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Darmstadt Aktuell

Wissenschaftsstadt Darmstadt beschäftigt zwei syrische Geflüchtete im Rahmen eines Praktikums für ein Jahr bei der Stadtverwaltung

(DK) – Freitag, 07.12.2018

Oberbürgermeister Jochen Partsch: „Mitarbeit in der Verwaltung soll Einblicke in die Abläufe in einer Kommune und damit qualifiziertes Wissen vermitteln“

© Wissenschaftsstadt Darmstadt/ Sibel Öz

Die Wissenschaftsstadt Darmstadt beschäftigt im Rahmen des Modellprojekts „Qualifizierung von syrischen Geflüchteten in der Kommunalverwaltung der Wissenschaftsstadt Darmstadt“ zwei syrische Geflüchtete für ein einjähriges Praktikum in der Verwaltung. Die beiden Stellen sind mit  jeweils 39 Wochenstunden veranschlagt. Zuvor hatte sich die Stadt um das Modellprojekt beworben und den Zuschlag erhalten. Die Praktika werden im Rahmen der Initiative  „Kommunales Know-how für Nahost“ von „Engagement Global / Servicestelle Kommunen in der Einen Welt“ angeboten und aus Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung finanziert. Ziel des Projekts ist es, syrischen Geflüchteten Einblicke in die kommunale Strukturen und Prozesse der Wissenschaftsstadt Darmstadt zu ermöglichen, die in Zukunft  beim Wiederaufbau kommunaler Strukturen in Syrien nützlich sein können.

Oberbürgermeister Jochen Partsch setzte sich im Vorfeld persönlich für das Vorhaben ein und zeigt sich nun über den Zuschlag des Modellprojekts für die Stadt Darmstadt sehr zufrieden: „Nachdem bei der Aufnahme von Geflüchteten zunächst humanitäre Aufgaben im Vordergrund stehen, ist es im weiteren Verlauf wichtig, die Menschen über Arbeit auch mit Kenntnissen auszustatten, die für sie im Rahmen der Integration oder auch bei einer eventuellen Rückkehr in ihre Heimatländer von Nutzen ist. Diese Möglichkeit möchten wir den beiden syrischen Geflüchteten im Rahmen eines Praktikums nun gerne geben und ihnen im Laufe ihrer Mitarbeit einen Einblick in die Arbeitsabläufe in einer Kommune und damit qualifiziertes Wissen vermitteln. Umgekehrt wird aber auch die Verwaltung wichtige Erkenntnisse aus dieser Zusammenarbeit ziehen können. Daher glaube ich, dass dieses Vorhaben für beide Seiten gewinnbringend ist.“

Unter den zahlreichen Bewerbungen konnten sich eine Umweltingenieurin aus Aleppo sowie ein Elektroingenieur aus Homs durchsetzen. Beide sind für ihre neue Stelle einschlägig qualifiziert und bringen eine starke Motivation mit. Die beiden Praktikanten werden in den nächsten 12 Monaten Berufserfahrungen in zahlreichen Ämtern, den Eigenbetrieben der Stadt sowie beim Energieversorger Entega AG machen. Sie sollen dabei Kenntnisse u.a. in den Bereichen Stadtentwicklung, Bauplanung, Stadtumbau, Straßen – und Tiefbau, nachhaltige Entsorgung und Verwertung sowie Partizipation und Demokratieförderung erlangen. Koordiniert wird das Modellprojekt vom Amt für Interkulturelles und Internationales.