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Darmstadt Aktuell

Positive Gesamtentwicklung der Stadtwirtschaft

(PSD) – Mittwoch, 13.09.2017

19. Beteiligungsbericht der Wissenschaftsstadt Darmstadt veröffentlicht

Darmstadts Oberbürgermeister Jochen Partsch © Wissenschaftsstadt Darmstadt

Darmstadt ist ein attraktiver Wirtschafts-, Wohn- und Wissenschaftsstandort. Die vielfältigen Leistungen der Unternehmen der Stadtwirtschaft tragen maßgeblich dazu bei. Sie sichern eine qualitätsvolle Daseinsvorsorge und entwickeln auch für die Zukunft attraktive Angebote für die Bürgerinnen und Bürger der Stadt und in der Region. Wie die Darmstädter Stadtwirtschaft im Ganzen organisiert ist, verdeutlicht der alljährlich erscheinende Beteiligungsbericht. „Er zeigt, wie stark die Stadtwirtschaft aufgestellt ist, indem er einen Einblick in die wirtschaftliche Situation, die Abläufe und aktuellen Projekte der einzelnen Unternehmen bietet. Die Wissenschaftsstadt Darmstadt legt ihn in diesem Jahr bereits zum 19. Mal vor“, sagt Oberbürgermeister Jochen Partsch.

Der Bericht enthält Kennzahlen zu den Beteiligungen, an denen die Stadt mit mindestens 20 % der Anteile hält. Im Geschäftsjahr 2016 konnten die wesentlichen Kennzahlen verbessert werden, so stieg die Gesamtleistung auf 2.208 Mio. Euro (Vorjahr: 2.168 Mio. Euro), die Bilanzsumme auf 4.540 Mio. Euro (Vorjahr: 4.493 Mio. Euro) und die Investitionen auf 228 Mio. Euro (Vorjahr: 217 Mio. Euro). Das Jahresergebnis hat sich von -40 Mio. Euro auf – 30 Mio. Euro verbessert. Die Verringerung der Beschäftigten (2017: 8056, 2016: 8161) ergibt sich im Wesentlichen aus der Verringerung der Anzahl der Beteiligungen (2017: 113, 2016: 125).

Im Fokus: Regionale Leistungen
Als Führungsgesellschaft der kommunalen Beteiligungen ist die HEAG damit beauftragt, den Bericht zu verfassen. „Der diesjährige Beteiligungsbericht zeigt auch, dass viele Maßnahmen aus der Stadtwirtschaftsstrategie 2020 umgesetzt werden“, erläutern die beiden Vorstände der HEAG, Prof. Klaus-Michael Ahrend und Dr. Markus Hoschek. So wurde unter anderem das Beteiligungsportfolio auf 113 Unternehmen reduziert und der Fokus weiter auf regionale Angebote gelegt.

In der Stadtwirtschaftsstrategie sind die Geschäftsfelder definiert, denen die Unternehmen zugeordnet werden: Energie & Wasser, Immobilien, Mobilität, Gesundheit & Soziales, Telekommunikation & IT, Kultur & Freizeit, Entsorgung & Abwasser sowie Beteiligungsmanagement. Nach diesen Geschäftsfeldern ist auch der Beteiligungsbericht gegliedert. Viele der 113 Unternehmen haben einen positiven Ergebnisbeitrag im Berichtsjahr erwirtschaftet. „Mit ihnen ist es möglich, Mittel für Bereiche zur Verfügung zu stellen, die strukturbedingt ein negatives Ergebnis vorweisen, die aber für die Menschen unverzichtbar sind. Dienstleistungen der Gesundheitsversorgung oder des Öffentlichen Personennahverkehrs gehören dazu. Diese werden traditionell zu guten Teilen durch Überschüsse aus den Geschäftsfeldern Energie & Wasser, Immobilien, Telekommunikation & IT und der Sparkasse getragen“, erklären Prof. Klaus-Michael Ahrend und Dr. Markus Hoschek.

