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Darmstadt Aktuell

Raddirektverbindung Frankfurt-Darmstadt: Magistrat beschließt Streckenabschnitt Bahnhof Wixhausen bis zum Auwiesenweg

(DK) – Donnerstag, 29.10.2020

OB Jochen Partsch: „Weiterer wichtiger Schritt auf dem Weg zu einer direkten und gut ausgebauten Radverbindung zwischen Frankfurt und Darmstadt und der besseren Vernetzung der Metropolregion Rhein-Main insgesamt“

Der Magistrat der Wissenschaftsstadt Darmstadt hat in seiner Sitzung vom Mittwoch (28.) dem Bau des nächsten Streckenabschnittes der Raddirektverbindung Frankfurt-Darmstadt vom Bahnhof Wixhausen bis zum Auwiesenweg zugestimmt.

„Mit dem heutigen Magistratsbeschluss kommen wir der Schaffung einer direkten und gut ausgebauten Radverbindung zwischen Frankfurt und Darmstadt wieder ein Stück näher“, erläutert Oberbürgermeister und Verkehrsdezernent Jochen Partsch. „Für die Metropolregion ist diese Verbindung von entscheidender Bedeutung wenn wir wollen, dass mehr Menschen von dem Auto auf das Rad umsteigen und die Verkehrswende weiter vorantreiben wollen. Für den nächsten Bauabschnitt, Auwiesenweg bis Arheilgen / B 3, wird es in 2021 eine gesonderte Magistratsvorlage geben. Für die weitere Führung ab Arheilgen Richtung Innenstadt und Eberstadt wurde seitens der Wissenschaftsstadt Darmstadt eine Machbarkeitsstudie mit Bürgerbeteiligung in Auftrag gegeben. Die Auftaktveranstaltung dazu fand im September 2019 statt, die Online-Bürgerbeteiligungsrunde wurde vor kurzem abgeschlossen. Die Ergebnisse werden in den kommenden Wochen mit der fachlichen Begleitgruppe diskutiert und die weiteren Schritte festgelegt werden. In dem Prozess involviert ist eine Begleitgruppe, der neben der Fachverwaltung unter anderem der ADFC, der VCD, Fuß e. V., die Initiative Radentscheid sowie drei Bürger und Bürgerinnen angehören.“

Die Raddirektverbindung endet momentan an der Messeler-Park-Straße unmittelbar nördlich des Bahnhofsvorplatzes Wixhausen-Ostseite. Von dort aus wird die Strecke um etwa 520 Meter entlang der Bahnlinie verlängert werden. Über die gesamte Länge kann ein asphaltierter Radweg mit 4 Metern Breite mit einem begleitenden Gehweg umgesetzt werden. Die Belange mobilitätseingeschränkter Personen werden in Abstimmung mit dem CBF berücksichtigt.

Im Zuge dieses Bauabschnittes wird auch der Bahnhofsvorplatz umgestaltet. Die beiden Parkplätze bleiben erhalten, werden aber in die Messeler-Park-Straße verlegt und für Menschen mit Behinderung ausgelegt. Auch die Fahrradabstellmöglichkeiten sowie die Fahrradboxen werden erhalten, aber geringfügig versetzt. Über den Bahnhofsvorplatz soll die Raddirektverbindung mit einem begleitenden Gehweg so geführt werden, dass die Verkehrsarten möglichst getrennt bleiben und es nicht zu Konflikten zwischen den zügig Radfahrenden und dem Fußverkehr kommt. Dafür werden dezidierte Querungsstellen für den Fußverkehr eingerichtet, die durch Aufpflasterungen vom Radweg abgesetzt sind. Der barrierefreie Zugang und die weiteren Zugänge zum Bahnsteig bleiben erhalten.

Südlich des Bahnhofs wird die Raddirektverbindung parallel zum Bestandsweg, aber westlich der Allee, neu angelegt. Der Bestandsweg wird zukünftig als reiner Fußweg genutzt (Entflechtung Fuß- und Radverkehr). Das Trogbauwerk Hindemithstraße wird über eine neu zu errichtende Brücke gequert. Um Sperrungen der Hindemithstraße möglichst zu vermeiden, wird eine Fertigteilbrücke aus Stahlfachwerk geplant. Für die weitere Führung wird der Auwiesenweg auf rund 40 Metern Länge zur Fahrradstraße umgewidmet und baulich ertüchtigt. Anwohnerbeiträge werden nicht fällig. Zwischen den Hausnummern 3 und 7 konnte ein unbebautes Grundstück von der Wissenschaftsstadt Darmstadt erworben werden, auf diesem endet der Bauabschnitt.

Die gesamte Strecke wird beleuchtet. Die Beleuchtungsintensität wird insbesondere in Abschnitten mit hoher Bedeutung für den Naturschutz dem Bedarf angepasst und in Schwachlastzeiten stark gedimmt.

Der Grünstreifen zwischen Gehweg und Bahn ist im Bestand mit Büschen und Bäumen bewachsen. Für die Umsetzung der Raddirektverbindung müssen insgesamt 12 Stadtbäume entfernt werden. 9 können vor Ort versetzt werden. Für die Bäume, die nicht ersetzt werden können, erfolgen spätestens mit dem nächsten Bauabschnitt Ersatzpflanzungen. Andere Trassierungen für den Radweg würden zu einem erheblich größeren Eingriff in den Baumbestand führen. Aus Gründen des Baumschutzes im Bereich der Trasse wird es eine ökologische Baubegleitung geben. Die Feldahornallee rund um den Bestandsweg bleibt erhalten.

Mit dem Bau soll im 1. Quartal 2021 begonnen werden, die Bauzeit wird rund 8 Monate betragen.

Das Projekt „Raddirektverbindung“ wurde und wird auch künftig regelmäßig im Ortsbeirat Wixhausen sowie beim Runden Tisch Nahmobiliät vorgestellt und erläutert. Mit direkt betroffenen Privatpersonen und der Einrichtung Aumühle wurden die Planungen in Einzelgesprächen abgestimmt.

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