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Wissenschaftsstadt Darmstadt und Darmstädter Friedensforum weihen neuen Hiroshima-Nagasaki-Platz ein

(DK) – Freitag, 01.09.2017

Oberbürgermeister Jochen Partsch: „Es ist unsere Pflicht, auf die Gefahr der weltweiten Verbreitung von Atomwaffen hinzuweisen – dem wollen wir mit der Benennung des Platzes zusätzlichen Nachdruck verleihen“

Japan Mädchen "Sadako" und das zerbombte Gebäude im Hiroshima Peace Memorial. © Regina Hagen

Oberbürgermeister Jochen Partsch und Regina Hagen vom Darmstädter Friedensforum haben am Freitag (1.) um 18 Uhr den neuen Hiroshima-Nagasaki-Platz oberhalb des darmstadtiums am Rande der Erich-Ollenhauer-Promenade eingeweiht. Im Vorfeld hatten die Bürgermeister von Hiroshima und Nagasaki zu diesem Anlass bereits Grußworte geschickt. Neben den Grußworten von Oberbürgermeister Partsch und Regina Hagen, trugen Schülerinnen und Schüler Lieder und einen eigenen Text mit Eindrücken einer Reise nach Hiroshima vor.

Oberbürgermeister Jochen Partsch erläutert den Hintergrund der Neubenennung: „Vor 72 Jahren, am 6. und 9. August 1945, wurde über den japanischen Städten Hiroshima und Nagasaki jeweils eine Atombombe abgeworfen. Die verheerenden Zerstörungen und das unendliche Leid, das sie verursachten, dürfen niemals vergessen werden. Als Oberbürgermeister und ‚Mayor for Peace‘ sehe ich es insbesondere angesichts der aktuellen politischen Entwicklungen als meine Pflicht an, auf die Gefahr der weltweiten Verbreitung von Atomwaffen hinzuweisen. Unser aller Engagement gegen die Androhung und gegen den Einsatz von Atomwaffen muss nachhaltig und sichtbar sein. Daher habe ich mich stets dafür eingesetzt, in unserer Stadt einen bislang namenlosen Platz ‚Hiroshima-Nagasaki-Platz‘ zu benennen. Es ist toll, dass uns dies in Kooperation mit dem Darmstädter Friedensforum nun oberhalb des darmstadtiums gelungen ist. Die Benennung nach diesen beiden Städten soll gleichermaßen Erinnerung an das schreckliche Geschehen, Ehrung der Opfer und Mahnung zur atomaren Abrüstung sein.“

„Während die nukleare Kriegsrhetorik zwischen den USA und Nordkorea ständig eskaliert, zeigt die Stadt Darmstadt mit der Platzbenennung, dass sie hinter Bemühungen für eine atomwaffenfreie Welt steht. Vor kurzem haben bei den Vereinten Nationen 122 Staaten einen „Vertrag über das Verbot von Kernwaffen“ verabschiedet, und es liegt auch an uns Bürgerinnen und Bürgern, dafür zu sorgen, dass Deutschland dem Vertrag beitritt. Die Bürgermeister für den Frieden sind dafür ein guter Partner“, erklärt Regina Hagen vom Darmstädter Friedensforum.

Seit 1998 ist Darmstadt auf Beschluss der Stadtverordnetenversammlung eine atomwaffenfreie Stadt und, vertreten durch den jeweils amtierenden Oberbürgermeister, Mitglied der internationalen Organisation „Mayors for Peace“ (Bürgermeister für den Frieden). Auf Anregung des Darmstädter Friedensforums beschloss der Magistrat der Stadt Darmstadt, den Platz oberhalb des darmstadtiums in „Hiroshima-Nagasaki-Platz“ zu benennen. Dies soll der Verbundenheit Darmstadts mit den beiden Städten und ihrem Anliegen einer atomwaffenfreien Welt Nachdruck verleihen.