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Darmstadt Aktuell

Redaktionsteam der Frauenzeitung MATHILDE erhält Bronzene Verdienstplakette der Wissenschaftsstadt Darmstadt

(DK) – Montag, 18.12.2017

OB Jochen Partsch: „Verdiente Würdigung für einen engagierten und antidiskriminierenden feministischen Journalismus“

Oberbürgermeister Jochen Partsch mit dem Redaktionsteam der Frauenzeitschrift 'Mathilde' bei der Verleihung der Bronzenen Verdienstplakette © Wissenschaftsstadt Darmstadt / Daniel Klose

Das Redaktionsteam der Frauenzeitung MATHILDE ist zum 25-jährigen Bestehen und in Anerkennung seines ehrenamtlichen Engagements im gesellschaftlichen Bereich am heutigen Montag (18.) von Oberbürgermeister Jochen Partsch mit der Bronzenen Verdienstplakette der Wissenschaftsstadt Darmstadt ausgezeichnet worden. Dabei würdigte der Oberbürgermeister die Leistungen des Redaktionsteams: „Der feministische Journalismus der MATHILDE bezieht Stellung, nicht nur für Frauen, sondern gegen alle Strukturen, die Frauen in den unterschiedlichsten Lebensbereichen diskriminieren. Das Magazin wendet sich auch gegen bestimmte Frauenbilder, die diese Strukturen aufrechterhalten oder befördern. Der Journalismus wird auch heute noch stark von Männern dominiert, mit ungleichen Machtverteilungen und mit ungleichen Zugangs- und Aufstiegschancen für Frauen. Umso wichtiger ist es, dass eine Zeitschrift wie MATHILDE als wichtiges Vorbild für andere Frauen agiert und es Frauen ermöglicht, ihre eigenen Erfahrungen und Sichtweisen in ihre Arbeit einzubringen. Es ist mir daher ein besonderes Anliegen, das Redaktionsteam für  sein herausragendes Engagement für alle Frauen in und um Darmstadt heute mit der Bronzenen Verdienstplakette auszuzeichnen.“

MATHILDE ist frauenpolitisch engagiert und nicht kommerziell. In seinem 25-jährigen ehrenamtlichen Engagement von Darmstädter Frauen für Frauen macht das Redaktionsteam die Frauensicht auf (stadt-) gesellschaftliche Themen öffentlich und stellt damit Öffentlichkeit im Sinne des Sichtbarmachens von vielfältigen Lebensrealitäten von Frauen her. Dies gilt für alle Frauen, egal ob jung, alt, mit und ohne Migrantionshintergrund oder etwa lesbisch. Die Zeitungsmacherinnen widmen sich dabei den unterschiedlichsten Themen, die für Frauen interessant sind, sie persönlich angehen oder die durch Politik und Gesellschaft ihr tägliches Leben bestimmen. Dabei werden auch Themen behandelt, die in der Öffentlichkeit oft zu kurz kommen. Jedes Heft, in gendergerechter Sprache verfasst, hat einen thematischen Schwerpunkt und enthält Buchbesprechungen, Frauenporträts, Veranstaltungshinweise und vieles mehr.

Hervorgegangen ist die Zeitschrift MATHILDE aus einem Kursangebot des Frauenbildungsträgers sefo femkom e. V. Aus „Wir machen eine Frauenzeitung“ entstand nach einem guten halben Jahr im November 1992 die erste Ausgabe. Die Zeitschrift erscheint zweimonatlich, von einem ehrenamtlichen Redaktionsteam mit Frauen aller Altersgruppen erstellt. In der MATHILDE-Redaktion gibt es keine Chefredakteurin, die Zusammenarbeit verläuft hierarchiefrei und gleichberechtigt. Die Namensgeberin Mathilde (1813 bis 1862), Königstochter aus Bayern und Gattin des Darmstädter Großherzogs Ludwig III., war politisch interessiert und sozial engagiert. Nach ihr sind in Darmstadt die Mathildenhöhe sowie ein Platz und eine Straße benannt. Im Jahr 2016 erhielt das Magazin den „Dr. Dagmar-Morgan-Ehrenpreis“. Seit der Zeitungsgründung sind bislang 150 Hefte erschienen.