Seit Sommer 2016 stellt die Online-Plattform „Darmstadt im Herzen“ die Top-Produkte der Darmstädter Stadtwirtschaft vor und hält darüber hinaus zahlreiche Zusatzinformation bereit. Auch nachhaltige Partner aus der Region haben hier Gelegenheit, sich zu präsentieren. Die Entwicklung und Umsetzung von „Darmstadt im Herzen“ zählte 2016 zu den wesentlichen Aktivitäten der HEAG. Das Portal ermöglicht Bürgerinnen und Bürgern ein umfassendes Verständnis für die Stadtwirtschaft und ist eine der Maßnahmen, um die Ziele der Stadtwirtschaftsstrategie 2020 zu erreichen. „Das Stadtwirtschaftsportal ist nun auch über die Darmstadt App zu erreichen“, berichten Ahrend und Hoschek.

Aufbruch ins digitale Zeitalter
„Mit Blick auf die voranschreitendene Digitalisierung ist ‚Darmstadt im Herzen‘ ein zeitgemäßer Service für die Bürgerinnen und Bürger“, führt Oberbürgermeister Jochen Partsch aus. „Darmstadt wurde vor 20 Jahren der Titel ‚Wissenschaftsstadt‘ verliehen und hat dies auch den drei Hochschulen und den mehr als 30 wissenschaftlichen Institutionen zu verdanken. Dieses Jahr kam im Rahmen des Bitkom-Wettbewerbs ‚Digitale Stadt‘, den Darmstadt für sich entscheiden konnte, der Titel ‚Digitalstadt‘ hinzu. Damit bietet sich auch für die Unternehmen der Stadtwirtschaft die einmalige Chance, noch digitaler zu werden.“ So tragen Beteiligungen beispielsweise dazu bei, die notwendige Infrastruktur bereitzustellen.

Die ENTEGA AG zählt zu den führenden Energie- und Infrastrukturdienstleistern in Deutschland und ist ein Wegbereiter von erneuerbaren Energien. Mit der 2013 begonnenen Vorwärtsstrategie hat die HEAG-Tochter 2016 ihren Erfolgsweg weitergeführt und das gute Ergebnis aus dem Jahr 2015 noch übertroffen. Im Kooperationsprojekt „Darmstadt WiFi“ haben 2016 die Wissenschaftsstadt Darmstadt, die ENTEGA AG und die HEAG mobilo erste öffentlich zugängliche Hotspots in der Innenstadt freigeschaltet. „Das freie WLAN ist ein komfortables Angebot für die Bevölkerung und Besucher der Stadt – und ebenso vorteilhaft für den städtischen Tourismus, die Wirtschaftsförderung oder auch für den Handel“, sagt der Oberbürgermeister weiter.

Digitales Angebot HEAG mobilo-App
Sowohl ENTEGA als auch HEAG mobilo nehmen sich bereits heute den Herausforderungen der Digitalisierung an und entwickeln neue Produkte und Dienstleistungen für ihre Kunden. Die HEAG mobilo-App bietet seit 2016 im digitalen Format alle wichtigen Informationen wie Abfahrtszeiten, Fahrzeugortung, Verkehrsinfos für das Verkehrsgebiet in Darmstadt, für den Landkreis Darmstadt-Dieburg, Kreis Groß-Gerau und für die Nördliche Bergstraße. Ebenso innovativ ist die Mobilitätszentrale in der Lincoln-Siedlung: Seit Ende 2016 können sich hier Bewohner der Lincoln-Siedlung individuell über alternative Mobilitätsangebote beraten lassen.
„Das reibungslose Zusammenspiel der Unternehmen der Stadtwirtschaft ermöglicht eine wirkungsorientierte Infrastruktur, die Darmstadt für die Zukunft aufstellt“, so Oberbürgermeister Jochen Partsch. Das zeigen auch die Projekte der bauverein AG: 2016 hat sie die Konversionsfläche der Lincoln-Siedlung weiterentwickelt und Wohnungen des neuen Quartiers vermarktet. Modernisierungsmaßnahmen des Wohnungsbestands haben begonnen. Für die Entwicklung der Konversionsfläche der Cambrai-Fritsch-Kaserne steht die bauverein AG bereit.

„Mit der Stadtwirtschaftsstrategie und weiteren Steuerungsinstrumenten wird die Stadtwirtschaft nach vorn gebracht. Die Klammer hierfür bildet die HEAG mit ihrem Beteiligungsmanagement“, führen Prof. Klaus-Michael Ahrend und Dr. Markus Hoschek aus. Auch darüber gibt der Beteiligungsbericht Auskunft. Er steht auf der Webseite der HEAG und der Stadt als zum Download zur Verfügung.