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Wissenschaftsstadt Darmstadt legt Sozialatlas 2021 vor

(DK) – Donnerstag, 18.02.2021

Sozialdezernentin Akdeniz: „Das umfassende Datenwerk liefert ein facettenreiches Bild der Sozialstruktur in unserer Stadt und hilft uns den politischen Herausforderungen zu begegnen“  

© Wissenschaftsstadt Darmstadt

Die Wissenschaftsstadt Darmstadt hat den Sozialatlas 2021 herausgebracht. Das umfassende Datenwerk schreibt die Sozialberichterstattung und die statistische Bestandsaufnahme der sozioökonomischen Lage der Darmstädter Bevölkerung fort. 
Der Bericht ist ab März im Bürgerinformationszentrum gedruckt in begrenzter Auflage erhältlich sowie schon jetzt jederzeit online auf https://bit.ly/3s9ousf abrufbar.

„Der Sozialatlas liefert ein facettenreiches Bild der Sozialstruktur der Menschen in Darmstadt. Er zeigt, wie sich die unterschiedlichen Merkmale der Lebensumstände über die Stadtviertel und Statistischen Bezirke verteilen“, erläutert dazu Sozialdezernentin Barbara Akdeniz. Durch die kontinuierliche Beobachtung anhand statistischer Kennzahlen zeigt der Bericht in welchen Quartieren Menschen besonders von finanzieller Armut (im Sinne von Transferleistungsbezug) besonders betroffen sind. „Alle Bürgerinnen und Bürger in der Wissenschaftsstadt Darmstadt haben ein Recht auf Chancen- und Teilhabegerechtigkeit. Dazu richten wir auf kommunaler Ebene Maßnahmen an den Lebenswelten, den Lebenslagen und den Lebensräumen der Menschen aus. Hierfür kann der Sozialatlas einen wichtigen Beitrag leisten. Als zentraler Baustein in der kommunalen Sozialpolitik hat dieser Bericht die Aufgabe, aktuelle Daten zu präsentieren, Entwicklungen aufzuzeigen und den öffentlichen Diskurs darüber anzuregen. Dabei muss auch der Blick auf Landes- und Bundesebenen gerichtet werden“, so Akdeniz. 

Mit dem Sozialatlas wird der Versuch unternommen, durch die Beobachtung, Bewertung und Bereitstellung von Daten Transparenz über die soziale Lage sowie die Entwicklungsprozesse in den Sozialräumen zu schaffen und gleichzeitig die Entscheidungsgrundlage für präventive Maßnahmen zu verbessern. Insbesondere vor dem Hintergrund des demographischen Wandels in den kommenden Jahren ist davon auszugehen, dass das Thema Altersarmut in Zukunft wohl eine stärkere Herausforderung und die Zahl der Betroffenen steigen wird. 
Kernstück ist der Sozialindex, der für die 37 statistischen Bezirke gebildet wird. Anhand der fünf Indikatoren Arbeitslosengeld I und II, Sozialhilfe, Grundsicherung im Alter und Wohngeld wird ein Index gebildet, der eine rein ökonomische Ausrichtung hat, das heißt, er unterstellt, dass die betroffenen Personen nicht in der Lage sind, ihren Lebensunterhalt aus eigenen Einkommen oder Vermögen zu sichern. Der neue Sozialatlas 2021 schreibt die Analysen von 2010, 2013 und 2018 fort und stützt sich auf Daten zum Stichtag 31. Dezember 2019. Die Struktur des Berichts ist gegenüber dem Sozialatlas 2018 unverändert, um die Vergleichbarkeit zu gewährleisten.

Die Daten des Sozialatlas zeigen, dass Kinder, Jugendliche und Familien in den Analysen besonders auffallen. Barbara Akdeniz führt aus: „Es gilt daher bereits von Anfang an Kinder in armen Familien gezielt zu unterstützen, um ihnen Perspektiven aus der Armut zu eröffnen. Gebiete, die besonders auffällige Indexwerte aufweisen, sind die Kirchtannensiedlung, Kranichstein-Nord sowie Kranichstein Süd, das Pallaswiesenviertel und – noch in der Entwicklung befindlich – die Lincoln-Siedlung. In diesen Stadtteilen wird bereits durch Gemeinwesenarbeit, Stadtteil- und Quartierswerkstätten oder auch vielfältige Kinder- und Jugendarbeit wichtige Arbeit geleistet, um den Zusammenhalt im Quartier und die Teilhabechancen der Menschen zu verbessern“, sagt Akdeniz. 

Standorte der Gemeinwesenarbeit existieren bereits in Eberstadt, im Mornewegviertel, im Pallaswiesenviertel, in Arheilgen, in der Waldkolonie, in Kranichstein und in der Lincoln-Siedlung. „Die Ergebnisse des Sozialatlas zeigen, dass wir mit dem Fokus unseres sozialpolitischen Handelns in den richtigen Stadtteilen aktiv sind“, ergänzt Sozialdezernentin Akdeniz.
 

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