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Magistrat beschließt Integriertes städtebauliches Entwicklungskonzept für das Soziale-Stadt-Gebiet Pallaswiesen- / Mornewegviertel

(DK) – Donnerstag, 12.04.2018

Dezernentinnen Boczek und Akdeniz: „Ziel ist eine nachhaltige und integrierte Entwicklung des Fördergebietes“

Neue Rathaus Luisenplatz. © Wissenschaftsstadt Darmstadt/ Sibel Öz

Der Magistrat der Wissenschaftsstadt Darmstadt hat in seiner Sitzung vom Mittwoch (11.) das Integrierte städtebauliche Entwicklungskonzept für das Soziale-Stadt-Gebiet Pallaswiesen- / Mornewegviertel beschlossen. Darin werden die Ziele, Strategien und Einzelmaßnahmen zur Stabilisierung und Entwicklung des Fördergebietes dargestellt.

Stadträtin Dr. Barbara Boczek und Stadträtin Barbara Akdeniz dazu: „Mit dem Konzept verfolgen wir das Ziel einer insgesamt nachhaltigen und integrierten Entwicklung des Fördergebietes mit einer Verbesserung der Lebens-, Wohn- und Arbeitsbedingungen durch die thematische Verknüpfung sozialer, kultureller, gestalterischer, ökonomischer und ökologischer Handlungsfelder. Dazu ist eine hohe Akzeptanz der strategischen Ziele und Maßnahmen durch alle beteiligten Akteurinnen und Akteure und die Bewohnerschaft des Gebietes von hoher Bedeutung, weswegen das Entwicklungskonzept über einen Zeitraum von 18 Monaten unter der Beteiligung und in einem engen Dialog mit Bürgerinnen und Bürgern, sowie wichtiger lokaler Akteurinnen und Akteure sowie der Verwaltung erstellt wurde.“

Unter dem Motto ‚PaMo – mach mit‘ wurden Bürgerinnen und Bürger zuvor zwei Veranstaltungen angeboten, in denen die jeweiligen Arbeitsstände dargestellt und Anregungen aufgenommen worden sind.  Mit einer Postkartenaktion ‚PaMo – meine Ideen‘ und mit Beteiligungsmöglichkeiten auf der Onlineplattform ‚PaMo – mein Plan‘ konnten sich Bürgerinnen und Bürger ebenfalls beteiligen. Öffentliche Quartiersrundgänge unter dem Motto ‚PaMo – mein Blick‘ rundeten die Bürgerbeteiligung in engem Kontakt mit der Verwaltung ab. Für wichtige lokale Akteure wurden Runde Tische für die Bereiche ‚Soziales‘, ‚Kultur‘ und ‚Wohnungswirtschaft‘ eingerichtet. Im Laufe des Prozesses hat sich Interesse an einem runden Tisch ‚Gewerbe‘ herausgebildet, der noch eingerichtet werden soll. Zur verwaltungsinternen Abstimmung wurden Ämterrunden eingerichtet. Darüber hinaus fand ein regelmäßiger Austausch mit dem vom Träger der Gemeinwesenarbeit, Caritasverband Darmstadt e.V., eingerichteten ‚Hauptamtlichentreff‘ statt. 

„Unter anderem soll ein Rahmenplan für das Fördergebiet und seine Umgebung erarbeitet werden,  dessen Ziel es ist, die Entwicklungsmöglichkeiten untergenutzter, sich im Umbruch befindender und neu zu ordnender Flächen aufzuzeigen. Des Weiteren soll der Kreuzungsbereich Mainzer Straße / Landwehrstraße / Kirschenallee, der zurzeit baulich durch gewerbliche und kulturelle Nutzungen bestimmt ist, umgestaltet werden. Vor dem Hintergrund der Bedeutung des Platzes als zentraler Ort im Gebiet möchten wir die Planung in einem moderierten diskursiven Planungsprozess, etwa einer Planungswerkstatt zu erarbeiten, an der neben beauftragten Büros und Verwaltung wichtige Anrainer (Unternehmen / Vertreterinnen und Vertreter der Kreativ- und Kulturwirtschaft) und Bürgerinnen und Bürger teilnehmen“, erläutert Baudezernentin Barbara Boczek.

Stadträtin Barbara Akdeniz erläutert den sozialpolitischen Ansatz: „Ziel ist es, Beteiligungsstrukturen im weiteren Prozess zu aktivieren bzw. auszubauen und die vielfältigen sozialen Belange im Fördergebiet in den Blick zu nehmen. Hierzu werden wir eine Stadtteilwerkstatt aufbauen, die es den Bürgerinnen und Bürgern sowie lokalen Akteurinnen und Akteuren ermöglicht, direkten Kontakt mit der Gemeinwesenarbeit über das Fördergebiet verteilt aufzunehmen. Bildungsarbeit, Unterstützung im Rahmen von beschäftigungsfördernden Maßnahmen und die Initiierung von Stadtviertelrunden sind wesentliche Bestandteile der künftigen Aufgaben. Hierzu gehört auch, das Wohnumfeld so zu gestalten, dass ausreichend Spielmöglichkeiten für Kinder und Grünflächen für gutes Klima und gute Luft vorhanden sind und bauliche Maßnahmen inklusiv ausgeführt werden.“

Im Jahr 2014 wurden Teilbereiche des „Pallaswiesen – Mornewegviertels“ in das Förderprogramm ‚Soziale Stadt‘ aufgenommen. Gemäß den Richtlinien des Landes Hessen zur Förderung der Nachhaltigen Stadtentwicklung ist ein integriertes städtebauliches Entwicklungskonzept aufzustellen, in dem die Ziele, Strategien und Einzelmaßnahmen zur Stabilisierung und Entwicklung des Fördergebietes dargestellt sind. Das rund 66 ha große Fördergebiet, in dem etwa 2.800 Einwohnerinnen und Einwohner leben, befindet sich im Nordwesten Darmstadts innerhalb der überwiegend industriell und gewerblich geprägten Stadtteile Pallaswiesenviertel und Mornewegviertel, westlich  des Johannesviertels und der Innenstadt. Im Westen werden diese Stadtteile begrenzt durch die Bahnstrecke Mannheim–Frankfurt mit dem Haltepunkt Darmstädter Hauptbahnhof. Mehrere Hauptverkehrsstraßen verlaufen durch das Gebiet bzw. daran vorbei: Carl-Schenck-Ring, Pallaswiesenstraße, Landwehrstraße, Bismarckstraße. Zwischen den nördlichen und südlichen, jeweils insular wirkenden Wohnquartieren bestehen aufgrund der räumlichen Distanz bislang kaum sozialräumliche Verflechtungen. Weitere Informationen gibt es auf http://www.darmstadt.de/sozialestadt-pamo