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Mollerstadt - Umgestaltung Grafenstraße

Die Grafenstraße ist ein zentraler Ort im Sanierungsgebiet „Westliche Innenstadt – Mollerstadt“. Im Abschnitt zwischen der Rheinstraße und der Elisabethenstraße soll die Grafenstraße neu gestaltet werden. Bei der Umgestaltung dieser besonderen Einkaufs- und Flanierstraße sollen möglichst alle Interessen vernetzt werden. Ziel ist es, das Quartier insgesamt und nachhaltig für alle Nutzerinnen und Nutzer aufzuwerten. Dabei werden die Ergebnisse langer und intensiver Diskussionen mit der Bürgerschaft und den Gewerbebetreibenden in der Grafenstraße berücksichtigt. Einen Rückblich auf den Planungs- und Beteiligungsprozess finden Sie im unteren Teil dieser Seite.

Aktuelles

Nach umfangreichen Planungsmaßnahmen hat die Wissenschaftsstadt Darmstadt im Juli 2020 mit der Umgestaltung der Grafenstraße begonnen. Finanziert wird die Maßnahme durch Städtebaufördermittel aus dem Programm zur Sanierung der Mollerstadt, welches zu je einem Drittel von Bund, Land und Stadt getragen wird. Die Gesamtkosten der Neugestaltung belaufen sich auf rund 2,6 Millionen Euro. Die Bauzeit beträgt voraussichtlich 1 Jahr. Die e-netz Südhessen wird parallel zu den Straßenbauarbeiten die Straßenbeleuchtungsanlage errichten und im Bereich Elisabethenstraße / Zimmerstraße eine Gasleitung verlegen. Die Arbeiten werden in unterschiedlichen Bauabschnitten erfolgen, um den Anliegerverkehr sowie den Durchgangsverkehr von der Elisabethenstraße in Richtung Adelungstraße und teilweise auch Rheinstraße aufrecht zu halten.

Download: Faltblatt Umgestaltung Grafenstraße - Bauarbeiten zwischen Rheinstraße
und Elisabethenstraße (PDF-Datei, 3 MB)

Informationen während der Bauzeit

Während der gesamten Bauzeit wird ein Infopoint im Bereich des Baucontainers in der Adelungstraße (Senkrechtparker) eingerichtet. Hier besteht die Möglichkeit, mit der zuständigen Projektleitung Fragen zu klären und sich über die geplanten Bauabschnitte zu informieren. Darüber hinaus wird mittwochs zwischen 14 und 15 Uhr eine telefonische Sprechstunde durch die Projektleitung beim Mobilitätsamt angeboten; diese ist telefonisch unter 06151 / 13-2847 zu erreichen.

Konzept zur Umgestaltung

Dem Konzept zur Umgestaltung liegen drei zentrale Planungsziele zugrunde: Erhöhung der Aufenthaltsqualität durch breitere Gehwege zum Flanieren und mehr Flächen für Außenbewirtung zum Verweilen, höhere Verkehrssicherheit für alle Verkehrsteilnehmenden durch Neuordnung des öffentlichen Raums, mehr Grün durch Baumpflanzungen entlang der Straße. Ursprünglich war geplant, die Grafenstraße und den Stadthausplatz gleichzeitig umzubauen. Im Rahmen der Ausführungsplanung wurden die beiden Bereiche Grafenstraße und Stadthausplatz aus thematischen Gründen getrennt. Nun soll als 1. Bauabschnitt die Grafenstraße ausgebaut werden. Der Ausbau des Stadthausplatzes erfolgt später als 2. Bauabschnitt, nachdem die erforderliche Sanierung des Stadthauses abgeschlossen ist.

