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Darmstadt Aktuell

Wissenschaftsstadt Darmstadt erzielt Verhandlungsdurchbruch bei Wohnbebauung auf dem Gelände der Starkenburg-Kaserne

(ono / DK) – Donnerstag, 17.10.2019

Verteidigungsministerium kündigt mittelfristige Verlagerung des Panzerinstandsetzungswerks an / OB Partsch: „Gemeinsame Bemühungen zu einer zivilen Nutzung des Standorts tragen Früchte“

Oberbürgermeister Jochen Partsch © Wissenschaftsstadt Darmstadt

Die Wissenschaftsstadt Darmstadt erhält in absehbarer Zeit die Chance, das Gelände der Starkenburg-Kaserne für Wohnungsbau nutzen zu können. Dies geht aus einem Schreiben hervor, in dem sich Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer am Donnerstag, 17. Oktober, zur Zukunft der HIL GmbH (Heeresinstandsetzungslogistik) geäußert hat, die derzeit im Auftrag der Bundeswehr drei Werke betreut – in Darmstadt, Doberlugk-Kirchhain (Brandenburg) und St. Wendel (Saarland). Die Planung des Ministeriums, so Kramp-Karrenbauer, „schließt die mittelfristige Verlagerung der Aufgaben des HIL-Werks in Darmstadt mit ein.“ Dies wird bestätigt durch ein gleichlautendes Schreiben vom 17. Oktober von Staatssekretär Benedikt Zimmer direkt an Oberbürgermeister Jochen Partsch.

„Das ist eine sehr gute Nachricht. Damit tragen unsere Bemühungen zu einer zivilen Nutzung des Standorts Darmstadt Früchte“, sagte Oberbürgermeister Jochen Partsch. „Unterstützt vom Land Hessen und von Bundestagsabgeordneten, habe ich mich intensiv dafür eingesetzt, dass diese innenstadtnahen und verkehrsgünstig gelegenen Flächen unserer dynamisch wachsenden Stadt zugutekommen. Nun kann auch hier die Konversion, das heißt die Entwicklung eines weiteren Wohngebiets ins Auge gefasst werden. “

In den vergangenen beiden Jahren führte Oberbürgermeister Jochen Partsch auf allen Ebenen nachdrückliche Gespräche mit Vertreterinnen und Vertretern des Bundesministerium der Verteidigung. Ziel war es, negative Auswirkungen der geplanten Privatisierung der Panzerinstandsetzung der Bundeswehr in den sogenannten HIL-Werken abzuwenden und eine Entwicklungsperspektive für die Konversion der rund 30 Hektar großen Starkenburg-Kaserne am Rande der Waldkolonie zu eröffnen. Zentral war dabei eine Verhandlungsrunde mit Staatssekretär Dr. Peter Tauber im Verteidigungsministerium Anfang Juni 2018. Dem folgten weitere Spitzenkontakte.

„Unsere Verhandlungen, die wir mit langem Atem und großer Beharrlichkeit geführt haben, waren erfolgreich“, erklärt Partsch weiter. „Wir konnten die Gesprächspartner im Bundesverteidigungsministerium davon überzeugen, dass die Reparatur von Kettenfahrzeugen inmitten einer wachsenden Großstadt, in der Wohnungsbauflächen dringend benötigt werden, keine sinnvolle Option ist. Gerade in der letzten Woche habe ich dies noch im Rahmen der Expo Real in München erneut erklärt. Nun ist der Weg frei, um die Starkenburg-Kaserne, auf der Wohnraum für rund 5.000 Menschen möglich ist, zusammen mit der benachbarten Auto-Logistikfläche zu attraktiven Wohnstandorten zu entwickeln und damit die Waldkolonie insgesamt zu einen Stadtteil zu machen, der aufgrund seiner Größe in der Lage ist, zukunftsfähige, wohnstandortnahe Nahversorgungs-, Bildungs- und soziale Infrastrukturangebote zu bieten.“

Aktuell biete man den Kolleginnen und Kollegen in Berlin weitere Gespräche an, um den zeitlichen Ablauf der Maßnahme zu konkretisieren und zu diskutieren, in welchen Teilschritten möglicherweise vorgegangen werden kann. Dazu hat der OB heute direkt Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer sowie ihren Staatssekretär Benedikt Zimmer angeschrieben und für die Entscheidung ebenso wie die gute Zusammenarbeit gedankt. „Dies ist im Übrigen auch ein Beispiel dafür, wie durch einen kontinuierlichen Abstimmungsprozess, mit Bedacht und ohne permanente Produktion von Schlagzeilen, wirkliche Verbesserungen für die Stadtentwicklung erreicht werden können“, so Partsch abschließend.