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Oberbürgermeister Jochen Partsch empfängt Gruppe aus der Holzwerkstatt der Heydenmühle

(DK) – Freitag, 16.11.2018

Partsch: „Mit Kreativität und Engagement gestaltetes Kunstwerk gibt Besuchern die Möglichkeit, etwas über die wichtige Arbeit in Heydenmühle und dem Haus Lebensweg auf dem Oberfeld zu erfahren“

Oberbürgermeister Jochen Partsch mit den Künstlerinnen und Künstlern der Heydenmühle. © Wissenschaftsstadt Darmstadt/ Sibel Öz

Oberbürgermeister Jochen Partsch hat am heutigen Freitag (16.) eine Gruppe aus der Holzwerkstatt für behinderte Menschen der Heydenmühle in Otzberg im Darmstädter Neuen Rathaus empfangen. Die Gruppe war angereist, um sich vor Ort ihr Kunstwerk „Die Heydenmühler“ anzuschauen, das seit rund einem Jahr Teil der städtischen Kunstsammlung und in diesem Zusammenhang im  Vorzimmer zum Büro des Oberbürgermeisters ausgestellt ist.  

OB Partsch sagte beim Besuch: „Es ist mir eine große Freude, heute hier im Neuen Rathaus die Künstlerinnen und Künstler begrüßen zu dürfen, die zusammen mit Simon Lortz mit Kreativität und Engagement die schöne Skulpturen-Gruppe „Die Heydenmühler“ gestaltet haben. Mit dem Übergang des interessanten Kunstwerks an die städtische Kunstsammlung war es mir ein persönliches Anliegen, dieses gut sichtbar im Vorzimmer meines Büros zu platzieren. Auf diese Weise sind Besucher nun stets eingeladen sich das Kunstwerk anzuschauen und dadurch auch etwas über die wichtige Arbeit in der Heydenmühle und dem Haus Lebensweg auf dem Oberfeld zu erfahren.“

In der Holzwerkstatt der ‚Werkstatt für Behinderte Menschen‘ (WfbM) des Heydenmühle e.V. entstanden im Jahre 2016 unter der Leitung des Holzbildhauermeisters Simon Lortz 70 Skulpturen aus heimischen Obstbaumhölzern. Stellvertretend für jeden der 70 besonderen und individuellen Menschen, die in der WfbM Heydenmühle tätig sind, entstand eine Figur. Der ausgebildete Bauzeichner und Holzbildhauer Lortz arbeitet seit 2014 als Schreiner für die Heydenmühle. Mit der Möglichkeit der handwerklichen Bearbeitung von heimischen Hölzern bietet die Werkstatt den dortigen Bewohnern einen Arbeitsplatz. Im Rahmen einer Sozialtherapie bot Lortz dort einen mehrmonatigen Workshop an, in dem er Obstholz mit der Kettensäge bearbeitete. Unter der Mitarbeit der Bewohner der Heydenmühle wurden die kantigen und expressiven Einzelskulpturen individuell gestaltet. Gemeinsam bilden sie die Gruppe der Heydenmühler, die jeweils individuelle Charaktere ihrer Bewohner darstellen, aber in der Gruppierung auch symbolhaft für eine große Menschenansammlung, die Bürgerschaft Darmstadts, stehen. Jede Figur  wurde aus einem Holzblock mit der Motorsäge grob herausgearbeitet und von Beschäftigten der Heydenmühle mit Raspel, Feile und Schleifpaper weiter bearbeitet, bis sie ihr jetziges Aussehen erhielt.

Nachdem die Figurengruppe in öffentlichen Räumen in Reinheim, Messel, Hannover und Darmstadt präsentiert worden war, fand sie dank einer Spende der Sparkasse Darmstadt ihren Platz in der Städtischen Kunstsammlung Darmstadt.