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Covid-19- Krisenstab der Wissenschaftsstadt Darmstadt beschäftigt sich mit Ausbrüchen in Alten- und Pflegeheimen / Inzidenz bei 158,9 / 52 neue Fälle am Mittwoch

(DK) – Mittwoch, 18.11.2020

10 Todesfälle in den letzten zwei Wochen / OB Partsch: „Arbeiten weiter konzentriert daran, die Ausbrüche zu beenden und die betroffenen Einrichtungen und vulnerablen Personengruppen bestmöglich zu schützen!“

© Pixabay

Der Krisenstab hat sich in seiner Sitzung vom heutigen Mittwoch, 18. November, prioritär mit der Situation in den Darmstädter Alten- und Pflegeheimen beschäftigt. Diese bleibt enorm angespannt, wie die vom Gesundheitsamt heute gemeldeten Zahlen zeigen: Bei den beiden Ausbrüchen im Altenpflegeheim Fiedlersee und im Wohnpark Kranichstein (hier ist die Zahl der positiv getesteten Personen auf 28 gestiegen) sind in den zurückliegenden 14 Tagen 6 (4 im Fiedlersee, 2 im Wohnpark) hochbetagte und entsprechend vorerkrankte Bewohnerinnen und Bewohner teils in Krankenhaus, teils auch in den Einrichtungen verstorben. Hinzu kommen 2 Privatpersonen, ein 59-jähriger und ein 68-jähriger Mann, die in Krankenhäusern in Rüsselsheim und Mannheim verstorben sind. Mit den zwei bereits gemeldeten Todesfällen gab es damit 10 Todesfälle in den letzten zwei Wochen. 

„Diese Zahlen klingen dramatisch und das sind sie auch“, zeigt sich Oberbürgermeister Jochen Partsch betroffen. „Wir versichern aber, dass alle Beteiligten, das Gesundheitsamt, die Einrichtungen, die Altenpflegekonferenz, die städtischen Ämter, konzentriert daran arbeiten, die sogenannten vulnerablen Personen bestmöglich zu schützen. Hierzu sind alle Beteiligten in ständigem Austausch, um die Ausbrüche unter Zuhilfenahme von Quarantänemaßnahmen und Testungen schnell zu beenden. Direkt im Anschluss an den Krisenstab tagt bereits seit zwei Wochen wieder die Unterarbeitsgruppe Pflege und erarbeitet Lösungen. Es ist jedoch eine Situation, die derzeit leider landauf landab eintritt. Dieses Virus ist tückisch, und es tötet. Das muss uns allen jederzeit klar sein. Die vergleichsweise hohe Zahl der Toten auf einen Schlag schockiert natürlich, erklärt sich aber zumindest zum Teil auch dadurch, dass es eine gewisse Zeit braucht, bis die Todesfälle auch vom Gesundheitsamt verifiziert sind.“

Wie das Gesundheitsamt mitteilt, sind für die Wissenschaftsstadt Darmstadt am Mittwoch 52 laborbestätigte Fälle von Covid-19 dazugekommen, so dass kumuliert nun 1727 laborbestätigte Fälle in Darmstadt registriert sind. 793 davon betrachtet das Gesundheitsamt als wieder genesen. Die Inzidenz liegt bei 158,9. 

In den Darmstädter Kliniken bleibt der Durchsatz hoch, die Zahlen pendeln sich auf hohem Niveau ein. Auf Normal- und Intensivstation befinden sich im Moment im Klinikum Darmstadt 40 (12) Patienten, im Elisabethenstift 19 (3), im Alice-Hospital 9 (0)  und in der Kinderklinik 1 Patient. Die Darmstädter Krankenhäuser kritisieren außerdem mit Nachdruck eine neue, in einem Positionspapier der Gesundheitsministerkonferenz vom 15. November aufgeführten Regelung zur Wiedereinführung der Freihaltepauschalen, die zur Folge haben könnte, dass sich kleinere Krankenhäuser aufgrund fehlender finanzieller Anreize aus der Behandlung von an Covid-19 erkrankten Personen zurückziehen. Dies ist aus Sicht der Darmstädter Kliniken nicht nachzuvollziehen. Auch die Rettungsdienste warnen mit Nachdruck davor, die Durchsetzung würde im schlimmsten Fall zu einem Zusammenbruch führen. Der Magistrat sichert zu, hier entsprechend auf die Länder und den Bund einzuwirken, um diese Regelung unbedingt noch zu korrigieren.

Der Krisenstab kommt am kommenden Freitag, 20. November, zu seiner nächsten Sitzung zusammen. 
 

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