Wissenschaftsstadt Darmstadt

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Ludwigshöhviertel

Konversionsflächen Bessungen Süd: Lincoln-Siedlung + Cambrai-Fritsch-Kaserne / Jefferson-Siedlung

Mit dem Abzug der amerikanischen Streitkräfte aus Darmstadt im Jahre 2008 sind insgesamt rund 314 ha ehemals militärisch genutzter Fläche frei geworden. Zu den knapp 122 ha der Flächen, welche sich im innerstädtischen Bereich befinden und damit eine attraktive Lagegunst und hohes Entwicklungspotential aufweisen, zählen auch die ehemalige Cambrai-Fritsch-Kaserne und die Jefferson-Siedlung mit rund 34 ha im Süden der Stadt. Sie bilden gemeinsam mit der Lincoln-Siedlung den Konversionsbereich Süd. Mit Aufgabe der militärischen Nutzung stellen diese Flächen einen der letzten großen Bereiche dar, die einer städtebaulichen Entwicklung, insbesondere zu Wohnzwecken, zugeführt werden können.


Ergebnis Namensfindungswettbewerb

Der neue Stadtteil, der anstelle der früheren Cambrai-Fritsch-Kaserne und der Jeffersonsiedlung entsteht, soll „Ludwigshöhviertel“ heißen. Dies hat der Magistrat der Wissenschaftsstadt Darmstadt in seiner Sitzung am 10.04.2019 beschlossen. Der Entscheidung war ein Namensfindungswettbewerb unter reger Beteiligung der Darmstädter Bürgerschaft vorausgegangen. Link: Pressemitteilung vom 10.04.2019.

Weitere Informationen zum Namenswettbewerb

Die Wissenschaftsstadt Darmstadt hatte vom 6. Dezember 2018 bis 6. Februar 2018 einen Namenswettbewerb für die ehemalige Cambrai-Fritsch-Kaserne und Jefferson-Siedlung ausgeschrieben. Bürgerinnen und Bürger konnten Ihren Namensvorschlag bis 06. Februar 2019 auf der Beteiligungsplattform da-bei.darmstadt.de eingeben und dort auch die Namensvorschläge anderer Bürgerinnen und Bürger kommentieren. Alternativ konnten Namensvorschläge per E-Mail oder per Post an das Büro der Bürgerbeauftragten geschickt werden.

Aus der Bürgerschaft sind 238 Vorschläge gemacht worden (eine Übersicht gibt es auf www.da-bei.darmstadt.de). Am 1. April 2019 wurde von einer Jury aus Vertreterinnen und Vertretern des Magistrats, der Bauverein AG, städtischer Fachämter und zwei Bürgervertretungen aus den Namensvorschlägen ein Gewinner-Name ausgewählt. Für die Jury waren zuvor eine interessierte Bürgerin und ein interessierter Bürger gesucht  worden. Auf den Aufruf hatten sich 25 Menschen gemeldet und hieraus wurden ein Mann und eine Frau ausgelost.

Der ausgewählte Namens-Beitrag erhielt als Preis einen Gutschein für den Darmstadt-Shop. Unter allen weiteren Einsendungen wurden fünf weitere solcher Gutscheine ausgelost.

Hintergrundinformationen zum Namenswettbewerb

Hintergrund des Namenswettbewerbs ist, dass die Bezeichnung Cambrai-Fritsch-Kaserne historisch negativ belegt ist. Die Cambrai-Kaserne und die Freiherr von Fritsch-Kaserne wurden 1937/38 im Zuge der Aufrüstung Darmstadts durch die Nationalsozialisten errichtet. Die Entstehung und Namensgebung beider Kasernen stehen in einem Zusammenhang mit der Kriegsvorbereitung und der Ideologie der Nationalsozialisten. 1950 wurden beide Kasernen zur Cambrai-Fritsch-Kaserne zusammengelegt.

