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Wissenschaftsstadt Darmstadt veröffentlicht 3. Quartalsbericht 2020 über umgesetzte Maßnahmen im Bereich Radverkehrs-Infrastruktur

(DK) – Freitag, 30.10.2020

OB Partsch: „Haben erneut zahlreiche Verbesserungen für den Radverkehr umgesetzt – heraus sticht der in Rekordzeit umgesetzte neue Radweg an der Landgraf-Georg-Straße“

Der neue Radweg in der Landgraf-Georg-Straße. © Wissenschaftsstadt Darmstadt

Die Wissenschaftsstadt Darmstadt hat kürzlich den 3. Quartalsbericht über umgesetzte Maßnahmen zur Verbesserung der Infrastruktur für den Radverkehr in Darmstadt für das Jahr 2020 auf https://www.darmstadt.de/leben-in-darmstadt/mobilitaet-und-verkehr/radfahren-in-darmstadt/massnahmen-und-projekte veröffentlicht. Er fasst die von Juli bis September 2020 umgesetzten Maßnahmen im gesamten Stadtgebiet zusammen.

„Auch im dritten Quartal dieses Jahres sind wieder zahlreiche Verbesserungen beim Ausbau der Radverkehrsinfrastruktur in der Wissenschaftsstadt Darmstadt umgesetzt und in unserem Quartalsbericht für die Bürgerinnen und Bürger transparent und nachvollziehbar zusammengefasst worden“, erläutert Oberbürgermeister und Verkehrsdezernent Jochen Partsch. „So wurden vor allem bestehende Routen erweitert und leistungsfähiger gestaltet, als auch Gefahrenquellen für Radfahrerinnen und Radfahrer durch andere Verkehrsteilnehmer ausgeräumt. Besonders hervorzuheben ist dieses Mal der neue Radweg in der Landgraf-Georg-Straße zwischen Holzstraße und Teichhaustraße stadtauswärts, der bereits zwei Monate nach Beschluss der Stadtverordnetenversammlung umgesetzt wurde und auch dem Fußverkehr deutlich mehr Platz einräumt und gleichzeitig die Aufenthaltsqualität erhöht.“

Auf der Strecke zwischen den Knotenpunkten wird der Kraftfahrzeugverkehr seitdem auf einem, statt auf zwei Fahrstreifen geführt. Dadurch konnte der breite Radstreifen umgesetzt werden, der Platz genug zum Nebeneinanderfahren und Überholen bietet. Auch Radanlehnbügel für 58 Fahrräder wurden neu installiert. In Höhe der Merckstraße wurde neben der bestehenden Fußgängermittelinsel eine Querungshilfe für den Radverkehr eingebaut, was dem Querungsbedarf in Nord-Süd-Relation an dieser Stelle Rechnung trägt. Die Querung der Landgraf-Georg-Straße wird damit auch für Fußgänger sicherer und bequemer.

Im zweiten Quartal 2020 wurde der Radweg Heidelberger Straße zwischen Goethestraße und Annastraße von 1,50 Meter auf 2,10 Meter verbreitert. Nun wurde auch der südliche Abschnitt zwischen Hermannstraße und Goethestraße fertiggestellt.

Gegenüber der Lincoln-Siedlung wurde der stark frequentierte Geh-/Radweg in Höhe der Haltestelle Marienhöhe entlang der Heidelberger Landstraße zwischen der Haltestelle Marienhöhe und Hinter der Rennbahn auf rund 150 Metern verbreitert und asphaltiert. Zwischen Cooperstraße und der Bessunger Kiesgrube wurde der Radweg abschnittsweise auf 3,50 Meter verbreitert und die Deckschicht erneuert. Im weiteren Verlauf entlang der Radrennbahn und Richtung Bessungen wurde aufgrund der Böschung nur die Deckschicht erneuert. In dem sanierten Abschnitt gab es vorher zahlreiche Wurzelaufbrüche.

In der Bleichstraße zwischen Kasinostraße und Steubenplatz wurde die Radverkehrsführung oft zum Parken missbraucht und endete bislang vor der Kreuzung Steubenplatz im Gehwegbereich. Durch Markierung von Abstandsflächen und Rotfärbung des Radstreifens soll das Park- sowie Halteverbot verdeutlicht werden. Absperrelemente werden im vierten Quartal 2020 nachgerüstet, wenn die Bauarbeiten am Eckhaus zum Steubenplatz abgeschlossen sind. Dann wird auch die Rotmarkierung noch ergänzt.

Im Bereich der Kreuzung Steubenplatz läuft aktuell einer der Darmstädter Verkehrsversuche. Hier wurde ein Aufstellstreifen vor der Ampel für den Radverkehr umgewidmet. Der Kfz-Verkehr darf nun nur noch einstreifig links abbiegen. Der Verkehrsversuch wird mindestens sechs Monate laufen und wissenschaftlich begleitet und auf seine Auswirkungen untersucht.

Ein weiterer Verkehrsversuch wurde am Knotenpunkt Roßdörfer Platz/Teichhausstraße/Nieder-Ramstädter Straße gestartet. Der am Knotenpunkt endende Radstreifen wurde über den Knotenpunkt bis zur Kiesstraße verlängert. Damit gibt es nicht nur eine regelkonforme Weiterführung des Radverkehrs über den Knotenpunkt, sondern auch der durch die Kurvenlage und die beiden zu schmalen Kfz-Streifen erhebliche Sicherheitsmangel für den Radverkehr wurde behoben. Im Verkehrsversuch wird auch hier für mindestens sechs Monate die Sicherheit der Führung für alle Verkehrsteilnehmenden und die Auswirkungen auf alle Verkehrsträger durch die Wegnahme eines Kfz-Streifens untersucht - anschließend soll die Gelbmarkierung durch eine finale Lösung ersetzt werden.

Am Knotenpunkt Bismarckstraße/Grafenstraße wurde die Haltelinie für Kraftfahrzeuge in der Bismarckstraße gemäß den geltenden Richtlinien nach hinten verlegt. Dadurch sind Radfahrende für Kfz-Führende besser sichtbar, wenn sie an der Ampel warten. Im Zuge dieser Planung wurde auch in der Grafenstraße ein ausgeweiteter Aufstellbereich für Radfahrende markiert und die Ampelschaltung angepasst.

Im 3. Quartal wurden im gesamten Stadtgebiet neue Fahrradabstellanlagen installiert bzw. alte Anlagen durch neue ersetzt.  So wurde beispielsweise vor der Böllenfalltorhalle eine neue Fahrradabstellanlage für 170 Fahrräder errichtet, an der Grube Prinz von Hessen und an der Kunsthalle wurden neue Abstellanlagen mit 21 Bügeln für 42 Fahrräder bzw. mit 6 Bügeln für 12 Fahrräder errichtet. Die bestehende Fahrradabstellanlage am Ballonplatz wurde modernisiert und von fünf auf zwölf Abstellmöglichkeiten erweitert. Im Zuge des Förderprojekts „Fahrradabstellanlagen an Schulen und öffentlichen Einrichtungen“ wurden etwa 460 Abstellmöglichkeiten für Fahrräder neu geschaffen bzw. alte durch neue ersetzt. Des Weiteren wurden vor Schulen zusätzlich 380 Abstellmöglichkeiten für Roller geschaffen.

 

 

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