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Darmstadt Aktuell

Wissenschaftsstadt Darmstadt zeichnet neun Studierende der TU Darmstadt mit dem Mollerpreis 2019 aus

(DK) – Dienstag, 15.10.2019

OB Partsch: „Intensive Auseinandersetzung mit den Anforderungen an Mobilität und Verkehr im Kontext wachsender Städte“

Arbeit von Julia Kemkemer © J. Kemkemer / TU Darmstadt

Oberbürgermeister Jochen Partsch hat am heutigen Dienstag, 15. Oktober, neun Studierende der Technischen Universität (TU) Darmstadt mit dem Georg-Moller-Preis geehrt. Die zum 29. Mal vergebene Auszeichnung, die herausragende Arbeiten am Fachbereich Architektur würdigt, geht in diesem Jahr an Julia Kemkemer. Die beiden dritten Preise gehen gleichberechtigt an Tobias Lenz und Ulrich Müller. Zwei gleichwertige Anerkennungen wurden von der Jury an Maximilian Wagner und die Gruppenarbeit Cycle Station von Dongling He, Lei Xu, Marvin Muchunu, Yihan Hu und Zhangke Liang vom Fachbereich Maschinenbau vergeben. Eingereicht wurden Arbeiten, die im Sommersemester 2019 den vom Fachgebiet Entwerfen und Baugestaltung unter Leitung von Prof. Dipl.-Ing. Wolfgang Lorch in Kooperation mit Dr. rer. nat Debora Clever, Gastprofessorin im Bereich Robotik am Institut für Mechatronische Systeme im Maschinenbau, gestellten Entwurf ‚Mobilitätsstation‘ bearbeiteten. 

Im Rahmen des Georg-Moller-Preises 2019 wird eine Preissumme von insgesamt 2600 Euro vergeben. Die Jury hat einstimmig entschieden, einen mit 1000 Euro dotierten ersten Preis, zwei mit jeweils 500 Euro dotierte dritte Preise und zwei Anerkennungen à 300 Euro zu vergeben.

„Mobilität und Verkehr sind diskursprägende Themen unserer Zeit und ihre Bearbeitung ein essentieller Bestandteil jeder modernen Stadtplanung. Vor diesem Hintergrund sind die in diesem Jahr eingereichten Entwürfe nicht nur wie gewohnt von hoher konzeptioneller und gestalterischer Qualität, sondern widmen sich vielleicht auch mehr denn je reellen aktuellen Problemlagen und Aufgabenstellungen“, erläuterte Oberbürgermeister Jochen Partsch. „Alle Preisträger haben auch in diesem Jahr mit ihren Arbeiten ihr außerordentlich gutes Gespür für Gestaltung und Raum bewiesen und die gestellte Aufgabe hervorragend gelöst. Ihre innovativen Entwürfe lassen die intensive Auseinandersetzung mit unserer Stadt und den Anforderungen an Mobilität im Kontext wachsender Städte erkennen. Gerne überreiche ich den jungen Nachwuchsplanerinnen und –planern daher heute den Mollerpreis und die weiteren Auszeichnungen.“

Zur Aufgabenstellung

Durch die in den vergangenen Jahren eingeläutete Mobilitätswende im individuellen Nahverkehr, stellen Stationen, Bahnhöfe und Haltestellen heute mehr dar, als rein funktionale Orte. Als social hub sind sie Treffpunkte für Millionen von Menschen und architektonische Ausdrucksformen von Mobilität. Vor diesem Hintergrund steht das Ankommen in der Stadt im Zentrum des Mollerpreises 2019. Am Darmstädter Bahnhofsplatz entsteht als ergänzender Flügelbau des Vorplatzes eine Mobilitätsstation. Oberirdisch soll der Neubau als zukunftsfähiges, städtisches Haus entstehen. Sowohl die Gestalt des neuen Akteurs am Platz der Deutschen Einheit, als auch die Entwicklung der Nutzungsszenarien werden Gegenstand des Entwurfes sein.

Hintergrund

Der von der Stadt Darmstadt ausgeschriebene Georg-Moller-Preis wird in Erinnerung an das Werk Georg Mollers für Studierende des Fachbereichs Architektur der TU Darmstadt ausgelobt und für Studienarbeiten vergeben, die sich auf Darmstädter Bau- und Planungsaufgaben beziehen. Der Preis wurde 1989 erstmals verliehen. Seit 2000 wird das Preisgeld von der bauverein AG gestiftet. Der Preis soll „in schöpferischer Verknüpfung mit Theorie und Praxis die Auseinandersetzung mit realen und städtebaulichen Fragestellungen unserer Stadt fördern“. Zudem soll laut Satzung „das fachliche Gespräch zwischen der Stadt Darmstadt, der bauverein AG und der Technischen Universität belebt werden“. Der bedeutende Architekt und Bauforscher Georg Moller (1784-1852) hatte als Leiter des Hessischen Staatsbauwesens mit seinen städtebaulichen Planungen die bürgerlich-klassizistische Struktur des Darmstädter Stadtgrundrisses und das Stadtbild mit wesentlichen Bauwerken maßgebend geprägt.