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Magistrat beschließt Elektromobilitätskonzept

(ono) – Mittwoch, 31.01.2018

Boczek: „Handlungsrahmen für die nächsten fünfzehn Jahre“ / Akdeniz: „Wichtig, um Schadstoff- und Lärm-Emissionen zu senken“

© Kurt F. Domnik/ pixelio.de

Wo sollen in den kommenden Jahren Ladesäulen für Elektrofahrzeuge errichtet werden? Wie viele davon werden in Darmstadt gebraucht? Und in welchem Umfang kann der städtische Fuhrpark auf Elektrofahrzeuge umgestellt werden? Diese und weitere Fragen soll ein „Elektromobilitätskonzept“ beantworten, dessen Erarbeitung der Magistrat der Wissenschaftsstadt Darmstadt in seiner jüngsten Sitzung beschlossen hat. Die Kosten des Konzepts betragen 95 000 Euro; davon trägt die Stadt 19 000 Euro, der Rest (80 Prozent) wird vom Bundesverkehrsministerium als Teil der Förderung kommunaler Mobilitätskonzepte finanziert.

„Darmstadt ist in den vergangenen zehn Jahren um rund zwanzigtausend Einwohner gewachsen. Und dieser Trend wird anhalten. Deshalb brauchen wir einen Handlungsrahmen, an dem wir die Steuerung der Mobilität ausrichten – unter sozialen und ökologischen Aspekten ebenso wie im Hinblick auf die Akzeptanz durch Bürgerinnen und Bürger“, erklärt Planungs- und Verkehrsdezernentin Barbara Boczek. „Es geht zum einen um die Förderung der Mobilitätsalternativen: ÖPNV, Fahrrad, zu Fuß. Zum anderen wollen wir dort, wo es weiter des Autos bedarf, den Umstieg vom Verbrennungsmotor zum Elektroantrieb. Das Elektromobilitätskonzept wird uns ganz konkret Aufschluss über die nötige Infrastruktur geben.“ „Wichtig ist uns zudem, dass wir als Wissenschaftsstadt Darmstadt selbst unseren Beitrag leisten, Luftschadstoffe und Lärmemissionen zu reduzieren“, betont Umweltdezernentin Barbara Akdeniz. „Deshalb wollen wir so schnell wie möglich den Anteil von Elektroautos im kommunalen Fuhrpark steigern. Auch dafür benötigen wir die richtige Infrastruktur.“

Die Wissenschaftsstadt Darmstadt hat 2017 über das Förderprojekt der Entega „100 Ladesäulen für Südhessen“ in Darmstadt zwanzig Ladesäulen installieren lassen. 2018 kommen weitere vier Ladesäulen hinzu, die gemeinsam mit der Telekom im Förderprojekt „eMobility“ beschafft werden.

Mit Hilfe des nun beschlossenen Elektromobilitätskonzept soll ermittelt werden, wie sich der Bedarf an Ladeinfrastruktur bei weiter wachsender Bevölkerung entwickeln wird. Das Konzept soll für einen Zeitraum von rund fünfzehn Jahren darlegen, wo und in welcher Technik diese Infrastruktur bereitzustellen ist – im Einklang mit der Stadt-, Quartiers- und Verkehrsentwicklung. Im Rahmen der Konversion soll Elektromobilität ebenfalls eine zentrale Rolle einnehmen. In der Lincolnsiedlung wurde mit dem E-Carpooling-Angebot „Mein Lincoln mobil“ bereits ein erster Ansatz gestartet. Im Elektromobilitätskonzept soll die Weiterentwicklung der E-Carpooling-Idee sowohl bei den weiteren Konversionsflächen als auch stadtweit berücksichtigt werden. Die Ergebnisse des Konzepts sollten schließlich auch auf den benachbarten Landkreis übertragbar sein; würden sie dort angewandt, ließen sich so die Emissionen der etwa 90 000 täglichen Einpendler nach Darmstadt reduzieren. Auf Grundlage der bereits im Rahmen des betrieblichen Mobilitätsmanagements erstellten Fuhrparkanalyse soll die Organisationsstruktur eines nachhaltigen städtischen Fahrzeugpools mit Elektrofahrzeugen entwickelt werden.

Verbindungen und Synergien bei der Erstellung des Elektromobilitätskonzeptes werden durch die Einbeziehung des Projektes in den Planungsprozess Mobilitätskonzept 2030+, in das Programm zur Digitalstadt sowie in die Erstellung des „Masterplanes für die Gestaltung nachhaltiger Mobilität – Green City Darmstadt“ gewährleistet. Die Erarbeitung des Elektromobilitätskonzepts wird eine ämter- und institutionsübergreifende Projektgruppe (unter anderem mit EAD, bauverein, HEAG mobilo, Entega) begleiten.