Weiterlesen: Konzept zur Umgestaltung

In der Grafenstraße wird es zu einer Neuordnung des öffentlichen Raumes kommen. Von der Rheinstraße im Norden bis zur Ausfahrt Parkhaus Grafenstraße ist nach der Umgestaltung weiterhin Zweirichtungsverkehr vorgesehen. Die Fahrbahnbreite beträgt in diesem Teilbereich 5,20 m. Im weiteren Verlauf wird die Fahrbahn auf 4,50 m begrenzt und die Kraftfahrzeuge im Einrichtungsverkehr weiter in Richtung Elisabethenstraße geführt. Für den aus der Elisabethenstraße kommenden Kfz-Verkehr Richtung Innenstadt bleibt die Durchfahrtmöglichkeit in die Fußgängerzone bestehen. Die Abbiegebeziehung von der Elisabethenstraße in die Zimmerstraße wird aufrecht erhalten bleiben. Gelegenheit zum Wenden bietet an dieser Stelle zukünftig eine asphaltierte Kreisverkehrsfläche. Die Reduzierung der Fahrbahnbreiten hat eine Verbreiterung der Seitenräume und somit auch die Verbreiterung der Gehwege ermöglicht. Die breiteren Gehwege werden zukünftig mehr Flächen zur Außenbewirtschaftung bieten und zu einer Verbesserung der Aufenthaltsqualität in der Grafenstraße führen. Auch ist hier eine deutlich stärkere Durchgrünung des öffentlichen Raums möglich. Es können 15 neue Baumpflanzungen realisiert werden. Die Baumbeete in den Gehwegbereichen werden quadratische, gusseiserne Baumscheiben erhalten und der Baumschutz wird durch eng anliegende Baumschutzkörbe gewährleistet. Die Umgestaltung wird somit auch zu einer Verbesserung der klimatischen Situation im dicht bebauten Umfeld der Grafenstraße beitragen.

Im Bereich der Parkplätze werden die Baumscheiben als offene bepflanzte Baumbeete ausgebaut. Rabattengeländer werden in diesem Bereich weiträumig um die Baumscheiben gestellt, um die Bäume hier sicher gegen Anfahren durch Kraftfahrzeuge zu schützen. Künftig wird es drei Kurzzeitparkplätze und zwei Parkplätze für Menschen mit Behinderungen geben. Für längere Aufenthaltszeiten steht das Parkhaus in der Grafenstraße zur Verfügung, welches übrigens auch während der gesamten Bauzeit erreichbar sein wird. Des Weiteren sind fünf Stellplätze für motorisierte Zweiräder und 62 Fahrradabstellanlagen für 124 Fahrräder vorgesehen. Gehwegbereiche und Platzflächen werden mit einem einheitlichen Material aus Betonpflastersteinen ausgebaut. Die Parkstände und Ladezonen werden durch anthrazitfarbenes Betonsteinpflaster kenntlich gemacht. Die Grafenstraße bleibt wie bisher für den Radverkehr in beiden Richtungen befahrbar und sie wird Tempo-30-Zone bleiben. Die Belange von mobilitätseingeschränkten und sehbehinderten Menschen wurden in der Planung berücksichtigt. In Bereichen, in denen Gebäudefassaden zur Orientierung fehlen, soll ein Leitsystem mit ertastbarer Oberfläche in den Gehwegbelag eingefügt werden.

Hintergrund: Sanierung Mollerstadt

Die Grafenstraße ist die Verbindung zwischen Innenstadt und Mollerstadt. Die Mollerstadt wurde im Jahr 2005 zum förmlich festgelegten Sanierungsgebiet „Westliche Innenstadt - Mollerstadt“. Die stark sanierungsbedürftige Grafenstraße ist heute eine vom Fahrverkehr dominierte Erschließungs- und Geschäftsstraße am Rande der Innenstadt. Das Parkhaus Grafenstraße ist ein beliebter Ausgangspunkt für Besucherinnen und Besucher der Innenstadt. Stadthaus, zahlreiche Läden, Restaurants, Cafés und Arztpraxen sorgen jedoch auch für eine hohe Frequenz von zu Fuß Gehenden und Radfahrenden. Die Belebtheit der Straße führt mitunter zu Konflikten zwischen Kraftfahrzeugverkehr, Radverkehr und Passanten, die in der Vergangenheit nicht selten zu kritischen Situationen und Unfällen geführt haben. Die Grafenstraße soll deshalb im Rahmen der Sanierung Mollerstadt nun auch für die schwächeren Verkehrsteilnehmenden attraktiver werden.

