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Biologische Vielfalt

(DK) – Montag, 04.06.2018

Wissenschaftsstadt Darmstadt stärkt Biodiversität im Mühltalbad / Unterstützung auch für Unternehmen und Vereine / Umweltdezernentin Akdeniz und Bürgermeister Reißer: „Neue Lebensräume und Nahrungsquellen für zahlreiche Tierarten“

Wildbiene © Luise / pixelio.de

Die Pflanztröge im Darmstädter Mühltalbad sind dieses Jahr erstmals nicht mehr mit für die Natur wenig wertvollen Zierpflanzen wie Geranien bepflanzt worden, sondern mit Lavendel, Ringelblumen und anderen Blütenpflanzen. Umgesetzt wurde die Maßnahme zur Förderung der Biologischen Vielfalt in Darmstadt durch das Umweltamt der Wissenschaftsstadt Darmstadt in Zusammenarbeit mit dem Eigenbetrieb Bäder und dem verantwortlichen Bademeister im Mühltalbad.

Umweltdezernentin Barbara Akdeniz
erläutert die Maßnahme: „Neben dem abwechslungsreicheren Anblick bieten die nun gepflanzten heimischen Arten auch Nahrung für Tiere, wie Bienen und Schmetterlinge aber auch für Vögel. Auch weniger intensiv genutzte Wiesenbereiche werden nun seltener  gemäht und extensiv bewirtschaftet. In Zukunft sollen diese so umgewandelt werden, dass mehr standortgerechte blühende Arten darin ihren Lebensraum finden, um damit Wildbienen, Hummeln und Schmetterlinge zu fördern, welche teilweise auf ganz bestimmte heimische Wildkräuter angewiesen sind.“
Bürgermeister Rafael Reißer begrüßt diese dem Naturschutz dienende Maßnahme: „Gerade in einem so schön in die Landschaft eingebetteten Schwimmbad, wie dem Mühltalbad, wird damit die besondere Nähe zwischen Sportangebot und Natur besonders hervorgehoben“.

Für weitere städtische Flächen, wie etwa das Gelände der  Kläranlage bestehen ebenfalls Pläne zur Erhöhung der Biologischen Vielfalt. „Ist erst der Boden auf Nährstoffe und pH-Wert untersucht, werden Samenmischungen individuell zusammengestellt, um intensiv genutzten Zierrasen  in Wildblütenwiesen zu verwandeln. Erste Schritte haben wir im Klärwerk schon gemacht, es gibt bereits eine Blumenwiese und eine wilde Ecke, in welcher Steine und Totholz aufgehäuft wurden um Lebensraume zu schaffen. Ich freue mich in diesem Zusammenhang, dass das Umweltamt engagierte Kooperationspartner und weitere städtische Ämter für die Förderung der Biologischen Vielfalt gewinnen konnte“.

In Zukunft sollen diese Flächen sowie die vom Grünflächenamt naturnah gepflegten Grünflächen über ein Internetportal für alle sichtbar dargestellt werden. Biologische Vielfalt auf Gewerbeflächen, wie zum Beispiel bereits auf dem Gelände des EAD oder der Entega angelegt, werden dann ebenfalls sichtbar und verdeutlichen, dass auch in den Betrieben das Bewusstsein zur Förderung der Biologischen Vielfalt angekommen ist. „Jedes weitere interessierte Unternehmen, aber auch Vereine und Bürgerinnen und Bürger sind willkommen sich zu beteiligen und mit Unterstützung des Umweltamtes Flächen für die Stärkung der Biodiversität in Darmstadt anzulegen“, so Barbara Akdeniz abschließend.