Wissenschaftsstadt Darmstadt

Luisenplatz 5 A
64283 Darmstadt
Telefon: +49 (0)6151-13-1

E-Mail: info@darmstadt.de

Impressum

1

ESOC: Hessens Tor zum All

Kontrollzentrum der ESA

ESOC-Gebäude in der Robert-Bosch-Straße. Foto: ESA/J.Mai
ESOC-Gebäude in der Robert-Bosch-Straße. Foto: ESA/J.Mai
Blick ins Kontrollzentrum: Foto ESA/J. Mai
Blick ins Kontrollzentrum: Foto: ESA/J.Mai

Das ESOC (European Space Operations Centre) ist das Kontrollzentrum der ESA. Seit 1967 ist es für den Betrieb sämtlicher ESA-Satelliten und für das dazu notwendige weltweite Netz der Bodenstationen verantwortlich.

ESOC-Teams haben bislang über 60 Satelliten der ESA operationell betreut, wie Huygens, Mars Express, Rosetta, Envisat, GOCE, Herschel/Planck, etc. Das Zentrum hat mit Erfolg schwierigste Satelliten-Rettungsaktionen durchgeführt und ist außerdem ein Expertise Zentrum für Weltraumschrott. Aufgrund seiner hoch entwickelten Technik und seiner Spezialisten-Teams ist das ESOC in der Lage, gleichzeitig über 15 Satelliten in Routine und weitere Satelliten in der frühen Startphase zu kontrollieren.

Im Jahr 2010 beschäftigt das ESOC etwa 260 Festangestellte sowie 550 Mitarbeiter von Vertragsfirmen.

Im Januar 2011 hat die ESA Pläne zur Erweiterung und Modernisierung ihres Satelltitenkontrollzentrums vorgestellt. Geplant ist zunächst ein neuer Verwaltungsbau. Das vorgesehene Bürogebäude hat eine Fläche von 7500 Quadratmeter und soll rund 200 Mitarbeitern Platz bieten. Ein zweiter Bauabschnitt sieht ein spektakuläres 200 Meter langes und 30 Meter breites Gebäude vor, das wie eine Brücke über die Robert-Bosch-Straße führt und ein Besucherzentrum, Kontrollräume, ein Restaurant und eine Kantine vereint. Das Dach des Gebäudes ist als grüne Dachterrasse geplant – als Campus, Rückzugs- und Kommunikationsort

Mehr über die Aufgaben und Aktivitäten des ESOC in Darmstadt finden Sie im ESOC-Portal.

Aktuelle Missionen


Envisat: Leistungsfähigster Erdbeobachtungssatellit

Das erste Bild zeigt Europas Umweltspäher im Orbit in 800 km Höhe (Foto: ESA / Envisat,  A. Ducros). Bild zwei und drei zeigen Deutschland aus dem All mit dem optischen Meris-Instrument und den Rheingraben,  Rhein-Main Frankfurt aus dem All (Fotos: ESA / Envisat-Meris)

Mit dieser umfassenden Mission beabsichtigt Europa, sowohl langfristige Klimaanalysen als auch kurzfristig nötiges Desaster-Management zu betreiben.

Envisat, der leistungsfähigste Erdbeobachtungssatellit der Welt, überwacht die globale Luftverschmutzung, Ozeantemperaturen, das Ozonloch, das Schmelzen des Polareises, aber auch plötzliche Erdbeben, Tsunamis und Überschwemmungen. Dieser Satellit hat die Größe eines Autobusses, wiegt 8 Tonnen und bezieht seine Energie über ein Sonnensegel von 25 m Länge.

ESOC hat im Jahr 2009 zudem die ESA-Erdbeobachtungsmission GOCE gestartet (Erd-Schwerefeld & Ozeanzirkulation). Weitere artverwandte Missionsstarts sind geplant für CryoSat (Eisflächen), ADM-Aeolus (Wind), SWARM (Magnetfeld), Sentinels (GMES-Programm), etc.

Mars Express

Staubbedeckte Packeis-Felder auf dem Mars. Foto: ESA / DLR /FU Berlin - G. Neukum
Staubbedeckte Packeis-Felder auf dem Mars. Foto: ESA / DLR /FU Berlin - G. Neukum

Europas erste Raumsonde am Roten Planeten. Sie sucht nach Spuren aktuellen oder vergangenen Lebens auf dem Mars, insbesondere nach Wasser.

Mars Express wurde im Juni 2003 gestartet.

Einzigartige Aufnahmen, die auf Wassererosion auf der Oberfläche des Roten
Planeten hinweisen; beobachtet durch die leistungsstarke deutsche HRSC 3D
Kamera auf dem Mars-Orbiter.


Nach oben

Rosetta - der Kometenjäger

Rosetta-Orbiter und Landemodul in der Nähe des Zielkometen. Foto: ESA / DLR
Rosetta-Orbiter und Landemodul in der Nähe des Zielkometen. Foto: ESA / DLR

Die erste Mission in der Raumfahrtgeschichte, in der versucht wird, eine
Umlaufbahn um einen Kometen anzusteuern sowie eine Landung auf dessen Kern
vorzunehmen.

Nach einer zurückgelegten Flugstrecke von 7 Milliarden Kilometern wird sich Rosetta im September 2014 dem Kometen Churyumov-Gerasimenko nähern. Der Rosetta-Orbiter wiegt über 3 Tonnen.

Ein flugtaugliches Testmodell der Sonde kann auf dem ESOC-Gelände besichtigt werden.


Weltraumteleskope Herschel und Planck

Auf dem Weg ins All trennt sich Planck von der Oberstufe der Ariane-Rakete. Foto: ESA
Auf dem Weg ins All trennt sich Planck von der Oberstufe der Ariane-Rakete. Foto: ESA

Mit Herschel und der Mission Planck zur Erforschung der kosmischen Hintergrundstrahlung hat die ESA 2009 zwei der bisher anspruchsvollsten Vorhaben zur Erforschung der Geheimnisse der dunkelsten und ältesten Regionen des Universums ins All gebracht.

HERSCHEL ist mit dem größten Spiegel ausgestattet, der je ins All geschickt wurde und wird sich in erster Linie noch unerforschten Teilen des elektromagnetischen Spektrums widmen, um die Geburt von Sternen und Galaxien zu untersuchen. Zudem ist Herschel das leistungsstärkste jemals entwickelte Werkzeug für die Suche nach Wasser im fernen Universum.

PLANCK ist in der Lage einen Blick auf die Ursprünge des Universums zu werfen und dessen Bestandteile wie die schwer fassbare dunkle Materie und Energie zu erforschen, die Wissenschaftskreisen in aller Welt nach wie vor Rätsel aufgeben.


Infos

Das European Space Operations Centre (ESOC) befindet sich in der Robert-Bosch-Straße 5 (Anfahrt)

Führungen durch das Satellitenkontrollzentrum bietet
Darmstadt Marketing an.

Website: www.esa.de sowie das ausführliche englische ESOC-Portal unter www.esa.int/esoc