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Neubau der Schwambschule und der Mühltalschule wird eingeweiht

(ono) – Mittwoch, 06.06.2018

OB Partsch: „Signal für die enormen Investitionen in Darmstadts Zukunft“ / Schuldezernent Reißer: „Holzgebäude mit gesunder Lernumgebung“

Oberbürgermeister Jochen Partsch (v.li.), Dagmar Goldmann (ehemalige Schulleiterin Schwambschule), Rektorin Anke Rack (Schwambschule), Architekt Walter Huber, Rektorin Vanessa Dyroff (Mühltalschule), Birgit König-Ehmke (IDA-Schulbaukoordination) und Bürgermeister Rafael Reißer. © Wissenschaftsstadt Darmstadt

Oberbürgermeister Jochen Partsch und Schuldezernent Rafael Reißer haben am heutigen Mittwoch, 6. Juni 2018, den Erweiterungsbau für die Ludwig-Schwamb-Schule und die Mühltalschule in Eberstadt eingeweiht. „Dieser schöne, architektonisch herausragende und aus ökologischer Sicht vorbildliche Neubau ist ein starkes Signal nicht nur für Eberstadt“, sagte Oberbürgermeister Partsch anlässlich der Eröffnung. „Er steht vielmehr beispielhaft für die enormen Investitionen der Wissenschaftsstadt Darmstadt in die kommunale Infrastruktur, in Bildung, und damit in die Zukunft dieser rasch an Bürgerinnen und Bürgern wachsenden Stadt.“ Bürgermeister und Schuldezernent Reißer ergänzte: „Das neue Holzgebäude bietet eine gute und gesunde Lernumgebung, und so wünsche ich den künftigen Nutzern viel Freude und Erfolg in ihrem neuen Schulbau.“

Den Beschluss zum Neubau hatten Magistrat und Stadtverordnetenversammlung der Wissenschaftsstadt Darmstadt 2015 gefasst. Aus dem Realisierungswettbewerb ging das Architekturbüro Walter Huber, Stuttgart, als Sieger hervor. Die Bauarbeiten begannen im Mai 2016 und wurden im Mai dieses Jahres abgeschlossen. Die Gesamtkosten betragen 9,2 Millionen Euro.

Die beiden Eberstädter Schulen hatten sich bereits  in der Vergangenheit Verwaltungsräume in einem eingeschossigen Atriumgebäude und die Turnhalle sowie mit Beginn der Kooperation 2013 den Schulhof geteilt. Der jetzt fertiggestellte Erweiterungsneubau komplettiert die Kooperation der Schulen in räumlicher wie pädagogischer Hinsicht und lässt sie zu einem inklusiven modernen ganztägig ausgerichteten Schulstandort werden. Das auf den pädagogischen Überlegungen der beiden Schulen aufgebaute Raumkonzept basiert auf großzügigen, sich zu einem zentralen Lern- und Erschließungshof öffnenden Unterrichtsflächen, die durch ganztägig genutzte Fachräume sowie Betreuungs- und Bewegungsflächen sinnvoll ergänzt werden.

Der inklusive Gedanke führt zu einer veränderten Gebäudestruktur, bei der Offenheit und Kommunikation ebenso zur Geltung kommen wie Konzentration und Rückzug. Freie Formen des Lernens in Kleingruppen, einzeln oder klassenübergreifend sind hier möglich. Dabei wurden für das Raumkonzept die Ludwig-Schwamb-Schule als vierzügige Grundschule und die  Grundstufe der Mühltalschule mit Förderschwerpunkt Lernen berücksichtigt. Die Sekundarstufe 1 der Mühltalschule ist als Kooperation an der Gutenbergschule untergebracht.

Das neue Gebäude ist eine zweigeschossige Holzkonstruktion, die sich aus zwei versetzten Solitären zusammensetzt. Verbindungsglied ist ein Sichtbeton-Treppenhausturm mit Aufzug.
Nach Betreten des Windfangs ist man im Foyer mit Verglasung zur teilbaren Mensa, die auch den Eberstädter Bürgerinnen und Bürgern zur Nutzung für Vorträge und andere Veranstaltungen offenstehen soll. Im benachbarten Gebäudeteil entstanden moderne Verwaltungsräume und Lehrerarbeitsplätze. Im Obergeschoss  gibt es einen Schwerpunkt „Lernen“ und einen Schwerpunkt „Betreuung“. Alle Räume sind für beide Nutzungen vorgesehen und werden auch bereits von Klassen und Betreuung parallel.

Die Fassade mit massiven Lärchenlamellen greift Elemente der bestehenden Bebauung auf. Die Holzfenster sind alle fest verglast. Belüftung und Nachtauskühlung erfolgen durch mehrschichtige Lamellenflügel. Der Energiebedarf des gut gedämmten Neubaus ist gering. Eine Photovoltaikanlage zur Abdeckung des Eigenbedarfs bei der Stromversorgung wurde installiert. Im früheren Verwaltungsgebäude von 1960 hatte es mehrere Kunstobjekte gegeben, die nun im neuen Kontext eingebaut und aufgestellt werden. Derzeit zu sehen ist ein Glaskunstobjekt von Helmut Lander. Weitere Plastiken, die eingelagert wurden, folgen und werden nach Aufbau des Vordaches präsentiert.