Bauleitplanung

Cambrai-Fritsch-Kaserne / Jefferson-Siedlung
Schrägaufnhame 2016, Vermessungsamt Darmstadt
ehemalige Cambrai-Fritsch-Kaserne / Jefferson-Siedlung 2016 (Foto Vermessungsamt Darmstadt)

Zur Schaffung der planungsrechtlichen Voraussetzungen für eine zivile Folgenutzung wird aktuell ein Bauleitplanverfahren zur Aufstellung des Bebauungsplans S 26 - Cambrai-Fritsch-Kaserne / Jefferson-Siedlung durchgeführt. Parallel dazu muss in einem weiteren Bauleitplanverfahren ein Teilbereich des rechtswirksamen Flächennutzungsplans geändert werden. Die 15. Änderung des Flächennutzungsplans (Cambrai-Fritsch-Kaserne) erfolgt im Parallelverfahren zum Bebauungsplan S 26. Informationen zum Stand der Bauleitplanverfahren und die Planungsunterlagen zum Download finden Sie hier:
Frühzeitige Öffentlichkeitsbeteiligung zum Bauleitplanverfahren S 26
Frühzeitige Öffentlichkeitsbeteiligung zur 15. Änderung des Flächennutzungsplans


Bürgerinformationsveranstaltung am 06.12.2018

Bürgerinformationsveranstaltung zur Bauleitplanung Cambrai-Fritsch-Kaserne / Jefferson-Siedlung am 06.12.2018 in der Bessunger Knabenschule, Ludwigshöhstraße 42. Beginn 18:30 Uhr bis ca. 20:30 Uhr

Im Rahmen dieser Veranstaltung informierte die Wissenschaftsstadt Darmstadt über den aktuellen Stand der städtebaulichen Planung und den weiteren Ablauf des Verfahrens. Baudezernentin Dr. Barbara Boczek, die Planungsverantwortlichen der Stadtverwaltung und des Planungsbüros standen für Informationen und Auskünfte zur Verfügung.

Erwerb durch die BVD New Living GmbH & Co. KG und städtebaulicher Vertrag

Mit dem Abschluss des Kaufvertrages zwischen der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) und der von der Wissenschaftsstadt Darmstadt zum Kauf ermächtigten Bauverein-Tochter BVD New Living GmbH & Co. KG am 16. Januar 2019 ist der Weg für die Entwicklung der Konversionsflächen östlich der Heidelberger Straße freigemacht. Der Stadtteil soll künftig einmal 3.000 Menschen beherbergen. Für sie werden hier in den nächsten Jahren rund 1.400 Wohnungen errichtet. Für die Entwicklung des neuen Stadtteils im Süden von Darmstadt wird, wie schon in der Lincoln-Siedlung, die BVD New Living GmbH & Co. KG verantwortlich zeichnen. Sie ist hier als klassischer Projektentwickler tätig. Das heißt: In ihren Bereich fallen u.a. die Erschließung des Geländes und die Grundstücksentwicklung.

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Die Modalitäten des Ankaufs wie auch der folgenden Entwicklung des neuen Darmstädter Stadtteils regelt ein von bauverein AG und Stadt vereinbartes Eckpunktepapier. Hiermit wurde bereits im Kaufvertrag zwischen der der BVD New Living GmbH & Co und der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) größtmögliche Verbindlichkeit und Planungssicherheit hergestellt. Das Eckpunktepapier dient der Sicherung der stadtentwicklungspolitischen Ziele und bildet die Grundlage für den im Folgenden noch abzuschließenden städtebaulichen Vertrag. Der städtebauliche Vertrag wird parallel zum Bauleitplanverfahren S 26 - Cambrai-Fritsch-Kaserne / Jefferson-Siedlung erarbeitet und dann abgeschlossen.

Link: Pressemitteilung vom 16.01.2019 "Bauverein AG und BImA unterzeichnen heute (16.) Vertrag zum Ankauf des Cambrai-Fritsch-/Jefferson-Areals"

Link: Beschlussvorlage für die Stadtverordnetenversammlung und Eckpunktepapier im Parlamentsinformationssystem.

