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Wissenschaftsstadt Darmstadt nimmt Bejagung von invasiven Gänsearten in städtischen Naturbädern ab 1. August wieder auf

(DK) – Mittwoch, 01.08.2018

OB Partsch: „Mit den uns möglichen Mitteln unter Einhaltung aller maßgeblichen jagdrechtlichen Vorschriften für eine Reduzierung der Belastungen für Bade- und Erholungsgäste sorgen und die weitere Ausbreitung invasiver Arten eindämmen. Das ist praktizierter Artenschutz"

Nilgans. © Pixabay

Am heutigen Mittwoch (1.) hat die Wissenschaftsstadt Darmstadt die Bejagung von invasiven Gänsearten in den städtischen Naturbädern durch den Wildtierbeauftragten der Stadt wieder aufgenommen. Das hat Oberbürgermeister Jochen Partsch in Abstimmung mit dem zuständigen Dezernenten, Bürgermeister Rafael Reißer, und nach Abstimmung mit Vertretern aus Grünflächenamt, Ordnungsamt und dem Eigenbetrieb Bäder entschieden. Nach Erteilung einer entsprechenden Ausnahmegenehmigung erfolgt nun eine Bejagung von Nil-, Kanada- und Graugänsen am Großen Woog und dem Arheilger Mühlchen. In der Vergangenheit hatten verschiedene Vergrämungsmaßnahmen der Wissenschaftsstadt wie Eieraustausch oder Zäune nicht den gewünschten Erfolg gebracht.

Oberbürgermeister Jochen Partsch dazu: „Die maßgebliche Reduzierung invasiver Tierarten wie den Nilgänsen in den städtischen Naturbädern und den Grün- und Erholungsflächen in der Stadt ist ein Ziel, das wir weiter offensiv verfolgen müssen. Die Verunreinigung mit dem Kot der Tiere ist eine Belastung für alle Bade- und Erholungsgäste, die in den städtischen Grünanlagen Ausgleich suchen. Es ist schlicht nicht in Ordnung, wenn Kindern und Familien die naturnahe Erholung in unseren städtischen Anlagen, durch die nicht hinnehmbare Zunahme an Gänsen verwehrt wird. Im Übrigen entsteht durch das Ausbleiben von Badegästen etwa am Woog zugleich auch ein messbarer finanzieller Schaden für die Kommune selbst. Zeitgleich haben wir unter Einbeziehung wildtierbiologischer Aspekte, nicht zuletzt gestützt durch die Verordnung der EU zu invasiven Arten, auch einen ökologischen Auftrag, die weitere Ausbreitung gebietsfremder invasiver Arten und die damit einhergehende, zunehmende Verdrängung heimischer Wildtierarten zu unterbinden und einzudämmen. Daher haben wir uns nach Abstimmung mit allen zuständigen städtischen Stellen und unter Hinzuziehung des RP Kassel als Oberer Jagdbehörde dazu entschlossen, unter strenger Einhaltung der maßgeblichen jagdrechtlichen Vorschriften wieder mit dem Abschuss von Wildgänsen zu beginnen, um dem Problem der Verschmutzung der Anlagen durch Gänsekot und der Verdrängung heimischer Arten mit den uns möglichen Mitteln und Maßnahmen zu begegnen. Das ist praktizierter Artenschutz. In diesem Zusammenhang setzen wir auch auf die Mithilfe aus der Bevölkerung, an die wir eine dringende Bitte richten: Von einem Füttern der Tiere ist in allen städtischen Grünlagen unbedingt abzusehen. Dies führt nur zu einer weiteren Ausbreitung dieser Gänsearten."