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Gedenken an die Pogromnacht des 9./10. November 1938 in diesem Jahr pandemiebedingt in digitaler Form

(DK) – Freitag, 06.11.2020

Daniel Neumann und OB Partsch: „Bedauern die Absage für eine Präsenzveranstaltung sehr. Das Gedenken und die Auseinandersetzung mit Antisemitismus und Rassismus werden wir dieses Mal online organisieren.“

Synagoge in Darmstadt © Wissenschaftsstadt Darmstadt

Mit Veranstaltungen gedenken die Wissenschaftsstadt Darmstadt, die Jüdische Gemeinde Darmstadt und die Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit Darmstadt normalerweise jedes Jahr der Pogromnacht vom November 1938 und das Menschheitsverbrechen der Schoa, zu dem das Pogrom der Auftakt war. In diesem Jahr müssen die Gedenkveranstaltungen jedoch pandemiebedingt ausfallen. Für alle interessierten Bürgerinnen und Bürger wird es auf https://www.youtube.com/user/DarmstadtStadt dennoch die Möglichkeit geben, die Reden von Oberbürgermeister Jochen Partsch, dem Vorsitzenden der Jüdischen Gemeinde in Darmstadt, Daniel Neumann, und Landgerichtspräsident Dr. Ralf Köbler im Rahmen der zentralen Gedenkstunde in der Synagoge, Wilhelm-Glässing-Straße 26, am 9. November 2020, ab 17 Uhr online zu verfolgen.

„Darmstadt ist eine Stadt, in der die Erinnerungsarbeit im gesellschaftlichen Leben fest verankert ist“, betonen Daniel Neumann, Vorsitzender der Jüdischen Gemeinde Darmstadt, und Oberbürgermeister Jochen Partsch. „Davon lassen wir uns auch von einer Pandemie nicht abbringen. Es ist in diesen bewegten Zeiten, jetzt wo in den vergangenen Tagen wieder der Terror in Europa aufgeflammt ist, vielleicht mehr denn je von entscheidender Bedeutung, antisemitische und extremistische Tendenzen zu erkennen, zu ächten und zurückzudrängen und für Toleranz und Zusammenhalt zu werben. Dies braucht Erinnerung. Für das Verbrechen der Nazis in der Schoa gibt es keine Wiedergutmachung, ja es lässt sich kaum in angemessene Worte fassen. Und doch ist es die Sprache, die Erinnerung bewahrt und Wissen möglich macht. Wir laden daher alle interessierten Bürgerinnen und Bürger und auch Medienvertreterinnen und Medienvertreter herzlich dazu ein, unserem Live-Stream beizuwohnen und so gemeinsam ein weiteres Zeichen für eine offene und tolerante Gesellschaft zu setzen.“  

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