Der Mobilitätsdezernent der Wissenschaftsstadt Darmstadt, Paul Georg Wandrey, hat sich nachdrücklich für den Bau der sogenannten Wallauer Spange ausgesprochen. Die Schienenverbindung sei von zentraler Bedeutung für die Leistungsfähigkeit des Schienenverkehrs in Südhessen und perspektivisch für die Wissenschaftsstadt Darmstadt, so Wandrey. Die Entscheidung des Bundes, das bereits fertig durchgeplante Schienenprojekt überraschend zunächst nicht zu bauen, sei nicht zielführend.
„Die Wallauer Spange ist kein entbehrliches Nebenprojekt, sondern ein strategisch wichtiger Bestandteil der hessischen Verkehrsinfrastruktur“, betont Wandrey. Die Wallauer Spange spiele eine zentrale Rolle für den geplanten Hessen-Express, der künftig die Wissenschaftsstadt Darmstadt besser an den Flughafen Frankfurt und die Landeshauptstadt Wiesbaden anbinden soll. Diese leistungsfähige Verbindung sei für den Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort Darmstadt von entscheidender Bedeutung. „Gerade auf der wichtigen Pendelstrecke nach Wiesbaden ist Darmstadt derzeit weder schnell noch leistungsfähig angebunden – hier wird erhebliches verkehrliches und wirtschaftliches Potenzial verschenkt. Ohne diese Verbindung wird außerdem das Potenzial des Hessen-Express deutlich eingeschränkt“, so Wandrey. „Wer den Ausbau des Schienenverkehrs ernst meint, darf zentrale Infrastrukturbausteine nicht infrage stellen.“
Nicht zuletzt trage die Wallauer Spange zur Entlastung bestehender, stark frequentierter Strecken bei und erhöhe damit die Zuverlässigkeit des gesamten Netzes. Angesichts steigender Fahrgastzahlen und der verkehrspolitischen Ziele des Landes seien weitere Verzögerungen beim Bau der durchgeplanten Wallauer Spange das falsche Signal.
„Wir brauchen mehr leistungsfähige Schiene“, fasst Wandrey zusammen. „Die zügige Realisierung der Wallauer Spange ist ein Gewinn, für die Rhein/Main-Region, für eine zukunftsfähige Mobilität in Hessen und für die Wissenschaftsstadt Darmstadt.“
