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Wissenschaftsstadt Darmstadt veröffentlicht erste Pflegebedarfsplanung 2018 bis 2025

(DK) – Donnerstag, 12.04.2018

Sozialdezernentin Akdeniz: „Gute Grundlage, die nun zur Erarbeitung konkreter Handlungsempfehlungen mit der Fachkonferenz Altenhilfe dienen wird.“

© Pixabay

Die Wissenschaftsstadt Darmstadt hat kürzlich den ersten Bericht zur Pflegebedarfsplanung 2018 bis 2025 veröffentlicht. Die Pflegebedarfsplanung berücksichtigt, welche pflegerischen und ergänzenden Angebote in Darmstadt vorhanden sind und ob diese ausreichend zur Verfügung stehen oder weiter zu entwickeln sind.

Die verantwortliche Sozialdezernentin Barbara Akdeniz erläutert die Notwendigkeit eines solchen Berichts: „Die Zahl der älteren Menschen steigt auch in Darmstadt. Der demographische Wandel vollzieht sich mit wachsender Dynamik. Die Anzahl der Bevölkerung in der Altersgruppe ab 85 Jahre bis unter 90 Jahre wird in den nächsten Jahren deutlich zunehmen. Im Jahr 2025 sind dies voraussichtlich 824 Personen mehr in Darmstadt. Dies ist die gesamtgesellschaftliche Herausforderung der nächsten Jahre.“

Um hier besser planen und steuern zu können, ist eine umfangreiche Pflegebedarfsplanung unumgänglich, weswegen der detaillierte Bericht nun erstmals erstellt wurde. Viele Seniorinnen und Senioren gestalten ihr ‚Älterwerden‘ aktiv. Dennoch nehmen Beeinträchtigungen der Gesundheit und der Bedarf im Fall von Hilfe und Pflegebedürftigkeit im Alter zu. Bis zum Jahre 2025 wird die Zahl der Pflegebedürftigen in Darmstadt voraussichtlich um über 220 Personen steigen. „Die Herausforderung des demographischen Wandels ist, Selbstbestimmung und das Verwirklichen individueller Lebensentwürfe sicherzustellen“, erklärt Akdeniz weiter. „Ausgangspunkt der Planungen und Ausgestaltung der Pflegeangebote sind daher die Wünsche und Bedarfe der alten Menschen. Dabei wollen die meisten so lange wie möglich zu Hause leben und gepflegt werden. Die Stadt setzt daher auf quartiersbezogene Wohn- und Pflegearrangements, für die es von entscheidender Bedeutung ist, welche Unterstützungsmöglichkeiten im persönlichen Umfeld da sind und in welchem Maß professionelle Dienste zur Verfügung stehen. Dabei bleibt das Ziel ‚ambulant vor stationär‘ orientierungsleitend. Darmstadt setzt dieses Ziel mit seinem Konzept  schon seit vielen Jahren um.“  

Für die Zukunft sieht Akdeniz die Wissenschaftsstadt Darmstadt und die Träger insgesamt gut aufgestellt und vorbereitet. „Wir sind auf einem guten Weg und haben mit der Pflegebedarfsplanung nun eine gute Grundlage für weitere Überlegungen geschaffen, auf deren Basis gemeinsam mit den in der Fachkonferenz Altenhilfe vertretenen Einrichtungen und Diensten, Handlungsempfehlungen aus den jeweiligen Themenstellungen abgeleitet werden sollen“, so Akdeniz abschließend.