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Leitbild der Lokalen Agenda21

LEITBILD

PRÄAMBEL

"Nachhaltige Entwicklung ist eine Entwicklung, die die Bedürfnisse der heute lebenden Generation befriedigt, ohne die Befriedigung der Bedürfnisse kommender Generationen zu gefährden", so die Definition der sogenannten Brundtland-Kommission der Vereinten Nationen aus dem Jahr 1987.

Nachhaltige Entwicklung ist das Konzept, auf dem die 1992 auf dem Erdgipfel in Rio de Janeiro von 178 Staaten verabschiedete Agenda 21 beruht, die durch Umsteuern das langfristige Überleben der Menschheit sichern will.

Die Agenda21 betrachtet den Umweltbereich nicht isoliert, sondern verbindet ihn mit den Bereichen Ökonomie, Soziales und Entwicklung. Dabei geht es insbesondere darum, anders als bisher, für alle Menschen Gerechtigkeit und Chancengleichheit

• zwischen den Geschlechtern

• zwischen den Generationen

• zwischen den Kulturen

• zwischen den Nationen, zwischen Nord und Süd, Ost und West zu erreichen.

Eine Reihe der 40 Kapitel der Agenda 21 sind bestimmten Gruppen der Gesellschaft gewidmet. Besonders hervorzuheben sind Frauen (Kapitel 24) und Kinder und Jugendliche (Kapitel 25), die bis heute in den Gremien, die politisch und wirtschaftlich über unsere Zukunft entscheiden, nicht ausreichend vertreten sind. Aus diesen Motiven und um die Agenda 21 lokal umzusetzen (Kapitel 28) verpflichten sich

• die BürgerInnen Darmstadts

• die Verantwortlichen der Politik und der städtischen Verwaltung

• die VertreterInnen der Wirtschaft

• Verbände, Religionsgemeinschaften, Vereine und sonstige Organisationen

• Vertreter von Wissenschaft und Kultur
zu folgendem Leitbild:

IN DARMSTADT INS 21. JAHRHUNDERT

LEITBILD FÜR DIE WISSENSCHAFTSSTADT

I Wohnen - attraktiv und in Balance
In Darmstadt wohnen alle - Kinder, Jugendliche, Frauen und Männer - gerne. Sie können sich in der Stadt jederzeit sicher und angstfrei bewegen. Lebensalltag, Kinderbetreuung, Lernen, Freizeit, Erholung und Arbeit lassen sich mit wenig Aufwand - ohne Auto - verwirklichen und verbinden.

II Wirtschaft und Konsum - zukunftssicher
Wirtschaftliches Handeln in Darmstadt ist sozial gerecht und ökologisch nachhaltig. Die Entwicklung zukunftsfähiger Produkte und Verfahren wird gefördert. Faire und friedliche Handelsbeziehungen werden praktiziert. Als Konsumenten haben wir alle eine besondere Verantwortung für die lokale wie auch die globale Entwicklung. Verantwortungsvoller Konsum ist gebunden an ausreichende Information und ein breites Angebot nachhaltiger Produkte. In Darmstadt gibt es beides.

III Darmstadt - im Einklang mit Natur und Umwelt
Darmstadt reduziert seinen Stoff- und Energieumsatz entsprechend seiner globalen Verantwortung. Wasser ist wichtige Lebensgrundlage, achtsam gehen wir damit um, auch im Bewusstsein seines jahrhundertewährenden Gedächtnisses. Flächen sind eine sichtbar begrenzte Ressource, wir nehmen sie sparsam in Anspruch. Lärm macht krank, deshalb reduzieren wir ihn auf ein Minimum. Natürliche Lebensräume sind Grundlage für Artenvielfalt, wir schützen und erhalten sie.

IV Soziale Gerechtigkeit - auch bei der Arbeit
In Darmstadt bestehen gleiche Chancen für Frauen und Männer aller Nationalitäten und Weltanschauungen, die grundlegende Menschenrechte achten. Darmstadt wirkt der wachsenden Kluft zwischen Arm und Reich, Alt und Jung entgegen. Arbeit umfasst Erwerbsarbeit, Hausarbeit, Reproduktionsarbeit, Pflege und weitere unbezahlte Arbeit. Männer und Frauen tragen gleichermaßen Verantwortung für alle Arbeitsbereiche. Darmstadt bietet ausreichend sozial abgesicherte Arbeitsplätze. Familiengerechte Arbeitszeiten sind selbstverständlich.

V Darmstadt - lokal und global vernetzt
Darmstadt ist eine Großstadt, die durch ihr bewusstes Handeln - zusammen mit den Bürger- Innen - ihre Rolle in der Welt verantwortungsvoll und aktiv gestaltet. Darmstadt kooperiert mit der Region, damit für alle Beteiligten ein starkes und dauerhaft vorteilhaftes Bündnis entsteht.

VI Wissenschaft und Kultur, Bildung und Information - in der Wissenschaftsstadt
Wissenschaft und Kultur leisten originelle und kritische Beiträge, die Entwicklungschancen für Stadt und Region aufzeigen. Als Grundpfeiler einer zukunftsfähigen Gesellschaft werden sie in der Stadt der Wissenschaft und Künste angemessen gefördert. Bildung und Information dienen dem bewusst nachhaltigen Orientieren und Handeln der BürgerInnen. Sie stehen allen gleichermaßen und ausreichend zur Verfügung.

Kontakt

Imke
Jung-Kroh

Telefon: (06151) 13-2300
Fax: (06151) 13-3311