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Vollversammlung der Arbeitsgemeinschaft der Europapreisträgerstädte

Donnerstag, 01.10.2020

Die Arbeitsgemeinschaft der Europapreisträgerstädte hat sich am 14. und 15.09.2020 zur jährlichen Vollversammlung online getroffen, um sich über derzeitige Herausforderungen auszutauschen. Gesprochen wurde über die COVID-19-Pandemie und über neue Chancen der europäischen Zusammenarbeit.

Der Europapreis wird seit 1955 jedes Jahr an eine Stadt verliehen, die sich besonders um die Förderung der europäischen Idee verdient gemacht hat. In der Arbeitsgemeinschaft der Europapreisträgerstädte organisieren sich die Preisträger, um den europäischen Austausch weiter zu fördern. Dazu gehört eine jährlich stattfindende Vollversammlung, welche dieses Mal online veranstaltet wurde. Teil des Programms waren verschiedene Beiträge zum Thema „Herausforderungen und Chancen der europäischen Einheit“.

Das Thema wurde bereits letztes Jahr gewählt, könnte aber in Zeiten der COVID-19-Pandemie aktueller nicht sein. Die Pandemie fand eine zentrale Bedeutung in den Vorträgen der verschiedenen Städte und es wurde diskutiert, wie auf lokaler und internationaler Ebene mit dem Virus und seinen Folgen umgegangen werden kann. Beteiligt an der zweitägigen Veranstaltung waren Vertreter*innen aus über zehn europäischen Städten und Repräsentant*innen aus dem Jugendforum.

Organisiert wurde die zweitägige Online-Konferenz von der Stadt Częstochowa in Polen, die 1998 den Europapreis erhielt. Der Bürgermeister von Częstochowa Krzystof Matyjaszczyk ist seit 2019 Präsident der Arbeitsgemeinschaft. Er moderierte die Sitzung und betonte in seinen Beiträgen nochmals die Wichtigkeit des europäischen Zusammenhalts:A divided Europe will lose its meaning. Cooperation and solidarity – this is our strength.“, so Matyjaszczyk.

Gelebte europäische Solidarität

Aus Darmstadt nahmen Stadtrat Dr. Dirk Molter und Violeta Sacaliuc, Leiterin der Abteilung Internationales im Amt für Interkulturelles und Internationales, teil. In ihrer Präsentation ging es zunächst um die Pandemie als Herausforderung für den Zusammenhalt Europas, um dann die gelebte Solidarität und die Hilfemaßnahmen für Brescia als eine Chance für eine neue Richtung in die europäischen Beziehungen zu erwähnen.

Neben der Pandemie wurden auch bestehende Herausforderungen in den Politikfeldern Digitalisierung, Klimaschutz und Migration besprochen und dazu passende Maßnahmen der Wissenschaftsstadt Darmstadt aufgezeigt. Dadurch wurden auch Impulse für die Reflexion über die sich in diesen Feldern befindenden Chancen für die Zukunft Europas gesetzt.

Zeit zu Handeln

Am Nachmittag haben Vertreter*innen des Jugendforums die Ergebnisse ihrer Debatten zum Thema im Plenum vorgestellt. In ihren Foren nahmen Vertreter*innen der jungen Generation Europas ebenso Bezug auf Fragen in den Bereichen Klimaschutz und Migration und stellten klare Anforderungen an die Politik, nicht mehr darüber zu diskutieren, sondern jetzt zu handeln: "Europäische Einheit ist die Zukunft und ich bin jung, daher interessiert mich die Zukunft. Seit Jahrzehnten fragt man sich, was man machen solle. Jetzt muss man es endlich machen.", so der Sprecher der Jugendgruppe.

Neben den Beiträgen der Städte wurden auch Fragen der inhaltlichen Neuorientierung der Arbeitsgemeinschaft und organisatorische Fragen bezüglich der kommenden Treffen diskutiert. Darmstadt hat sich beworben, die Präsidiumssitzung im Dezember 2020 als Online-Veranstaltung zu organisieren. Die Bewerbung wurde mit viel Interesse angenommen.

Wichtige Mitteilung
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