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Konzept- und Medienkünstler Olaf Nicolai erhält den Wilhelm-Loth-Preis der Wissenschaftsstadt Darmstadt 2018

(ono) – Donnerstag, 15.02.2018

OB Partsch: „Ungewohnte Blicke auf den Alltag unserer Lebenswelt“ / 2019 Ausstellung auf der Mathildenhöhe

Künstler Olaf Nicolai. © Kaufmann

Der Wilhelm-Loth-Preis für 2018 wird dem Konzept- und Medienkünstler Olaf Nicolai zuerkannt. Dies hat jüngst der Magistrat der Wissenschaftsstadt Darmstadt entschieden; er folgte damit dem Votum der Jury. Der Wilhelm-Loth-Preis ist der bedeutendste Kunstpreis, den die Stadt vergibt; er wird alle zwei Jahre verliehen, ist mit einem Preisgeld von 12 000 Euro dotiert und beinhaltet zudem eine Ausstellung der Werke des Preisträgers oder der Preisträgerin. Die Preisvergabe wird insgesamt mit 40 000 Euro durch die BS Kulturstiftung Darmstadt gefördert.

„Die Entscheidung für Olaf Nicolai reiht sich ein in die lange Tradition Darmstadts, sich immer wieder neu den aktuellen Fragestellungen der Kunst zuzuwenden und daraus ungewohnte, ja provozierende Blicke auf den Alltag unserer Lebenswelt zu gewinnen“, sagt Oberbürgermeister Jochen Partsch, der kraft Amtes der Jury des Loth-Preises angehört. „Die Ausstellung der Arbeiten Nicolais auf der Mathildenhöhe verspricht ein herausragendes Ereignis zu werden.“

Der 1962 in Halle geborene und heute in Berlin arbeitende Konzept- und Medienkünstler Olaf Nicolai zählt international zu den spannendsten und meistdiskutierten Gegenwartskünstlern. Mit seinen interdisziplinären künstlerischen Ansätzen stellt er die gewohnten Betrachtungsweisen unserer Alltagswelt immer wieder infrage und hebt damit bewusst die Grenze zwischen Kunst und Leben auf. Das Alltägliche in Nicolais Werk geht dabei einher mit der Auslotung des Verhältnisses zwischen Kunst und Musik, Körper, Zeit und Raum. Dabei schert er sich nicht um akademische Regeln, sondern rekombiniert seine Themen aus Naturwissenschaft, Architektur, Ästhetik, Ikonographie und Geschichte zu Objekten ganz unterschiedlicher Medien und Stellenwerte.

In der mehrteiligen, permanenten Wandarbeit „Le pigment de la lumière“, die er für die Innenräume der im Mai 2014 eröffneten neuen Bauhaus-Meisterhäuser von Gropius und Moholy-Nagy in Dessau entwickelt hat, oder in seinem aktuellen Klangkunstwerk mit dem Titel „In the woods there is a bird …“ für die Documenta 14 in Athen 2017 bezieht Nicolai sich außerdem wiederholt auf aktuelle politische und kulturelle Fragestellungen. Dieses häufig ortsspezifische, die historischen oder sozialen Gegebenheiten des Ausstellungsorts mit einbeziehende Werk, wird mit dem Wilhelm-Loth-Preis geehrt.

Der Preisverleihung am Samstag, 22. September 2018, folgt eine Ausstellung am Institut Mathildenhöhe Darmstadt im Frühjahr 2019 sowie eine ausstellungsbegleitende Publikation, die ebenfalls vom Institut Mathildenhöhe betreut wird.

Seit Jahresbeginn unterstützt die BS Kulturstiftung unter dem Vorstandsvorsitz von Ulrich Scheinert die Vergabe des Wilhelm-Loth-Preises der Wissenschaftsstadt Darmstadt. Die in zweijährigem Rhythmus verliehene Auszeichnung wird von der Stiftung zunächst bis 2028 gefördert.