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TU-Studierende entwerfen Konzepte für „grüne und bewegte Schulhöfe“

(ono) – Donnerstag, 07.02.2019

Stadträtin Akdeniz: „Passt gut zur städtischen Strategie, um Schulhöfe ökologisch aufzuwerten“

© Heike Berse / pixelio.de

Kaum ist der Pausenton verklungen, da stürmen schon die 150 Schülerinnen und Schüler der Heinrich-Hoffmann-Grundschule auf den Pausenhof. „Es ist wichtig, dass die Schülerinnen und Schüler sich in den Pausen bewegen und austoben, sonst sind sie viel zu unruhig im Unterricht“, erklärt eine Lehrerin, die Pausenaufsicht hat. Dabei ist der Schulhof alles andere als ein Gelände zum Austoben. Der käfigartig umzäunte Fußballplatz kann aufgrund eines Arrangements mit der Nachbarschaft nur zu bestimmten Zeiten genutzt, und die begrünte Fläche zur Hoffmannstraße hin darf wegen der fehlenden Begrenzung nicht betreten werden. Es fehlt also sowohl an Bewegungsmöglichkeiten als auch an einer Begrünung, die für die Kinder und zugleich für die Stadtnatur förderlich wären.

Gute Gründe für die Wissenschaftsstadt Darmstadt ein Projekt der TU Darmstadt zu unterstützen, das sich mit der Entwicklung von Ideen zur Beseitigung dieser Mängel beschäftigt.
Unter der Leitung von Karin Diegelmann, Martin Knöll (Fachbereich Architektur), Andreas Jürgens und Christian Storm (Fachbereich Biologie) haben sich Studierende der beiden Fachbereiche auf den Weg zur Heinrich-Hoffmann-Grundschule gemacht, um dort Konzepte für grüne und bewegte Schulhöfe zu entwickeln.

Vor Ort wurden Schülerinnen und Schüler nach ihren Wünschen an die Schule befragt, Lehrkräfte interviewt, Bewegungsräume aufgezeichnet und die Pflanzenwelt kartiert. Maßnahmen, der Hitze im Sommer zu begegnen, wurden ebenso erdacht, wie Ideen, die Bewegungsfreudigkeit der Schüler und Schülerinnen zur Energiegewinnung zu nutzen.
Besonderes Augenmerk wurde auf die Frage gelegt, wie Schulhöfe dazu beitragen können, die biologische Vielfalt zu erhöhen. Die Bandbreite der Ideen reicht von der Empfehlung, nur einheimische Arten anzupflanzen, über den Bau von Insektenhotels und die Begrünung von Wandflächen bis hin zu einfach zu montierenden und leicht zu verschiebenden Pflanzelementen in umfunktionierten Einkaufswagen. Entstanden sind so acht Konzepte für einen „grünen und bewegten Schulhof“.

„Ganz besonders wichtig ist uns“, so Karin Diegelmann, „dass die von den Studierenden entworfenen Elemente modular, flexibel und übertragbar sind“. Das begrüßt auch Stadträtin Barbara Akdeniz: „Als Dezernentin mit der Zuständigkeit für Soziales und Umwelt, freue ich mich sehr über das interdisziplinäre Projekt –  vor allem, weil auch andere Schulen und die Heinrich-Hoffmann-Schule an ihrem künftigen Standort davon profitieren können. Neben der gerade vom Magistrat beschlossenen ökologischen Aufwertung von Schulhöfen durch Entsiegelung und Begrünung passt das TU-Projekt wunderbar zur Strategie der Stadt zur Förderung der biologischen Vielfalt.“

Am Montag, 11. Februar 2019, werden die Entwürfe und Modelle der Studierenden in der Turnhalle der Heinrich-Hoffmann-Schule, Heinrichstraße 78, der Öffentlichkeit präsentiert. Die Eröffnung ist um 15 Uhr durch die Sozial- und Umweltdezernentin Barbara Akdeniz.