Ausgleichsbeiträge

Die Maßnahme unterliegt keiner Straßenbeitragspflicht, jedoch werden Ausgleichsbeiträge gem. § 154 Baugesetzbuch als Ausgleich für die Erhöhung des Bodenwerts ermittelt, der sich durch die Sanierung der Mollerstadt ergibt, die dann von den Eigentümerinnen und Eigentümern im Sanierungsgebiet zu entrichten sind.

Planungsprozess / Öffentlichkeitsbeteiligung

Planungswerkstatt, August 2011

Als Auftakt für das Projekt wurden Eigentümer, Gewerbetreibende und Anwohner im August 2011 zu einer Planungswerkstatt eingeladen, in deren Rahmen Meinungen und Wünsche zur Umgestaltung vorgebracht werden konnten. Eine Dokumentation dieser Veranstaltung wurde von dem mit der Moderation beauftragen Büro "bb22 Architekten + Stadtplaner Frankfurt" zusammengestellt.

Download: Dokumentation der Planungswerkstatt am 11.08.2011 (PDF-Datei, 9.636 KB)

Erste Testphase, November 2011 bis Mai 2012

Zwischen November 2011 und Mai 2012 wurde eine erste Variante einer Einbahnstraßenregelung getestet.

Download: Informationsblatt 'Erste Testphase Verkehr' (PDF Datei, 4.571 KB)

Verkehrszählung und Befragung der Bürgerschaft, Februar/März 2012

Vor und während der ersten Testphase (Frühjahr 2011 bzw. Februar 2012) wurden Verkehrszählungen durchgeführt und vergleichend gegenüber gestellt. Im März 2012 erfolgte eine breit angelegte Befragung der Bürgerschaft zur geänderten Verkehrsführung: Anwohner, Eigentümer und Gewerbetreibende in der Grafenstraße und den umliegenden Straßen erhielten einen Fragebogen mit Rückumschlag per Post. Parallel dazu erfolgte eine Befragung von Passanten in der Grafenstraße. Interessierte Bürgerinnen und Bürger hatten zudem die Möglichkeit, im Internet eine digitale Version des Fragebogens auszufüllen.

Download: Dokumentation 'Verkehrszählung und Ergebnisse der Befragung zur Testphase Grafenstraße' (Mai 2012, PDF-Datei 2,4 MB)

Informationsveranstaltung 'Ergebnisse der ersten Testphase', Mai 2012

Am 24.05.2012 wurden im Theater Moller Haus die Ergebnisse der Verkehrszählung und der Befragung der Bürgerschaft präsentiert. Grundsätzlich konnte während der Testphase festgestellt werden, dass der Kfz-Verkehr in der Grafenstraße und Elisabethenstraße erheblich reduziert wurde, dafür aber die Belastung durch Kraftfahrzeuge in der Adelungstraße und Saalbaustraße um mehr als 100 Prozent zugenommen hat. Dies hat zu erheblichen Problemen im Kreuzungsbereich Adelung-/Saalbaustraße geführt.

Die Erkenntnisse aus der Verkehrszählung wurden durch die Ergebnisse der Befragung weitestgehend bestätigt: Kritik an der Verkehrsführung in der Testphase wurde insbesondere von den Befragten in der Adelungstraße und Saalbaustraße geäußert, während die Anlieger in der Grafenstraße und Elisabethenstraße die getestete Verkehrsführung überwiegend positiv beurteilten. Im zweiten Teil der Veranstaltung wurden vom Büro StetePlanung verschiedene neue Varianten zur zukünftigen Verkehrsführung erläutert und zur Diskussion gestellt. Der Vorschlag, eine durchgängigen Einbahnstraße von Nord nach Süd in einer weiteren Testphase auszuprobieren, wurde mehrheitlich positiv aufgenommen.

Download: Dokumentation Informationsveranstaltung 24.05.2012 (PDF-Datei, 1.432 KB)

2. Testphase Juli 2012 + Informationsveranstaltung 19. September 2012

Am 18. Juli 2012 begann die zweite Testphase, in der eine im Rahmen der bislang durchgeführten Öffentlichkeitsbeteiligung favorisierte durchgängige Einbahnstraße von Nord nach Süd getestet wurde. Wie schon bei der ersten Testphase wurde wieder eine begleitende Verkehrszählung durchgeführt.

