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Einführung der Parkraumbewirtschaftung Bessungen Nord / Neuordnung der Parkflächen

(lea) – Mittwoch, 30.10.2019

Oberbürgermeister Partsch: „Qualität für Anwohnerinnen und Anwohner wird steigen, der Parkdruck sinkt“

© Pixabay

Der Magistrat der Wissenschaftsstadt Darmstadt hat in seiner heutigen (30.) Sitzung die flächendeckende Parkraumbewirtschaftung für das Gebiet Bessungen Nord beschlossen. 

„Beim Quartiersrundgang gemeinsam mit den Bewohnerinnen und Bewohnern des Viertels im Mai dieses Jahres hat sich gezeigt, dass der Parkdruck in diesem Teil Bessungens sehr hoch ist und darunter die Verkehrssicherheit enorm leidet. Die Ideen und Anregungen aus diesem Gespräch haben wir aufgenommen und in unsere Planungen einfließen lassen. Mit dem Beschluss werden wir – das zeigen unsere bisherigen Erfahrungen mit der Parkraumbewirtschaftungen in anderen Vierteln – diesen Druck im öffentlichen Raum deutlich senken und so die Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer sowie die Wohnqualität für die Anwohnerschaft verbessern“, erklärte Oberbürgermeister und Verkehrsdezernent Jochen Partsch. 

Die Parkzone umfasst die Straßen innerhalb des Gebiets südlich der Heinrichstraße, östlich der Heidelberger Straße, westlich der Karlstraße sowie nördlich der Hermannstraße, wobei die Hermannstraße selbst Teil des bewirtschafteten Gebiets wird. Dieser Bereich wird durch Parkzonen-Beschilderung ausgewiesen. 

Die Parkplätze auf der südlichen Seite der Heinrichstraße sowie auf der westlichen Seite der Karlstraße werden durch einzelne Schilder ausgewiesen. In diesem Gebiet werden auch die Parkscheinautomaten, teilweise auch mit EC-Karten-Terminal, aufgestellt. Alternativ ist auch das Bezahlen über das Handy möglich. 

Die Parkgebühren liegen bei 50 Cent pro 30 Minuten; die Parkdauer ist von Montag bis Samstag von 8 bis 22 Uhr auf maximal zwei Stunden begrenzt. 

Die Bewohnerinnen und Bewohner können für 120 Euro pro Jahr eine Ausnahmegenehmigung beantragen, durch die sie von Parkgebühren und Höchstparkdauer befreit sind. 

Für Besuch der Anwohner werden Besucherkarten eingeführt, die volljährige Bewohnerinnen und Bewohner unabhängig von Fahrzeugbesitz oder bereits geltender Ausnahmegenehmigung erwerben können. Die Bögen mit neun Tageskarten und einer Wochenkarte kosten 20 Euro und befreien den Besuch ebenfalls von Parkgebühren und Höchstparkdauer. 

Gleichzeitig zur Einführung der Parkraumbewirtschaftung wird der Parkraum an sich neu geordnet:In der Eichbergstraße zwischen Annastraße und Goethestraße entfallen die Parkplätze auf der westlichen sowie zwischen Goethestraße und Hermannstraße auf der östlichen Seite. Fußgängern steht dadurch mehr Raum zur Verfügung und der Eingang zur Mornewegschule wird sicherer. 

In der Hermannstraße entfällt auf der nördlichen Straßenseite zwischen Eichbergstraße und Karlstraße das bisher angeordnete Parken auf dem Gehweg. 

In der Annastraße und der Goethestraße bleibt auf der nördlichen Seite das Parken auf der Fahrbahn zulässig, auf der südlichen Seite wird das Parken auf dem Gehweg angeordnet. Durch die Markierungen (0,5 Meter auf dem Gehweg, 1,5 Meter auf der Fahrbahn) bleibt mit zwei Metern ein ausreichend breiter Gehweg erhalten.

Auf Anregung der Anwohnerinnen und Anwohner beim Quartiersrundgang werden Grenzmarkierungen im Kurvenbereich am Knotenpunkt Goethestraße/Eichbergstraße gezogen, um das Parken dort zu unterbinden. Vor den Zufahrten zur Kreuzung werden „Haifisch-Markierungen“ aufgebracht, um an die Rechts-vor-Links-Regelung zu erinnern. Insgesamt wird so der Kreuzungsbereich sicherer und auch das Durchfahren für Müllfahrzeuge einfacher. 

Durch die Veränderung der Straßenraumaufteilung und die Maßnahmen im Kreuzungsbereich entfallen etwa 95 Parkplätze im öffentlichen Raum, was rund 17 Prozent des bisherigen Angebots entspricht. Da im Gebiet rund 430 private Stellplätze vorhanden sind und zudem Fremdparker verdrängt werden, lässt sich der Wegfall jedoch kompensieren. 

Die Gesamtkosten für die Maßnahmen belaufen sich auf etwa 97 000 Euro.