern sowie Anwohnerinnen und Anwohnern viel abverlangt. Mobilitätsdezernent Paul Georg Wandrey hat jetzt turnusmäßig zu Jahresbeginn den aktuellen Quartalsbericht zum Stand der Arbeiten im Westen der Stadt (04/2025) vorgestellt.

Falsch dargestellte Baumfällungen im Planänderungsantrag

Mit dem am 1. September 2025 eingereichten Planänderungsantrag wurde ein falscher Lageplan zu den Baumfällungen eingereicht. Der Ursprung dieser Planunterlage lag noch in ersten Überlegungen, ein vollständiges Brückenbauwerk vor Ort einzubringen. Dies wurde jedoch verworfen, weil dies mehr Fällungen zur Folge gehabt hätte. In den textlichen Ausführungen zum Planänderungsantrag wurde richtigerweise nur von den 14 bereits planfestgestellten Baumfällungen gesprochen. Dieser Widerspruch wurde bereits im Erörterungstermin am 25. September festgestellt und gegenüber der planfeststellenden Behörde klargestellt, dass nicht mehr Bäume als bereits genehmigt gefällt werden sollen.

Entgegen der Darstellung in einer lokalen Tageszeitung handelt es sich lediglich um einen Plan (nicht mehrere Pläne), der Fehler wurde korrigiert und hat keinen Einfluss auf den Zeitplan.

Ergänzung des Änderungsantrags

Im Rahmen eines Erörterungstermins mit der planfeststellenden Behörde, dem Hessischen Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr, Wohnen und ländlichen Raum wurden von dort weitere ergänzende Unterlagen erbeten. Diese Unterlagen wurden im vergangenen Quartal zusammengestellt und am 19. Dezember 2025 dorthin übermittelt. Mit einer Genehmigung des Antrags wird voraussichtlich in der ersten Jahreshälfte 2026 gerechnet.

Planung des neuen Brückenbauwerks

Nachdem alle Vergaben erfolgt sind, schreitet die neue Planung des Bauwerks weiter voran. Die Planung erfolgt dabei zeitgleich mit dem Planänderungsantrag, um schnellstmöglich alle Vorbereitungen zur Vergabe der Bauleistungen abzuschließen.

Der aktuelle Planungsstand sieht drei Brückenbaukörper (ein Baukörper Bereich Straßenbahn, zwei Baukörper Bereiche Fahrbahnen inkl. Fuß- und Radwege) vor, die nacheinander an ihre jeweiligen Positionen gebracht werden.
Diese Lösung führt zur Reduzierung der konstruktiven Höhe der tragenden Bauteile der Brücke und ermöglicht die Sicherstellung des Bauablaufes im Bereich Rheinstraße Maritim Hotel / Mercedes Benz.

Die Baugrunduntersuchungen im Bereich der bestehenden Wiederlager wurden planmäßig vorgenommen.

Erste belastbare Planunterlagen zum optischen Erscheinungsbild der Brücke, die auch der Öffentlichkeit präsentiert werden können, sind voraussichtlich für das erste Quartal 2026 zu erwarten.

Ergänzende Unterlagen zum dritten Änderungsantrag wurden eingereicht. Ein entsprechender Bescheid des Ministeriums wird voraussichtlich in der ersten Jahreshälfte 2026 erwartet. Die Gespräche mit der DBInfraGo zur Umsetzung des Projektes wurden auf verschiedensten Ebenen intensiviert. Entwurfszeichnungen für das Brückenbauwerk werden derzeit für das erste Quartal 2026 erarbeitet.

Abstimmung mit der Deutschen Bahn

Neben dem Voranschreiben der Bauwerksplanung gab es regelmäßige Abstimmungen mit der Deutschen Bahn (DBInfraGo) besonders zur Vorbereitung für den Brückenabbruch. Ziel ist es, dass die erforderliche Oberleitungsanlage Anfang 2027 als Vorbereitung für den Abbruch des Bestandsbauwerks gelöst und separat aufgehängt wird. Dies dient bereits auch dem Herstellen der neuen Brücke.

Die Wissenschaftsstadt Darmstadt wartet noch immer auf die erforderliche Bestätigung der Sperrpausen im Jahr 2028 durch die Deutsche Bahn. Die Sperrpausen waren vorsorglich angemeldet worden für den Fall, dass die von der Bahn geplante Korridorsanierung verschoben wird. Da dieser Fall eingetreten ist (https://www.darmstadt.de/presseportal/pressemitteilungen/einzelansicht/fertigstellungstermin-fuer-die-rheinstrassenbruecke-aendert-sich-trotz-verschiebung-der-generalsanierung-der-deutschen-bahn-nicht) und die Sperrpausen von enormer Bedeutung sind, hat Mobilitätsdezernent Paul Georg Wandrey sich an das Bundesministerium für Verkehr gewandt und die Bedeutung der Sperrpausen hervorgehoben. Weitere Verzögerungen sind für Stadt und Region nicht hinnehmbar und sind auch für die Bahn ein großes Risiko, weil die Brücke in einem sehr maroden Zustand ist.

Informationen für Stadtverordnetenversammlung und Öffentlichkeit

Zwar wird über die Quartalsberichte wie den jetzt vorgelegten aktuellen Bericht und gesonderte Informationen bereits sehr umfangreich über das Projekt Rheinstraßenbrücke informiert. Für eine stärkere Transparenz und Aufklärung hat die Darmstädter Stadtentwicklungsgesellschaft (DSE) von Stadtrat Wandrey zusätzlich den Auftrag zu einer umfangreichen Kenntnisnahme-Magistratsvorlage erhalten, in der alle aktuellen Schritte und besonders die eingereichten Unterlagen im Änderungsantrag den Stadtverordneten und der Öffentlichkeit gesammelt zugänglich werden.

Weitere Informationen über den Neubau der Rheinstraßenbrücke gibt es unter darmstadt.de/rheinstrassenbruecke