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Darmstadt Aktuell

Wissenschaftsstadt Darmstadt wirbt EU-Förderungen für städtische Projekte und Kooperation ein

(DK) – Donnerstag, 11.04.2019

OB Partsch: „Unterstützung zeigt Stellenwert, Bedeutung und Wertschätzung, die die Europäische Union unseren vielen Projekten und der in diesem Rahmen geleisteten Arbeit beimisst“

Oberbürgermeister Jochen Partsch © Wissenschaftsstadt Darmstadt

Wie Oberbürgermeister Jochen Partsch in der Antwort auf eine kleine Anfrage der SPD-Fraktion im Stadtparlament mitteilt, wirbt die Wissenschaftsstadt Darmstadt in gleichbleibend hoher Regelmäßigkeit Fördermittel aus den Töpfen der Europäischen Union für die Umsetzung wichtiger städtischer Projekte ein. So ist die finanzielle Unterstützung aus Europa gerade im sozialen Bereich deutlich erkennbar und „zeigt“, so Oberbürgermeister Partsch, „den Stellenwert die Bedeutung und auf eine gewisse Weise auch die Wertschätzung, die die Europäische Union unseren vielen Projekten und der in diesem Rahmen geleisteten Arbeit beimisst. Über die Jahre haben wir, zum Teil auch mit unseren langjährigen Trägern und Kooperationspartnern, Projekte zur Unterstützung der Bürgerinnen und Bürger in den Bereichen, Arbeit, Soziales, Bildung, Forschung und vielen weiteren Bereichen aufgesetzt und stetig weiterentwickelt. Durch die Förderung konnten die Projekte zusätzliche Durchschlagskraft und Reichweite entfalten.“

Zu den EU-Förderungen von insgesamt etwa 7,4 Millionen Euro von 2015 bis 2021 die sich über verschiedene Projektlaufzeiten verteilen, kommen in vielen Fällen städtische Komplementärmittel, die die Projekte zusätzlich aufwerten. Zu den großen Projekten zählen etwa JUSTiQ/Jugend stärken im Quartier mit 1.593.117 Euro Fördermitteln von 2015 bis 2018, und nochmal 686.577 Euro für den Zeitraum vom 1.1.2019 bis 30.06.2022, ein ressourcenaktivierendes Projekt, welches sich an sogenannte passive Schulverweigerer richtet. Damit sind Schülerinnen und Schüler gemeint, die zwar im Unterricht körperlich anwesend sind, aber aus verschiedenen Gründen nicht daran teilnehmen. Das Projekt hilft diesen Schülerinnen und Schülern, ihre Stärken zu erkennen und zu nutzen - mit dem Ziel, diese im Schulalltag und im Unterricht anzuwenden.

Einen ähnlichen Ansatz verfolgte das Projekt BIWAQ/Engagiert im Quartier - Erfolgreich in Arbeit und Beruf, das mit 919.693 Euro vom 1. April 2015 bis 31. Dezember 2018 gefördert wurde.  BIWAQ unterstützt Langzeitarbeitslose, für die es besonders schwierig ist, wieder im Arbeitsmarkt Fuß zu fassen. Das Projekt wird im Rahmen des ESF-Bundesprogramms „Bildung, Wirtschaft, Arbeit im Quartier – BIWAQ“ durch das Bundesministerium des Inneren, für Bau und Heimat und den Europäischen Sozialfonds gefördert.

Neben diesen Projekten investiert die EU zum Beispiel in die Institutionalisierte Implementierung eines professionellen Bildungsmanagements mit der Grundlage eines datenbasierten Bildungsmonitorings. In diesem Rahmen wurde Anfang dieses Jahres der erste städtische Bildungsbericht vorgestellt. Dieser liefert einen ersten datenbasierten Überblick über die Bildungslandschaft der Wissenschaftsstadt Darmstadt. Dabei bringt es vor dem Hintergrund des frühen Kindesalters bis zum Einstieg in den Beruf Daten aus Schul- und Sozialdezernat, dem Staatlichen Schulamt für den Landkreis Darmstadt-Dieburg und die Stadt Darmstadt, dem Gesundheitsamt für die Stadt Darmstadt und den Landkreis Darmstadt-Dieburg sowie von einzelnen Bildungsakteurinnen und Bildungsakteuren erstmals gemeinschaftlich unter dem Fokus Bildung zusammen.