Parallel zur zweiten Testphase wurden Planungsentwürfe zur städtebaulichen Umgestaltung der Grafenstraße erarbeitet und der Bürgerschaft auf einer Informationsveranstaltung am 19. September 2012 im „Offenen Haus“ (Lilienpalais) vorgestellt. Die Anwesenden hatten Gelegenheit, Kommentare und Anregungen zu den vorgestellten Entwürfen zu äußern. Vorgestellt wurden auch die Ergebnisse der Verkehrszählungen zur zweiten Testphase. Frau Stete vom beauftragten Büro Stete Planung fasste diese wie folgt zusammen: Die Testphase 2 habe sich im Großen und Ganzen positiv ausgewirkt. Auch für den Radverkehr stelle sich die neue Verkehrsführung positiv dar.

Download: Dokumentation Informationsveranstaltung 19.09.2012 (PDF-Datei, 1.429 KB)

Informationsveranstaltung 25.09.2013, Präsentation Vorentwurfsplanung

Im Rahmen der Veranstaltung wurde zum einen die Gestaltung des gesamten Straßenraumes präsentiert und zum anderen wurden 2 Planungsvarianten zur Gestaltung des Stadthausplatzes zur Diskussion gestellt. Der Platz vor dem Stadthaus soll zukünftig nicht mehr als Parkplatz dienen, sondern als Platz zum Verweilen umgestaltet werden. Die auf der Veranstaltung gezeigte Präsentation der Vorentwurfsplanung kann über den unten stehenden Link als PDF-Datei aufgerufen werden.

In der vorangegangenen Informationsveranstaltung am 19.09.2012 wurden von den anwesenden Bürgerinnen und Bürgern zahlreiche Anregungen zur Vorplanung eingebracht. Diese Anregungen wurden geprüft und so weit wie möglich in die Planung aufgenommen.

Download:
Präsentation Vorentwurfsplanung Umgestaltung Grafenstraße - 25.09.2013 (PDF-Datei, 4.917 KB)

Informationsveranstaltung am 10.07.2014

Bei einer Informationsveranstaltung am 10.07.2014 im Justus-Liebig-Haus wurden die Vor- und Nachteile von drei Planungsvorschlägen diskutiert und gegenübergestellt. Stadträtin Cornelia Zuschke bezeichnete die aktuelle städtische Planung (Variante 3) als praktikablen Kompromissvorschlag, der nun weiter ausgearbeitet werden solle. Die in der Diskussion vorgebrachten Argumente und Anregungen würden geprüft und soweit möglich berücksichtigt.

Es hatten sich ca. 80 interessierte Bürgerinnen und Bürger eingefunden, um sich über den Stand der aktuellen Planung und das Verkehrskonzept zu informieren. Darunter waren zahlreiche Eigentümer, Mieter und Gewerbetreibende aus der Grafenstraße und den angrenzenden Straßen. Nach der Begrüßung durch Stadträtin Cornelia Zuschke wurden die Planungen durch die beauftragten Büros Stete Planung, R + T Verkehrsplanung sowie von Fachleuten der Stadtverwaltung erläutert (siehe Downloads unten).

Downloads:
Präsentation Büro R + T Verkehrsplanung: Gestaltung des Straßenraums Grafenstraße - 3 Varianten (pdf-Datei, 1.400 KB)
Präsentation Büro StetePlanung Verkehrskonzept Mollerstadt - Gegenüberstellung 3 Varianten(pdf-Datei, 1.000 KB)
Dokumentation Informationsveranstaltung 10.07.2014 (pdf-Datei,  1.202 KB)



Kontakt Stadtplanungsamt

Neue Adresse Stadtplanungsamt
Das Stadtplanungsamt ist umgezogen und befindet sich seit dem 10. März 2020 im Stadthaus West, Mina-Rees-Straße 12, 64295 Darmstadt.

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Stadthaus West
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