Weitere Informationen

Ergebnisse des städtebaulichen Wettbewerbs "Ehemalige Cambrai-Fritsch-Kaserne / Jefferson-Siedlung"

Den ersten Preis erkannte die Jury bei ihrer Sitzung am Freitag, 15. Dezember 2017 unter Vorsitz von Professor Sophie Wolfrum dem Büro AS+P Albert Speer + Partner GmbH, Frankfurt zu. Weitere Informationen zur Preisgerichtsentscheidung siehe Pressemitteilung vom 19.12.2017. Die Entwürfe zum städtebaulichen und landschaftsplanerischen Realisierungswettbewerb konnten in einer öffentlichen Ausstellung vom 18.12.2017 - 21.12.2107 im ehemaligen Kreistagssitzungssaal, Rheinstraße 67, angesehen werden.

Downloads:
1. Preis: Nummer 273849 - AS+P Albert Speer + Partner GmbH (pdf-Datei,  30,6 MB)
Erläuterungsbericht des Preisgerichts zum 1. Preis, (pdf-Datei, 2,7 MB)

2. Preis: Nummer 256819 - Kramm & Strigl, Architekten und Stadtplaner, Darmstadt mit Freiraum, Rabsilber und Heckmann, Wiesbaden (pdf-Datei, 9,2 MB)

3. Preis: Nummer 245401 - Dömges Architekten AG, Regensburg mit lab Landschaftsarchitektur brenner Partnerschaft mbH, Landshut (pdf-Datei, 10,6 MB)

4. Preis: Nummer 532170 - Baumann Dürr Architekten, Karlsruhe mit Schmid Treiber Partner Landschaftsarchitekten, Leonberg (pdf-Datei, 20,3 MB)

Es ist vorgesehen, das siegreiche Büro mit der Überarbeitung seines Entwurfs zu beauftragten. Dabei sollen die Empfehlungen des Preisgerichts berücksichtigt werden. Diese Überarbeitung wird dem Magistrat und der Stadtverordnetenversammlung zum Beschluss vorgelegt und dient dann als Grundlage zur Erarbeitung des Bebauungsplans. Das Areal soll zügig entwickelt werden. Dazu muss das Gelände zunächst von der Bundesagentur für Immobilienaufgaben (Bima) erworben werden; die Verhandlungen laufen. Ein Vertreter der Bima war am Preisgericht beteiligt. Das Areal der Cambrai-Fritsch-Kaserne war 1938 von der Wehrmacht bebaut worden. Nach 1945 diente der Komplex, erweitert um die Jefferson-Siedlung, der US Army. Die amerikanischen Streitkräfte und ihre Familien verließen 2008 Darmstadt.

Informationen zum Ablauf des städtebaulichen und landschaftsplanerischen Wettbewerbs

Anlass und Ziel
Mit Aufgabe der Cambrai-Fritsch-Kaserne und Jefferson-Siedlung durch die US-Streitkräfte im Jahr 2008 stellt das Wettbewerbsgebiet einen der letzten großen Bereiche dar, welcher einer städtebaulichen Entwicklung zugeführt werden soll. Die Stadt Darmstadt beabsichtigte daher, im Rahmen eines städtebaulichen und landschaftsplanerischen Realisierungswettbewerbes, die Entwicklung und Neuordnung des Gebietes zu einem neuen Stadtquartier für rund 3.000 Einwohnerinnen und Einwohner einzuleiten. Mit dem neuen Quartier wird das Ziel verfolgt, attraktiven Wohnraum für alle Bevölkerungsgruppen zu schaffen. Inklusion und soziale Durchmischung sind neben Städtebau, Architektur, Freiraum und Energie die tragenden Elemente des zukünftigen Quartierskonzeptes.

Verfahren
Der Wettbewerb wurde europaweit als nichtoffener städtebaulicher und landschaftsplanerischer Realisierungswettbewerb ausgelobt. Die nach der Präqualifikation ausgewählten 20 Büros waren aufgefordert, ein städtebauliches und landschaftsplanerisches Konzept für die Standortentwicklung der ausgewiesenen Entwicklungsfläche unter den gegebenen Rahmenbedingungen und Zielsetzungen zu erarbeiten.

