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Szeged (Ungarn)

Szeged / Ungarn

Partnerstadt seit 1990

Allgemeine Informationen

Die Partnerschaft der beiden Städte Darmstadt und Szeged besteht seit 1990.
Besuchende Gäste halten diese Stadt zu recht für einen der interessantesten Orte Ungarns. Die besondere Struktur der Stadt, die sich aus dem einheitlichen, strahlen- und ringförmig angelegten Grundriss ergibt, fällt sofort ins Auge und garantiert den gut organisierten Verkehr.
Bei 2.100 Sonnenstunden im Jahr trägt die "Stadt des Sonnenlichts" am Zusammenfluss von Theiß und Maros mit Recht ihren Beinamen. Das Wasser hinterließ leider auch seine Spuren. 1879 vernichtete eine Flutwelle der "blonden Theiß" in einer einzigen Nacht Szeged fast vollständig. Von den damals lebenden 70.000 Menschen verblieben nur noch 35.000 Menschen in der Stadt und auf den umliegenden Gehöften. Internationale Hilfe ließ einen neuen Ort mit herrlichen eklektischen und Jugendstilbauten entstehen. Berlin, Wien, Paris, Brüssel, London und Rom schlossen sich zusammen, damit diese auf eine lange Geschichte zurückblickende Stadt neu aufleben konnte. In Rekordzeit wurde bis 1883 eine neue Stadt ganz im Zeichen des eklektischen Stils geboren. Daraufhin wurden 1890 in der Stadt 85.569 Einwohner gezählt. Der Erbauer der neuen Stadt hieß Lajos Tisza und wurde für seine geleistete Arbeit zum Grafen ernannt. Heute weist die Stadt rund 163.000 Einwohner auf.

Eine bedeutende Entwicklung wies auch die Industrie auf, nicht zuletzt die Lebensmittelherstellung. Der Paprika wurde von den Franziskaner-Mönchen aus Alsóváros eingeführt und die Pick-Salami, hergestellt in der Salamifabrik von Márk Pick, wurde sehr schnell weltberühmt.

Das wissenschaftliche und künstlerische Leben des heutigen Szeged ist nicht nur landesweit, sondern auch über die Grenzen des Landes weit bekannt. Die Institutionen des Oberstufenunterrichts sind von europäischem Niveau. Mehrere zehntausend Schüler der Grundschulen, Mittelschulen und die Universitätsstudenten der 11 Fakultäten machen Szeged zu einer Schulstadt.

Im Verlauf der letzten Jahre entwickelte sich die Stadt zu einem Zentrum der Diplomatie und zum Schauplatz wichtiger Ereignisse. Szeged hat eine spezielle Lage an den Grenzen zu Rumänien und Serbien-Montenegro. Hier läuft der Verkehr nach Süd-Ost-Europa, so kommt dem Logistikzentrum eine große Bedeutung zu. Daneben organisiert das Szegediner Zentrum für Sicherheitspolitik regelmäßig Konferenzen, die der Stabilität der Region dienen und wo sich die führenden Politiker Süd-Ost-Europas treffen.

Der Großteil der Sehenswürdigkeiten befinden sich in der Innenstadt. Dort kann man im Verlauf eines schönen Spazierganges die Harmonien der eklektischen und vom Jugendstil beeinflussten Straßenzeilen bewundern. Die aus Dank von den Überlebenden des Hochwassers errichtete neoromanische Votivkirche (1930), mit einem wunderbaren Mosaikbild, das eine Madonna in gesticktem Bauernmantel und Szegeder Pantoffeln darstellt, ist oft Schauplatz von Konzerten der drittgrößten Orgel mit fünf Manualen und 10.000 Pfeifen. Diese Kirche steht auf dem bekannten Domplatz, Dóm tér, genannt, wo auch die Szegeder Festspiele stattfinden.

Seit 1931, der Eröffnung der ersten Freilichtspiele, wird die Stadt im Sommer zum Treffpunkt der Musen. Neben den Theateraufführungen ziehen die Sommerausstellungen, Orgelkonzerte oder das Internationale Volkstanzfestival jedes Jahr mehrere zehntausend Touristen an. Im Jahre 2004 wurde der Stadt der Preis "Europa Nostra Cultural Heritage" verliehen.

Partnerschaftliche Begegnungen erleben ihren Höhepunkt am 21. Mai, dem "Tag der Stadt Szeged", den jedes Jahr offizielle Teilnehmer besuchen. Um diesen Tag werden beliebte Attraktionen, wie z. B. das Weinfest, die Brückenmesse, das Gulaschfestival, um nur einige zu nennen, organisiert. Im Sommer gibt es keine Woche ohne Veranstaltungen: Ausstellungen, Konzerte, Theatervorführungen jeder Art, gastronomische Spezialitäten und typisch ungarische Gastfreundlichkeit erwarten die Besucher am Ufer der Theiß.


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