- Beleuchtung im Außenbereich auf notwendige Stellen wie Wege und Treppen begrenzen.
- Beleuchtungsintensität auf das notwendige Maß senken und Zeitschaltuhren und Bewegungsmelder verwenden.
- Leuchten in geringer Höhe montieren und das zu beleuchtende Element möglichst zielgerichtet beleuchten.
- Lichtkegel auf den Boden richten um die Streuung zu verringern.
- Abgeschirmte Leuchten mit geschlossenem Gehäuse benutzen.
- Warmweiße LED-Leuchten mit geringen Blauanteilen im Spektrum von 2.000 bis 2.700 Kelvin Farbtemperatur nutzen.
- Zum Schutz von Pflanzen und Tieren keine Bäume und Sträucher anstrahlen, auf Effektbeleuchtung (von oben nach unten) verzichten, um die darin lebenden Tiere nicht zu stören.
Licht

Lichtverschmutzung
Darmstadt ist nicht nur die „Stadt im Wald“ sondern liegt im Bereich von fünf verschiedenen Naturräumen. So entfaltet sich mitten in der Metropolregion Rhein-Main eine einzigartige Vielfalt an Lebensräumen für wildlebende Pflanzen und Tiere, was eine besondere Verantwortung nahelegt – für den Schutz von Arten, Biotopen und dem Klima sowie den Erhalt des Erholungswerts.
Künstliche Beleuchtung verlängert den Aktivitätszeitraum der Menschen. Ihre Produktivität sowie das Gefühl von Sicherheit steigen. Neue Beleuchtungstechnologien machen einen Einsatz nahezu überall und immer effektiver möglich.
Zu viel, unnötiges und falsch gelenktes Licht erhellt den Nachthimmel außerordentlich stark. Das bringt nicht nur den natürlichen Rhythmus von Menschen, Tieren und Pflanzen durcheinander, sondern bedroht auch Lebensräume, gefährdet Verkehrsteilnehmende und macht Energieersparnisse wieder zunichte. Darum hat sich die Wissenschaftsstadt Darmstadt zum Ziel gesetzt, auf kommunaler Ebene „Lichtverschmutzung“ nachhaltig zu verringern. Eine Lichtleitlinie für Beleuchtung in städtischer Zuständigkeit sowie einen Lichtleitfaden mit Empfehlungen für private Beleuchtung stehen neu zur Verfügung.
Die Lichtleitlinie
Die Lichtleitlinie dient als praktische Anleitung für die Planung städtischer Beleuchtung und berücksichtigt intensiv Natur-, Arten- und Klimaschutz sowie die Gesundheit und Sicherheit der Bevölkerung. Sie liefert spezifische Empfehlungen für eine passende Beleuchtung an Straßen, Plätzen und Gebäuden im Stadtgebiet sowie für den Außenbereich. Zudem bietet die Leitlinie detaillierte Informationen über die Auswirkungen künstlicher Beleuchtung auf Menschen, Tiere und Pflanzen.
Der Lichtleitfaden
Licht wird nicht nur durch die Kommune angewendet. Auch Privatpersonen haben erheblichen Einfluß. Der Leitfaden gibt Handlungsempfehlungen z.B. für die Beleuchtung von Haus und Garten, von Denkmälern und Kirchen, von Sport und Freizeitstätten sowie zu Arbeitsstätten, Parkplätzen, Wegen und Werbeanlagen.