Bürgerbeteiligung
Die Bürgerinnen und Bürger wurden bereits im Jahr 2011 im Rahmen der Erstellung des Rahmenplanung Bessungen Süd mittels verschiedener Formate beteiligt. Die damaligen Anregungen und Ideen waren auch heute Basis für die Erarbeitung der Wettbewerbsauslobung. Die Bürgerbeteiligung wird fortgeführt.

Als weiterer Beteiligungsbaustein im Rahmen des Realisierungswettbewerbs bestand die Chance, sich als Sachverständige ohne Stimmrecht für die Preisgerichtsjury zu bewerben.
Es wurden 2 Personen unter den beim Stadtplanungsamt eingegangenen Bewerbungen ausgelost, die als Bürgervertretungen am Preisgericht teilnehmen konnten. Relevante Teilnahmetermine waren die Preisrichtervorbesprechung am Montag, 04.08.2017, das Kolloquium mit Ortsbegehung für die teilnehmenden Planungsbüros am Donnerstag, 14.09.2017 und die Preisgerichtssitzung am Freitag, 15.12.2017 ganztägig - ab 9.00 Uhr.

Grundlagen der Planung

Im Jahre 2011 wurde für die Lincoln-Siedlung und die ehemalige Cambrai-Fritsch-Kaserne mit der Jefferson-Siedlung die Rahmenplanung Konversionsbereich Süd von der Stadtverordnetenversammlung als Ergebnis eines mehrstufigen Abstimmungs- und Beteiligungsprozesses beschlossen. Im Planungsgebiet Cambrai-Fritsch-Kaserne / Jefferson-Siedlung soll ein neues Stadtquartier für rund 3.000 Einwohnerinnen und Einwohner entstehen.

Auf Grundlage der Rahmenplanung wurde im Jahr 2017 ein städtebaulicher und landschaftsplanerischer Realisierungswettbewerb für die Entwicklung und Neuordnung der Cambrai-Fritsch-Kaserne / Jefferson-Siedlung zu einem neuen Stadtquartier durchgeführt. Anschließend wurde das Wettbewerbsergebnis den aktualisierten Anforderungen angepasst und zu einem städtebaulichen Strukturkonzept weiterentwickelt.

Zur Schaffung der planungsrechtlichen Voraussetzungen für eine zivile Folgenutzung ist der Bebauungsplan S 26 – Cambrai-Fritsch-Kaserne / Jefferson-Siedlung in Aufstellung. Da die Darstellung im rechtswirksamen Flächennutzungsplan nicht der geplanten Wiedernutzung auf dieser Fläche entspricht, muss der Flächennutzungsplan in diesem Teilbereich geändert werden. Die 15. Änderung des Flächennutzungsplans erfolgt im Parallelverfahren zum Bebauungsplan S 26 – Cambrai-Fritsch-Kaserne / Jefferson-Siedlung.

Der Geltungsbereich der 15. Änderung des Flächennutzungsplans hat ausschließlich die Änderung der Darstellung im Bereich der Cambrai-Fritsch-Kaserne zum Gegenstand. Die Jefferson-Siedlung ist im rechtswirksamen Flächennutzungsplan bereits als „Wohnbaufläche“ dargestellt und entspricht folglich der Zielsetzung der Schaffung eines Wohngebietes.

Kontakt

Stadtplanungsamt
Frau Michels (Bauleitplanung)
06151 / 13-2590
Frau Trommer-Rosignol (städtebaulicher Vertrag)
06151 / 13-2611
Technisches Stadthaus
Bessunger Str. 125 - Block D
2. Obergeschoss
64295 Darmstadt
stadtplanungsamt@darmstadt.de

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ludwigshoehviertel

Grundlage für die Planung

Rahmenplanung Bessungen-Süd