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Darmstadt Aktuell

Magistrat der Wissenschaftsstadt Darmstadt stimmt für die Beteiligung an neuem Technologie- und Gründerzentrum

(PSD/ DK) – Mittwoch, 09.08.2017

Oberbürgermeister Partsch und IHK-Präsidentin Sinemus: „Wollen gemeinsam für einen Quantensprung in der Förderung von Unternehmensgründungen in Darmstadt und der Region sorgen“

Das zukünftige Technologie- und Gründerzentrum. © IHK

In seiner Sitzung (9.) hat der Magistrat beschlossen, dass sich die Wissenschaftsstadt Darmstadt gemeinsam mit der Industrie- und Handelskammer (IHK) Darmstadt Rhein Main Neckar an einer zu gründenden Technologie- und Gründerzentrums GmbH beteiligen soll. Diese wird Betreiberin eines neuen 4.300m² großen Zentrums für Unternehmensgründerinnen und -Gründer in der Hilpertstraße 31, einer vormals von der Deutschen Post genutzten Immobilie.

Oberbürgermeister und Wirtschaftsdezernent Jochen Partsch erläutert dazu: „Wir sind bereit, in die Zukunft unseres Wirtschaftsstandorts zu investieren, und agieren bewusst mit Weitsicht. Dazu investiert die Stadt zum Start der Gesellschaft zunächst rund 100.000 Euro zur Startfinanzierung und Ausstattung. Im Folgejahr ist derzeit eine Summe von 150.000 Euro vorgesehen. Wir tun das, weil es gerade in finanziell nicht einfachen Zeiten aus unserer Sicht der richtige Weg ist, die ökonomische Basis, von der Wohlstand und sozialer Friede in unserer Stadt abhängen, nicht nur zu sichern, sondern auszubauen. Mit unserer Beteiligung an der bereits erfolgreichen cesah GmbH für Gründungen im Bereich der Satellitennavigation, den jüngsten Angeboten der HEAG in diesem Themenfeld, unserer engen Zusammenarbeit mit der highest-Gründerinitiative an der TU Darmstadt und weiteren Aktivitäten unterstützt die Stadt die Startup Szene vor Ort bereits intensiv. Nun folgt in Partnerschaft mit der Industrie- und Handelskammer ein Quantensprung, indem wir in den nächsten Monaten ein neues Technologie- und Gründerzentrum einrichten werden.“

IHK-Präsidentin Kristina Sinemus zeigt sich erfreut über die Entscheidung der Stadt: „Unser gemeinsames Projekt schließt als Anlaufstelle für regionale und überregionale Startups eine Lücke im Angebot für Gründerinnen und Gründer. Insbesondere produktionsorientierten, innovativen Gründern aus Wissenschaft und Wirtschaft fehlen Werkstatträume, die ein zentraler Bestandteil unseres Konzepts sind.“

Geplant ist die Eröffnung Ende des Jahres. Die formelle Gesellschaftsgründung ist für September vorgesehen. Co-Working-Spaces und die Infrastruktur der insgesamt 60.000m² Bürofläche umfassenden Liegenschaft mit Kantine und weiteren Angeboten vervollständigen das neue Gründerzentrum, das seinen endgültigen Namen über einen Wettbewerb finden wird.

„Was wir initiieren wollen, ist die Entstehung eines echten Gründungsökosystems. In den Räumlichkeiten werden regelmäßig Veranstaltungen und Coachings für Gründerinnen und Gründer stattfinden. Die Menschen im Zentrum sollen Treffpunkte vorfinden, an denen sie gemeinsam innovative Ideen entwickeln und Kooperationen schmieden können. Wir verstehen das Technologie- und Gründerzentrum als Teil der Digitalstadt-Idee, in dem es zum Beispiel mit dem Digital Hub Cybersecurity verbunden wird. Es wird außerdem ein übergreifender Knotenpunkt für alle Initiativen in der Startup City Darmstadt sein“, fügen Partsch und Sinemus dem hinzu. Wichtig sei deshalb die enge Abstimmung mit den Hochschulen und Wissenschaftseinrichtungen in der Stadt.

Ergänzt wird das Angebot für Gründer durch den IHK-Innovationsfonds. Ziel des Beteiligungsfonds ist es, neu gegründete Unternehmen, Ausgründungen aus der TU Darmstadt, der Hochschule Darmstadt und technologieorientierte Wachstumsunternehmen zu unterstützen und so die Innovationsstärke für die wirtschaftliche Entwicklung der Region zu nutzen. Die Vollversammlung der IHK Darmstadt hat zwei Millionen Euro dafür zur Verfügung gestellt, das Land Hessen den gleichen Betrag. Mehrere Unternehmen haben sich für Gelder aus dem Fonds beworben, die Prüfung über die Mittelständische Beteiligungsgesellschaft Hessen läuft nun.