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Magistrat beschließt Gestaltung des Quartiersplatzes im Ludwigshöhviertel

(DK) – Donnerstag, 14.01.2021

Baudezernentin Dr. Boczek: „Attraktiver, begrünter und vielfältig nutzbarer öffentlicher Raum für die künftigen Bewohnerinnen und Bewohner des neuen Ludwigshöhviertels“

Entwursplanung-Lageplan © BVD New Living

Der Magistrat der Wissenschaftsstadt Darmstadt hat in seiner Sitzung vom Mittwoch, 13. Januar, die Gestaltung des Quartiersplatzes im derzeit neu entstehenden Ludwigshöhviertel beschlossen. Nach Beschlussfassung der Vorlage durch die Stadtverordnetenversammlung kann mit der Entwurfs- und Ausführungsplanung durch die BVD New Living als Vorhabenträgerin begonnen werden.

„Die Gestaltung des Quartiersplatzes ist ein weiterer Baustein auf dem Weg zur Entwicklung eines lebendigen, sozial ausgewogenen und generationenübergreifenden Zukunftsquartiers mit bezahlbarem Wohnraum zwischen Bessungen und Eberstadt“, erläutert dazu Baudezernentin Dr. Barbara Boczek. „Die historische Struktur zweier vormals eigenständiger Areale im Ludwigshöhviertel mit einem gemeinsamen Bezugsort, dem zentralen Quartiers-Carrèe, wurde hier im Konzept des städtebaulichen und landschaftsplanerischen Wettbewerbs aufgenommen und weiterentwickelt. Dem Bebauungsplan S 26 – Ludwigshöhviertel folgend, werden in naher Zukunft zwei kompakte Siedlungsflächen nördlich und südlich dieses Quartiers-Carrèes mit seinem unter Denkmalschutz stehenden Gebäudeensemble entstehen.“

„Der zentrale Quartiersplatz wird den Mittelpunkt des neuen Ludwigshöhviertels bilden und soll ein lebendiges Bindeglied zwischen den im Norden und Süden angrenzenden Wohnquartieren werden“, so Boczek weiter. „Die beiden benachbarten kleineren Platzbereiche im Nord-Osten und Süd-Westen werden ebenfalls in den Gestaltungsbereich dieser Vorlage einbezogen. Der Quartiersplatz soll ein attraktiver, begrünter, vielfältig nutzbarer öffentlicher Raum für alle Bewohnerinnen und Bewohner des neuen Ludwigshöhviertels werden. Der wertvolle Baumbestand auf der Platzfläche bleibt erhalten und trägt maßgeblich zu der angestrebten hohen Aufenthaltsqualität des Platzes bei.“ Gleichzeitig sind die verkehrlichen Anforderungen, die sich aus dem Standort der zentralen Haltestelle der Linie 3 und der, wenn auch eingeschränkten Überfahrbarkeit ergeben, zu bewältigen.

Das Quartiers-Carrée als zentraler Bereich der ehemaligen Cambrai-Fritsch-Kaserne ist als Sachgesamtheit/Ensemble nach Hessischem Denkmalrecht geschützt. Die denkmalgeschützte Gesamtanlage umfasst das zentrale Geviert des öffentlichen Platzes, von dem aus die Anlagen erschlossen wurden. In den denkmalgeschützten Gebäuden am Quartiersplatz wurde die planungsrechtliche Voraussetzung zur Schaffung der notwendigen, quartiersbezogenen Nahversorgung entweder als ein Nahversorgungsmarkt oder in mehreren kleineren Ladeneinheiten geschaffen. Darüber hinaus sind hier ein Familienzentrum, eine Mobilitätsstation sowie weitere Gemeinschafts- und Dienstleistungsangebote (Büroräume, Informationsräume, usw.) vorgesehen. „Ziel ist es“, so Boczek, „das Quartiers-Carrée mit seinen historischen Gebäuden und dem prächtigen Baumbestand in ein lebendiges und flexibel bespielbares Quartierszentrum, in einen Raum der Gemeinschaft mit identitätsstiftendem Charakter für den neuen Stadtteil zu überführen.“

Die beiden Baumgruppen im Zentrum des Platzes werden erhalten und durch große, frei geformte, begrünte Baumbeete ergänzt. Dadurch wird ein gutes Mikroklima gewährleistet und die Flächen können gleichzeitig für die Versickerung des anfallenden Niederschlagswassers genutzt werden. Hierdurch wird eine großzügige Durchlässigkeit des Platzes für zu Fuß Gehende und Radfahrende gewährleistet. 

Die Platzoberflächen werden in Teilen als befestigte Fläche ausgeführt, damit sie für Außengastronomie (z.B. Biergarten) oder andere temporäre Nutzungen wie Märkte, Quartiersfeste, Sommerkino oder Theateraufführungen genutzt werden können. Die den jeweiligen Richtlinien entsprechenden Materialien der Oberflächen gewährleisten eine vibrationsarme Nutzung, so dass die Fläche auch für mobilitätseingeschränkte Personen gut nutzbar sein wird. Die Ausführung orientiert sich am Belag der Lincoln-Siedlung und wird mit dem Behindertenbeauftragten der Wissenschaftsstadt Darmstadt abgestimmt.

Im westlichen Platzbereich ist die zentrale  Haltestelle für das neue Ludwigshöhviertel platziert, die im Rahmen der Verlängerung der Linie 3 das neue Quartier optimal an das ÖPNV-Netz anbinden wird. Die detaillierte Lage und Ausführung wird in einem gesonderten Verfahren (Planfeststellungsverfahren) festgelegt. 

Der süd-westlich angrenzende Platzbereich, der funktional durch den Verlauf der Straßenbahntrasse bestimmt wird, soll eine wichtige Verteilerfunktion für die von Süden von der Promenade kommenden zu Fuß gehenden und Radfahrenden übernehmen. Hier wird  eine Querungsmöglichkeit angeboten, die auch die Erschließung des westlichen Gebäudes am Quartiersplatz von Süden her ermöglicht. Die genaue Ausführung der Querung der Trasse wird im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens abgestimmt. 

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