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Oberbürgermeister Jochen Partsch nimmt Deutschen Verkehrsplanungspreis der SRL für die Wissenschaftsstadt Darmstadt in Berlin entgegen

( DK) – Freitag, 22.06.2018

Partsch: „Wichtige Anerkennung unseres Wegs, bei der Entwicklung eines neuen Stadtquartiers auf verkehrsarme Sharing- und ÖPNV-Konzepte und damit auf Zukunft statt Vergangenheit zu setzen“

Oberbürgermeister Jochen Partsch (Mitte) und Verkehrsdezernentin Boczek (re.) mit Vertretern des Planungsbüros und der Vereinigung für Stadt-, Regional- und Landesplanung. © Wissenschaftsstadt Darmstadt

Oberbürgermeister Jochen Partsch, Verkehrsdezernentin Dr. Barbara Boczek sowie Planerin Gisela Stete haben am Donnerstag (21.) feierlich den Deutschen Verkehrsplanungspreis der Vereinigung für Stadt-, Regional- und Landesplanung (SRL) im Mendelsohn-Bau in Berlin für das Projekt „Multimodal und nachhaltig gemanagt - Die Lincoln-Siedlung in Darmstadt“ entgegengenommen. Der Preisverleihung vorangegangen waren unter anderem die Begrüßung der Gäste durch den Vorstandsvorsitzenden der SRL, Johannes Dragomir, sowie verschiedene Fachvorträge. Der Gewinn des Preises selbst war von der SRL bereits Anfang Mai festgelegt und auch bereits bekanntgegeben worden. Darmstadt hatte dabei Konzepte der Städte Hamburg, München und Würzburg auf die Plätze verwiesen. Das Projekt hatte die Jury insgesamt durch „seine vorbildliche Integration von Stadt- und Verkehrsplanung sowie seine hohe Verfahrensqualität“ überzeugt. Am Projekt waren neben städtischen Planern auch die HEAG mobilo und das Büro StetePlanung aus Darmstadt beteiligt.

OB Partsch zeigte sich bei der Preisverleihung erfreut über die Zuerkennung der renommierten Auszeichnung: „Dieser Preis ist in erster Linie die von einem Team aus Planungsexperten bestätigte Anerkennung unserer großen Bemühungen, bei der Entwicklung eines neuen Stadtquartiers nicht auf altbewährte Strategien und überholte Planungen zu setzen, sondern mit einer klaren Analyse der wohnungs- und verkehrspolitischen Notwendigkeiten sowie mit Mut und Zuversicht neue Konzepte für die verkehrliche Ausgestaltung unserer Stadt zu entwickeln und diese auch umzusetzen. Ich erinnere mich gut, mit welchem Widerstand wir auch und gerade in den politischen Gremien zu kämpfen hatten, als es um die Festlegung einer reduzierten Anzahl von Parkplätzen oder die Fokussierung auf Sharing-Angebote und den ÖPNV als Grundpfeiler eines verkehrsarmen Quartiers ging. Im Licht einer immer weiter zunehmenden Verkehrsverdichtung nicht nur in unserer Stadt sondern landesweit, sowie der Anstrengung zur Verbesserung des Gesundheitsschutzes und des Abgasskandals sehen wir nun, was die damaligen, nicht unumstrittenen Entscheidungen wirklich wert waren. Wir fühlen uns daher auch durch diese Auszeichnung erneut in unserem Weg bestätigt und werden diesen unter Berücksichtigung neuester Erkenntnisse aus der Verkehrsplanung konsequent weitergehen.“

Verkehrsdezernentin Dr. Barbara Boczek erklärt dazu: „Genau diese Vorgehensweise, nämlich die Abwägung von Wohnraummobilisierung, Sicherung urbaner Mobilität und der Ausbau einer zukunftsfähigen Infrastruktur, die wir im Lincoln-Projekt bundesweit gewürdigt gemacht haben, leitet uns auch im Masterplan 2030+-Projekt.“

Der Deutsche Verkehrsplanungspreis wird seit 2008 alle zwei Jahre von der Vereinigung für Stadt-, Regional- und Landesplanung (SRL) verliehen. Er fördert die Planungskultur und würdigt Verkehrsplanungen in Hinblick auf die Komplexität der Aufgabe, die Innovation in der Umsetzung und die Kooperation mit den vielfältigen Akteuren. In diesem Jahr wurden beispielhafte Lösungen ausgezeichnet, die wohnungs- und quartiersbezogene Konzepte oder realisierte Vorhaben zeigen, bei denen der PKW-Besitz und die PKW-Nutzung z.B. durch Carsharing, Leihrad, Lastenrad, gemeinsame ÖV-Tickets, Mobilitätsmanagement und weiteren Kooperationen verringert und die Nutzung des Umweltverbundes gesteigert wird.