Die Gebäudegruppe ist als Kulturdenkmal nach § 2 Absatz 1 Hessisches Denkmalschutzgesetz aus geschichtlichen, künstlerischen und städtebaulichen Gründen in das Denkmalverzeichnis des Landes Hessen eingetragen.
Louvre
Alicenstraße 21-25 und Liebigstraße 2
Der „Darmstädter Louvre“, eine 1874/75 von den Frankfurter Architekten Linnemann und Strigler als repräsentativer Abschluss auf der Nordseite des Johannesplatzes errichtete vornehme neubarocke Hausgruppe, befindet sich im heutigen Johannesviertel, das anfangs nach seinem leitenden Bauunternehmer und Maschinenfabrikant Heinrich Blumenthal „Blumenthalviertel“ genannt wurde.
In diesem Gebäuderiegel wohnten einflussreiche Darmstädter wie der Oberbürgermeister Albrecht Ohly, der Leiter der Baugesellschaft Heinrich Blumenthal selbst oder der preußische Gesandte Graf v. Lynar: Dieser musste, wie er schriftlich bekundete – dank extrem hoher Hofdurchgangshöhe im Louvre – nicht vom Pferd absteigen, wenn er zu Hause ankam.
Betonte horizontale Erstreckung mit massiver Sockelzone, weitgehend schmuckloser Wandzone und kräftigem Mansarddach. Mit gleichmäßiger Achsenabwicklung, Lisenengliederung und vorspringenden Eingangs- und Eckachsen wird eine symmetrische Bezogenheit auf die dreiachsig hervorgehobene Mittelzone erreicht. Die Wandflächen sind glatt verputzt, die bauplastischen Details in Sandstein ausgeführt.
Die heute nur noch aus vier Häusern bestehende Baugruppe - das dazu gehörige westliche Eckgebäude Wilhelm-Leuschner-Straße 23 im Jahre 1944 kriegszerstört - stellt einen in Maßstab und Ausstattung (auch im Innenausbau) überdurchschnittlichen Baukörper in herausragender städtebaulicher Situation dar.
Das imposante Gebäude liegt an der Alicenstraße, die nach der englischen Prinzessin Alice (1843-1878), Gattin des Großherzogs Ludwig IV. (1837-1892) und Tochter Königin Victorias, benannt wurde. Mehr zum Alicedenkmal
TREPPENHAUS, ALICENSTRASSE 23 (Louvre)
Die 1874/75 in neubarockem Stil erbaute Häusergruppe, zu der auch die Hausnummer 23 als Mittelhaus gehört, gilt als eines der ältesten Gebäude im Johannesviertel. Der hofseitige halbrunde Treppenhausturm wurde auf Grundlage einer restauratorischen Befunduntersuchung einer kompletten Sanierung unterzogen. Als aus Denkmalschutzsicht hervorragendes Ergebnis sind nun neben der wiederhergestellten bauzeitlichen Wandgestaltung auch die restaurierten, in ihrer Form konvexen Holzsprossenfenster, die Sandsteinstufen und das künstlerisch gestaltete Geländer hervorzuheben. Zur Jahreskarte: Restaurierungen 2024, Alicestraße 23, Treppenhaus im Louvre (1874/75)
















