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Krisenstab zur Covid-19-Pandemie: Fallzahlen bleiben auf hohem Niveau

(Evi) – Mittwoch, 27.07.2022

Übermittlungsprobleme bei aktuellen Zahlen in Stadt und Kreis / Personalausfälle in Klinikum erreichen Höchststand / Kontrolle der Maskenpflicht im ÖPNV wird ausgeweitet

Luisenplatz © Wissenschaftsstadt Darmstadt

Der Covid-19-Krisenstab der Wissenschaftsstadt Darmstadt hat sich in seiner Sitzung am heutigen Mittwoch, 27. Juli, weiter mit der Entwicklung des Infektionsgeschehens in der Stadt beschäftigt. Nach Angaben des Gesundheitsamts bleiben die Fallzahlen im Verlauf der letzten Wochen auf einem hohen Niveau. Nach 1444 neuen laborbestätigten Fällen von Covid-19 in der 26. Kalenderwoche für die Wissenschaftsstadt Darmstadt, waren es in der 27. Kalenderwoche 1518, in der 28. Kalenderwoche bereits 1714. Da es bei der Übermittlung der Zahlen an das RKI in den vergangenen Tagen technische Probleme gab, liegen derzeit keine aktuellen Zahlen für Darmstadt vor. Die Beteiligten sind aber zuversichtlich, dass nach Behebung der Probleme zeitnah wieder aktuelle Zahlen veröffentlicht werden können. Die hessenweite Inzidenz liegt heute (27.) bei 858,0. 

Die stationären Fallzahlen in den städtischen Krankenhäusern sind leicht gestiegen: Auf Normal- und Intensivstation befinden sich im Klinikum Darmstadt 49 (11), im Elisabethenstift 21 (0), im Alice-Hospital 9 (0) und in den Kinderkliniken 5 (0) Patientinnen und Patienten mit Covid-19. 

Die Lage im Klinikum ist zu Beginn der Sommerferien brisant, da sich die Krankheitsfälle der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf dem Höchststand befinden. Aufgrund der Personalausfälle herrscht im Klinikum nach wie vor Alarmstufe gelb. Damit ist die Notfallversorgung zwar gewährleistet, doch eine erneute Überlastung in den nächsten Wochen ist laut Klinikum wahrscheinlich.

Vom Amt für Soziales und Prävention, Schulamt und Jugendamt werden in dieser Woche keine kritischen Fälle gemeldet. Die Lage in den Pflege- und Obdachloseneinrichtungen, sowie in den Flüchtlingsunterkünften bleibt ruhig. Es gibt vereinzelt leichte Erkrankungen mit milden Verläufen.

Aufgrund der hohen Inzidenzen werden die Kontrollen der Maskenpflicht im öffentlichen Nahverkehr erhöht. Dabei wird die HEAG mobilo von der Kommunalpolizei unterstützt. Die Missachtung der Maskenpflicht zieht eine Strafe von 50 Euro nach sich.

„Es ist wichtig, dass wir bei einer derzeit hohen Inzidenz, sowohl unsere Mitmenschen als auch uns selbst schützen. Da sollte das Tragen einer Maske im öffentlichen Nahverkehr nicht nur zur Pflicht, sondern zur Selbstverständlichkeit gehören. Wir möchten, dass sich alle Bürgerinnen und Bürger bei der Nutzung des ÖPNV sicher fühlen und es hier keine Ausnahmen gibt. Leider gibt es noch immer einige Fälle, die diese Regeln nicht ernst nehmen, deshalb ist eine Ausweitung der Kontrollen um 30 Prozent eine logische Konsequenz“, erklärt dazu Bürgermeisterin Barbara Akdeniz.

Der Krisenstab kommt am Mittwoch, 3. August, zu seiner nächsten Sitzung zusammen.

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